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Thema: Wie lang wirds MG noch geben / welchen Anreiz, es zu lernen? vom 16.06.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Wie lang wirds MG noch geben / welchen Anreiz, es zu lernen?
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ventura

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Verfasst Fr 18.06.2004 14:56
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Achim M. hat geschrieben:

...aber es war ein weiter Weg bis hierhin. Ich habe auch mal mit einem sehr schmalen Gesellengehalt angefangen und mich x-Jahre ausbeuten lassen ... Aber ohne diese Zeit wäre ich heute viele Erfahrungen ärmer. Freie Entfaltung der Persönlichkeit ist ein Recht, was man sich selber erarbeiten muss.

Gruß

Achim


bei allem respekt, ist das dennoch kein modell das man sich jetzt zum vorbild machen sollte, oder? davon sein recht auf entfaltung abzuleiten, das kann es irgendwie auch nicht sein.

eigentlich wird man dem problem hier eh nicht gerecht, aber die grössten fehler passieren innerhalb der betriebe sowie in der begleitenden berufsschule die dem betrieblichem umfang an anforderungen nicht gerecht wird.
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doml

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Verfasst Fr 18.06.2004 15:11
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Achim M. hat geschrieben:
doml hat geschrieben:
ich kenn auch jemanden, der ein friseurladen hatte und dann nach 10 jahren keinen bock mehr hatte. hat zwar jetzt auch kein rosiges gehalt als mg aber es macht wenigstens einigermaßen spass ..


Das ist eben der Fehler im System, wenn das Arbeitsamt Umschulungen finanziert, weil jemand keine Lust mehr auf seinen alten Job hat. Ist es Aufgabe der Gesellschaft individuelle Bedürfnisse zu befriedigen? Gibt es ein verbrieftes Recht auf Spaß an der Arbeit?

Gruß

Achim

achim, du theorie-junky!!
es ist scheißschwehr mit soner umschulung zum mg auch danach was anzufangen! es schaffen nur 10% der leute auch wirklich fußzufassen. der hund liegt nicht darin begraben, DASS es umschulungen gibt, sondern WIE diese umschulungen organisiert sind .. und dass fast jeder diese umschulung machen darf. DAS kostet geld, achim!!
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Waschbequen
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Verfasst Fr 18.06.2004 15:40
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Wenn die Gesellschaft dazu in der Lage ist so etwas wie Umschulungen zu tragen, dann sollte sie das auch tun. Denn das Recht auf freie Entfaltung nützt mir nichts, wenn ich es nicht ausleben kann - und das geht teilweise nunmal nur z.B. durch Umschulungen.
 
doml

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Verfasst Fr 18.06.2004 16:08
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Waschbequen hat geschrieben:
Wenn die Gesellschaft dazu in der Lage ist so etwas wie Umschulungen zu tragen, dann sollte sie das auch tun. Denn das Recht auf freie Entfaltung nützt mir nichts, wenn ich es nicht ausleben kann - und das geht teilweise nunmal nur z.B. durch Umschulungen.

schon, das braucht mann ja auch nicht in frage stellen - nur was ich von den leuten erfahren durfte, die ne umschulung gemacht haben, ist echt nicht mehr ganz normal.. da sitzen leute im unterricht die sich 2 mal durchfallen lassen um die finanzielle unterstützung auszunützen - hey, das ist echt kein einzelfall!
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Waschbequen
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Fr 18.06.2004 16:15
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doml hat geschrieben:
[schon, das braucht mann ja auch nicht in frage stellen


Guck rechts!

Achim M. hat geschrieben:
Das ist eben der Fehler im System, wenn das Arbeitsamt Umschulungen finanziert, weil jemand keine Lust mehr auf seinen alten Job hat. Ist es Aufgabe der Gesellschaft individuelle Bedürfnisse zu befriedigen? Gibt es ein verbrieftes Recht auf Spaß an der Arbeit?


Zitat:
- nur was ich von den leuten erfahren durfte, die ne umschulung gemacht haben, ist echt nicht mehr ganz normal.. da sitzen leute im unterricht die sich 2 mal durchfallen lassen um die finanzielle unterstützung auszunützen - hey, das ist echt kein einzelfall!

Ja und? Das passiert hunderttausendfach in x verschiedenen Situationen jeden Tag aufs Neue - und das ist sicher kein Phänomen unter Umschülern.
 
Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst Fr 18.06.2004 17:09
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doml hat geschrieben:
achim, du theorie-junky!!
es ist scheißschwehr mit soner umschulung zum mg auch danach was anzufangen! es schaffen nur 10% der leute auch wirklich fußzufassen. der hund liegt nicht darin begraben, DASS es umschulungen gibt, sondern WIE diese umschulungen organisiert sind .. und dass fast jeder diese umschulung machen darf. DAS kostet geld, achim!!


Bestreite ich ja gar nicht. Ich kenne das System schon seit einiger Zeit und kann nur sagen, dass es absolut idiotisch ist. Leider werden vielen Umschülern, die wahren Hintergründe ihrer Umschulung viel zu spät bewußt.

Ich unterrichte sowohl für die IHK und in Umschulungsmaßnahmen. In den Umschulungsmaßnahmen sitzen viele Leute, die da nicht hingehören, aber finanziert werden, weil sie anderweitig nicht aus der Statistik zu kriegen sind. Andererseits sitzen in den IHK-Kursen gelernte Drucker, Fotografen, Schauwerbegestalter und Druckvorlagenhersteller, die mit eigener Kohle sich ein wenig Weiterbildung verschaffen, weil sie ahnen, dass sie mit ihrem Wissen auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, falls ihr Arbeitgeber in Konkurs geht ... Eine solche Anpassungsqualifizierung kostet ein Bruchteil einer Umschulung wird aber vom Arbeitsamt nicht finanziert, solange die Leute noch eine Beschäftigung haben. Vielen könnte man mit ein paar tausend Euro die berufliche Existenz sichern.

Während deren Betriebe ums Überleben kämpfen, überschwemmt das Arbeitsamt den Arbeitsmarkt mit Mediengestaltern, die eigentlich an diesem Beruf kein rechtes Interesse haben. Wenn in meinem Kurs eine gelernte Pädagogin sitzt, eine Umschulung finanziert bekommt und am Ende der Ausbildung wieder als Pädagogin arbeitet, weil der Job als Mediengestalter nicht genug einbringt, dann ist das Verschwendung von Versicherungsgeldern und Steuermitteln. Dass man jemanden eine solche berufliche Auszeit finanziert, nur damit 'man mal was anderes sieht', ist angesichts der aktuellen Arbeitslosenzahlen meines Erachtens ein Unding.

Die Arbeitslosigkeit in unserem Land ist mittlerweile eine nationale Tragödie. Ich bin der Meinung, dass der Umgang mit der Arbeitslosigkeit effizienteren Strukturen bedarf und das dahinter auch Einzelinteressen zurücktreten müssen.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Sa 19.06.2004 06:42, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nimroy
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Verfasst Sa 19.06.2004 07:30
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der_Milchmann
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Verfasst So 20.06.2004 20:48
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Naja, ist eigentlich alles gelaber und geschwalle *ha ha*

Faktum ist doch ... 90 oder mehr % der MG Azubis machen Fliessbandjobs, wie es eben in jeder Lehre ist:
Im ersten Lehrjahr ist alles neu, nach wenigen Wochen kann mans und dient ab dann nur noch als billige
Arbeitskraft :evil:

Wenn das nicht so wäre, dann würde schliesslcih auch keiner mehr ausbilden. Wieso die IHK nichts dagegen unternimmt, gegen all die Ausbildungsfremden Ausbildungen (nicht nur im Bereich MG, doch hier ist es eben schön einfach, da keiner weiss, was eigentlich ein MG zu machen hat, im Gegensatz zum Maurer, dort weiss nämlich jeder, was der Aufgabenbereich ist) - klar, wenn die IHK da was machen wollte, würden hier 90% der Ausbildungsbetriebe die Lizenz entzogen bekommen. was hätte das zur Folge? Wir hätten weniger MGs, mehr qualifizierte MGs, aber... das interessiert nicht, was interessiert, ist die Statistik, dass möglichst wenige Ausbildungsplatzsuchende auf der Strasse stehen.

Kurzum an alle, die drinnen stecken. Regt euch ruhig mal auf über die Situation, seht zu dass ihr privat die Kenntnisse einigermassen erlangt, die ihr braucht, wenn der Betrieb bei schlechten Noten motzt, dann motzt zurück, denn dann habt ihr das Recht. * Ich will nix hören... *

Und wenns dann um die AP geht, seht halt zu, dass die einigermassen über die Bühne geht und sucht euch einen Job, der euch spass macht etc. oder orientiert euch "RECHTZEITIG" anderweitig, damit ihr nicht als arbeitslose MGs auf der Strasse steht, denn bedenkt immer: Wieso sollte ein Betrieb noch einen MG fest anstellen? Der Aufgabenbereich der meisten Betriebe ist recht eingeschränkt, das kann auch ein neuer Azubi (euer Nachfolger) oder eben ein Praktikant (noch billiger) erledigen.

Gruss der_milchmann

nein . ich denke nicht pessimistisch, bezeichnen wir es eher als realistiisch, ich habe (bin im 2. Lehrjahr, komme in wenigen Wochen ins 3.) schon insgesamt 9 Azubis gehen sehn, einige ehemalige vor meiner Zeit kannte ich auch noch.
Davon sind:

4 Arbeitslos
1 pseudoselbstständig => circa 1 Auftrag im Quartal, der Rest kommt vom Papa, der Kohle hat
2 zum Hungerhilfsarbeiterlohn für Hilfsarbeitstätigkeiten (nix mit MG zu tun!) in unserer Firma weiterbeschäftigt
2 machen eine neue Ausbildung oder weitere Ausbildung (1 Flugbegleiter, der 2. macht eine zum IT Systemelektroniker)


Naja, ob das mal nicht unter anderem an unserem Betrieb liegt, der über den Tellerrand nicht rausschauen lässt und ausser Visitenkarten und Briefbögen keine Aufträge entgegennimmt :-[
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