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Thema: Frage zu Gehalt bei freier Mitarbeit. vom 03.03.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Frage zu Gehalt bei freier Mitarbeit.
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aUDIOfREAK

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Verfasst Do 03.03.2005 21:22
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@testguest

also ich kenne hier im umkreis keine agentur, die einen freelancer für 130 € die stunde als mg beschäftigt - bei einer hochspeziellen fachkraft (z.b. programmierer oder sowas) mag das vielleicht vorkommen - hier bestimmt die nachfrage den preis würd ich sagen.

ich arbeite auch schon seit jahren als freier für n paar agenturen hier rum und die preise liegen grob zwischen 30 - 50 € / stunde. die agenturen würden mir was husten, wenn ich denen mit nem stundensatz von 130 € kommen würde - dann könnten sie sich nämlich auch gleich jemanden festes einstellen - der is dann unterm strich sogar günstiger...

wenn du mal die normalen mediengestalter-gehälter gesehen hast (1200 - 1500 € brutto ist da beileibe keine seltenheit), wirst du feststellen, das es mit bezahlung freier mitarbeiter ähnlich verläuft. wenn du kunden hast, die dir 130 € / stunde zahlen - glückwunsch! aber damit bist du wohl in der branche eher die ausnahme als denn die regel!
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McMaren

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Verfasst Do 03.03.2005 23:36
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aUDIOfREAK hat geschrieben:
(..)ich arbeite auch schon seit jahren als freier für n paar agenturen hier rum und die preise liegen grob zwischen 30 - 50 € / stunde. die agenturen würden mir was husten, wenn ich denen mit nem stundensatz von 130 € kommen würde - dann könnten sie sich nämlich auch gleich jemanden festes einstellen - der is dann unterm strich sogar günstiger... (...)

Ich denke, das ist ein Wert, an dem sich der Threadersteller orientieren kann.
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testguest

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Verfasst Fr 04.03.2005 10:39
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Re: Grauzone

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Achim M. hat geschrieben:
testguest hat geschrieben:
Wenn ich am Jahresende sehe, was mir Vater Staat so aus der Tasche nimmt ...


Blöd gefragt: Bist Du denn tatsächlich selbstständig? Oder träumst Du nur von fetten Kunden ...

Gruß

Achim


Klar bin ich selbständig. Seit 1996. Anfangs gabs noch einen Vertrag mit einer Agentur, seit 2000 ohne Netz und doppelten Boden im direkten Kampf mit der werbungtreibenden Industrie ...
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 04.03.2005 10:49
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Re: Grauzone

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testguest hat geschrieben:
Achim M. hat geschrieben:
testguest hat geschrieben:
Wenn ich am Jahresende sehe, was mir Vater Staat so aus der Tasche nimmt ...


Blöd gefragt: Bist Du denn tatsächlich selbstständig? Oder träumst Du nur von fetten Kunden ...

Gruß

Achim


Klar bin ich selbständig. Seit 1996. Anfangs gabs noch einen Vertrag mit einer Agentur, seit 2000 ohne Netz und doppelten Boden im direkten Kampf mit der werbungtreibenden Industrie ...


na dann glückwunsch... ok, du hast - im gegensatz zu den meisten hier die selbstständig sind oder als freie mitarbeiter werkeln - den großen vorteil das du schon so lange im geschäft bist und wahrscheinlich einen entsprechenden ruf und gute kontakte hast. all das fehlt den meisten, die hier mehr oder weniger neuland betreten.

ich kenne auch ne kleine 2-mann-agentur in der preise genommen werden, wie bei dir. diese agentur gibt es auch schon ewig und sie lebt von der stammkundschaft, die diese preise gewöhnt ist. wenn ich aber dem kleinen mittelständler um die ecke mit nem 130 € stundensatz komm dann zeigt der mir erstmal den hier: *balla balla*

gut, was auch noch mit ne rolle spielt ist die lage wo man sich befindet (in münchen kann ich bei den meisten firmen anders hinlangen, als bei mir hier aufm dorf) und welche kunden man sein eigen nennt. an gute und vor allem zahlungswillige kundschaft zu kommen ist verdammt schwer - vor allem wenn man frischling ist, wenig kontakte hat usw. dann muss man eben manchmal über den preis gehen, damit überhaupt was zu beißen auf den tisch kommt... und deswegen halte ich die von dir angesprochenen stundensätze in den meisten fällen für zu hoch...
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testguest

Dabei seit: 03.03.2005
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Verfasst Fr 04.03.2005 11:40
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Re: Grauzone

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aUDIOfREAK hat geschrieben:
... ich kenne auch ne kleine 2-mann-agentur in der preise genommen werden, wie bei dir. diese agentur gibt es auch schon ewig und sie lebt von der stammkundschaft, die diese preise gewöhnt ist. wenn ich aber dem kleinen mittelständler um die ecke mit nem 130 € stundensatz komm dann zeigt der mir erstmal den hier: %)

gut, was auch noch mit ne rolle spielt ist die lage wo man sich befindet (in münchen kann ich bei den meisten firmen anders hinlangen, als bei mir hier aufm dorf) und welche kunden man sein eigen nennt. an gute und vor allem zahlungswillige kundschaft zu kommen ist verdammt schwer - vor allem wenn man frischling ist, wenig kontakte hat usw. dann muss man eben manchmal über den preis gehen, damit überhaupt was zu beißen auf den tisch kommt... und deswegen halte ich die von dir angesprochenen stundensätze in den meisten fällen für zu hoch...


Kleine und mittlere Agenturen stehen selbst unter Preisdruck und sind drauf angewiesen billig zuzukaufen.
Große namhafte Agenturen arbeiten mit der gleichen Profitorientierung wie die auftraggebende Wirtschaft und drücken die Preise der externen Freelancer munter mit, bzw. nutzen die Marktlage schlicht und ergreifend einfach aus. Ganz nebenbei: die jungen Nachwuchskräfte in vielen Agenturen werden ebenfalls meistens ausgenutzt (schwache Bezahlung bei maximalem Arbeitsdruck, heißt in den Stellenanzeigen "sie sind flexibel und belastbar").
Wenn man für die werbungtreibende Wirtschaft arbeitet ist das für die immer billiger als wenn die sich eine Agentur dafür leisten. Die o.a. Zahlen sind also für diese Auftraggeber immer noch günstig.
Dabei darf man aber nicht vergessen, das Projektweise kalkuliert wird! Also z.B. 12-seitiger Prospekt soundsoviel Stunden Tätigkeit A zum Stundensatz von X plus soundsoviel Stunden Tätigkeit B zum Stundensatz Y plus Kleinkram (Abwicklung/Fahrten etc.) zum minderen Stundensatz Z macht gesamt einen 4-stelligen Betrag, der dann für das Objekt marktüblich ist.
Ein Profi kommt mit diesen Stunden dann auch klar, wenn er die doppelte Zeit braucht, hat er sich eben verkalkuliert und arbeitet unterm Strich nicht mehr kostendeckend. Er kann dann beim nächsten Mal die Stundenzahl in der Kalkulation verdoppeln, schießt sich dann aber aufgrund des Endpreises aus dem Rennen, es sei denn, er halbiert seinen Stundensatz (weil er eben nicht der Crack ist, der alles routiniert und zügig wegarbeitet). Den Kunden interessiert nur der Endbetrag. Wenn der Kunde wild herumändert (Autorenkorrektur!) kostet das natürlich extra.

Natürlich ist hierbei auch die Psychologie des Kunden entscheidend:
Der kleine sparsame Lokalunternehmer sieht aus Prinzip nicht ein, warum er jemandem "von seinem Geld" 90 € pro Stunde zahlen soll, für etwas, was doch sein Sohn auch machen kann, denn der hat doch auch einen Computer.
Hier kalkuliert man ggf. einen niedrigeren Stundensatz, aber auch mehr Stunden (möglichst genau aufgeschlüsselt). Spricht man mit dem Management in einem größeren Laden sind die andere Zahlen gewohnt und freuen sich, wenn man nicht 100 Stunden braucht, sondern effektiv arbeitet. Es fördert dort auch die Glaubwürdigkeit, denn Qualität hat ihren Preis, bzw. was billig ist, kann nicht das Beste sein, das lernt jeder Betriebswirtschaftler.
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
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Verfasst Fr 04.03.2005 11:45
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Re: Grauzone

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testguest hat geschrieben:
aUDIOfREAK hat geschrieben:
... ich kenne auch ne kleine 2-mann-agentur in der preise genommen werden, wie bei dir. diese agentur gibt es auch schon ewig und sie lebt von der stammkundschaft, die diese preise gewöhnt ist. wenn ich aber dem kleinen mittelständler um die ecke mit nem 130 € stundensatz komm dann zeigt der mir erstmal den hier: *balla balla*

gut, was auch noch mit ne rolle spielt ist die lage wo man sich befindet (in münchen kann ich bei den meisten firmen anders hinlangen, als bei mir hier aufm dorf) und welche kunden man sein eigen nennt. an gute und vor allem zahlungswillige kundschaft zu kommen ist verdammt schwer - vor allem wenn man frischling ist, wenig kontakte hat usw. dann muss man eben manchmal über den preis gehen, damit überhaupt was zu beißen auf den tisch kommt... und deswegen halte ich die von dir angesprochenen stundensätze in den meisten fällen für zu hoch...


Kleine und mittlere Agenturen stehen selbst unter Preisdruck und sind drauf angewiesen billig zuzukaufen.
Große namhafte Agenturen arbeiten mit der gleichen Profitorientierung wie die auftraggebende Wirtschaft und drücken die Preise der externen Freelancer munter mit, bzw. nutzen die Marktlage schlicht und ergreifend einfach aus. Ganz nebenbei: die jungen Nachwuchskräfte in vielen Agenturen werden ebenfalls meistens ausgenutzt (schwache Bezahlung bei maximalem Arbeitsdruck, heißt in den Stellenanzeigen "sie sind flexibel und belastbar").
Wenn man für die werbungtreibende Wirtschaft arbeitet ist das für die immer billiger als wenn die sich eine Agentur dafür leisten. Die o.a. Zahlen sind also für diese Auftraggeber immer noch günstig.
Dabei darf man aber nicht vergessen, das Projektweise kalkuliert wird! Also z.B. 12-seitiger Prospekt soundsoviel Stunden Tätigkeit A zum Stundensatz von X plus soundsoviel Stunden Tätigkeit B zum Stundensatz Y plus Kleinkram (Abwicklung/Fahrten etc.) zum minderen Stundensatz Z macht gesamt einen 4-stelligen Betrag, der dann für das Objekt marktüblich ist.
Ein Profi kommt mit diesen Stunden dann auch klar, wenn er die doppelte Zeit braucht, hat er sich eben verkalkuliert und arbeitet unterm Strich nicht mehr kostendeckend. Er kann dann beim nächsten Mal die Stundenzahl in der Kalkulation verdoppeln, schießt sich dann aber aufgrund des Endpreises aus dem Rennen, es sei denn, er halbiert seinen Stundensatz (weil er eben nicht der Crack ist, der alles routiniert und zügig wegarbeitet). Den Kunden interessiert nur der Endbetrag. Wenn der Kunde wild herumändert (Autorenkorrektur!) kostet das natürlich extra.

Natürlich ist hierbei auch die Psychologie des Kunden entscheidend:
Der kleine sparsame Lokalunternehmer sieht aus Prinzip nicht ein, warum er jemandem "von seinem Geld" 90 € pro Stunde zahlen soll, für etwas, was doch sein Sohn auch machen kann, denn der hat doch auch einen Computer.
Hier kalkuliert man ggf. einen niedrigeren Stundensatz, aber auch mehr Stunden (möglichst genau aufgeschlüsselt). Spricht man mit dem Management in einem größeren Laden sind die andere Zahlen gewohnt und freuen sich, wenn man nicht 100 Stunden braucht, sondern effektiv arbeitet. Es fördert dort auch die Glaubwürdigkeit, denn Qualität hat ihren Preis, bzw. was billig ist, kann nicht das Beste sein, das lernt jeder Betriebswirtschaftler.


dann sind wir uns ja einig - so seh ich das auch... das mit den variablen stundensätzen bzw. abrechnung nach projekten ist auf jeden fall die version mit der man besser fährt, weil man sich dann auf den kunden und seine vorstellungen einschießen kann.
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testguest

Dabei seit: 03.03.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Fr 04.03.2005 11:47
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Re: Grauzone

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Wichtig ist, was unten rauskommt!
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Spleenie-Meanie

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Ort: HH
Alter: 42
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 01.08.2005 00:45
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Und bei reiner Bildbearbeitung??

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Bin in ähnlicher Situation wie die Threaderöffnerin, habe morgen einen Vorstellungstermin in einer großen Fa., die nur Bildbearbeitung macht (Bilder bearbeiten f. Modekataloge - Auswahl, Maske, Gradationskurven, Farbbalance...). Da bringt man ja quasi überhaupt keine kreativen eigenen Ideen ein.
Habe Grafikdesign studiert und 4 Jahre Berufserfahrung im Bereich Label- und Packagingdesign; doch das hat ja mit BB relativ wenig zu tun. Bin Freiberuflerin... hat jemand ne Idee mit welchem Stundenlohn ich da auftreten kann?

Hätte gerne einen Ratschlag von jemandem, der sich damit auskennt oder auch freiberuflich Bildbearbeitung macht.

Lächel
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