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Thema: Frage zu Gehalt bei freier Mitarbeit. vom 03.03.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Frage zu Gehalt bei freier Mitarbeit.
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c_writer
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Verfasst Mo 04.02.2008 20:54
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Nefliete hat geschrieben:

57.000 netto imjahr... alles klar! sie belieben zu scherzen Au weia!


Netto im Sinne von zzgl. Umsatzsteuer, ja - aber nicht netto i.S.v. nach Steuern. Von den 57.000 aus dem Beispiel geht natürlich die Einkommenssteuer ebenso ab wie die Versicherungsbeiträge ...

Cybergalactica hat geschrieben:

Ich finde es eigentlich recht schade, dass hier immer über Bruttobeträge gesprochen wird. E scheint allgemein unter Auftraggebern weit verbreitet zu sein, sich über Bruttobeträge zu unterhalten. Die Umsatzsteuer ist doch sowieso ein durchlaufender Posten, und sollte eigentlich gar kein Thema sein.


Bei angestellten Arbeitnehmern ist es nur sinnvoll von Bruttobeträgen zu sprechen - die individuellen Umstände wie Familienstand, Kirchensteuer etc. machen Nettolöhne schlecht vergleichbar. Bei Selbstständigen hingegen ist es natürlich sinnvoll, von Netto-Sätzen pro Zeiteinheit ohne USt. zu sprechen.

Du redest offenbar über Selbstständige, Netfiete von Angestellten - deshalb redet Ihr gerade ein bisschen aneinander vorbei. *zwinker*

c_writer
 
catgirl

Dabei seit: 30.05.2006
Ort: Stuttgart
Alter: 40
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 03.06.2008 10:36
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bei meinem Abschluss als Grafik-Designerin wurde mir empfohlen als Freelancer vor dem Abschluss mind 50 €/h zu verlangen danach zum Start 60 €
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burnout

Dabei seit: 31.01.2002
Ort: Osnabrücker Land
Alter: 36
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Verfasst Di 03.06.2008 11:15
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catgirl hat geschrieben:
bei meinem Abschluss als Grafik-Designerin wurde mir empfohlen als Freelancer vor dem Abschluss mind 50 €/h zu verlangen danach zum Start 60 €


schön. geht nur völlig an der praxis vorbei, weil niemand dir sagen kann, welche kosten du hast. gibt's im grafik-design-studium eigentlich keine bwl-grundlagen? ich meine, jeder mediengestalter-azubi muss platzkostenrechnung und so machen, warum kein grafik-designer?
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 03.06.2008 11:50
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burnout hat geschrieben:
catgirl hat geschrieben:
bei meinem Abschluss als Grafik-Designerin wurde mir empfohlen als Freelancer vor dem Abschluss mind 50 €/h zu verlangen danach zum Start 60 €


schön. geht nur völlig an der praxis vorbei, weil niemand dir sagen kann, welche kosten du hast. gibt's im grafik-design-studium eigentlich keine bwl-grundlagen? ich meine, jeder mediengestalter-azubi muss platzkostenrechnung und so machen, warum kein grafik-designer?


naja wenn ich mir die meisten mgs hier so anguck isses bei den meisten auch nich weit her mit bwl... * Keine Ahnung... *
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Easy365

Dabei seit: 15.08.2006
Ort: A40
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 03.06.2008 12:50
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burnout hat geschrieben:
warum kein grafik-designer?


wir sind halt alles träumer Grins
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key

Dabei seit: 23.02.2006
Ort: Bremen
Alter: 31
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 13.08.2012 16:06
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Also ich finde ja, dass es einen ganz schön verwirren kann, wenn hier so arg viele Meinungen vertreten sind. Die häufigste und auch realistische Antwort ist: Kalkuliere deinen Stundenlohn.

Dabei muss man sich nur folgende Fragen stellen:

- Wie hoch sind deine unternehmerischen Unkosten?
(Versicherungen (Krankenversicherung, Unfallversicherung, (evtl. Rentenversicherung) etc. Auto-Versicherung(Anteilig- falls kein reiner Firmenwagen)), Eventuelle Reisekosten (An- und Abfahrt (Falls du diese in deinem Stundenlohn verschachteln willst - Andernfalls gesondert abrechnen), Raummiete + Nebenkosten (Ja, auch anteilig privaten Raum mit einbeziehen, sofern du von zu Hause aus arbeitest), Festnetz- + Mobiltelefon (falls privat, ebenfalls den entsprechenden Anteil kalkulieren), Software(-Updates), Schriftarten + Bilder (falls du diese verschachteln willst - ansonsten auch hier gesondert abrechnen), Einkommensteuer, Verbrauchsmaterialien, evtl. Steuerberater

- Wie hoch sind deine Verwaltungskosten?
Buchhaltung, Meldungen etc. (Zeit kalkulieren, um die Zeit mit in den Stundenlohn einzubeziehen)

- Wie hoch sind deine privaten Unkosten?
Dabei ist es fast das gleiche wie bei den unternehmerischen Kosten, nur dass du natürlich auch noch von etwas Leben musst. Auch bei diesem Faktor müsstest du deine monatlichen privaten Ausgaben kalkulieren (Lebensmittel, Kleinkram u. Verbrauchsmaterialien (Staubsauger-Beutel, Pflegeprodukte etc.), Vereins- oder Studio-Gebühren (Fitness-Studio) und und und...

--------------------

Somit könnte man z.B. anhand von normalen Arbeitsstunden (die man betrieblich leisten würde) errechnen, was man tatsächlich an monatlichen Ausgaben hat. Das ist natürlich im angestellten Dasein leichter, denn da richtet man sich ganz klar nach seinem Lohn. Wenn nichts mehr da ist, wird es schwierig, außer man macht schulden. Aber das "will" ja keiner. Nun kommen aber die Faktoren hinzu, die vorher der Arbeitgeber abgeführt hat. Sozialleistungen sollte man niemals unterschätzen.

Dann willst du ja on top noch etwas verdienen. Z.B. für einen neuen Super-PC und neue Komponenten und und und...

Kurzform:

Alle Ausgaben aus der selbstständigen Arbeit (pro Monat)
+ Alle Ausgaben aus dem privaten Umfeld (pro Monat)
= Monatliche Gesamtausgaben

Es ist zwar wirr, aber man könnte es ja mal als Beispiel nehmen. Du wirst wahrscheinlich keine 160 Stunden im Monat am Anfang berechnen können, wenn ja, SEHR GUT!

Aber man kann es sehr gut ableiten:

Gesamtausgaben pro Monat: 2.400 Euro (Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer bei der Kalkulation nicht berücksichtigen, das ist ein durchlaufender Posten - sprich die berechnest du oben drauf - sofern du Umsatzsteuer zahlen muss).


2400 Euro / 160 Stunden pro Monat = 15 Euro + Gewinnanteil (100%, muss jeder für sich bei der Preisfindung entscheiden)

30 Euro (netto) pro Stunde

Ein Nebenfaktor ist eigentlich, dass deine Unkosten steigen, umso mehr Zeit du im Monat für deine selbständige Arbeit aufwendest. Das betrifft nicht die Konstanten in der Rechnung. (Eine Konstante wäre in dem Fall die Raummiete, die verändert sich in der Regel nicht so häufig)

Bleiben wir jetzt aber einfach mal bei den 2400 Euro, aber mit weniger Stunden. Was ist, wenn du anfangs nur 20 Stunden wöchentlich voll kriegst. Du arbeitest selbstverständlich mehr als 20 Stunden, aber darüberhinaus für dich, damit du Aufträge kriegst. Sprich du gestaltest Broschüren oder etwas ähnliches für deine Unternehmung. Ich schweife schon wieder ab.

2400 Euro / 80 pro Monat = 30 Euro + Gewinnanteil (100%, auch hier immer individuell, wo will man hin und was ist der Kunde bereit zu zahlen).

60 Euro (netto) pro Stunde

Generell sind 75 Euro nicht zu hoch gegriffen, aber das kommt wirklich auf deinen Namen an. Eine Agentur berechnet natürlich mehr, weil diese auch mehr Unkosten hat. Da müssen Löhne gezahlt werden, Sozialbeiträge, Berufsgenossenschaft und und und...

Wichtig ist, dass du deine Buchhaltung immer überprüfst (egal ob du einen Steuerberater hast). Du musst immer auf dem Schirm haben, ob deine Unternehmung Gewinn abwirft. Es sei denn du sagst, es reicht dir, wenn du gerade immer so leben kannst. Das glaube ich aber nicht.

Ich finde 45-60 Euro für einen freiberuflichen (fähigen) Grafiker sind vollkommen in Ordnung. Alle anderen, machen die Preispolitik auch kaputt. Sich aber von einem Verband vorgeben lassen, welchen Lohn man nehmen soll, halte ich nicht für ratsam.

Deine Fähigkeiten, werden dich schon zu einem gewissen Preis führen. Und fang bloß nicht an, dich unter Wert zu verkaufen. Hier habe ich aber auch einen Tipp, wenn du merkst, dass es dir zukünftig viel mehr bringen würde, dann kannst du diesen Schritt gerne gehen. Denn wenn es einen Auftrag gibt, der zwar nicht viel Geld abwirft, du dadurch aber schnell einen Namen in der Branche hast - dann hau rein!

Mir hat das schon mehrmals meinen Arsch gerettet. Im schlimmsten Fall habe ich sogar Geld drauf gepackt, aber Minimum das dreifache wieder rausgeholt. Das sind aber Entscheidungspunkte, die mir sehr schwer gefallen sind. Es gab auch Entscheidungen die ich bereue.

Beste Grüße,
Dennis
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Illunatic

Dabei seit: 23.01.2006
Ort: Bonn
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 13.08.2012 17:39
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Man muss bedenken, dass die Verbände solch "hohe" Preise anraten und auch die Vergütung von Nutzungsrechten vorschlagen, weil das zwei simple Effekte hat:

1. Wer sich an diesen Vorgaben orientiert und doch nach unten handeln lässt, kommt immernoch bei einem vertretbaren Stundensatz heraus. Würde der AGB bei 60 Euro beginnen, wäre man realistisch gesehen am Ende deutlich unter 50 oder 40 Euro. Je höher der Richtwert, desdo höher das eigene Einordnung in die Preisstruktur, denke ich.

2. Der AGD kämpft ehrenwerterweise für alle Grafikdesigner um Aktzeptanz bei Autraggebern und Verwertern. Ein vernünftiger Stundensatz signalisiert diesen, dass sie eine individuelle, professionelle Dienstleistung einkaufen. Davon haben wir alle etwas.

Hinzu kommt, dass viele Studenten von Preiskalkulation, Kosten und Nutzungsrechten noch nie etwas gehört haben. Bevor man sich also nach dem Studium alles selbst aneignen muss (mit allen Fettnäppchen, die da so lauern), ist es doch gut, eine Vorgabe zu haben.

Woher soll man auch ohne Berufserfahrung, was die eigene Leistung tatsächlich wert ist?
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Dr. Pröt

Dabei seit: 15.05.2004
Ort: Suppenküche Ost
Alter: 15
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 13.08.2012 17:49
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Waren das jetzt Antworten auf die 8 Jahre alte Frage? Hab mir jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen * Keine Ahnung... *

Zuletzt bearbeitet von Dr. Pröt am Mo 13.08.2012 18:00, insgesamt 1-mal bearbeitet
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