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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 06.12.2016 11:31 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: [Aktion] Pro/Kontra zur praktischen Ausbildung vom 08.07.2003


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Die Mediengestalter Ausbildung -> [Aktion] Pro/Kontra zur praktischen Ausbildung
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Bewertung der praktischen Ausbildung
Note 1
10%
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Note 2
17%
 17%  [ 28 ]
Note 3
24%
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Note 4
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Note 5
21%
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Note 6
7%
 7%  [ 12 ]
Stimmen insgesamt : 157

frl_smilla

Dabei seit: 22.01.2004
Ort: N, MM
Alter: 35
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 10.06.2005 09:51
Titel

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Ich bin jetzt fast zwei Jahre in meinem Betrieb und ich habe viel gelernt, darf eigenständig arbeiten und habe zwischendruch auch Zeit, eigene Projekte zu verwirklichen bzw. mir selbst was beizubringen. Ich habe kein Problem damit, mir auch mal selber was zu erarbeiten. ABER: Ich habe keine eigenen Projekte, bin immer nur die helfende Hand und habe noch nie etwas von Anfang bis Ende machen dürfen. Dabei finde ich gerade sowas wichtig, mal zu lernen, wie man unter terminlichem Druck arbeitet. Überstunden oder Agentur-Stress wie bei den meisten anderen gibt es für mich nicht. Ich hab immer so ne ToDo-Liste auf meinem Platz liegen, nie weiß ich, bis wann was fertig sein muß - mein Chef vergisst dann auch regelmäßig, sich das anzusehen...... Liegt vielleicht auch daran, dass es außer mir keine Mitarbeiter in diesem Betrieb gibt, deshalb leidet die allgemeine Organisation. Eigentlich schmeiß ich den Laden, mein Chef kommt oft erst gegen Mittag und jeden zweiten Freitag gar nicht mehr. Ich muß auf das Büro aufpassen, meinem Chef sagen, um was er sich kümmern muß und mich von den Kunden anscheißen lassen, weil mein Chef tagelang nicht zurückruft.
Obwohl man denken könnte, ich wäre unentbehrlich, werde ich nicht übernommen.
Um das zu lernen, was mir im Betrieb abgeht, habe ich ein Gewerbe angemeldet und mache zu Dumping-Preisen Flyer für eine Bar. Jetzt habe ich drei Jobs, weil ich nebenher noch kellnern muß, weil ich mit meinem Azubi-Gehalt leider keinen eigenen Haushalt bestreiten kann. Ich weiß nicht, ob das im Sinne einer Ausbildung ist, wenn ich mir alles von woanders herholen muß.
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zinni

Dabei seit: 06.02.2004
Ort: Trier
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 23.06.2005 21:44
Titel

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Ich musste mir ALLES selbst beibringen!

Ich hab mich den ersten Tag hingesetzt, ne Aufgabe bekommen und dann hat erst mal keiner mit mir geredet!
So ähnlich ging´s dann die ganze Ausbildung....wenn man das dann so nennen kann!
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Siska

Dabei seit: 26.06.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Fr 01.07.2005 22:27
Titel

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Es gibt da viel zu bemängeln, aber das würde den Rahmen sprengen.

Nur einige Statements von mir, ich habe die Note 5 gegeben aus folgenden Gründen,
die sicherlich nicht objektiv sind, können sie nicht sein, da ich nur in einem Betrieb
meine Ausbildung gemacht habe und natürlich nicht für alle Betriebe sprechen kann.

Mein Betrieb: Mittelständischer Zeitungsverlag mit circa 50 Angestellten.

Ein System, in dem 4 Institutionen nebenher arbeiten und teils sogar gegeneinander,
kann nicht funktionieren und wird auch nie funktionieren.

IHK (sollte theoretisch die Ausbildungsinhalte vorgeben und überwachen, die Zuständigen kriegen den Hintern nicht hoch, wenns wirklich was schief läuft - > Note mangelhaft)

ZFA (stellt die Prüfung, teils vollkommen am Stoff vorbei, der während der Ausbildung vermittelt wird -> Note ungenügend)

Berufsschule (arbeiten eigentlich überhaupt nicht mit den Betrieben zusammen, zugegebenermassen auch schwer möglich, bei circa 30 vertretenen Betrieben pro Klasse. Der Stoff wird über 3 Jahre hingezogen und gestreckt, oft ist nach 1 Jahr schon nichts Neues mehr dabei -> Note ausreichend)

Betrieb (arbeiten mit vollkommen unterschiedlichen Programmen, teils mit alten Versionen, war bei mir der Fall, sehr eingeschränktes Arbeitsfeld, war bei mir der Fall, bereiten auftragstechnisch überhaupt nicht auf den freien Markt vor, übernehmen dann am Ende nicht einmal, boykottieren teils die Berufsschule und kapseln sich ab vom System, IHK unternimmt nichts dagegen, Ausbildungsinhalte oft willkürlich und garnicht in der Masse des Spektrums durchführbar - > Note ungenügend - Aufgabenziel vollkommen verfehlt)


Und noch viel viel mehr an negativen Punkten, im großen und ganzen aber das schlimmste ist, dass die wenigsten Betriebe die Azubis auf die Wirtschaft vorbereiten und auch nicht übernehmen, die Azubis im Durchgang ausnutzen und nicht wirklich ausbilden.

Schade, aber ich kann dieses Pseudopraxissystem nicht mehr empfehlen, nachdem ich es 2x mitgemacht habe (Informatik und Mediengestalter) - wenn ich mich schon selbst vorbereiten muss, möchte ich auch ein Diplom vor meinem Titel stehen haben, wenn schon Autodidakt, dann bitte richtig und marktkonform
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chris_at_design

Dabei seit: 06.02.2004
Ort: Kulmbach
Alter: 31
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 10:02
Titel

Bewertung - Rückblick der 3 Jahre

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Hai Leuts,

ja hier haben ja einige Leute schon ganz schön viel geschrieben *zwinker* * Ich bin unwürdig *

Jetzt möcht ich doch auch mal was loswerden.


Ich glaube jeder hat diese Ausbildung angefangen weil er sich schon vorher am Rechner wohlgefühlt hat und er irgendwie kreativ war......so war das zumindest bei mir....ich wollte und ich denke das wollten die meisten meinen Stil finden und mehr in die Materie Design (kann jetzt allerdings nur von Print/Design sprechen) eintauchen. Jedoch habe ich auch schnell gemerkt dass die Ausbildung Mediengestalter für Digital und Printmedien in irgendeiner Form ausgereift ist...die Ausbildung ist mehr ein Kind das immernoch versucht erwachsen zu werden. Egal ob in der Schule oder im Betrieb ist es nicht zu einer sehr sehr großen Neuerung gekommen. Es werden immer noch Themen beigebracht die der Setzer oder der Reprohersteller vor 10 oder 15 Jahren vermittelt bekommen hat.

Ich will damit keinesfalls sagen dass das schlecht ist aber ich finde man sollte so ehrlich sein und sagen was Sache ist. Beim Mediengestalter ist eines gefordert Selbstiniative....selbst lernen mit Programmen umzugehen usw.

So sehe ich das. Nochmal ich will damit keinesfalls ausdrücken dass ich diese Ausbildung schlecht finde nein ich finde sogar durch die Ausbildung bekommt man mehr Eigenverantwortung, trotzdem finde ich sollte das ganze etwas Erwachsener werden damit zukünftige Generationen einen besseren Standard haben

Dankeschön
Lg Christian


PS: nicht einschlafen * Ich bin müde... *
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 10:25
Titel

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Siska hat geschrieben:
IHK (sollte theoretisch die Ausbildungsinhalte vorgeben und überwachen, die Zuständigen kriegen den Hintern nicht hoch, wenns wirklich was schief läuft - > Note mangelhaft)


Wo steht, das die IHK diese Aufgabe haben soll? Die IHK hat überhaupt nichts mit den Ausbildungsinhalten zu tun.

Gruß

Achim
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Siska

Dabei seit: 26.06.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Sa 16.07.2005 09:45
Titel

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Ach, das ist mir aber neu, wieso haben dann nur unsere Berufsschullehrer bei jeder Art von Problem mit dem Betrieb immer so gern auf die IHK verwiesen und diese sich dann auch gern bereit erklärt, hier nachzuhaken (dass das nicht passiert ist, ist eine andere Sache)

Wer sollte denn sonst dafür zuständig sein, wenn nicht die IHK??
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Account gelöscht


Ort: -
Alter: -
Verfasst Sa 16.07.2005 20:26
Titel

klarstellende, subjekt

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..nachdem ich eure Posts gelesen habe muß ich mich doch etwas expliziter zu dem Thema äußern und möchte einiges klarstellen.


Mein Betrieb:
Momentan befinde ich mich noch in einer freien Tätigkeit, da die Ausbildung erst am 01.09. beginnt, ich arbeite in einer Berliner Agentur mit ca. 40 Angestellten im Bereich PrePress - Druckvorstufe.

Ich muss weder Kaffee kochen noch saugen! Ich sitze mit zwei Kolleginnen in einem Büro. Seit Beginn habe ich meinen eigenen Arbeitsplatz - einen süßen G5 mit 22"-Monitor und allen aktuellen Programmen und Versionen. Meine Hauptaufgabe besteht darin die Entwürfe druckfertig zu machen, darf kleinere Projekte selbst durchführen und habe immer einen festen Ansprechpartner im Betrieb.

Dafür gabs bei mir ne glatte 1 beim Voting! Meine Vorgesetzte ist selbst seit 15 Jahren im PrePress tätig, suuper fit in Freehand, Photoshop, Quark und allem was die Druckvorstufe angeht. Und obwohl ich bereits seit über 5 Jahren täglich mit Freehand und Photoshop arbeite und mich für ziemlich fit halte, gibt es einen Reinzeichner, der mich jedesmal begeistern kann. *Ganz böse, was der in Photoshop und Freehand anstellt*
Die Atmosphere und das Klima sind super, die Kollegen durchweg nett und kompetent. Habe ich eine Frage, wird mir diese beantwortet.

Bin ich mit einer Aufgabe fertig (z.B. der Reinzeichnung eines Logos, Gestaltung eines Flyers oder einer Bildnachbearbeitung) nimmt meine Ausbilderin die Sache ab oder zerreißt sie in der Luft. Danach erstelle ich das druckfertige Dokument, dass ebenfalls abgenommen werden muß.

@ Siska:
Die IHK ist zuständig für den Lehrplan des Mediengestalters - egal welche Fachrichtung. Ich bin sogar der Meinung es existiert eine genauer Plan dazu welches Fach wie lang unterrichtet werden muß. Wirst du von deinem Betrieb beispielsweise nicht XY Wochen in der Reinzeichnung ausgebildet, kannst du dich bei der IHK beschweren, die sich daraufhin einschaltet, den Betrieb zurechtweist und auf die weitere Einhaltung des Ausbildungs-Lehrplans achtet.

..das das in der Realität ganz anders aussieht ist mir klar: Die IHK als antiker Verwaltungsapparat, der eher an das Haus der Verrückten aus Asterix erinnert als an eine moderne Institution und die Berufsschule.. *g* ..die ZFA - völlig überlastet! ^^


@ digimaus:
Die IHK ist auch dafür zuständig, dass du NICHT als Billig-Arbeiter deine Wochenenden im Betrieb vergeudest. Es gibt ein Maß an Wochenstunden das vom Betrieb strikt einzuhalten ist. Ansonsten kann man sich jederzeit bei der IHK beschweren, der Betrieb wird abgemahnt und muß - sollte dieses nochmal vorkommen - sogar eine Strafe zahlen!

Dem Betriebsklima wird das natürlich nicht wirklich gut tun.

..aber ich finde es erschreckend wie schlecht doch die meisten Betriebe mit Ihren Azubis umgehen.
Ist das echt so böse?


Zuletzt bearbeitet von am So 17.07.2005 00:50, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Tara

Dabei seit: 24.09.2005
Ort: -
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 02.10.2005 14:49
Titel

Re: klarstellende, subjekt

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

Ich kann mich auch nicht beschweren, muss weder putzen noch den anderen hinterher räumen oder dumme Besorgungen machen!
Durfte eigentlich von Anfang an,die tollsten Sachen machen (hatte aber auch schon Vorkenntnisse), klar dass das alles nicht perfekt ist, aber dann setzt sich einer dazu und schubst mich in die richtige Schiene!
Meine Chefs sind alle locker - sehr gutes Arbeitsklima!
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