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Thema: Angestellt vs. Selbstständig vom 28.01.2013


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Angestellt vs. Selbstständig
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ferrero
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Verfasst Mo 28.01.2013 04:50
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Angestellt vs. Selbstständig

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Hallo Leute,

kurz zu meiner Situation:
Vor drei Jahren habe ich meine Ausbildung zum MG abgeschlossen. Zwei, drei Bewerbungen und ein paar Absagen später habe ich mich einfach selbstständig gemacht und versucht so gut es geht davon zu leben. Höhen und Tiefen, alles schon erlebt, mittlerweile läuft es aber ziemlich gut und stabil.

Immer mal wieder habe ich mir überlegt mich irgendwo zu bewerben, aber die Idee aus verschiedenen Gründen schnell wieder verworfen.
Als Selbstständiger mit Homeoffice kann ich so flexibel arbeiten wie ich will, ab und zu auch mal ein Auftrag ablehnen, wenn er mir nicht gefällt und bin somit im Grunde an keinen gebunden. Gefällt mir!

Fest angestellt zu sein hat natürlich auch seine Vorteile. Die größte Motivation für mich wäre die Sicherheit jeden Monat mein Geld zu bekommen, auch wenns.mal nicht so gut läuft (oder weil ich krank oder im Urlaub bin). Mal was anderes machen und mich weiterentwickeln ist auch ein Grund.

So, nun zu meinen Fragen:
1. Wer ist schonmal aus der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis gewechselt? Was waren die größten Veränderungen? Hat es sich gelohnt?

2. Da ich noch nie angestellt war, kenne ich meinen Marktwert nicht so richtig. Ich würde auch da hin ziehen, wo man am meisten verdienen kann (wahrscheinlich im Süden oder Großstadt). Ob Agentur, Industrie, StartUp oder sonst was ist auch egal.
Gehen wir mal davon aus, dass ich es voll drauf habe - wäre eine Anstellung direkt als Art Direktor (oder höher) möglich (MG Ausbildung, 3 Jahre Berufserfahrung)?
Sind ca. 50k brutto/Jahr realistisch oder zu viel/wenig? Abgesehen vom Verhandlungsgeschick.
Hab hier schon öfters was von ca. 1600 - 2200 brutto gelesen.

3. Gibt ja viele, die nach der MG Ausbildung (oder GTA) noch ins Studium gehen. Mal abgesehen davon, dass man dort noch etwas lernt - wie wirkt sich das Studium auf das Gehalt aus, wenn sich zwei gleich gute Designer bewerben? Wird das Studium bei Bewerbungen viel höher bewertet oder kann man mit guten Referenzen genauso überzeugen?

Danke für die Antworten.
Küsschen
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Benutzer 116623
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Verfasst Mo 28.01.2013 10:24
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Re: Angestellt vs. Selbstständig

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ferrero hat geschrieben:

1. Wer ist schonmal aus der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis gewechselt? Was waren die größten Veränderungen? Hat es sich gelohnt?


Das dürften einige sein, der Wechsel hin und her, auch mehrfach ist ja in der Kreativbranche nichts ungewöhnliches, die Unterschiede hast du ja selbst schon geschildert und ob sich etwas "lohnt" oder nicht, hängt davon ab, wie man "lohnen" definiert.

Zitat:
Gehen wir mal davon aus, dass ich es voll drauf habe - wäre eine Anstellung direkt als Art Direktor (oder höher) möglich (MG Ausbildung, 3 Jahre Berufserfahrung)?


Theoretisch möglich, praktisch eher unwahrscheinlich. Jedenfalls in Agenturen, wo es mehr als einen AD gibt. Und "höher"? Du machst Witze, oder?

Dazu gibt es einfach immer noch genug Bewerber/innen, die (im Zweifelsfall nach einem Studium) drei Jahre Berufserfahrung als Angestellte haben, sich gehaltsmäßig besser einschätzen können und die Wahrscheinlichkeit, dass du es "voll drauf" hast und das auch noch mit einer entsprechend eindrucksvollen Mappe beweisen kannst, halte ich eher für gering. Denn mal ehrlich - was für Kunden hattest du denn als "versucht so gut es geht davon zu leben"-Einzelkämpfer?

Zitat:
Sind ca. 50k brutto/Jahr realistisch oder zu viel/wenig? Abgesehen vom Verhandlungsgeschick.


Auch wenn man neuerdings ständig "Verhandlungsgeschick" liest - damit kannst du vielleicht in gehobenen Positionen noch die Umzugskosten mitnehmen oder ein paar Tausend Euro mehr im Jahr - aber keine fünfstelligen Summen. Es sei denn, von deiner Sorte gibt es in Deutschland nur drei Dutzend. Du liegst fünfstellig zu hoch.

Wenn deine Referenzen wirklich (!) gut sind, wärest du mit 36.000 schon gut dabei.

Zitat:
Hab hier schon öfters was von ca. 1600 - 2200 brutto gelesen.


Ja, als Einstiegsgehalt nach Ausbildung oder Studium. Das ist genauso unrealistisch. Zu wenig. Du pendelst zwischen Extremen.

Zitat:
3. Gibt ja viele, die nach der MG Ausbildung (oder GTA) noch ins Studium gehen. Mal abgesehen davon, dass man dort noch etwas lernt - wie wirkt sich das Studium auf das Gehalt aus, wenn sich zwei gleich gute Designer bewerben? Wird das Studium bei Bewerbungen viel höher bewertet oder kann man mit guten Referenzen genauso überzeugen?


Das Studium wird anders bewertet - wer studiert, lernt viel mehr konzeptionell zu arbeiten. Zwei "gleich gute" Designer gibt es daher nicht, wenn man einen mit und einen ohne akademischen Hintergrund aber mit identischer Erfahrung und ähnlicher Mappe (zum Beispiel von der Kundenstruktur her) vergleicht. Je nachdem was man sucht, wird der eine oder der andere im Vorteil sein.


Zuletzt bearbeitet von am Mo 28.01.2013 10:25, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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jense

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Verfasst Mo 28.01.2013 16:57
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ich habe vor einigen jahren nach längerer selbständigkeit in die festanstellung gewechselt. keine ahnung, was für dich "sich lohnen" bedeutet. für mich war das der fall. allerdings fehlen dir für eine position als AD und 50K euro gehalt noch ein paar jährchen berufserfahrung. auch wenn du es deiner meinung nach "voll drauf hast"...
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ferrero
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Verfasst Mo 28.01.2013 16:57
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Okay, danke, hilft mit schon mal weiter.

Zitat:
Das dürften einige sein, der Wechsel hin und her, auch mehrfach ist ja in der Kreativbranche nichts ungewöhnliches, die Unterschiede hast du ja selbst schon geschildert und ob sich etwas "lohnt" oder nicht, hängt davon ab, wie man "lohnen" definiert.


Das "lohnen" definiert sich jeder selbst, deshalb wollte ich da ein paar Meinungen hören, was andere so für Prioritäten haben.

Zitat:
Theoretisch möglich, praktisch eher unwahrscheinlich. Jedenfalls in Agenturen, wo es mehr als einen AD gibt. Und "höher"? Du machst Witze, oder?

Dazu gibt es einfach immer noch genug Bewerber/innen, die (im Zweifelsfall nach einem Studium) drei Jahre Berufserfahrung als Angestellte haben, sich gehaltsmäßig besser einschätzen können und die Wahrscheinlichkeit, dass du es "voll drauf" hast und das auch noch mit einer entsprechend eindrucksvollen Mappe beweisen kannst, halte ich eher für gering. Denn mal ehrlich - was für Kunden hattest du denn als "versucht so gut es geht davon zu leben"-Einzelkämpfer?


Wie klettert man denn dann die Karriereleiter hoch? Dachte ca. 1 Jahr Trainee, 2-3 Jahre Junior, 3 Jahr AD, dann Senior dann CD...
Mit drei Jahren Berufserfahrung also Richtung AD.

Einige gute Kunden hatte ich schon und wenn ich 5-10 meiner besten Arbeiten und Referenzkunden hübsch verpacke, wird die Mappe schon recht eindrucksvoll. Ob das dann reicht, sei mal dahingestellt.

Konzeptionelles Arbeiten, das man im Studium lernt, kann man auch im Selbststudium lernen und durch entsprechende Arbeiten beweisen.

Zitat:
Auch wenn man neuerdings ständig "Verhandlungsgeschick" liest - damit kannst du vielleicht in gehobenen Positionen noch die Umzugskosten mitnehmen oder ein paar Tausend Euro mehr im Jahr - aber keine fünfstelligen Summen. Es sei denn, von deiner Sorte gibt es in Deutschland nur drei Dutzend. Du liegst fünfstellig zu hoch.

Wenn deine Referenzen wirklich (!) gut sind, wärest du mit 36.000 schon gut dabei.


36.000 und da wäre ich schon gut dabei. Klingt verlockend.
Hat man als Designer die Möglichkeit in anderen Bereichen Tätig zu werden, ohne dafür eine extra Ausbildung zu machen?
Oder anders - was ist denn momentan am gefragtesten in der Werbebranche (und finanziell am interessantesten)?
Langfristiges Ziel (in 7-12 Jahren) 120k brutto jährlich.
Produktentwicklung finde ich z.B. interessant, ohne Wirtschaftsstudium kommt man da aber wahrscheinlich kaum rein.
Texter gibts wohl auch wie Sand am Meer...

Oder sind 120k utopisch und nur als Selbstständiger zu erreichen?
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jense

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Verfasst Mo 28.01.2013 17:00
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ferrero hat geschrieben:

Oder anders - was ist denn momentan am gefragtesten in der Werbebranche (und finanziell am interessantesten)?
Langfristiges Ziel (in 7-12 Jahren) 120k brutto jährlich.


das wäre dann der geschäftsführer. als gestalter kannst du dir das abschminken. je höher du in der karriereleiter steigst, desto weniger hast du mit gestaltung zu tun...
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ferrero
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Verfasst Mo 28.01.2013 17:18
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jense hat geschrieben:
ferrero hat geschrieben:

Oder anders - was ist denn momentan am gefragtesten in der Werbebranche (und finanziell am interessantesten)?
Langfristiges Ziel (in 7-12 Jahren) 120k brutto jährlich.


das wäre dann der geschäftsführer. als gestalter kannst du dir das abschminken. je höher du in der karriereleiter steigst, desto weniger hast du mit gestaltung zu tun...


Ein paar Jahre will ich schon noch gestalten. Mit 15 Jahren Berufserfahrung in die Chefetage sollte denke ich möglich sein.
Die Fähigkeiten, die man dafür haben muss, prägen mit der Zeit wahrscheinlich von alleine aus.
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jense

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Verfasst Mo 28.01.2013 17:39
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von welchen fähigkeiten sprichst du da?
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ferrero
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Verfasst Mo 28.01.2013 17:54
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Naja, alles was ein Geschäftsführer mehr oder weniger macht.
Personalführung, Teams leiten und Aufgaben verteilen, Budget planen und verantworten, und sicher noch einige andere Sachen. Ich war noch nicht so oft Geschäftsführer einer Agentur...
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