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Thema: Angestellt vs. Selbstständig vom 28.01.2013


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Angestellt vs. Selbstständig
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Verfasst Mo 28.01.2013 21:05
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ferrero hat geschrieben:

Das "lohnen" definiert sich jeder selbst, deshalb wollte ich da ein paar Meinungen hören, was andere so für Prioritäten haben.


Meine ist es inzwischen, weniger zu arbeiten. Die Wochenenden frei zu haben. 'Nen einigermaßen geregelten Feierabend. Klappt aber alles nur bedingt. Dafür habe ich das Geld am Monatsende sicher auf dem Konto, kann auch mal krank werden oder Urlaub machen. Und, ganz wichtig: Ich habe mit Menschen in Teams zu tun und habe meine Projekte im Zweifelsfall vom Pitch bis zum Roll-out und nicht nur phasenweise.

Zitat:
Wie klettert man denn dann die Karriereleiter hoch? Dachte ca. 1 Jahr Trainee, 2-3 Jahre Junior, 3 Jahr AD, dann Senior dann CD... Mit drei Jahren Berufserfahrung also Richtung AD.


"Zwei, drei Bewerbungen und ein paar Absagen später habe ich mich einfach selbstständig gemacht und versucht so gut es geht davon zu leben." Keinerlei Agenturerfahrung, das ist nicht so der Kracher. Selbst wenn deine Mappe der Hammer ist, fehlt es an Agenturprozessen, an der Teamarbeit. Und auch einige deiner Ansichten sind da eher nicht kompatibel, wie deine Überlegungen zum konzeptionellen Arbeiten.

Zitat:
Einige gute Kunden hatte ich schon und wenn ich 5-10 meiner besten Arbeiten und Referenzkunden hübsch verpacke, wird die Mappe schon recht eindrucksvoll. Ob das dann reicht, sei mal dahingestellt.


Ja, können wir so ohne was zu sehen, ja nicht beurteilen.

Zitat:
Konzeptionelles Arbeiten, das man im Studium lernt, kann man auch im Selbststudium lernen und durch entsprechende Arbeiten beweisen.


Nee. Dir fehlt im Selbststudium komplett der Bezugsrahmen, die Kritik, die Interaktion. Auch der Wettbewerb um die bessere Idee. Das wirst du dann als Junior lernen und wenn ich das, was du so schreibst, mit dem in Bezug setze, was Interaktion und vor allem auch Kritik und Wettbewerb in einer Agentur bedeutet, könnte das ziemlich hart werden.

Zitat:
36.000 und da wäre ich schon gut dabei. Klingt verlockend.
Hat man als Designer die Möglichkeit in anderen Bereichen Tätig zu werden, ohne dafür eine extra Ausbildung zu machen?


Was stellst du dir denn unter anderen Bereichen vor?

Zitat:
Oder anders - was ist denn momentan am gefragtesten in der Werbebranche (und finanziell am interessantesten)?


Immer gefragt sind gute Texter, gute Strategen und gute Finanzleute.

Zitat:
Langfristiges Ziel (in 7-12 Jahren) 120k brutto jährlich.


Wie jense schon sagte, das ist GF-Ebene. Oder ECD in einem großen Network. In 7 Jahren? Selbst für die 12 musst du einen Parforceritt hinlegen und am besten ordentlich Preise gewinnen, was voraussetzt, dass du in einer Agentur landest, die viel einreicht.

Zitat:
Produktentwicklung finde ich z.B. interessant, ohne Wirtschaftsstudium kommt man da aber wahrscheinlich kaum rein.


Was verstehst du unter Produktentwicklung?

Zitat:
Texter gibts wohl auch wie Sand am Meer...


Gute Texter gibt es konstant zu wenige. Aber auch da fängst du ganz unten an - du musst erst mal nachhaltig beweisen, dass du gut bist. Und leider hat sich der Mangel bisher nicht auf die Gehälter ausgewirkt, Texter-Junioren verdienen genauso wenig wie Designer-Junioren. Später wird es dann besser, weil es eben viel weniger Texter als Designer gibt.

Zitat:
Oder sind 120k utopisch und nur als Selbstständiger zu erreichen?


Nein, aber deine Vorstellungen sind schon sehr vage und idealisiert. Auch deine vom GF sein.
 
ferrero
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Verfasst Di 29.01.2013 01:18
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Zitat:
"Zwei, drei Bewerbungen und ein paar Absagen später habe ich mich einfach selbstständig gemacht und versucht so gut es geht davon zu leben." Keinerlei Agenturerfahrung, das ist nicht so der Kracher. Selbst wenn deine Mappe der Hammer ist, fehlt es an Agenturprozessen, an der Teamarbeit. Und auch einige deiner Ansichten sind da eher nicht kompatibel, wie deine Überlegungen zum konzeptionellen Arbeiten.


Es ist ja nicht so, dass man als selbstständiger Designer die ganze Zeit alleine vorm Rechner hängt. Man hat zwar kein festes Team, aber arbeitet hin und wieder mit z.B. Programmierern, Fotografen oder anderen Designern zusammen.
Wenn man was für StartUps macht, arbeitet man auch mit den Leuten für einige Wochen oder Monate zusammen.
Also die Teamarbeit bleibt, zumindest bei mir, nicht auf der Strecke.
Agenturprozesse habe ich zwar selbst nicht erlebt, hier und da aber mal mitbekommen, wie chaotisch es da teilweise abgeht...

Zitat:
Nee. Dir fehlt im Selbststudium komplett der Bezugsrahmen, die Kritik, die Interaktion. Auch der Wettbewerb um die bessere Idee. Das wirst du dann als Junior lernen und wenn ich das, was du so schreibst, mit dem in Bezug setze, was Interaktion und vor allem auch Kritik und Wettbewerb in einer Agentur bedeutet, könnte das ziemlich hart werden.


Da bin ich ganz anderer Meinung. Wir leben in einer Zeit, in der man sich quasi alles selbst beibringen kann. Es gibt tausende Quellen zum inspirieren, ausprobieren und lernen. Kritik kann man sich an jeder Ecke des Internets holen - und zwar von erfahrenen Fachleuten und Endkunden und das innerhalb weniger Minuten. Für den Wettbewerb mit anderen gibt es genügend Contests, Pitches und Freelancer Plattformen. Positive Bewertungen, Views, Kommentare, etc. sind auch eine Art Wettbewerb, immerhin erhält man Aufmerksamkeit und das ist bei der Masse an Designern schon nicht so leicht.

Zitat:
Wie jense schon sagte, das ist GF-Ebene. Oder ECD in einem großen Network. In 7 Jahren? Selbst für die 12 musst du einen Parforceritt hinlegen und am besten ordentlich Preise gewinnen, was voraussetzt, dass du in einer Agentur landest, die viel einreicht.


Okay, große Ziele. Immerhin kann ich dann meinen Namen mit "Award winning Creative Director" schmücken, aber wer kann das nicht...
Dann bleibe ich wohl selbstständig.

Zitat:
Was verstehst du unter Produktentwicklung?

Habs letztens bei Flyeralarm gelesen: http://karriere.flyeralarm.de/jobs/details/1/21
Klingt interessant, aber ist mehr Wirtschaft + Marketing als Design.
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Karlarsch

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Verfasst Di 29.01.2013 08:12
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Einen wichtigen Punkt hast du bei deiner Karriereplanung übersehen:
Um die Karriereleiter rauf zu kommen müssen die entsprechenden Stufen frei sein.

Gruß
Karl
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Benutzer 62312
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Verfasst Di 29.01.2013 10:50
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ferrero hat geschrieben:

Da bin ich ganz anderer Meinung. Wir leben in einer Zeit, in der man sich quasi alles selbst beibringen kann. Es gibt tausende Quellen zum inspirieren, ausprobieren und lernen. Kritik kann man sich an jeder Ecke des Internets holen - und zwar von erfahrenen Fachleuten und Endkunden und das innerhalb weniger Minuten. Für den Wettbewerb mit anderen gibt es genügend Contests, Pitches und Freelancer Plattformen. Positive Bewertungen, Views, Kommentare, etc. sind auch eine Art Wettbewerb, immerhin erhält man Aufmerksamkeit und das ist bei der Masse an Designern schon nicht so leicht.

man konnte sich schon immer alles selbst beibringen. es gab schon lange vor dem internet bibliotheken... das internet hat mehr die meinungsindustrie gefördert als reines wissen. du musst, nach deiner logik, nämlich selbst entscheiden was richtig, wahr oder falsch ist. dazu gibt es dann noch eine reihe von meinungen. die gefahr beim selbststudium ist und bleibt sich falsches anzueignen. die geschwindigkeit spielt da eine untergeordnete rolle. für mich ist das kein qualitätsmerkmal. etwas verstehen ist wichtiger.
aber das ist nur meine meinung zu dem thema. alles andere wurde bereits angesprochen und mir fehlen ebenfalls erfahrung in großen agenturen. für dein vorhaben hast du zumindest ein ausreichendes selbstbewusstsein. klingt alles noch etwas naiv, aber das ist kein verbrechen. *zwinker*
 
ferrero
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Verfasst Di 29.01.2013 15:54
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Zitat:
man konnte sich schon immer alles selbst beibringen. es gab schon lange vor dem internet bibliotheken... das internet hat mehr die meinungsindustrie gefördert als reines wissen. du musst, nach deiner logik, nämlich selbst entscheiden was richtig, wahr oder falsch ist. dazu gibt es dann noch eine reihe von meinungen. die gefahr beim selbststudium ist und bleibt sich falsches anzueignen. die geschwindigkeit spielt da eine untergeordnete rolle. für mich ist das kein qualitätsmerkmal. etwas verstehen ist wichtiger.
aber das ist nur meine meinung zu dem thema. alles andere wurde bereits angesprochen und mir fehlen ebenfalls erfahrung in großen agenturen. für dein vorhaben hast du zumindest ein ausreichendes selbstbewusstsein. klingt alles noch etwas naiv, aber das ist kein verbrechen. *zwinker*


Mal ehrlich, du vergleichst eine Bibliothek mit dem Internet? Für reines Theoriewissen und Grundlagen ist ein aktuelles Buch schon in Ordnung, aber da fehlt komplett die Interaktion. Wenn man jeden Schritt seines Lernprozesses aufzeichet / dokumentiert und dafür ein Feedback von Profis bekommt, kann man im Prinzip nichts falsch machen. Wenn man richtig sucht und gezielt fragt, findet man auch die qualitativsten Quellen. Und Übung macht den Meister, kennen wir ja alle.
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Benutzer 116623
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Verfasst Di 29.01.2013 16:28
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ferrero hat geschrieben:

Mal ehrlich, du vergleichst eine Bibliothek mit dem Internet? Für reines Theoriewissen und Grundlagen ist ein aktuelles Buch schon in Ordnung, aber da fehlt komplett die Interaktion.


Also genau wie bei deiner Vorstellung davon, dass ein Studium ja überflüssig sei. Weil man zum Beispiel "Views" und "Kommentare" im Web von anderen bekommt. Ist aber eher sinnfrei, das weiter zu diskutieren.

Zitat:
findet man auch die qualitativsten Quellen.


Hat "qualitativ" neuerdings Komparativ und Superlativ? Kleiner Tipp: das Wort ist völlig wertfrei und bedeutet nichts anderes als 'auf die Qualität bezogen'. Etwas kann also z.B. qualitativ hochwertig oder qualitativ minderwertig sein und das Wort ist auch nicht steuerbar.

Zitat:
Und Übung macht den Meister, kennen wir ja alle.


Schuster bleib bei deinen Leisten kennen wir auch alle.
 
Nimroy
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Verfasst Di 29.01.2013 16:44
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ferrero hat geschrieben:
Zitat:
man konnte sich schon immer alles selbst beibringen. es gab schon lange vor dem internet bibliotheken... das internet hat mehr die meinungsindustrie gefördert als reines wissen. du musst, nach deiner logik, nämlich selbst entscheiden was richtig, wahr oder falsch ist. dazu gibt es dann noch eine reihe von meinungen. die gefahr beim selbststudium ist und bleibt sich falsches anzueignen. die geschwindigkeit spielt da eine untergeordnete rolle. für mich ist das kein qualitätsmerkmal. etwas verstehen ist wichtiger.
aber das ist nur meine meinung zu dem thema. alles andere wurde bereits angesprochen und mir fehlen ebenfalls erfahrung in großen agenturen. für dein vorhaben hast du zumindest ein ausreichendes selbstbewusstsein. klingt alles noch etwas naiv, aber das ist kein verbrechen. *zwinker*


Mal ehrlich, du vergleichst eine Bibliothek mit dem Internet? Für reines Theoriewissen und Grundlagen ist ein aktuelles Buch schon in Ordnung, aber da fehlt komplett die Interaktion. Wenn man jeden Schritt seines Lernprozesses aufzeichet / dokumentiert und dafür ein Feedback von Profis bekommt, kann man im Prinzip nichts falsch machen. Wenn man richtig sucht und gezielt fragt, findet man auch die qualitativsten Quellen. Und Übung macht den Meister, kennen wir ja alle.


Hm, man darf aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass diese Form von Feedback kritisch betrachtet werden muss, da man in der Regel nicht einschätzen kann, wie die fachliche Kompetenz des Feedback-Gebers eingeschätzt werden muss. Hinterher ist man mehr damit beschäftigt, das Feedback zu managen, als den Lernfortschritt zu sichern.
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ferrero
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Verfasst Di 29.01.2013 17:08
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Zitat:
Also genau wie bei deiner Vorstellung davon, dass ein Studium ja überflüssig sei. Weil man zum Beispiel "Views" und "Kommentare" im Web von anderen bekommt. Ist aber eher sinnfrei, das weiter zu diskutieren.


Dass ein Studium überflüssig ist, sage ich ja nicht. Ich stelle es nur auf ein Level mit dem Selbststudium, wenn man es richtig angeht. Und wenn du meine Sätze aus dem Zusammenhang reißt, wird sinnfrei, richtig.

Zitat:
Hat "qualitativ" neuerdings Komparativ und Superlativ? Kleiner Tipp: das Wort ist völlig wertfrei und bedeutet nichts anderes als 'auf die Qualität bezogen'. Etwas kann also z.B. qualitativ hochwertig oder qualitativ minderwertig sein und das Wort ist auch nicht steuerbar.


Guter Tipp Lächel Umgangssprachlich steht "Qualität" aber eher für eine positive Eigenschaft und hat somit einen Wert. Die Label mit "100% Quality" findet man ja überall.


Zitat:
Hm, man darf aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass diese Form von Feedback kritisch betrachtet werden muss, da man in der Regel nicht einschätzen kann, wie die fachliche Kompetenz des Feedback-Gebers eingeschätzt werden muss. Hinterher ist man mehr damit beschäftigt, das Feedback zu managen, als den Lernfortschritt zu sichern.

Wie gesagt, man muss sich natürlich die qualitativ - hochwertigsten - Quellen raussuchen. Es gibt mittlerweile genügend Universitäten, die kostenlos Material anbieten, nur mal als Beispiel. Automatisierte Syteme, die einem sofort das Lernergebnis mitteilen sind auch immer mehr im Kommen.
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