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Thema: [Recht] Kunde gefällt Farbe nicht mehr und will Nachdruck vom 15.07.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Recht -> [Recht] Kunde gefällt Farbe nicht mehr und will Nachdruck
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aril
Threadersteller

Dabei seit: 15.07.2005
Ort: Regensburg
Alter: 37
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 15.07.2005 09:02
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Die Druckfreigabe lautet nach folgenden Änderungen... druckfrei.
Dabei waren noch textliche Änderungen gemeint.

Für die Farbgebung liegt nichts schriftliches vor.
Das verzwickte ist.
Der Inhaber hat insgesamt 6 Cafés. In jedem Café ist ein Geschäftsführer eingesetzt. Teilweise sind die Geschäftsführer auch mitbeteiligt.
In Regensburg mache ich seit einem Jahr die Kommunikation für zwei seiner Cafés. Der Geschäftsführer ist beteiligt und trifft alle Entscheidungen alleine. Den eigentlichen Chef oder Inhaber habe ich noch nie kennengelernt.

Bei dem jetzigen Fall ist der Geschäftsführer nicht beteiligt. Wir haben alles mit ihm geklärt. Er war auch super zufrieden und sagt sogar jetzt, dass ihm die Karten gefallen. Aber dem Chef eben nicht. Doch der hat bei der Entwicklung eben seinen Senf nicht dazugegeben.
Da die Farbe eine Metallicfarbe ist, und es eben eine Ansichtssache ist, ob man diese Farbe nun als Grau oder Braun sieht, wie soll ich dann einen nahezu farbechten Korrekturabzug simulieren.
Da wir preislich eh bis an die Grenze gegangen sind, war auch kein Andruck drin.?

Ich bin am überlegen, ob ich die Karten wieder zurücknehmen und die Daten abgeben soll.
Meiner Meinung nach ist das reine Schikane. Das will ich mir nicht gefallen lassen.


Zuletzt bearbeitet von Mischpult am Fr 15.07.2005 09:48, insgesamt 1-mal bearbeitet
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 09:10
Titel

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aril hat geschrieben:


Ich bin am überlegen, ob ich die Karten wieder zurücknehmen und die Daten abgeben soll.
Meiner Meinung nach ist das reine Schikane. Das will ich mir nicht gefallen lassen.


naja gut - für die internen kommunikationsschwierigkeiten deines kunden kannst du ja mal nix. wenn dem cheffe nach druckfreigabe einfällt, das die sonderfarbe eine andere zu sein hat, kann das irgendwo nicht dein problem sein.

ich würde auf jeden fall auf ein persönliches gespräch bestehen. daten abgeben und dann noch auf den druckkosten sitzen bleiben, käme bei mir gar nicht in die tüte - du hast dir ja im grunde nix vorzuwerfen, weil dein ansprechpartner ja augenscheinlich zufrieden war.

du könntest jetzt mal bei der druckerei fragen, ob ein nachdruck evtl. zu günstigeren konditionen möglich wäre und das deinem kunden abieten. ansonsten würd ich auf die bezahlung der rechnung pochen - dein weiteres vorgehen ist halt jetzt stark davon abhängig, ob du für den kunden auch zukünftig noch arbeiten willst, oder ob die geschäftsbeziehung dann beendet ist...
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 09:14
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Auf Bezahlung bestehen. Mach dem Inhaber deutlcih und freundlich klar, dass auch du Rechnung zu bzahlen hast.
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frank

Dabei seit: 17.08.2004
Ort: Bremen
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 09:17
Titel

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aUDIOfREAK hat geschrieben:
frank hat geschrieben:

Gerade bei neuen Kunden und ganz speziell mit Sonderfarben,
wo man selbst als Gestalter nicht ganz sicher ist wie bestimmte
Tonwerte, auch in Verbindung mit dem Originalpapier, ausfallen.


naja, so ein andruck kostet aber auch geld... und das wollen die kunden dann meist nicht bezahlen "och nöööööö - n andruck brauch ma net"... naja und die angebote der gestalter sind dann meist eh schon sau knapp kalkuliert und der will dann die kosten auch nicht tragen... Menno!

das es gemacht gehört ist unumstritten - aber das kommt halt bei der ganzen "geiz is geil"-mentalität raus...


Da stimme ich dir voll und ganz zu.
Aber da beginnt ja auch das leidige Thema:
Wenn ich dem Kunden schon Entwürfe mit Sonderfarben,
hier ja auch noch mit Metallic-Farben mache, plane ich
als Gestalter doch schon im Vorfeld einen Andruck mit ein.

Nimroy hat geschrieben:
Na ja, das Thema Andruck wird zwar oft bemüht und hier oft als DIE Lösung präsentiert, aber wir alle wissen doch wie das läuft. Ein Andruck ist teuer. Zumindest wenn wir hier von einem echten Andruck reden.

Es zeigt sich doch hier mal wieder, dass es zu einem
Andruck bei solchen Arbeiten KEINE Alternative gibt.
Oder weisst du einen anderen/besseren Weg im Vorfeld?

Ich denke, man kann auch mit jeder vernünftigen Druckerei
im Vorfeld dieses Thema Andruck mit ansprechen.
Die kennen doch alle diese Problematiken.
Ausser, du tritts als Gestalter schon so auf, als ob du der Einzige
mit richtig Ahnung bist. Dann lehnen die sich natürlich auch zurück
und sagen: "Laß den/die man machen..." *ha ha*
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 09:22
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Ich komm aus dem Druck und das kostet einfach ne Menge Holz. Vor allem, wenn man keine Andruckpresse hat. Und die hat heute kaum noch einer. Also heißt es Maschine einrichten, paar Bogen drucken, nach (haus)Standard abstimmen. Bogen ziehen und warten. Da kommt mal locker das ein oder andere Maschinenstündchen zusammen. Und wer zahlt dafür noch 200 €?

Und ich möchte ja auch gar nicht in Abrede stellen, dass der Andruck die einzige Lösung ist. Ich stelle halt nur ganz ketzerisch die Frage, ob das dem Kunden klar ist.

Und wie gesagt: In deinem Fall hätte den Andruck ja auch der Geschäftsführer freigegeben. Die eigentliche Diskussion hätte damit ja auch nicht abgewendet werden können.
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aril
Threadersteller

Dabei seit: 15.07.2005
Ort: Regensburg
Alter: 37
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 15.07.2005 09:59
Titel

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Vielen Dank für Eure Beiträge.

Mir ist jetzt auch klar, dass ich in Zukunft wieder konsequenter meine Druckfreigaben unterschreiben lassen muss. Vor allem unmissverständlich alle möglichen Unklarheiten aus dem Weg räumen muss.

Ich habe jetzt den zweiten Brief zurückgeschrieben und warte auf eine weitere Antwort.
Dann werden wir schon sehen...
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gleis24

Dabei seit: 22.12.2003
Ort: -
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 10:51
Titel

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Ich hab bisher in den ganzen Jahren einmal einen Andruck gehabt, da hat es sich auch gelohnt wegen der Auflage und da es vor Ort entschieden wurde konnte Maschine im Prinzip zeitnah weiterdrucken. Im schlimmsten Fall wäre es halt gestoppt worden und so.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie ich jemanden vermitteln soll das er für seine Karten fast das doppelte an Druckkosten bezahlen soll. Es ist ja nicht so das ich die Möglichkeit des Andruckes vermeiden will oder so - ist immer noch der beste Proof.
Sicherlich hätte man anhand von Farbmustern der Druckfarbe das zu erwartende Ergebnis besser kommunizieren können. Ein einfaches berufen auf die Email Freigabe wird, so schätze ich das ein, ziemlich sicher auf einen Rechtsstreit hinauslaufen und da der Richter am allerwenigsten Ahnung hat läuft das meist auf einen Vergleich raus.
Ich kenne die näheren Umstände ja nciht, kann den Kunden und deinen Aufwand nicht einschätzen - aber es wird dir vermutlich viel ersparen wenn du mal durchkalkulierst wieviel du mindestens daran verdienen muß um nicht verlust zu fahren und dann im vom Preis her entgegen kommst und möglichst schnell das Thema abhakst. Versuch dann zu analysieren was du hättest besser machen können und mach beim nächsten mal alles Idiotensicher für den Kunden. So Rechtsstreit, danach duftet es hier, ist ein größerer Verlsut als mal ein Projekt halb in den Sand zu setzen.
Wichtig: Es geht hier nciht darum wer Recht hat, es geht darum wer Recht bekommt und das wird bei Gericht wie gesagt vermutlich ein Vergleich sein oder aber ganz schlecht ausgehen.

Hab schon einen Fall bei ner Druckerei mitbekommen wo Rechtschreibfehler im Dokument waren, Kunde hatte es (nach x Korrekturen) freigegeben und es ging zurück. richter: Druckerei trägt die Großteil der Kosten weil "als Profi hätten sie das ... blabla"
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.07.2005 11:03
Titel

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gleis24 hat geschrieben:
Ich hab bisher in den ganzen Jahren einmal einen Andruck gehabt, da hat es sich auch gelohnt wegen der Auflage und da es vor Ort entschieden wurde konnte Maschine im Prinzip zeitnah weiterdrucken. Im schlimmsten Fall wäre es halt gestoppt worden und so.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie ich jemanden vermitteln soll das er für seine Karten fast das doppelte an Druckkosten bezahlen soll. Es ist ja nicht so das ich die Möglichkeit des Andruckes vermeiden will oder so - ist immer noch der beste Proof.
Sicherlich hätte man anhand von Farbmustern der Druckfarbe das zu erwartende Ergebnis besser kommunizieren können. Ein einfaches berufen auf die Email Freigabe wird, so schätze ich das ein, ziemlich sicher auf einen Rechtsstreit hinauslaufen und da der Richter am allerwenigsten Ahnung hat läuft das meist auf einen Vergleich raus.
Ich kenne die näheren Umstände ja nciht, kann den Kunden und deinen Aufwand nicht einschätzen - aber es wird dir vermutlich viel ersparen wenn du mal durchkalkulierst wieviel du mindestens daran verdienen muß um nicht verlust zu fahren und dann im vom Preis her entgegen kommst und möglichst schnell das Thema abhakst. Versuch dann zu analysieren was du hättest besser machen können und mach beim nächsten mal alles Idiotensicher für den Kunden. So Rechtsstreit, danach duftet es hier, ist ein größerer Verlsut als mal ein Projekt halb in den Sand zu setzen.
Wichtig: Es geht hier nciht darum wer Recht hat, es geht darum wer Recht bekommt und das wird bei Gericht wie gesagt vermutlich ein Vergleich sein oder aber ganz schlecht ausgehen.

Hab schon einen Fall bei ner Druckerei mitbekommen wo Rechtschreibfehler im Dokument waren, Kunde hatte es (nach x Korrekturen) freigegeben und es ging zurück. richter: Druckerei trägt die Großteil der Kosten weil "als Profi hätten sie das ... blabla"


naja hier liegt der fall ja etwas anders. dem ansprechnpartner mit dem hier zusammengearbeitet wurde hat die farbe und das endergebnis ja augenscheinlich gefallen - dieser hat das ganze auch frei gegeben. der, der sich jetzt aufmuckt ist der oberboss des unternehmens, dem das ganze ja nun schlicht nicht mehr gefällt. von nem wirklichen fehler kann man hier ja nicht sprechen. wenn mir der kunde sagt - "ja passt so - druck" und mir ne freigabe schicken - dann muss ich dem erstmal glauben schenken. wenn der kunde aber dann veräumt hat sich intern an die entscheidungskette zu halten, kann das ja wohl schlecht dem grafiker oder der druckerei angelastet werden, finde ich! wahrscheinlich wäre die sachlage auch mit andruck so gewesen. der mitarbeiter hätte seinen boss auch nicht gefragt und das ding frei gegeben. und dann hinterher hätte der cheffe die farbe beanstandet...

nichts desto trotz sollte man sich gütlich einigen - aber für de fehler des ansprechpartners den kopf hinzuhalten und die kosten zu tragen kann irgendwie nicht sinn und zweck der übung sein...


Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am Fr 15.07.2005 11:04, insgesamt 1-mal bearbeitet
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