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Thema: Wie schreibt man ein Buch? vom 17.03.2005


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ventura

Dabei seit: 07.04.2002
Ort: -
Alter: 76
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 18.03.2005 12:28
Titel

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ich würde eine schreibwerkstatt oder ggf. poetik vorlesungen an der universität besuchen. talent kann man sich auch schnell einbilden. unter den blinden ist der einäugige könig. das mgi ist bestimmt die falsche adresse, wenn man ein buch schreiben möchte.

viel glück


Zuletzt bearbeitet von ventura am Fr 18.03.2005 12:29, insgesamt 1-mal bearbeitet
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kite

Dabei seit: 25.03.2002
Ort: mit Blick aufn Hermann
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 18.03.2005 12:30
Titel

Buchtipp

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Hi Schnitter,

super Buchtipps zum Thema Romanschreiben:

James N. Frey: "Wie man einen verdammt guten Roman Schreibt"
http://www.libri.de/shop/action/productDetails?artiId=1309412

James N. Frey: "Wie man einen verdammt guten Roman Schreibt 2"
http://www.libri.de/shop/action/productDetails?artiId=1309411

James N. Frey: "The Key Die Kraft des Mythos. Wie verdammt gute Romane noch besser werden."
http://www.libri.de/shop/action/productDetails?artiId=1309410

Die Bücher kann man auch so weglesen wie einen verdammt spannenden Roman - klasse geschrieben.

Vielleicht sollten wir uns zusammentun: Konzepte und Storyboard kriege ich wunderbar hin,
aber die Geschichte spannend zu erzählen, daran haperts. Ach ja, und an dem §$%& Zeitproblem...

Gruß, Kite
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Krach

Dabei seit: 24.03.2004
Ort: Senftenberg
Alter: 45
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 18.03.2005 13:49
Titel

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Die Idee ist super, ich würde garnicht so dolle Theater drum machen. Einfach schreiben und wenn man einmal dabei ist, dann läuft es wie von alleine. Ein Grobkonzept ist nicht schlecht, aber während der Schreiberei kommen einen immer neue Ideen. Bin auf alle Fälle gespannt.
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Barett

Dabei seit: 24.02.2003
Ort: LK GF
Alter: 33
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 18.03.2005 14:04
Titel

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Also, ich würde mir schon ein genaueres Konzept machen.

· Grober Umriss der Story
· Detaillierte Beschreibung der Hauptcharaktere (wer reagiert wie in welcher Situation, Abneigungen und Vorlieben etc)
· Ort(e) des Geschehens bestimmen
· Perspektivenfrage klären - Egoperpektive, Ansichten anderer Charaktere evtl. mit einfließen lassen (macht ein Buch sehr interessant, sowas)

ich denke, der Rest wird mehr oder weniger von selbst kommen...

Jedenfalls: ich warte... Lächel
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Ashton

Dabei seit: 16.09.2004
Ort: 90265
Alter: 9
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 18.03.2005 15:55
Titel

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Der Schnitter hat geschrieben:
Ach ja.. Kennt einer ne gute Software für sowas die einem hilft einzele Fäden, Skizzen und Handlungsstänge paralllel zu entwickeln und nachher zusammen zu bringen? Wenn ich alles in Word tipüpe dürfte es etwas unübersichtlich sein...
Diverse Officeprogramme von Microsoft (Publiisher, OneNote und Microsoft Projekt SCHEINEN nützlich zu sein, allerdings hab ich keine AHnung was die können. Und WIE..

@ 13pixelchen --> gemerkt Lächel


Software Final Draft.

So ich schreibe ja auch schon seit 1996 und ich werde immer besser. Erstens was ich gelernt habe. Du kannst dein Buch nach einem Konzept schreiben, einen Leitfaden, einen sturen Storyablauf von anfang an planen. Aber dir werden immer so krasse Ideen kommen die dein ganzes Konzept aus den Fugen werfen werden.
Deshalb solltest du nur eine Grundidee haben und einfach das niederschreiben, was aus deinem Kreativitätszentrum im Hirn hinunter der Medula Oblongata durch das Rückenmark in deine Finger strömt.
Die Story die du vorher im Kopf hast, wird niemals so enden wie du es selber dachtest.
Das Schreiben selber ist so spannend und das Ende so ungewiss als wärst du selbst der Leser der Geschichte.
Du kannst die Geschenisse deines Buches nie fest planen, den das Leben das die Figuren in deiner Geschichte erleben, musst du erst selbst erleben.
Dabei kannst du dich sogar so in deren Charaktere vertiefen, dass du selber irgendwann glaubst, dass es sie gibt.
Ebenso solltest du ein Ideenjournal für jedes Buch führen, in welches du all deine Ideen hineinschreibst (egal wie verrückt oder rational) und wenn du dann mal ein kreatives Loch hast kannst du in dein Ideenjournal kucken und dich inspiririeren lassen oder bestenfalls diese verrückten Ideen oder Erlebnisse in deinem Buch verwursten.
Z. B. kam mir einmal ohne jeglichen Grund der Gedanke:"Was ist wenn wir im Krebsgeschwür des Universums gelandet sind und Leben im Universum eigentlich garnicht so unwarscheinlich ist.?" das hab ich dann halt mal in meinem aktuellen Belletristik Roman "The Suicide Club" verwurstet.
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waldster

Dabei seit: 21.12.2004
Ort: Bielefeld/Stuttgart
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 19.03.2005 19:50
Titel

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ich hab noch den tip meiner ehemaligen deutschlehrerin im kopf:

damit diverse motive/bedeutungsvolle plätze/farben/situationen von dir im laufe des schreibprozesses nicht vergessen werden ist es gut sich karteikarten fertigzumachen, auf denen das motiv steht, auch wann du es benutzt hast und was es eigentlich bedeuten soll.
die karten kannst du dann bei bedarf rausholen um einen roten faden in dein buch zu bekomen.
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Der Schnitter
NaturalBornGriller
Threadersteller

Dabei seit: 21.07.2003
Ort: Saarland, Mitte links
Alter: 40
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 30.03.2005 00:49
Titel

Traumwelten

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Upgrade

Okay, der Anfang ist gemacht. Das grobe Konzept steht. Die ersten Ideen sind festgelegt

Und so beginnt es!

Zitat:
Mit quietschenden Reifen schoss der klapprige Kombi um die Ecke. Gewaltige Schlammfontänen spritzten auf, als der umgebaute Leichenwagen, ein alter Opel Admiral, mit heulendem Motor durch Schlaglöcher und Bodenwellen raste, die sich in dem strömenden Regen in tiefe Seen verwandelt hatten. Im trüben Licht eines einzelnen Scheinwerfers verschwammen die Bäume am Straßenrand zu düsteren Schatten, stumme Zeugen dieser nächtlichen Wahnsinnsfahrt. Der Motor war frisiert bis aufs Letzte und ganz offensichtlich hatte der Fahrer mehr als eine Formel 1- Sendung zuviel gesehen. Der Wagen beschleunigte und jagte die Rheinuferstraße entlang. Ein einzelner Spaziergänger beobachtete die Szene erst beiläufig, dann mit wachsender Fassungslosigkeit >Was zum Henker hat der Kerl genommen? Lassen die denn heute jeden Spinner ans St…< Der Fußgänger wurde abrupt aus seinen Gedanken gerissen als der Fahrer auf die Gegenfahrbahn wechselte und geradewegs auf ihn zusteuerte. Wie ein hypnotisiertes Kaninchen stand er da, gefangen in dem wie irre flackernden Scheinwerferkegel, unfähig sich zu rühren. >Das ist das Ende.<
Die Zeit schien sich zu dehnen wie Kaugummi und es gab nichts mehr als dieses Licht. Dieses Licht, das sich in der Pfütze am Straßenrand brach. Dieses Licht das den Rest der Welt in Dunkelheit tauchte, es unmöglich machte an irgend etwas anderes zu denken als die wenigen Meter die noch zwischen seinem Ursprung, diesem im Höllentempo heranrasenden Kombi, und einem viel größeren Licht lagen. Einem ewigen Licht. Uralte Überlebensinstinkte brachen den Bann. Mit einem Aufschrei drehte sich der Fußgänger herum, versuchte hinter einem der Alleebäume in Deckung zu gehen. Es war zu spät.
Eine Flutwelle aus Schlamm und Dreck schlug über dem entsetzten Passanten zusammen und durchnässte ihn bis auf die Knochen, als der Fahrer des Opels im letzten Moment das Steuer herumriss und durch eine gewaltige Pfütze am Straßenrand pflügte, die sich an einem verstopften Gulli gebildet hatte. So schnell wie er gekommen war verschwand der Wagen wieder um die nächste Ecke. Zurück blieb der Fußgänger, zitternd, nass und unfähig einen klaren Gedanken zu fassen.

Mark lachte, als die triefende Gestalt im Rückspiegel kleiner wurde und in der Dunkelheit verschwand. „Selber schuld, Blödmann! Pass doch auf wo ich lang fahre. Und außerdem hat dich niemand gezwungen dich bei dem Sauwetter draußen rumzutreiben. Noch dazu um diese Uhrzeit.“ Er nahm einen tiefen Zug an seinem Joint. „Jeah, macht die Bahn frei! Heute ist meine Nacht!“ Mark griff ins Handschuhfach und angelte nach einer CD. Immortal. Gute Wahl. Ein bisschen Deathmetal würde diesem Abend die richtige Würze geben. Mit einem breiten Grinsen schob er die CD in den Player, drehte die Musik auf und trat aufs Gas.
Noch vor 3 Stunden hatte er sich zusammen mit seiner Band bei einem grandiosen Auftritt im Kölner E-Werk feiern lassen. Fatal Destruction, eigentlich ein absoluter Geheimtipp in der Metal-Szene. Trotzdem hatten sie es, nicht zuletzt durch seine guten Kontakte, ins Vorprogramm einer wirklich großen Band geschafft. Seine Jungs hatten alles gegeben, und er als Frontmann hatte aus seiner Stimme das Letzte rausgeholt. Kurz und gut, sie hatten die Halle zum Kochen gebracht. So schien es dann auch mehr als angemessen nach dem Konzert mal richtig einen drauf zu machen. Auf den Erfolg! Und nun saß Mark völlig zugedröhnt am Steuer seines Wagens, gröhlte die Songs aus dem Radio mit und genoss seinen Ruhm. Seltsam, dachte er bei sich. Nach den Unmengen an Gras die er an diesem Abend geraucht hatte, hätte er eigentlich völlig platt sein müssen. Aber die Nachwirkung des Auftrittes, das Adrenalin in seinen Adern setzte ihn weiter unter Hochspannung und der treibende Rhythmus aus den Boxen tat sein Übriges. Noch ein tiefer Zug an der Tüte, dann ließ Mark seiner Euphorie freien Lauf und trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch. >Freie Fahrt! Heute ist meine Nacht!<

Und mitten auf der Straße stand eine Gestalt.

„Verfluchte Scheiße!“ Mit einem Aufschrei riss Mark das Lenkrad herum und trat auf die Bremse. Er hatte keine Chance. Das Tempo war viel zu hoch und die altersschwachen Bremsanlagen der Belastung einfach nicht gewachsen. Kreischend blockierten die Räder und der tonnenschwere Admiral brach aus. Mit wachsender Panik griff Mark ins Lenkrad um gegenzusteuern, als die Vorderräder in der Bordsteinkante einschlugen. Der Rückschlag übertrug sich auf die gewaltigen Speichen des Lenkrades und hebelte Marks Arm mit einem hässlichen Knacken aus dem Schultergelenk. Die Welt verwandelte sich in einen Teppich aus purem Schmerz.
Der Wagen war völlig außer Kontrolle. Mit mörderischer Geschwindigkeit kreiselte er auf die Gestalt zu, die sich immer noch um keinen Millimeter gerührt hatte. Wimmernd, vor Schmerz fast ohnmächtig, konnte Mark nichts anderes mehr tun als den Unbekannten mit weit aufgerissenen Augen anzustarren. Stockstarr stand er da, wie angewachsen. Komplett in schwarz , zum Schutz vor der Nässe in einen langen Ledermantel gehüllt. Langes, blondes Haar hing triefenden Strähnen über die Schultern und verdeckte das Gesicht. „Hau ab, du Idiot! Verschwinde!“ Marks Stimme war nicht mehr als ein hilfloses Flüstern. Und dann, in letzter Sekunde, kurz bevor der Kombi den Mann zermalmen konnte trat dieser einen genau bemessenen Schritt zur Seite. Der Wagen verfehlte ihn nur um wenige Millimeter, doch was Mark den Rest gab war der kurze Blick auf die vorbeihuschende Gestalt. Für einen winzigen Sekundenbruchteil trafen sich ihre Augen.
„Sein Gesicht!!“ war der letzte Gedanke den Mark in seinem von Drogen und Schmerz vernebelten Hirn fassen konnte, als der Opel fast ungebremst in einen Brückenpfeiler einschlug, …“ Sein Gesicht! Der Kerl.. hat mein Gesicht!“



Zerreißt mich.
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McMaren

Dabei seit: 06.09.2002
Ort: Düsseldorf
Alter: 36
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 30.03.2005 01:03
Titel

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VENTURA hat geschrieben:
ich würde eine schreibwerkstatt oder ggf. poetik vorlesungen an der universität besuchen. talent kann man sich auch schnell einbilden. unter den blinden ist der einäugige könig. das mgi ist bestimmt die falsche adresse, wenn man ein buch schreiben möchte.

viel glück

Da muss ich dem Ventura leider recht geben. Ob das hier die richtige Plattform ist, möchte ich ein wenig anzweifeln. Versteh mich bitte nicht falsch, ich mag deine Schreibe, aber das ist so, wie wenn meine Freunde sagen, dass meine soeben gestaltete Visitenkarte total super aussieht, damit vielleicht auch Recht haben, aber mangels Detailkenntnisse nicht sehen (können), dass ich nen eigentlich total auffälligen Blitzer an dem udn dem Bild hab, ich gebs in den Druck und denke nacher "Mann, Alte, bist du blöde, das hättest du auch mal vorher sehen können".
Verstehst du?

kite hat geschrieben:
James N. Frey: "Wie man einen verdammt guten Roman Schreibt"
http://www.libri.de/shop/action/productDetails?artiId=1309412

Das kenne ich, das ist super!


Der AshtonEvergreen überrascht mich immer wieder.


edit: Oh, Entschuldigung. Ich habs natürlich auch gelesen. Ist zwar nicht mein favorisierter Stil, aber bisher gut.
Klingt spannend, aber ich muss natürlich mahnend den Zeigefinger heben und darauf hinweisen, dass man zugedröhnt kein Auto fahren sollte. Kein Wunder also, dass der Typ denkt, der andere hätte sein Gesicht. *zwinker*


Zuletzt bearbeitet von McMaren am Mi 30.03.2005 01:07, insgesamt 1-mal bearbeitet
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