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Thema: Arbeitsproben nur als Online-Portfolio? vom 07.10.2018


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Arbeitsproben nur als Online-Portfolio?
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Rehg
Threadersteller

Dabei seit: 12.12.2017
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Verfasst So 07.10.2018 19:59
Titel

Arbeitsproben nur als Online-Portfolio?

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Hallo,

steht man im Nachteil, wenn man keine Arbeitsproben direkt in der Bewerbung/PDF hat, sondern nur deutlich ein Online-Portfolio erwähnt und verlinkt?

Die Sachen nur digital zu haben, hat sehr viele Vorteile. Nur das nützt alles nichts, wenn der Arbeitgeber damit unzufrieden ist, auch wenn ich denke, dass gerade ein Medienunternehmen damit kein Problem haben darf.

Ich weiß zumindest, dass bisher in allen Vorstellungsgesprächen die Bewerbung von mir ausgedruckt war und auch über die Arbeitsproben gesprochen wurde. Das wäre mit dem Portfolio nicht mehr möglich. Die würden dann wahrscheinlich erwarten, dass ich die Sachen ausgedruckt dabei habe. Aber das Portfolio ist ja genau dafür ausgelegt, dass es Digital und nicht Print ist. Dann braucht man es eigentlich gar nicht. Also ich meine, wenn man die Sachen sowieso gedruckt dabei haben soll, dann bräuchte kein Mensch der Welt ein Portfolio für Bewerbungen.
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Nefliete
Moderator

Dabei seit: 05.07.2007
Ort: Fu**ing Eifel
Alter: 39
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 08.10.2018 08:24
Titel

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Was sind denn konkret deine Arbeitsproben? Es gibt durchaus "Medienunternehmen" die eine Druckversion wünschen. Als Personaler will man vlt auch alle Informationen nicht erst aus dem Netz zusammensuchen müssen. So eine Bewerbung erfüllt ja nach wie vor einen gewissen Zweck.
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FrauWetterwachs

Dabei seit: 17.08.2018
Ort: Hamburg
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 08.10.2018 09:35
Titel

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Meine Erfahrungen belaufen sich da wie folgt:

Ich war selber 3 Jahre in unserer Agentur für Stellenausschreibungen und Bewerber verantwortlich.
Bewerbungen die Postal eingingen, gingen um ehrlich zu sein zu 98% nach einem kurzen Blick auf den "Nö" Haufen. Zumal explizit um Online-Bewerbung als PDF gebeten wurde. Es gab sehr wenige Ausnahmen - und das waren die, die sich ihre Unterlagen etwas haben kosten lassen. Da gab es gebundene, veredelte und auch mal zusammengenähte Portfolios. Ich habe keine Lust mich durch einen Wust Unterlagen, die meist auf viel zu dünnem Billigpapier gedruckt wurden durchzuwühlen.

Also hau den Kram zunächst ins PDF rein! Vollkommen egal ob es sich um Digital- oder Printprojekte handelt.

Und ja - je nachdem was ich für eine Stelle bestzen möchte ist eine eigene Webseite mit oder ohne Portfolio auch durchaus als Zusatzinfo noch interessant. Primär habe ich aber bei X-Bewerbungen, die auf meinem Tisch landen erst mal keine Zeit mir dann aus Links im PDF und E-Mails alles zusammenzuklicken.
Das passiert, wenn das Anschreiben und das PDF interessant und relevant für mich gewesen sind.

Gedruckt werden die Dinge sowieso erst interessant, wenn es dann zum Bewerbungsgespräch geht. Da kannst du dann gerne Produzierte Medien mitbringen - am besten nichts selbstausgedrucktes sondern Muster von den tatsächlichen Aufträgen.

Genau so habe ich es im übrigen auch gehalten, als es dann an die eigenen Bewerbungen und die eigene neue Stelle ging - und das kam auch bei den Gesprächen, die am Ende nicht zu Abschluss führten - gut an.
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CKT

Dabei seit: 21.09.2009
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 08.10.2018 10:26
Titel

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Ich schicke zwar meist ein kleines Portfolio als PDF mit, werde das aber künftig nicht mehr tun. Die letzten Male war es dann nämlich ohnehin so, dass das per Beamer im Gespräch an die Wand geworfen wurde oder halt am Tablet durchgegangen. Paperless Office und so Lächel bin selbst eher ein haptischer Typ, aber da ich eher im digitalen Sektor unterwegs bin, wirds eben auch am Bildschirm angeguckt.
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Rehg
Threadersteller

Dabei seit: 12.12.2017
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Do 11.10.2018 07:24
Titel

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CKT hat geschrieben:
Ich schicke zwar meist ein kleines Portfolio als PDF mit, werde das aber künftig nicht mehr tun. Die letzten Male war es dann nämlich ohnehin so, dass das per Beamer im Gespräch an die Wand geworfen wurde oder halt am Tablet durchgegangen. Paperless Office und so Lächel bin selbst eher ein haptischer Typ, aber da ich eher im digitalen Sektor unterwegs bin, wirds eben auch am Bildschirm angeguckt.

Etwas in der Art hatte ich damals auch erwartet. Bis heute hatte ich mehr als 10 Vorstellungsgespräche für eine Ausbildung und die hatten wirklich alle meine Unterlagen ausgedruckt vor sich. Niemand hat mit digitalen Medien gearbeitet. Das hat mich sehr gewundert. Da hattest du wohl viel Glück, oder ich viel Pech.


Nefliete hat geschrieben:
Was sind denn konkret deine Arbeitsproben? Es gibt durchaus "Medienunternehmen" die eine Druckversion wünschen. Als Personaler will man vlt auch alle Informationen nicht erst aus dem Netz zusammensuchen müssen. So eine Bewerbung erfüllt ja nach wie vor einen gewissen Zweck.

In meiner Bewerbung für dieses Jahr (ich habe tatsächlich noch nicht angefangen mich für 2019 zu bewerben ...) möchte ich gerne mindestens ein fiktives Corporate Design vorstellen, dass ich selbst entworfen habe. Ein reales Projekt dieser Art gibt es als Unausgebildeter logischerweise nicht. Im meiner alten Bewerbung hatte ich einzelne Arbeiten aus verschiedenen Projekten aus Praktika und es kamen dazu immer mehrere Fragen auf, weil es eben nichts Ganzes war. Aber ich hätte genauso schlecht das ganze Projekt in die Bewerbung tun können, worin nur für eine Grafik zuständig war.

Bei einem ganzen Branding hätte ich die Möglichkeit, alle Bereiche vorzustellen und da alles zusammengehört, wird es vielleicht weniger missverstanden. Aber alleine das Screendesign ist einfach zu lang. Das war bei meinen alten Bewerbungen schon ein Problem. Ich kann das nicht auf eine A4-Seite tun. Da bräuchte das schon eine extrem hohe Auflösung bzw. wenn es ausgedruckt wird, ist es trotzdem nicht detailiert und die Dateigröße wäre zu groß. Eine andere Variante wäre, es auf 2-3 Seiten aufzuteilen, aber das sieht auch komisch aus und 3 Seiten nur für ein Screendesign ist auch Platzverschwendung.

Ich habe mal auf Behance von jemandem ein Projekt herausgesucht. Ich wüsste nicht, wie ich das in einer A4-Bewerbung vorstellen soll:
https://www.behance.net/gallery/10500729/NASA-Identity-Redesign-(Study-Project)

Jeweils 2 Bilder kann man auf eine A4-Seite setzen. Aber nicht in der Bewerbung (wegen der Größe), sondern so könnte ich es zu einem Vorstellungsgespräch mitbringen. Und in der Bewerbung nur wenige Ausschnitte vorstellen? Das halte ich nicht für optimal.

FrauWetterwachs hat geschrieben:
Meine Erfahrungen belaufen sich da wie folgt:

Ich war selber 3 Jahre in unserer Agentur für Stellenausschreibungen und Bewerber verantwortlich.
Bewerbungen die Postal eingingen, gingen um ehrlich zu sein zu 98% nach einem kurzen Blick auf den "Nö" Haufen. Zumal explizit um Online-Bewerbung als PDF gebeten wurde. Es gab sehr wenige Ausnahmen - und das waren die, die sich ihre Unterlagen etwas haben kosten lassen. Da gab es gebundene, veredelte und auch mal zusammengenähte Portfolios. Ich habe keine Lust mich durch einen Wust Unterlagen, die meist auf viel zu dünnem Billigpapier gedruckt wurden durchzuwühlen.

Also hau den Kram zunächst ins PDF rein! Vollkommen egal ob es sich um Digital- oder Printprojekte handelt.

Und ja - je nachdem was ich für eine Stelle bestzen möchte ist eine eigene Webseite mit oder ohne Portfolio auch durchaus als Zusatzinfo noch interessant. Primär habe ich aber bei X-Bewerbungen, die auf meinem Tisch landen erst mal keine Zeit mir dann aus Links im PDF und E-Mails alles zusammenzuklicken.
Das passiert, wenn das Anschreiben und das PDF interessant und relevant für mich gewesen sind.

Gedruckt werden die Dinge sowieso erst interessant, wenn es dann zum Bewerbungsgespräch geht. Da kannst du dann gerne Produzierte Medien mitbringen - am besten nichts selbstausgedrucktes sondern Muster von den tatsächlichen Aufträgen.

Genau so habe ich es im übrigen auch gehalten, als es dann an die eigenen Bewerbungen und die eigene neue Stelle ging - und das kam auch bei den Gesprächen, die am Ende nicht zu Abschluss führten - gut an.

Danke für die Erfahrungen. Dann kann ich vielleicht auf einer Extraseite ganz ohne Arbeitsproben in der Bewerbung das Portfolio verlinken und dazuschreiben, dass ich das Portfolio aufgrund der Qualität und Größe der Arbeiten bevorzuge. Zu einem Gespräch werde ich dann die digitale Version ausgedruckt dabei haben. Das werden bestimmt mindestens 10 Seiten und die können nicht in eine PDF-Bewerbung.
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FrauWetterwachs

Dabei seit: 17.08.2018
Ort: Hamburg
Alter: 31
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 11.10.2018 08:32
Titel

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Zitat:
Im meiner alten Bewerbung hatte ich einzelne Arbeiten aus verschiedenen Projekten aus Praktika und es kamen dazu immer mehrere Fragen auf, weil es eben nichts Ganzes war. Aber ich hätte genauso schlecht das ganze Projekt in die Bewerbung tun können, worin nur für eine Grafik zuständig war.


Vorstellbar wäre gewesen die Grafik, die du erstellt hast vorzustellen - wieso, weshalb, warum und den Kontext aufzuzeigen.

Zitat:
Bei einem ganzen Branding hätte ich die Möglichkeit, alle Bereiche vorzustellen und da alles zusammengehört, wird es vielleicht weniger missverstanden. Aber alleine das Screendesign ist einfach zu lang. Das war bei meinen alten Bewerbungen schon ein Problem.


Es kommt ja hier auch eindeutig drauf in was für einem Unternehmen du dich bewirbst. Ich kann mir das als sehr schönes Portfoliothema vorstellen ein fiktives Branding zu "verkaufen". Da gehört dann aber auch ein bisschen konzeptionelle Vorstellung zu - wäre aber für 'ne Coderbude oder jemanden der z.B. non-food Kataloge runterreißt nicht so richtig interessant * Keine Ahnung... *

Zitat:
Ich kann das nicht auf eine A4-Seite tun. Da bräuchte das schon eine extrem hohe Auflösung bzw. wenn es ausgedruckt wird, ist es trotzdem nicht detailiert und die Dateigröße wäre zu groß. Eine andere Variante wäre, es auf 2-3 Seiten aufzuteilen, aber das sieht auch komisch aus und 3 Seiten nur für ein Screendesign ist auch Platzverschwendung.


Bewirbst du dich in einem Unternehmen, das viel online unterwegs ist? Klar kannst du da ein Screendesign auf 2-3 Seiten ausbreiten. Aber bitte nicht einfach stumpf 7000 Pixel immer hübsch auf Seitenlänge abschneiden. Suche dir prägnante Elemente auf deiner Seite hinaus und erkläre diese Stichwortartig. "Wieso sitzt das Menü da" "Was passiert, wenn ich hier klicke" "Welche Funktionen sind für den Kunden wichtig und wie ist meine Userjourney?"

Zitat:
Danke für die Erfahrungen. Dann kann ich vielleicht auf einer Extraseite ganz ohne Arbeitsproben in der Bewerbung das Portfolio verlinken und dazuschreiben, dass ich das Portfolio aufgrund der Qualität und Größe der Arbeiten bevorzuge. Zu einem Gespräch werde ich dann die digitale Version ausgedruckt dabei haben. Das werden bestimmt mindestens 10 Seiten und die können nicht in eine PDF-Bewerbung.


Ich weiß nicht wie du auf die Idee kommst, dass dein Portfolio in deiner Bewerbung keine 10 Seiten haben darf?! Hast du "geilen Scheiß"? Dann darf es! Dann muss es sogar! Aber achte halt darauf, dass dein Portfolio zu dem Unternehmen passt, bei dem du dich bewirbst.

Gerade bei Bewerbern um Ausbildungsplätze geht es darum, dass du zeigen kannst wie du an Aufgaben herangehst, was du kannst, dass du auch ehrlich sagst was du noch nicht kannst und klar benennen kannst, was du gerne lernen möchtest. Du gehst ja dahin, damit du etwas lernst und weil du etwas lernen willst.

Als Ausbilder in einem Bewerbungsgespräch würde ich es zum Beispiel mutig und interessant finden, wenn mich der Bewerber anspricht und sagt "ich habe mir Projekt xY ausgedacht, ich hätte dazu eigentlich noch Material gehabt, aber ich wusste nicht, wie ich es in meinem Portfolio unterbringen sollte. Ich hab mir dies und das überlegt, was halten Sie von dieser Idee?"
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