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Thema: Was kann man derzeit als angehender MG verlangen? vom 23.06.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Was kann man derzeit als angehender MG verlangen?
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Kdigital69

Dabei seit: 01.07.2005
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Verfasst Do 07.07.2005 20:40
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@Elli.....ich bin deiner Meinung!
Kann man bei dir ne Stelle kriegen *zwinker*
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Siska

Dabei seit: 26.06.2005
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Verfasst Do 07.07.2005 21:31
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@tmin260872

Mit dieser Meinung bzw. Einstellung kannst du hier nur wenige erreichen, viele hier sind was das angeht auf beiden Augen blind und beiden Ohren taub.

Jeder Tipp, sich mal ausserhalb des Tellerrandes umzusehen wird hier doch als skandalös betrachtet.

Was soll man da machen? Nix, die Leute in ihr Verderben rennen lassen.
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 07.07.2005 21:57
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Ellie hat geschrieben:
Hallo Nimroy,

was ich davon halte. Ich denke, daß es in dieser Sparte nur sehr wenig wirklich gute Leute gibt und sehr viele, die sich irgendwie durchkrauten. Die letzten beiden Bewerbungen, die ich bekam, strotzten vor Rechtschreibfehlern, das Zeugnis war bedenklich ausreichend und der andere Bewerber sprach kaum Deutsch.

Auf meinem letzten Job in Vollanstellung gab es nur mich als geprüfte MG, der Rest der Belegschaft waren Quereinsteiger. Die wussten auch nicht wirklich, was sie da taten, aber der fachliche Anspruch war auch nicht zu hoch. Als Aushilfe im Copyshop habe ich drei Praktikanten, alle MGler die arbeitslos und auf Jobsuche waren, mitbekommen. Nicht einer war den Anforderungen dort gewachsen und keiner hielt die erste Woche durch.

Der Markt schreit nach guten Leuten, die kritikfähig sind und wissen, wie sie schnell und gut auf Kunden reagieren. Dabei kommt es nicht darauf an wie fachlich erstklassig die Leistung ist, sondern wie zufrieden der Kunde mit dem Produkt ist. Effizienz ist das Zauberwort, nicht Egopflege oder eine fachliche Diskussion um ein Printprodukt. Eine Arbeit soll fachlich sauber und schnell umgesetzt werden. Wer zwei Stunden an dem Karo einer Eistütenwaffel sitzt, weil der Versuch Fibonacci umzusetzen nicht ganz genau hinhaut, der fällt durch.

Meiner Ansicht nach ist der Beruf des Mediengestalters von den Absolventen reichlich überbewertet.

Wie seht ihr den Status des Berufes MG? Wie gut ist er tatsächlich angesehen?

Von Kunden und Arbeitgebern die ich kenne, gehen die Meinungen eher in Richtung Profilneurose als eine ernstzunehmende Tätigkeit. Es ist schade.

LG,
Ellie


ICh glaube, vieles was du beschrieben hast, wie Rechtschreibung oder mangelndes technisches Verständnis für Abläufe etc - ist nicht nur bei MGs zu verzeichnen. Generell fallen mittlerweile nicht mehr die schlechten Azubis in einer Masse guter auf, sondern das Verhältnis droht in meinen Augen zu kippen.

Aber ein wenig hast du schon Recht. Ein Beruf in der Medienbranche, sei es jetzt der Grafik-Designer oder der MG, hat halt durch Funk, Fernsehen und Getratsche immer noch mehr Glamour als der Elektro-Installateur oder der Mechatroniker. Obwohl ich von den Grundvoraussetzungen keinen unterschied machen würde. Ordentliches Auftreten einem Kunden gegenüber, Bereitschaft zu lernen und über den Tellerrand zu schauen, Allgemeinwissen, die Fähigkeit einen Dreisatz als solchen zu erkennen und anzuwenden, Arbeistdisziplin, Flexibilität, Improvisationstalent und lösungsorientiertes Arbeiten und und und.

Aber beim MG sieht jeder erst mal nur einen Rechner. Der macht ja schon alles für einen. Und wenn es für irgendwas keine Funktion in der entsprechenden Software gibt, dann geht es eben nicht!
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Ellie
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Do 07.07.2005 22:27
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Moin,

ich sehe das ja nicht so schlimm an, es ist eben schade. Ich weiß auch nicht, was die Leute, die in den Markt gehen, wirklich erwarten. Ein normales Gehalt ist aber für jeden MGler, der seinen Job mag, zu erreichen. Nur Reichtümer lassen sich nicht so mal eben auf doof verwirklichen.

Es spielt auch viel Ego mit hinein, mein erstes CD Cover, das ich heute nirgends zeigen würde, da war ich sowas von stolz drauf. Und diese Bestätigung ist es doch, die den Spaß am Beruf ausmacht. Die Idee, hinter einem Computer stundenlang die gleichen Arbeiten durchzuführen, hat kaum einer der Berufsstarter. Alle wollen eigene Projekte gestalten auf die sie stolz sein können. Oft bezahlen sie dieses Bedürfnis mit einem sehr niedrigen Gehalt.

Ne, noch wuppe ich meine Arbeit ganz gut alleine bzw. habe mein Netzwerk mit guten Leuten. So, jetzt ist Feierabend, das ist eben der Nachteil selbstbestimmt arbeiten zu können: es ist so zeitaufwendig.

Jo, das ist schrecklich, das Kunden das denken, besonders im 3D-Bereich eine richtige Krankheit.

LG,
Ellie
 
workerAtHome

Dabei seit: 21.07.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Do 21.07.2005 18:42
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Ich bin neu hier im Forum und möchte mich dann doch auch noch kurz zu Wort melden.

Heutzutage ist es schwer auf dem Markt zu bestehen – gerade in Berufen die neu und sehr populär erscheinen. Doch die schnelle Mark – Entschuldigung, den schnellen Euro – verdient mit der reinen Leistung als MG niemand. Auch nicht die, die sich gut verkaufen können, ständig das Maximum geben, sich permanent fortbilden und vor allem den Kunden verstehen und aus Sicht des Kunden agieren und nicht reagieren. So banal das auch klingt, die meisten jungen MGs die ich kennenlernen durfte, sind hierzu nicht annähernd in der Lage. Das ist aber auch zugegebener Maßen in jungen Jahren auch sehr, sehr schwer – sei denn man arbeitet für eine junge Branche.

Meistens sind die Aufgabenfelder in denen MGs eine Festanstellung bekommen nicht im Bereich Kunst und Selbstverwirklichung. Das gab es früher übrigens auch schon nicht. Daher kommt ja auch der Spruch: „Wenn du Kunst machen willst und dich selbstverwirklichen möchtest, dann miete dir eine Garage – wenn du das Geld dafür zusammen bekommst. Es geht bei MG nicht um Kunst sondern um Kommunikation. Und wenn man keine Kunst sondern Kommunikation betreibt, dann ist man als MG ein Handwerker. Aber auch hier gehören Erfahrung und vor allem auch das inhaltlichen Verständnis für das Thema was man bearbeitet – nicht nur die Technik - zum Leistungsumfang.

Und mit der Erfahrung kommt dann auch die Reife und das Alter und dann muss man immer noch verrückt genug sein sich ständig fortzubilden um uptodate zu bleiben. Der MG ist kein Beruf für „BEAMTE“. Und in der Werbebranche kann man direkt das Ganze noch mal verdoppeln. Noch weniger Werbebudgets und somit noch weniger Gehälter. Und wenn man dann noch nicht mal die richtige Einstellung und Bereitschaft mitbringt, besser, genauer, zuverlässiger und schneller als die anderen zu sein, dann wird es ganz, ganz dünn. Kurz, ehrlich und hart gesagt: "FALSCHER BERUF!"

Und ein MG ist noch lange kein Dipl.-Designer oder Dipl.-Ing.. Und auch die verdienen heute bei weitem nicht mehr das, was früher angesagt war.

Sicherlich ist der MG ein interessanter und spannender Beruf mit dem man solides Geld verdienen kann. Aber den Mythos des schnellen und vielen Geldes - getragen werden auf Händen - der Künstler, der vom Kunden alles bekommt: „Mach mal, Geld spielt keine Rolle!“ und allen anderen jugendlichen Träumen, den gibt es nicht. Je schneller man das begreift, umso erfolgreicher wird man in seinem Beruf oder aber auch seiner Berufswahl sein.

Leider ist es so.


Zuletzt bearbeitet von workerAtHome am Do 21.07.2005 18:55, insgesamt 4-mal bearbeitet
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 21.07.2005 19:36
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workerAtHome hat geschrieben:
jede menge text


absolut richtig! 100 % zustimmung... nur verstehen das viele zu spät...
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system

Dabei seit: 26.04.2004
Ort: HH
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 27.07.2005 14:59
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workerAtHome hat geschrieben:
dann ist man als MG ein Handwerker.

Wer das verstanden hat, der kann auch Geld verdienen. In unserer Agentur verdienen die "Handwerker" durchweg mehr Geld, als die Kreativen. Ein normaler RZ/Litho-Mitarbeiter verdient hier mindestens so viel, wie ein gestandener AD. Die gestandenen RZler etc. arbeiten auf dem Niveau eines normalen CDs. Die Löhne bewegen sich für Anfänger immer noch bei 1800.- € (war allerdings vor 4 Jahren noch deutlich höher) bis zu 5000.- € bei Posten mit Personalverantwortung. Und es ist selbst auf dem höchsten Niveau ein Jobwechsel möglich. Mein Kollege ist grad abgeworben worden. *hu hu huu*
Nur Traumtänzer wird man hier nicht finden.
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dIem

Dabei seit: 14.10.2003
Ort: Freiburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 27.07.2005 18:10
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system hat geschrieben:
workerAtHome hat geschrieben:
dann ist man als MG ein Handwerker.

Wer das verstanden hat, der kann auch Geld verdienen. In unserer Agentur verdienen die "Handwerker" durchweg mehr Geld, als die Kreativen. Ein normaler RZ/Litho-Mitarbeiter verdient hier mindestens so viel, wie ein gestandener AD. Die gestandenen RZler etc. arbeiten auf dem Niveau eines normalen CDs. Die Löhne bewegen sich für Anfänger immer noch bei 1800.- € (war allerdings vor 4 Jahren noch deutlich höher) bis zu 5000.- € bei Posten mit Personalverantwortung. Und es ist selbst auf dem höchsten Niveau ein Jobwechsel möglich. Mein Kollege ist grad abgeworben worden. *hu hu huu*
Nur Traumtänzer wird man hier nicht finden.


RZADCD? *Huch*
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