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Thema: Fragen zur Ausbildung, billige Arbeitskraft? vom 24.10.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Fragen zur Ausbildung, billige Arbeitskraft?
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mediasearch
Threadersteller

Dabei seit: 24.10.2004
Ort: Stuttgart
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 24.10.2004 21:04
Titel

Fragen zur Ausbildung, billige Arbeitskraft?

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Hallo!
Ich hätte mal ein paar Fragen, die die Ausbildung als Mediengestalter - Digital- und Printmedien - Mediendesign betreffen.
1. Sollte der Auszubildende einen eigenen Arbeitsplatz haben?
2. Darf der Auszubildende als fast vollständige Arbeitskraft eingesetzt werden? Also eine kurze einarbeitung bekommen und dann wie ein normaler Mitarbeiter voll mitarbeiten(billige Arbeitskraft)?
3. Welche Computerprogramme muss/sollte der Ausbildungsbetrieb haben?
4. Werden die Ausbilder überprüft?
5. Gibt es eine Hilfe, wenn die Sachen, die in der Schule durchgenommen werden nicht im Betrieb anwendbar
sind oder man keine Zeit/Anleitung im Betrieb hat?
6. Gibt es einen "Lehrplan" für den Auszubildenden was er im Betrieb alles lernen soll?
7. Darf ein Auszubildender als "Putzfrau" eingesetzt werden und beispielsweise jede Woche die Maschinen putzen, während die Angestellten nie putzen?
Hoffe es waren nicht zu viele Fragen auf einmal.
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besam

Dabei seit: 08.08.2004
Ort: Aalen // Gera
Alter: 33
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 25.10.2004 13:45
Titel

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zu 6. definitiv ja es gibt einen ausbildungsrahmenplan...
zu den anderen müsste ich nun googlen
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Wayne2000

Dabei seit: 26.03.2003
Ort: Lüdenscheid
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 25.10.2004 14:07
Titel

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zu 1: natürlich

zu 2: der auszubildende sollte schon seinen fähigkeiten entsprechend im normalen produktionsablauf eingesetzt werden (können), um praxisnahe erfahrungen zu sammeln und seine theoretischen kenntnisse praktisch zu vertiefen.
natürlich darf dabei das ausbildungsziel nicht zu kurz kommen.

zu 3: quark oder indesign, corel für layout; photoshop; freehand oder illustrator für vektor, acrobat für printler ist wohl das mindeste. was non-printler alles brauchen, weiß ich nicht. zusätzlich sollte der betrieb aber schon sachen wie flash, golive oder dreamweaver, director etc. besitzen.

zu 4: ja, sie müssen für den ausbilderschein die fachliche eignung nachweisen. aber das ist ja nur ne offizielle sache. es gibt immer schwarze schafe.

zu 5: sihk, kurse, praktika, foren.

zu 6: ja

zu 7: klar, das gehört nun mal dazu. lehrjahre sind keine herrenjahre (5 euro ins phrasen-schwein).
die hackordnung ist nun mal so: chef - angestellte - azubis - praktikanten. es sollte natürlich nicht ausarten und als mißbrauch angesehen werden, aber es ist nur logisch, das die weniger qualifizierten azubis putzen statt die höher qualifizierten, ausgebildeten facharbeiter.

hoffe das hilft dir weiter
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 25.10.2004 14:10
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Re: Fragen zur Ausbildung, billige Arbeitskraft?

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mediasearch hat geschrieben:

1. Sollte der Auszubildende einen eigenen Arbeitsplatz haben?

grundsätzlich wäre das natürlich sinnvoll, weil man dadurch am effektivsten arbeiten kann und so auch eigenverantwortung lernt. müssen aber im grunde genommen nicht. es gibt auch betriebe da wandern azubis durch alle abteilungen und arbeiten an unterschiedlichen arbeitsplätzen.

mediasearch hat geschrieben:

2. Darf der Auszubildende als fast vollständige Arbeitskraft eingesetzt werden? Also eine kurze einarbeitung bekommen und dann wie ein normaler Mitarbeiter voll mitarbeiten(billige Arbeitskraft)?

hm, das ist immer so ne sache. ein azubi ist natürlich in erster linie dazu da etwas zu lernen und nicht (wie es in vielen agenturen leider immer noch üblich ist) z.b. 3 jahre lang nur freistellt und damit ne billige arbeitskraft ist. wie ein voller mitarbeiter behandelt zu werden kann auch positiv sein, dann bekommt man verantwortung übertragen, oder eigene kunden und kann seine kompetenzen erweitern. wenn allerdings die ausbeutung überhand nimmt, sollte man sich mit der ihk in verbindung setzen, weil dadurch die gefahr besteht nicht genügend fachpraxis für die prüfung zu bekommen.

mediasearch hat geschrieben:

3. Welche Computerprogramme muss/sollte der Ausbildungsbetrieb haben?
hier kommt es natürlich sehr stark darauf an, was der betrieb macht. isses n verlag sind sicherlich quark / indesign und photoshop die richtigen programme, für ne internetbude eher flash, dreamweaver, nen php-editor usw. grundsätzlich kann man das so pauschal nicht beantworten.
[/quote]

mediasearch hat geschrieben:

4. Werden die Ausbilder überprüft?

früher musste man so eine prüfung bei der ihk absolvieren um ausbilden zu dürfen. das ist mittlerweile glaub ich (zumind. in unserer branche) nicht mehr so. eine überprüfung im eigentlichen sinne (z.b. wie bei einer lebensmittelkontrolle durch nen wkd) findet nicht statt.

mediasearch hat geschrieben:

5. Gibt es eine Hilfe, wenn die Sachen, die in der Schule durchgenommen werden nicht im Betrieb anwendbar
sind oder man keine Zeit/Anleitung im Betrieb hat?

hm. da ist dann wohl privatinitiative gefragt. vielleicht kannst du dir von den in der schule verwendeten programmen demos zum üben ziehen oder du fragst deinen chef ob er evtl. ein paar dieser programme anschafft.

mediasearch hat geschrieben:

6. Gibt es einen "Lehrplan" für den Auszubildenden was er im Betrieb alles lernen soll?

wurde glaub ich schon beantwortet


mediasearch hat geschrieben:

7. Darf ein Auszubildender als "Putzfrau" eingesetzt werden und beispielsweise jede Woche die Maschinen putzen, während die Angestellten nie putzen?

auch wieder so ne auslegungssache. natürlich soll der azubi auch sein arbeitsgerät reinigen bzw. instandhalten. wenn´s allerdings so ist, das der azubi nach feierabend das büro putzen soll, um die putzfrau zu sparen, denke ich sollte man sich dagegen wehren. in meiner ersten lehre als einzelhandelskaufmann mussten auch die azubis z.b. immer hof kehren oder sowas. aber gut. das geht vorbei und der nächste azubi kommt bestimmt Lächel


Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am Mo 25.10.2004 14:12, insgesamt 1-mal bearbeitet
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mediasearch
Threadersteller

Dabei seit: 24.10.2004
Ort: Stuttgart
Alter: -
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Verfasst Mo 25.10.2004 20:41
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Hallo!
Erstmal danke für die bisherigen Antworten!
Was soll man eurer Meinung nach machen, wenn man mit dem Betrieb unzufrieden ist.
Ein eigener Arbeitsplatz ist nicht vorhanden, man den ganzen Tag am Scanner steht und Bilder einscannt und wenn es hoch kommt schwarzweiß-Bilder freistellt und nach Hell-dunkel-Weten schaut (aber nur für die billigen Produktionen). Oder Druckplatten belichtet. Als bilige Arbeitskraft in dem Sinne wie immer das selbe machen und putzen ohne eiginitiative. Computerprogramme sind an jedem Rechner in einer anderen Verion, aber die Programme sind die einfachsten wie Corel Draw, Word, ACDSee, PageMaker, Acrobat und Photoshop. Flash, dramweaver Quark usw. gibt es nicht. Der Ausbilder scheinbar wenn er mit seiner eigenen Arbeit nicht klar kommt es einem Lehrling oder einem Mitarbeiter gibt. Und jede Woche die Belichtungsmaschinen schrubben darf, den Müll rausbringen und die alten Chemiekanister rumschleppen muss. Das ganze ist nicht nur nervig sondern man macht auch sein Kreuz kaputt.
Danke schon im Vorraus!
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
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Verfasst Mo 25.10.2004 20:53
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Tut mir leid, aber ich muss auch mal die andere Seite aufzeigen.

In welchem Ausbildungsjahr bist du denn? Und zu was lässt du dich ausbilden? Wo (Druckerei, Agentur, Vorstufenbetrieb) ?

Und versteh mich bitte nicht falsch, ich interpretiere da vielleicht auch ein bißchen viel rein, aber wenn dein Arbeitseifer genau so groß ist, wie dein Eifer, dich einer korrekten Ausdrucks- und Schreibweise zu bedienen, dann traut man sich vielleicht einfach nicht, dich mit wichtigen Aufgaben zu vertrauen.

Aber am besten beantwortest du erstmal meine obigen Fragen und vielleicht auch noch, was du dir von dem Beruf versprochen hast.
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Scheinwelt

Dabei seit: 18.07.2003
Ort: 192.168.0.1
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 25.10.2004 21:31
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Jeder Printler hier weiß, dass es absolut zum Beruf gehört, zu wissen, wie man richtig scannt und was man beim Freistellen zu beachten hat. Ich bin jetzt im zweiten Lehrjahr und wenn ich sehe, daß der Entwickler neue Chemie braucht, dann mix ich ihm welche und wenn die alte Brühe überläuft, dann mach ich auch sauber. Ich gieße die Blumen, wenns die Putzfrau mal wieder verpennt hat und mache Kaffee wenn der Chef einen Kunden bekommt oder nur einfach so zwischendurch. Wenn ich ein Bild zum Freistellen bekomme, dann mach ich daß sauber und schnell.
Und genau, weil ich auch solche Stiftenarbeiten mache, bekomme ich ab und an auch mal ein richtiges Sahnestückchen.

Als ich in meiner jetzigen Firma vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum gemacht habe, hat mich mein Chef gefragt, ob ich wüsste, auf was ich mich einlasse, weil Mediengestalter ein harter Job ist und nichts mit Gute Zeiten, Schlechte Zeiten zu tun hat.

Schau doch mal, was deine Kollegen für Arbeitsaufträge bekommen. Machen die richtig geile Sachen, bei denen du sagst: "Respect!" dann würde ich mal mit dem Ausbilder reden und ihn fragen, was du machen kannst, damit du auch irgendwann mal sowas bearbeiten darfst. Oder machen die auch nur Ausfluss? Dann hast du leider die braune Karte gezogen und einen der Betriebe erwischt, über die Wetten abgeschlossen werden dürfen, wann sie pleite gehen.


Zuletzt bearbeitet von Scheinwelt am Mo 25.10.2004 21:33, insgesamt 1-mal bearbeitet
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mediasearch
Threadersteller

Dabei seit: 24.10.2004
Ort: Stuttgart
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 26.10.2004 20:05
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Hallo!
Erstmal muss ich mich für meine Fehler im letzten Beitrag entschuldigen. War damals "auf dem Sprung" und hatte es somit mächtig eilig.
Also die Ausbildung ist als Mediengestalter für Digital- und Printmedien - Mediendesign.
Die Ausbildung ist in einem Verlag mit Druckerei.
Zunächst mal muss man dazu sagen, dass ich schon vor Beginn der Ausbildung ein großes Fachwissen in den Computerprogrammen hatte/habe, die man so als Mediengestalter braucht (Photoshop, Quark, Free Hand,...). Dann muss man dazu noch sagen, dass der Chef, der die Arbeiten für die Mitarbeiter aussucht noch nie wirklich gesehen hat was ich arbeite oder wie (oder er sich dafür nicht interessiert). Die anderen Mitarbeiter, die um mich herrum sind würden mir andere Aufgaben geben (oder haben mir schon Sachen zum freistellen gegeben), aber dann sagt der Chef zu einem Mitabreiter, dass ich doch wieder was anderes (meißt einscannen) soll. Es sind eben immer einfache schwarz-weiß Bilder an einem schwarz-weiß Scanner einscannen.
Von dem Beruf erhoffe ich mir, dass ich mehr im gestaltungstechnischen lerne, wie ich mit Farben umgehe (Farbwirkung), Texte und Bilder richtig anordne und gestalte.

Klar gehört das scannen zum Beruf, da sag ich gar nichts. Wie man freistellt wußte ich vor der Ausbildung schon, aber wenn ich etwas freistellen darf, sind es nur einfache (billigproduktions-)Bilder. Was man dabei beachten muss hat mir dort aber auch keiner erklärt, da hatte ich den Vorteil, dass ich damit schon umgehen kann.

Gegen putzen generell spricht auch nichts, aber es ist so, dass ich jede Woche 3 große Maschinen alleine putzen muss, denn die andere Auszubildende hat immer zu tun und somit bin ich beim putzen auf mich gestellt. Ich bekomme jetzt auch probleme mit der Wirbelsäule und habe ständig Rückenschmerzen da die Geräte schwer sind und die alten Chemiekister auch viel wiegen.

Blumen gießen und Kaffee kochen würde ich ja auch machen, wenn es Blumen gäbe oder eine Kaffemaschine. Den eigendlichen Chef sehe ich eh so gut wie nie.
Letztes Jahr habe ich auch ein 7Monatiges Praktikum in einem anderen Betrieb gemacht, in dem habe ich auch Kaffee gemacht und Praktikantentätigkeiten erledigt, also ist es nicht so, dass ich es nicht kennen würde solche arbeiten zu erledigen.

Ja, leider machen die anderen Kollegen auch keine geilen Sachen. Die meißten stellen Bilder frei (sw oder farbig) und bearbeiten sie je nach Qualität. Oder wenn es hoch kommt das ändern eines Vorgefertigten Flyer wenn ein neues Buch hergestellt wird.
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