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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 06.12.2016 15:33 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Gibt es ein Tutorial welche Schrift wofür? vom 01.03.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Typografie -> Gibt es ein Tutorial welche Schrift wofür?
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carlo

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Verfasst Mi 26.07.2006 20:28
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Steven Wulf hat geschrieben:
und noch was zum Thema "ich benutze nur
20 Schriften"

Laut Din 16518 gibt es 11 Gruppen in die
man die Schriften unterteilen kann, mit
Untergruppen, wie zum Beispiel: Egyptienne,
Italienne, Clarendon, humanistische-,
geometrische, statische- Sansserif etc. ist
man schon leicht bei 20 verschiedenen
Schriften angelangt.


Hä?


Wenn schon, denn richtig. Du würfelst bunt durcheinander: z.B. die Clarendon ist eine Schrift, ob sie zur Gruppe Seifenbetonte Linear-Antiqua gehört - wie Serifa, Beton, Memphis usw. - für mich schon, aber bei ganz enger Betrachtung? Serifenbetonte Linear-Antiqua nannte man früher Egyptienne, humanistische Minuskel ist eine Gruppe usw.......Derartige Betrachtungen helfen niemand weiter. Schrift muss passen. Zuviele "Verbrecher an der Schrift" finden Arial toll und stellen elektronisch kursiv - welch ein Graus. Vom Ergebnis in PostScript mal ganz abgesehen. Modern ist: keine Liebe zur Sprache (wie man an vielen locker dahingesagten Äußerungen sieht - woher soll dann Liebe zur Schrift kolmmen???
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cyanamide
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Verfasst Mi 26.07.2006 20:30
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http://www.mediengestalter.info/forum/37/faq-klassifikation-von-schriften-33763-1.html
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Benutzer 28450
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Verfasst Mi 26.07.2006 21:09
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carlo hat geschrieben:

Wenn schon, denn richtig. Du würfelst bunt durcheinander: z.B. die Clarendon ist eine Schrift, ob sie zur Gruppe Seifenbetonte Linear-Antiqua gehört - wie Serifa, Beton, Memphis usw. - für mich schon, aber bei ganz enger Betrachtung? Serifenbetonte Linear-Antiqua nannte man früher Egyptienne, humanistische Minuskel ist eine Gruppe usw.......Derartige Betrachtungen helfen niemand weiter. Schrift muss passen. Zuviele "Verbrecher an der Schrift" finden Arial toll und stellen elektronisch kursiv - welch ein Graus. Vom Ergebnis in PostScript mal ganz abgesehen. Modern ist: keine Liebe zur Sprache (wie man an vielen locker dahingesagten Äußerungen sieht - woher soll dann Liebe zur Schrift kolmmen???


Nach DIN 16518 gibt es nur den Begriff Serifenlose Linearantiqua (Gruppe 6). Allerdings gibt es sehr viele verschieden Sans Serif, die eigentlich in Untergruppen gehören müssten, um da den Überblick zu bewahren.

Die Schriftklassifikation Matrix Beinert macht das da schon besser. Dort bilden die Serifenlosen Linearantiquas die Gruppe 3 - Grotesk und die ist unterteilt in:

Ältere Grotesk [Neo-Grotesque] - Akzidenz Grotesk, Helvetica, Univers
Amerikanische Grotesk [Grotesque] - Franklin Gothic, Interstate, News Gothic
Jüngere Grotesk [Humanist] - Frutiger, Gill Sans, Meta, Myriad
Konstruierte Grotesk [Geometric] - Avant Garde, Bauhaus, DIN, Futura, Kabel

Der Begriff in den Klammern ist der englische Ausdrucke für die Schriften. Allerdings sind Begriffe wie humanistische Sans-Serif und Geometrische Sans-Serif hier genau so üblich.

Humanistische Sans Serif sind in ihrer Form an die Renaissance-Antiqua angepasst. Sie sind nicht konstruiert, schlanker, wechselhafter, organischer und haben vorallem Kontrast bzw. eine Schriftachse.

Und ja die Clarendon ist eine Schrift! Die Clarendon ist aber auch eine Untergruppe der Serifenbetonten. Und zwar sind bei "Clarendon" Schriften die Übergangänge zu den Serifen rund. Im Gegensatz zu den Egytienne. Die Itallienne können einen runden oder eckigen Übergang haben, ihr Erkennungsmerkmal ist vielmehr, das die Serifen deutlich größer sind als der Stamm breit.
 
The Council

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Verfasst Fr 28.07.2006 15:11
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Steven Wulf hat geschrieben:
und noch was zum Thema "ich benutze nur
20 Schriften"

Laut Din 16518 gibt es 11 Gruppen in die
man die Schriften unterteilen kann, mit
Untergruppen, wie zum Beispiel: Egyptienne,
Italienne, Clarendon, humanistische-,
geometrische, statische- Sansserif etc. ist
man schon leicht bei 20 verschiedenen
Schriften angelangt. Dazu noch die unendliche
vielen Antiqua-Varianten/Zierschriften. Und
jetzt will mir einer erzählen er kommt mit 20
Schriften aus!?!? Das heißt er benutzt pro
Schriftgruppe nur eine Schrift!?!? Das heißt
man hat nichtmal mehr, die Wahl zwischen
einer Futura, DIN, Kabel oder Avenir zu wählen,
falls man sich für eine geometrische Sans
Serif entschieden hat, da man sonst evtl. noch
viel zu viel Schriften haben müsste!?! Oder
bei Französische Renaissance-Antiquas nichtmal
mehr die Wahl zwischen einer Bembo, Garamond,
Minion, Paltino oder Galliard!? Das kann man
ewig so weiter führen!! Man sollte versuchen für
jeden Job etwas anderes, individuelles zu suchen,
was dazu passt und nichts aus meinem "Archiv".


Hallo Steven

Wer sagt denn, daß Du nicht die Wahl hast? Sieh mal... Als Beispiel nehme ich mal die Schriftarten, die Du genannt hast wie die Bembo und die Garamond. Die Unterschiede sind nur marginal. Der besondere Unterschied liegt gravierend in der Darstellung der Zahlen.

Meinetwegen kannst Du jede Schriftart diesseits des Universums benutzen, die Du Dir leisten kannst. Aber da liegt der Hund begraben. Wenn man aber in einem Verlag arbeitet, dann hat man eben nicht immer die Möglichkeit jede beliebige Schrift zu nutzen, auf die man gerade Lust hat. Es kostet nämlich Geld, wenn man mit der richtig guten Schriftart, mit der man arbeitet richtig gutes Geld verdienen möchte. Mal angenommen jemand möchte die Frutiger Next benutzen und auch etwas Auswahl in den Schriftschnitten haben, dann kostet sowas schoneinmal 600 Euro, ganz problemlos. Das ist schweineteuer besonders wenn man nämlich Freelancer ist und was im Angebot haben möchte, dann braucht man mehr im Angebot als die obligatorische Corel Draw Schriftarten CD.

Überrede mal Deinen Chef jedesmal eine neue Schriftfamilie zu kaufen, nur damit es alles auch für Deine Zwecke passend ist. Sorry aber das ist nicht wirtschaftlich und das wird Dir Dein Chef auch sagen... probiers aus und erzähle mir, ob ich falsch lag. Das ist nur ein Denkanstoß.

Grüße

The Council
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ulmer_hocker
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Ort: -

Verfasst Fr 28.07.2006 15:34
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Die Zahl der Fonts die z.B. gut genug ausgebaut sind um als Corporate-Font zum Einsatz zu kommen ist nun auch relativ überschaubar. Von daher ist eine gewisse Beschränkung da schon logisch.
 
Benutzer 28450
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Ort: -

Verfasst Fr 28.07.2006 16:14
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Okay! Aber ist es nicht so, das ich als Designer
im grunde gar nicht die Lizensrechte erwerben
muss, sondern vielmehr der Kunde, für den ich
die Sachen herstelle!? Wenn ich eine VK für den
bastel und ganz gerne die "was weiß ich" für ihn
nutzen möchte, dann muss er sich doch die ent-
sprechenden Lizensen kaufen und nicht ich!?
Und dann schau ich mich doch ganz gerne auch
mal nach Alternativen um und arbeite nicht nach
dem Motto "eine Schrift für alles"!?!

Wie sehr würden denn die kleinen Typefoundries
darunter leiden, wenn man immer nur die selben
Schriften benutzt!? Man muss doch auch ein kleines
bißchen ausschau nach neuen Sachen halten und
immer auf dem laufendem sein!? Man möchte soll
doch ein kleines bißchen Individualität vermitteln,
also warum sollte ich immer wieder auf die selben
Schriften zurück greifen für verschiedene Kunden!?
Deshalb möchte ich mich nicht für alle meine Jobs
auf 20 Schriften beschränken müssen!?

Das war es was ich damit ausdrücken wollte!? Oder
reden wir jetzt aneinander vorbei, oder lieg ich komplett
daneben mit meinem Weltbild!? * Keine Ahnung... * Hä? Lächel


Zuletzt bearbeitet von am Fr 28.07.2006 16:21, insgesamt 2-mal bearbeitet
 
 
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