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Thema: RGB-Farbräume vom 13.11.2008


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> RGB-Farbräume
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Benutzer 64133
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Verfasst Do 13.11.2008 10:27
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RGB-Farbräume

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Guten Morgen,

habe mal ne Frage zum Colormanagement. Wir arbeiten mit dem empfohlenen eciRGB-Arbeitsfarbraum. Wenn ich ein Bild mit abweichendem Profil öffne, belasse ich das jeweilige Profil immer und änder erstmal nichts. Aber wie kann man sich jetzt die Arbeit in z.B Photoshop vorstellen? Welche Farben stellt mir eigentlich mein (kalibrierter) Monitor jetzt da? Sind das Farben, die im geräteabhängigen RGB-Farbraum meines Monitors liegen? Also wenn ich eine Farbe im Bild bearbeite und über die RGB-Regler veränder, geschieht das dann im eciRGB-Farbraum oder im Farbraum des Profils, das das Bild besitzt? Wenn ich zum Beispiel ein Bild, in dem die Farben durch das AdobeRGB-Profil beschrieben sind öffne, sehe ich die Farben doch nicht richtig, da der Darstellungsfarbraum meines Monitors nicht so groß ist und dann arbeite ich noch im eciRGB, der auch noch anders ist als mein Monitor-Farbraum.

Was sehe ich eigentlich am Monitor für Farben, sind die richtig und was speicher ich denn wieder ab in der Datei? Werden meine Farben, die ich im eciRGB berbeitet habe, umgerechnet in den Farbraum des RGB-Profils des Bildes und dann also im AdobeRGB, sRGB o.ä. abgespeichert?

Irgendwie verwirrend. Ich hoffe Ihr versteht mich.

Gruß
BenjiBanana
 
antonio_mo

Dabei seit: 20.05.2006
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Verfasst Do 13.11.2008 10:37
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Hallo,

dazu würde ich Dir die genaue Erklärung aus Cleverprintig sehr empfehlen:

http://www.cleverprinting.de/ratgeber2008.html
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Benutzer 64133
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Verfasst Do 13.11.2008 17:45
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hey,

das Cleverprinting-Heft ist super, aber ich hatte darin schon mal nachgeschaut. Hat mir aber nicht wirklich geholfen.

Gruß
BenjiBanana
 
Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Fr 14.11.2008 00:42
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Re: RGB-Farbräume

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BenjiBanana hat geschrieben:
Welche Farben stellt mir eigentlich mein (kalibrierter) Monitor jetzt da? Sind das Farben, die im geräteabhängigen RGB-Farbraum meines Monitors liegen?
Ja, alles andere wäre Hexenwerk. *zwinker*

BenjiBanana hat geschrieben:
Also wenn ich eine Farbe im Bild bearbeite und über die RGB-Regler veränder, geschieht das dann im eciRGB-Farbraum oder im Farbraum des Profils, das das Bild besitzt?
Natürlich im Bildprofil.

[quote="BenjiBanana"]Wenn ich zum Beispiel ein Bild, in dem die Farben durch das AdobeRGB-Profil beschrieben sind öffne, sehe ich die Farben doch nicht richtig, da der Darstellungsfarbraum meines Monitors nicht so groß ist und dann arbeite ich noch im eciRGB, der auch noch anders ist als mein Monitor-Farbraum.[quote="BenjiBanana"]
Was du siehst ist soviel von Adobe RGB wie dein Bildschrim eben schafft. Also alles an Farben was im Adobe RGB und in deinem Monitorfarbraum liegt, wird 1:1 dargestellt, was den Farbraum deines Monitors überschreitet, aber noch innerhalb AdobeRGBs liegt, wird auf die Ränder deines Monitorfarbraums beschnitten.
Das ECI RGB ist in dem Moment nicht relevant. Wenn konkrete Profile vorhanden sind, werden diese benutzt. Der RGB Arbeitsfarbraum tritt nur in Kraft, wenn kein Profil am Bild ist, oder du ein CMYK oder SW Bild offen hast, aber in der Infopalette RGB Werte anzeigen lässt, oder im Farbwähler bei RGB Werte einträgst. Diese Bildlosen RGB Farben müssen ja auch auf irgendeiner Basis in CMYK, Lab oder Graustufen gewandelt werden - eben dem RGB Arbeitsfarbraum.


BenjiBanana hat geschrieben:
Was sehe ich eigentlich am Monitor für Farben, sind die richtig

woher soll ich das wissen? Wenn das Profil ordentlich erzeugt wurde, und der Schirm sich weder selbsttätig verändert hat, noch jemand nachträglich an irgendwelchen Reglern war, solltest du die 'echten' Farben sehen, im Rahmen der Möglichkeiten deines Bildschirms. Was die Möglichkeiten überschreitet, kannst du dir in Photoshop anzeigen lassen, wenn du unter
Menü: Ansicht -> Proof einrichten -> Monitor-RGB
wählst, dann den Eintrag 'Proof einrichten' nochmals ansteuerst und nun aber ganz oben auf 'Benutzerdefiniert...' gehst.
Dort wählst du das Häkchen 'Werte erhalten' ab. (Mit dem Häkchen ist das Colormanagement zuvor ausser Kraft gesetzt worden, sprich du bekommst genau die RGB Werte zu sehen, die in der Datei stehen, also ein 234R führt auch zu einer Ansteuerung des Displays mit der Stufe 234 für das rote TFT Element, sprich RGB-Werte bleiben erhalten, Farben können aber ganz anders sein).

Dadurch das du das Häkchen wegnimmst, sollte der, die ganze Zeit zuvor gewohnte Farbeindruck, wieder vorliegen, denn nun wird Adobe RGB wieder von deinem Monitor so gut es geht simuliert.
Interessant wird nach Bestätigen des Dialogs ein weiterer Besuch im 'Ansicht' um dann per klick auf 'Farbumfang-Warnung' diese zu aktivieren.

Nun wird all das grau (kann auch ne Andere Farbe sein, hängt von der gewählten Farbe unter
Voreinstellungen-> Transparenz und Farbumfang-Warnung -> Farbumfang Warnung -> Farbe:
ab) eingefärbt, was den Farbraum deines Bildschirms (laut Monitor-Profil - wenn das nicht stimmt, ist es natürlich gelogen) überschreitet.
Alles was jetzt noch an bunten Farben zu sehen ist, ist authentisch, alles was maskiert ist, war eh nicht wahr.

BenjiBanana hat geschrieben:
und was speicher ich denn wieder ab in der Datei? Werden meine Farben, die ich im eciRGB berbeitet habe, umgerechnet in den Farbraum des RGB-Profils des Bildes und dann also im AdobeRGB, sRGB o.ä. abgespeichert?
Nein, siehe oben, weder dein Monitorfarbraum noch dein Arbeitsfarbraum haben irgendwas mit der Arbeit an ordentlich profilierten Bildern zu tun, bzw. werden bleibend eingerechnet. Das Monitorprofil kümmert sich über das systemeigene Colormanagement zwar die ganze Zeit um die verbindliche Darstellung, aber in der Datei landet davon nichts.
Ausnahme wäre am Mac z.B. ein Screenshot. Dieser bekommt dein Monitorprofil angehängt, was ja auch druchauss innvoll ist, damit können andere den screenshot so sehen, wie du ihn gesehen hast. Dieses Bild, eines AdobeRGB Bildes wurde nun mit der Kamera: 'Dein Bildschirm' aufgezeichnet und bekommt logischerweise dessen Profil als Quellprofil. Nun ist der Bildinhalt des ehedem Adobe-RGB profilierten Bildes in deinen Monitorfarbraum umgerechnet worden(so wie es die ganze Zeit geschieht, während dir das Bild am Schirm gezeigt wird).
Öffnest du das Bild parallel zu dem Original, sollten beide gleich Aussehen, aber die mit der Pipette Messbaren Werte sollten andere sein.

Jetzt klarer, oder hab ich es übertrieben *zwinker*


Zuletzt bearbeitet von Mialet am Fr 14.11.2008 00:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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katrin2006

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Verfasst Fr 14.11.2008 07:57
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Eine sache würde ich dazu ergänzen:

sicherlich ist es immer sinnvoll, eingebettete Profile zu verwenden wenn vorhanden. Es gibt aber einen Punkt an dem man dann doch wandelt. ZB bekommst du ein Bild in sRGB und möchtest es für Kunstdruck aufbereiten sprich: es noch mehr oder weniger stark bearbeiten. Der sRGB farbraum deckt den Druckfarbraum in einigen Bereichen nicht ab. Solltest du nun Farbkorrekturen vornehmen, kannst du dies nur innerhalb der Schranken von sRGB tun. Wandelst du jedoch vor der bearbeitung in ECIRGB um, hast du das Farbspektrum dieses größeren Farbraumes bei der Bearbeitung zur Verfügung. Du kannst das "Druck-Cyan" also beispielsweise erreichen, was im sRGB nicht ginge.

Es ist auch nicht verlustbehaftet, von einem kleineren in einen größeren RGB FArbraum zu konvertieren. Die Werte ändern sich zwar aber dadurch wird das aussehen beibehalten. Also spricht alles für die Bearbeitung im ECI.

Gruß
Katrin
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Pixelkaiser

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Verfasst Fr 14.11.2008 09:45
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Hallo katrin,
das kann man schon machen. Es besteht bei solchen "Aufmotzungen" allerdings immer schnell die Gefahr sich Abrisse einzuhandeln.

Meine beliebteste Variante -wenn man ein sRGB-Bild aufpolieren soll/darf:
Mal PhotoGamut zuweisen (nicht konvertieren).
So erhält man in einem Augenblick kräftigere Farben ohne auch nur an einer Gradationskurve oder einem Farbregler gedreht zu haben.....



Gruß Pix
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Fr 14.11.2008 15:58
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katrin2006 hat geschrieben:
Es ist auch nicht verlustbehaftet, von einem kleineren in einen größeren RGB FArbraum zu konvertieren.


Wie würdest du es bezeichnen wenn ein Verlauf von 0-255R im sRGB nach der Wandlung in ECI RGB nur noch von 200 bis 0 geht?
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katrin2006

Dabei seit: 14.11.2006
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Verfasst Fr 14.11.2008 17:15
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Mialet hat geschrieben:
katrin2006 hat geschrieben:
Es ist auch nicht verlustbehaftet, von einem kleineren in einen größeren RGB FArbraum zu konvertieren.


Wie würdest du es bezeichnen wenn ein Verlauf von 0-255R im sRGB nach der Wandlung in ECI RGB nur noch von 200 bis 0 geht?



Scheint zunächst vll verlustbehaftet zu sein aber der grund liegt darin dass das aussehen eines srgb 255 bei einem ecirgb erst bei 200 liegt. du hast nun noch 55 tonwerte nach oben offen die du das rot kräftiger machen kannst wenn du im eci rgb bist.

Beim umwandeln wird das aussehen ja so gut es geht erhalten, nur die werte verändern sich. Im ECI RGB hat also der Farbort, der bei sRGB dem 255-Wert zugeordnet ist, den Wert 200. Die beiden sind ja über das wahrnehmungsorientierte LAB verbunden.

letzten endes ist es ja im grunde schon ein verlust weil man den verlauf nich mehr über die ganze bandbreite hat. aber man erkauft sich dadurch eben, dass man dann bei der bearbeitung noch gesättigtere farben erhält.

wenn man schon 255 hat, gehts eben nicht mehr weiter hoch. Nach dem Umwandeln besteht wie gesagt dann die möglichkeit höher zu gehen und somit mehr sättigung zu erlangen. es wurde ja auch schon angemerkt dass man sich dadurch auch schnell was zerschießen kann- okay das mag sein. ich sehe eure argumente auch ein, jedoch bin ich trotzdem der meinung man sollte mit eci rgb arbeiten um die farben im druck nicht ungesättigter aussehen zu lassen als notwendig.


Zuletzt bearbeitet von katrin2006 am Fr 14.11.2008 17:43, insgesamt 6-mal bearbeitet
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