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Thema: Fachspezifische Begriffe vom 05.10.2021


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Fachspezifische Begriffe
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Rheg
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Verfasst Di 05.10.2021 19:06
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Fachspezifische Begriffe

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Hallo allerseits,

ich habe angefangen, mich für die Abschlussprüfung vorzubereiten und musste feststellen, dass ich vieles aus dem Unterricht wieder vergessen habe, weil ich es nicht während der Ausbildung gebraucht habe und wahrscheinlich nur für die Prüfung brauchen werde. Es geht vor allem um Fachbegriffe.



1) Was ist ein Halbtonbild?

In meinem Lehrbuch gibt es in 2 unterschiedlichen Kapiteln eine Beschreibung dazu:

Zitat:
Hiermit werden Bilder mit unendlich vielen Farben und Farbtönen beschrieben, die weich ineinander übergehen, um eine möglichst realistische Reproduktion von natürlichen Bildern zu erzeugen.


Das hört sich erstmal so an, als würde es sich hier um ein Foto handeln, das entwickelt wurde. "Weich ineinander übergehen" tun gedruckte Bilder, zumindest skaliert, ja nicht. Sie bestehen schließlich aus einem Punkteraster und die Farben beim Druck sind begrenzt. "Unendlich viele Farben" beißt sich da entsprechend auch.

Die zweite Beschreibung aus dem anderen Kapitel lautet:

Zitat:
Ein Graustufen- oder Farbbild, das verschiedene Helligkeitsabstufungen aufweist. Eigentlich jedes Schwarz-Weiß- und Farbbild.


Diese Definition ist schon viel umfassender. Plötzlich geht es um jedes Bild, dass einen Farbton beinhaltet, mit einer farblichen Abstufung.

Google zeigt unter dem Begriff "Halbtonbild" einige Bilder, die aus schwarzen Punkten bestehen und durch die Punktverteilung verschiedene Helligkeitsabstufungen erzeugen.

Kann ich mich auf die zweite Definition aus dem Buch verlassen? Wie ist die erste Definition zu verstehen mit den "unendlichen Farben" und "Weichen Übergängen"? Das kann ich mir wie gesagt nur bei einem entwickelten Foto vorstellen.



2) Was verstehet man unter Aufrastern?

Zitat:
Farbtöne, die zwischen 0 und 100% liegen, werden als Halbtöne bezeichnet und können nur durch Aufrastern dargestellt werden.


Zitat:
Bei der Ausgabe auf älteren RIPs (Raster Image Processor) kann es beim Aufrastern durchaus zu Problemen kommen - Lässt sich beheben, wenn das Dokument zuvor als PDF gespeichert wird.


- Verstehe ich es richtig, dass "Aufrastern" bedeutet, dass Bilder und Texte die gedruckt werden sollen, in ein Punkteraster verwandelt werden?

- Bei dem Raster Image Processor ist auf Wikipedia die Rede von "PostScript, VPS, AFP oder PCL – oder in einem vektorbasierenden Dokumentenformat". Werden Pixelgrafiken auch mit einem RIP "aufgerastert", oder wie passiert das bei Pixelbildern? Ich habe dazu nichts finden können.
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baumi

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Verfasst Di 05.10.2021 20:23
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hmm - ich würde ja prinzipiell mal meinen Ausbilder oder Berufsschullehrer fragen, die sollten dazu ja auch etwas Kontext bieten können.

In der AP werden ja keine Fachbegriffe abgefragt... die Sachen sollte man schon verstanden haben - außerdem solltest du bedenken, dass du die Sachen ja auch bei einem zukünftigen Arbeitgeber brauchen könntest - es handelt sich ja um ziemliche Basics...

Aber um mal konkret zu antworten:
Zu 1) Kuck dir mal das Begriffspaar "Halbton" und "Vollton" an. Ebenso das Begriffspaar "unechte H." und "echte Halbtöne". Kuck dir dazu mal die Druckverfahren "Thermosublimationsdruck" und "Tiefdruck" vs "Offset" an. In deiner zweiten Definition ist "Bild" schon sehr ungenau.

Und zu 2) wenn du 50% Magenta im Offset mit Skalenfarben drucken willst, musst du die Papierfläche halt zu 50% mit Magenta bedrucken und zu 50% weiß lassen (die Offsetplatte kann nur mit Farbe bedeckt sein, oder eben nicht - dazwischen geht nichts) - damit du das möglichst nicht siehst druckt man halt kleine "Punkte", die bei normalen Betrachtungsabstand nicht mehr sichtbar sind... z.B. 60 "Punkte-Linien" pro cm im "60er-Raster".

"Aufrastern" heißt einfach nur die Halbtöne wie oben beschrieben als Punkte verschiedener Größe (AM-Raster) oder mit variablem Abstand (FM-Raster) oder irgendwie gemischt (Hybrid-Raster) hinzufaken, weil "echte Halbtöne" ja im Offsetdruck nicht machbar sind.

Der "RIP" macht aus allem was er bekommt ein Bitmap. Natürlich auch aus Pixelbildern wenn die Halbtöne enthalten, sonst könnte man die ja nicht drucken - müssen ja irgendwie Belichterpunkte für den Laser entstehen aus nem Computerbild- seehehr vereinfacht gesprochen...
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Rheg
Threadersteller

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Verfasst Mi 06.10.2021 10:42
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Danke für deine Antwort.

baumi hat geschrieben:
hmm - ich würde ja prinzipiell mal meinen Ausbilder oder Berufsschullehrer fragen, die sollten dazu ja auch etwas Kontext bieten können.


Mein Ausbilder kann mir zu Drucktechnik überhaupt nichts sagen. Ich arbeite in einer digitalen Agentur und er hat das Gelernte nach der Ausbildung über die Jahre wieder vergessen.

Drucktechnik hatte ich ansonsten im ersten Schuljahr. Also ich habe keinen Kontakt mehr zu den Lehrern.



baumi hat geschrieben:
In der AP werden ja keine Fachbegriffe abgefragt... die Sachen sollte man schon verstanden haben - außerdem solltest du bedenken, dass du die Sachen ja auch bei einem zukünftigen Arbeitgeber brauchen könntest - es handelt sich ja um ziemliche Basics...

Deshalb will ich die Sachen nun auch so lernen, dass ich sie wenigstens noch weiß, wenn ich nach der Ausbildung das Unternehmen wechseln sollte. Und in der Abschlussprüfung muss ich die Begriffe vielleicht nicht erklären, aber sie werden bestimmt im Zusammenhang mit Aufgaben verwendet und dann muss ich wissen, was es heißt.
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baumi

Dabei seit: 01.08.2005
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Verfasst Mi 06.10.2021 19:31
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hast du denn Zugriff auf alte Prüfungen? Die gibt es z.B. beim Christiani Verlag - oder sicher auch bei den Berufsschullehrern. Da kannst du ja mal checken, wie die Prüfungsfragen so sind bzgl. des Themengebiets "Raster"?
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Mialet

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Verfasst Do 07.10.2021 15:44
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Der Reproide teilt die Tonwertbereiche einer gedruckten Farbe in Bereich ein. Das geht von 'Punktfrei' AKA 0% bzw,bis dahin wo im weiteren Prozess die Rasterpunkte wegfliegen also 0-2% bei gestrichenen Papieren.

'Spitzlichter' -> 2-6%
'Lichter' -> 7-15%
'Viertelton' -> 15-35%
'Halbton' -> 35-65%
'Dreiviertelton' 65-85%
'Tiefen' 85-95%
'Vollton' -> 96-100%

Alles so PIxDaumen.

Halbtonbilder sind also alle Bilder die nicht nur aus Volltönen bestehen, also das was man gemeinhin als Strichbilder oder Bitmaps (weil nur Nullen (keine Farbe) und Einsen(Volle Farbe)) bezeichnet.

Das ganze wird schon schwammig, wenn man so ein Bitmap einfärbt, z.B. in ein warmes gelb. Dann hat man da nämlich neben Vollton Yellow sehr wohl im Magenta Halbtöne von 10 -30% drin, also strenggenommen ist es kein Strichbild mehr.


Zuletzt bearbeitet von Mialet am Do 07.10.2021 15:47, insgesamt 1-mal bearbeitet
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