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Thema: PDF/X3 - Truetype fonts erlaubt? vom 22.06.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Software - Print -> PDF/X3 - Truetype fonts erlaubt?
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Treponem2k

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Verfasst Fr 25.06.2004 19:10
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@Nimroy

Mit der kaputten PostScript-Schrift geb ich dir recht, aber die beschriebenen Probleme kamen nur *leider* bisher IMMER von TrueTypes. In einem Projekt z.B. sollten Powerpoint-Grafiken nach Quark wandern, also PPT -> FH9 -> EPS. Und weils billig sein sollte wurde die Schrift auf Arial belassen, natürlich eine TrueType. Beim proofen war die Schrift nur leider total zerfressen und hat die Grundlinie nicht mehr gehalten. Behauptest du etwa, ein Proof hätte keine Aussagekraft über die endgültige Ausgabe im Druck? Und ja, das Proof unterstützte PS Level 3.
Sagen wirs mal so, es kommt auf die Schrift selbst an. Sofern sie gut ausgebaut ist, sollte es keine Probleme machen, aber ich wäre da extrem vorsichtig.
Wenn du trotzdem Bock drauf hast, das Risiko einzugehen, dann nur zu, 100x gehts gut und 1x eben nicht. Und dieses eine Mal kann dich ohne Probleme deinen Job kosten.
Was eigentlich gehen sollte, wäre die Schrift in der PDF für die Weiterverarbeitung als Untergruppe einzubetten, angeblich gibts dann keine Probleme. Und sofern du/deine Firma eine entsprechende PS-Schrift hast/habt, würde ich eher auf die zurückgreifen als unnötige Risiken einzugehen.

MfG Treponem2k
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shopping cart

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Verfasst Fr 25.06.2004 19:15
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ttf schriften können einen "schutz" gegen einbetten mitbringen!

deshalb immer log files + ergebnis kontrollieren!

mfg
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Achim M.

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Verfasst Sa 26.06.2004 07:52
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Ich sehe es auch so wie Treponem2k: Man sollte in der Druckvorstufe immer den Weg über den Distiller wählen. Die Exportfunktion von InDesign ist zwar sehr ausgereift, ich habe aber auch schon erlebt, dass problemhafte Bilder von InDesign einfach ins PDF eingebettet wurden und das PDF dann nicht mehr zu gebrauchen war. Der Distiller lehnte in diesen Fällen das betreffende Bild dankend ab.

Systembedingt ist der Weg PostScript-Code -> PostScript-Interpreter (Distiller) -> PDF einfach am besten. Die Zeit für ein PDF/X-3-Check sollte dann auch noch sein. In der Praxis werden leider die unglaublichsten Arbeitsabläufe durchgeführt, um möglichst schnell zu einem scheinbar brauchbaren Ergebnis zu kommen.

Viele Probleme werden geradezu heraufbeschworen, weil problemhafte Schriften nicht systematisch aussortiert werden, weil unglaubliche Konstruktionen benutzt werden (ein EPS eingebettet in einem EPS eingebettet in einem EPS), weil Fehlermeldungen nicht systematisch nachgegangen wird. Ich habe schon mal erlebt, dass wir versucht haben, mehrere Stunden ein Dokument zu belichten, bis der Kunde mit der Info herausrückte (so gegen 22.00 Uhr), dass er ein darin platziertes Logo auch noch nie ausgedruckt bekam ...

Gruß

Achim
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Nimroy
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Verfasst So 27.06.2004 12:37
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Treponem2k hat geschrieben:
@Nimroy

Mit der kaputten PostScript-Schrift geb ich dir recht, aber die beschriebenen Probleme kamen nur *leider* bisher IMMER von TrueTypes. [...] Sagen wirs mal so, es kommt auf die Schrift selbst an. Sofern sie gut ausgebaut ist, sollte es keine Probleme machen, aber ich wäre da extrem vorsichtig.
Wenn du trotzdem Bock drauf hast, das Risiko einzugehen, dann nur zu, 100x gehts gut und 1x eben nicht. Und dieses eine Mal kann dich ohne Probleme deinen Job kosten.


Oh, da hast du was mißverstanden. Mein Beitrag bezog sich darauf, ob TT-Fonts in einem PDF/X-3 erlaubt sind. Und das sind sie. Die Spezifikation sagt lediglich etwas über das generelle einbetten von Fonts aus. Nicht aber über deren Typ.
Da ich selber aus der Vorstufe komme, kann ich der Sache mit gut gebaut nur zustimmen. Bei TruType-Fonts ist es halt so, dass man die überall für lau kriegen kann. Da kauft sich der Kunde 'ne Computer-Bild mit der CD "1000 Fonts für jede Gelegenheit" dabei, und nimmt irgendeine, die er toll findet. Sind wir doch mal ehrlich. Welcher Laie macht sich beiom setzen Gedanken darüber, was Typographie bedeutet. Da kann eine Kerning-Tabelle schon schnell mal zum kleinen Bruder der Schwacke-Liste verkommen. Mir ist ne PostScript auch lieber.

Achim M. hat geschrieben:
Man sollte in der Druckvorstufe immer den Weg über den Distiller wählen. Die Exportfunktion von InDesign ist zwar sehr ausgereift, ich habe aber auch schon erlebt, dass problemhafte Bilder von InDesign einfach ins PDF eingebettet wurden und das PDF dann nicht mehr zu gebrauchen war. Der Distiller lehnte in diesen Fällen das betreffende Bild dankend ab

Dem kann ich nur zustimmen. Zwar arbeitet die Export-Funktion von InDesign CS mit der Distiller-Engine aber, aber ein PS über die richtigen Joboptions umgewandelt, macht da schon mehr Sin und ist immer die richtige Wahl. Aber es ist halt dieses gefährliche Halbwissen, mit dem wir uns tagtäglich rumschlagen müssen. Der Kunde weiß, er soll ein PDF anliefern. Er weiß auch, dass es eine Export-Funktion im Menü von InDesign gibt. Aber das der Acrobat Distiller ein PDF erzeugt - weil PDF ja nicht im Namen auftaucht- das hat ihm der Systemadministrator der ihm tags zuvor Acrobat 6 Pro installiert hat, nicht gesagt. Und wer hat heute noch Zeit, ein Handbuch zu lesen, sollte es dabei sein. Deswegen stoße ich immer noch häufig auf erstaunte Gesichter, wenn ich selbst in großen Unternehmen oder Agenturen den richtigen Umgang mit PDF schule. Vielleicht sollte man vor jeden PDF-Export-Version einen Dialog ähnlich "Wissen Sie wirklich, was Sie da tun? Ja - Nein einbauen. Gepaart mit der richtigen Selbsteinschätzung würde das so manche nachträgliche Korrektur ersparen.


Zuletzt bearbeitet von Nimroy am So 27.06.2004 12:38, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nimroy
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Verfasst So 27.06.2004 12:40
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shopping cart hat geschrieben:
ttf schriften können einen "schutz" gegen einbetten mitbringen!

deshalb immer log files + ergebnis kontrollieren!


1. Wenn das einbetten fehl schlägt, sollte erst gar kein PDF erstellt werden.
2. Die Log-Files des Distiler kann man ja in der Regel vergessen, oder?
3. Das Ergebnis sollte man IMMER kontrolieren.


Zuletzt bearbeitet von Nimroy am Mo 28.06.2004 08:02, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Achim M.

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Verfasst So 27.06.2004 16:26
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Nimroy hat geschrieben:
Dem kann ich nur zustimmen. Zwar arbeitet die Export-Funktion von InDesign CS mit der Distiller-Engine aber, aber ein PS über die richtigen Joboptions umgewandelt, macht da schon mehr Sin und ist immer die richtige Wahl. Aber es ist halt dieses gefährliche Halbwissen, mit dem wir uns tagtäglich rumschlagen müssen. Der Kunde weiß, er soll ein PDF anliefern. Er weiß auch, dass es eine Export-Funktion im Menü von InDesign gibt. Aber das der Acrobat Distiller ein PDF erzeugt - weil PDF ja nicht im Namen auftaucht- das hat ihm der Systemadministrator der ihm tags zuvor Acrobat 6 Pro installiert hat, nicht gesagt. Und wer hat heute noch Zeit, ein Handbuch zu lesen, sollte es dabei sein. Deswegen stoße ich immer noch häufig auf erstaunte Gesichter, wenn ich selbst in großen Unternehmen oder Agenturen den richtigen Umgang mit PDF schule. Vielleicht sollte man vor jeden PDF-Export-Version einen Dialog ähnlich "Wissen Sie wirklich, was Sie da tun? Ja - Nein einbauen. Gepaart mit der richtigen Selbsteinschätzung würde das so manche nachträgliche Korrektur ersparen.


Nicht zu vergessen: Die Exportfunktion hat auch ihre eigenen Tücken. Bei aktivem Farbmanagement kann die Exportfunktion für jedes Bild ein separates ICC-Profil einbetten. Wer sich mit Farbmanagement auskennt und weiß, was er tut, wird dies begrüßen. Für Anfänger kann dies aber in einer mittleren Katastrophe enden. Zumal diese Konstruktion nach PDF/X-3 auch erlaubt ist und keine weiteren Fehlermeldungen nach sich ziehen wird.

Beim Distiller ist dies nicht möglich. Denn der PostScript-Code, der zum Distiller gesandt wird, kann keine ICC-Profile enthalten. Folglich gehen beim Distillieren abweichende ICC-Profile verloren. Das Output-Intent, das laut PDF/X-3 erforderlich ist, definiert lediglich ein ICC-Profil, das für das gesamte Dokument einschließlich aller Bilder gilt.

In Zukunft mag sich die Exportfunktion durchsetzen. Im Augenblick ist der Distiller wohl die bessere Lösung, zumal viele Druckereien entweder von PDF/X-3 überhaupt keine Ahnung haben oder eher einen konservativen Ansatz verfolgen (nur CMYK-Daten - keine RGB und Lab-Daten).

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am So 27.06.2004 16:29, insgesamt 1-mal bearbeitet
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