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Thema: Probleme bei der Buchproduktion in Word vom 18.06.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Probleme bei der Buchproduktion in Word
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maxmuster
Threadersteller

Dabei seit: 18.06.2005
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Verfasst Sa 18.06.2005 19:27
Titel

Probleme bei der Buchproduktion in Word

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Hallo Ihr lieben und hilfsbereiten Mitmenschen....

Ich weiss trotz FAQ usw. nicht ob das Ganze hier reinpasst, aber wollte mal dringend ein paar Meinungen von Experten hören, da Ich zur Zeit wirklich am verzweifeln bin, und erstens irgendwie meinem Ärger Luft machen muss, und zweitens nah davor bin meinen Laptop aus dem Fenster zu schmeissen *zwinker*

Ich mache seit 9 Monaten einen unbezahlten, aber für meine Kompetenz sehr ergiebigen Studentenjob bei einem Dozenten.

Bisher gings irgendwie immer mit der Arbeit, obwohl es schon verdammt viel war.

Jetzt will mein Dozent ein 800 Seiten dickes Buch von verschiedenen Klassikern herausgeben. Da allerdings die Kosten für Lizenzen schon sehr teuer suínd, und wir deshalb keine elektronischen Texte von den jeweiligen Verlagen der Klassiker "kaufen" können, muss Ich diese einscannen, texterkennen lassen, korrigieren (Texterkennung ist ja nicht immer astrein;), und als Worddokument abspeichern.
Allein das ist schon ein riesen Zeitaufwand neben meinem Studium.

Zu allem Überfluss aber, und das deshalb, weil Ich fast verzweifle, aufgrund tausender Fehlerquellen, Richtlinien usw. muss Ich das ganze auch noch in die äusserst komplizierten Satzungsrichtlinien des Verlages bringen!!! Ich soll das mit Word machen, und das ist mir auch aufgrund des seltsamen und nicht sehr benutzerfreundlichen Verhaltens von Word fast unmöglich und kostet hunderte Stunden Einarbeitung und Bearbeitung. (Ihr wisst ja sicherlich wovon Ich spreche)
Er meint aber man müsste sich dazu zwingen, ordentlich und gründlich zu arbeiten, und Ich bin auch nicht der Typ, der bei jedem kleinen oder grösseren Problem davonrennt (geht nicht gibts nicht;). Ich habe schon zig Foren durchsucht und Experten an der Uni zu Word Problemen befragt, konnte aber immer nur einen Bruchteil meiner Probleme lösen *Schnief*
Es dreht sich aber auch nur um die vielen kleinen unlösbaren Probleme; alles andere wie Formatvorlagen, etc. hab Ich mir schon in den letzten 4 Wochen angeeignet.

So nun aber zu meiner Frage: Ist es mir als Sowi-Student, der so etwas neben seinem Hauptstudium erledigt, überhaupt möglich bzw. zumutbar, sich mit Verlagsrichtlinien und deren extrem komplizierten Umsetzung (nicht zuletzt aufgrund des dort vorherrschenden Fachvokabulars und vielen netten MS-Word-Bugs) auseinanderzusetzten???
Oder gibt es dafür ausschliesslich spezielle Fachleute, die zumindest die Probleme, die für mich fast unlösbar, oder mit hunderten Stunden dauernden Syssiphos-Arbeit verbunden wären, lösen?
Braucht man für so etwas eine dreijährige Ausbildung als Satzer o.ä.?
Der Witz ist, das ganze (800 Seiten) müssen im Oktober fertig sein *zwinker*
Als Dank stehe Ich wenigstens in der Einleitung *zwinker* Das ist ja schonmal was *zwinker*


vielen lieben Dank * Ich bin unwürdig * für einige Meinungen von Euch erfahrenen Textleuten;)

Max



Titel editiert
ck


Zuletzt bearbeitet von Cocktailkrabbe am So 19.06.2005 22:53, insgesamt 1-mal bearbeitet
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zeitgeisty

Dabei seit: 20.02.2002
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 18.06.2005 19:31
Titel

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800 Seiten mit WORD? Au weia!


hol dir schon mal nen strick...
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buff-daddy

Dabei seit: 12.03.2003
Ort: Hamburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 18.06.2005 21:36
Titel

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Word ??

Bücher werden mit einem Layoutprogramm wie Quark Xpress oder InDesign gesetzt zum anderen sind Typografische Kentnisse nötig. Wieso musst du es machen - ich glaube nicht das man sowas ohne den eben genannten Background hinbekommt.
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gloeckle

Dabei seit: 14.04.2002
Ort: Tübingen
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 18.06.2005 22:48
Titel

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Zitat:
Bücher werden mit einem Layoutprogramm wie Quark Xpress oder InDesign gesetzt zum anderen sind Typografische Kentnisse nötig. Wieso musst du es machen - ich glaube nicht das man sowas ohne den eben genannten Background hinbekommt.


Ich denke nicht, dass er es fertig setzen soll.
Der Verlag spart sich nur den Lektor...
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Jess

Dabei seit: 19.01.2004
Ort: -
Alter: 34
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 19.06.2005 00:30
Titel

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Guten Abend. Lächel

Du bist nicht der erste Student den ich kenne, der mal eben (so nebenbei Meine Güte! ) 800 Seiten Text erfassen soll.

ABER: Ich bin mir fast sicher, dass es für dich eine unnötige Arbeit darstellt, wenn du versuchst mit Word die Satzrichtlinien des Verlages umzusetzen. Die Leute im Verlag haben Vorlagen und können die 800 Seiten recht zügig verarbeiten.

Bin mir nämlich ziemlich sicher, dass am Ende deine 800 Seiten noch einmal bearbeitet werden und das Buch (von Leuten die es nunmal gelernt haben) richtig gesetzt wird.

Dein Professor ist vielleicht auch nicht richtig informiert. Bevor du dir die ganze Arbeit machst: Frag nach WIE es später weiterverarbeitet wird. Oft liegt es an Fehlinformationen, die dich Unmengen an Zeit kosten würden.

Allein die 800 Seiten zu erfassen dauert eine ganze Weile. Also frag den Prof (und falls er es nicht weiß, weitere zuständige Personen)!

Generell sind 800 Seiten kein Ding, wenn man weiß wie. Mit Hilfe von geeigneten Programmen und den Kenntnissen lässt sich das durchaus gut lösen. Jedoch gehört Word nun wirklich nicht dazu. Menno!

Also: Frag nach. Lächel
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maxmuster
Threadersteller

Dabei seit: 18.06.2005
Ort: Karlsruhe
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 19.06.2005 01:20
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WOW - vielen lieben Dank schonmal für eure aufbauenden und auch ernüchternden Worte * Ich bin unwürdig * , ernüchternd deshalb, weil Ich glaube, dass ich es doch bis zur Druckvorlage fertig setzen muss; Ich habe mal einen Textauszug der Verlagsrichtlinien angehängt, der das Ganze recht bezeichnend ausdrückt:

"Sehr geehrte HerausgeberInnen,
sehr geehrte BeiträgerInnen,

anbei möchten wir Ihnen einige Hinweise zur Gestaltung Ihrer Druckvorlage geben.
Dabei möchten wir Sie insbesondere auf das angewandte Druckverfahren hinweisen: Im filmlosen Offsetdruck erfolgt die Reproduktion direkt von Ihrer Druckvorlage, d.h. ohne weitere Zwischenschritte. Aus diesem Grund ist die sorgfältige Erstellung der Vorlage Basis für eine schnelle und unkomplizierte Produktion Ihres Buches.
So muss die Druckvorlage auf weißem, holzfreiem Papier 80g/m² einseitig gedruckt werden. Verwenden Sie für den Ausdruck bitte ausschließlich einen Laserdrucker (600 dpi). Eventuell angeforderte Austauschseiten müs-sen auf derselben Papiersorte und mit demselben Drucker gedruckt werden.
In Absprache mit dem Verlag kann auch ein Druck ab Daten, d.h. ab pdf erfolgen. Bitte folgen Sie den anhän-genden Hinweisen. Erstellen Sie auch hier zusätzlich einen Papierausdruck zur Kontrolle.
Für eine möglichst einfache Erstellung der Druckvorlage haben wir für Sie einige Gestaltungshinweise mit kon-kreten Anwendungsschritten aus dem Textverarbeitungsprogramm Word versehen. Diese finden Sie unter den einzelnen Stichpunkten in Klammern eingefügt. Pfadangaben nach dem Muster „Menü > Menüpunkt > Unter-menüpunkt “ geben zunächst den Fundort der Einstellungen an; diese werden dann näher spezifiziert. (Die An-gaben beziehen sich auf die Version Word 2000.)
Einzelne Hinweise enthalten zusätzlich eine Beispieldatei, die per Mausklick aufgerufen werden kann.
Die Hinweise gliedern sich in elf Abschnitte. Um direkt zu einem bestimmten Abschnitt zu gelangen, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel:"

Das ist eben bei eingescannten Texten, die Omnipage (Texterkennung) ohne jegliche Formatierung ausgibt, wie bspw.
Fussnoten ect. gar nicht so wenig was da alles beachtet und bearbeitet werden muss.
Allein schon die Fussnoten srtellen ein fast unlösbares Problem dar.
Ich habe zwar so etwas wie Beispieldateien für einzelne Textteile, wie Inhaltsverzeichnis und Kolumnentitel, und daraus in Eigenregie schon Formatvorlagen gemacht; aber die Umsetzung hapert an allen Ecken und Enden. Selbst der Word-Spezialist in der Uni (der dafür gar nicht zuständig is *balla balla* t) ist mit seinem Latein am Ende, wenn es um die wirklichen Probleme geht, wie beispielsweise das Hochsetzen von Fussnoten im Text, die aber "in der Fussnote" nicht hochgesetzt sein dürfen, sondern die normale Textgrösse haben sollen. Das geht,wenn überhaupt, nur manuell. Und das bei dem Umfang?
Und das wäre nur eines von was weiss Ich wievielen Problemen bei denen Word Probleme macht. Ich bin ja auch erst am Anfang. * Ich muß mich mal kurz übergeben... *
Und auch das kopieren, scannen, und erkennen ist ja nicht mal so eben in einer Nacht gemacht * Mal bisschen die Nase pudern... *

Also das komische ist ja, dass der Verlag eindeutig Word benennt, und ich vermutlich Monate brauche, um mich neben meinem Studium in Quark oder ähnliches einzuarbeiten. (Quark kostet ja wohl auch ein Vermögen)


viele liebe Grüsse und eine gute Nacht, MaxMuster (Marc)


p.s.: allein das Fachvokabular des Verlags macht mich fertig...
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frank

Dabei seit: 17.08.2004
Ort: Bremen
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 19.06.2005 11:16
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maxmuster hat geschrieben:
... Ich habe mal einen Textauszug der Verlagsrichtlinien angehängt, der das Ganze recht bezeichnend ausdrückt:

...auf das angewandte Druckverfahren hinweisen: Im filmlosen Offsetdruck erfolgt die Reproduktion direkt von Ihrer Druckvorlage, d.h. ohne weitere Zwischenschritte....
So muss die Druckvorlage auf weißem, holzfreiem Papier 80g/m² einseitig gedruckt werden... Verwenden Sie für den Ausdruck bitte ausschließlich einen Laserdrucker (600 dpi). Eventuell angeforderte Austauschseiten müssen auf derselben Papiersorte und mit demselben Drucker gedruckt werden.
In Absprache mit dem Verlag kann auch ein Druck ab Daten, d.h. ab pdf erfolgen. Bitte folgen Sie den anhängenden Hinweisen. Erstellen Sie auch hier zusätzlich einen Papierausdruck zur Kontrolle.

Für eine möglichst einfache Erstellung der Druckvorlage haben wir für Sie einige Gestaltungshinweise mit konkreten Anwendungsschritten aus dem Textverarbeitungsprogramm Word versehen. Diese finden Sie unter den einzelnen Stichpunkten in Klammern eingefügt. Pfadangaben nach dem Muster „Menü > Menüpunkt > Unter-menüpunkt “ geben zunächst den Fundort der Einstellungen an; diese werden dann näher spezifiziert. (Die An-gaben beziehen sich auf die Version Word 2000.)
Einzelne Hinweise enthalten zusätzlich eine Beispieldatei, die per Mausklick aufgerufen werden kann.
Die Hinweise gliedern sich in elf Abschnitte. Um direkt zu einem bestimmten Abschnitt zu gelangen, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel:"

... gute Nacht, MaxMuster (Marc)

p.s.: allein das Fachvokabular des Verlags macht mich fertig...


Ich verstehe das so, dass der Verlag entweder fertig auf Stand ausgedruckte
Laserprints
mit 600dpi Auflösung oder auf Stand gesetzte PDF-Dateien bekommen
möchte (+ einen Ausdruck zur Kontrolle).
Mit anderen Worten: Das Programm ist denen schnurzpiepegal.
Die wollen und werden selber nichts mehr an den Seiten machen.

Der Hinweis mit Word ist mir klar. Da deren meisten Klienten nicht so viel Ahnung
mit Satz- oder Layoutprogrammen haben, wird hier Word das zu 97% eingesetzte
Autorenprogramm sein. Und dafür geben sie dann ein paar Tipps.
Und solche Sachen wie Fußnoten, Legenden, Marginalien etc. werden bei 98,2% der
Verlagsobjekte wohl eh nicht vorkommen, bzw. dann mit einem Profi-Programm erstellt.

Wenn in deiner Geschichte jetzt solche netten Feinheiten vorkommen, solltest du vorab
noch mal mit deinem Prof/Dozenten sprechen, und dem (eventuell mit Unterstützung
eures EDV-Word-Spezis) klar machen, dass Word nun mal kein Allheilmittel ist.
Ob du dir die Sache in einem Layoutprogramm wie Quark, InDesign oder Pagemaker
zutraust, muss du natürlich selber wissen.
Auf jeden Fall auch vorab den zuständigen Menschen im Verlag kontaktieren.
Das wird dir mehr als nur ein paar Stunden bringen.
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hanweber

Dabei seit: 01.07.2005
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Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 01.07.2005 21:20
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Hallo, mein Vorredner hat recht, du brauchst einen Ausdruck oder ein pdf, Programm ist egal. Also nimm ein anderes, wenn du nicht Word nehmen willst. 800 Seiten sind aber auch für Word kein Problem, wenn du das Dokument in Zentral- und Filialdokumente aufteilst. Dann kannst du prima mit großen Datenmengen arbeiten.

Die Formatvorlagen sind einfach zu erstellen, Word bietet bezüglich Fußnoten und Inhaltsverzeichnissen oft Besseres als Quark oder Indesign, die sind mehr Designbezogen. Ich würde ansonsten Framemaker oder Latex nehmen, vielleicht soag das gute alte Pagemaker. Da bekommst du mit Fußnoten aber auch Probleme, wenn ich mich recht erinnere. Ansonsten kansnt du die doch beispielsweise die hochzustellenden Teile (sofern das wirklich nicht automatisch geht, dazu bräuchte ich ein Muster) mit etwas bestimmtem Formatieren und dann mit der Suche/Ersetzen Funktion auf einen Schlag austauschen ...

Zum scannen: Viele Klassiker sind bereits im Internet digitalisiert verfügbar, schau mal unter dem Stichwort Projekt Gutenberg nach. Ansonsten gibt es nur eine Möglichkeit, um Zeit zu sparen: Einen Einzelblatt-einzugscanner verwenden, also die Seiten sauber heruastrennen und dann Stapelweise einscannen. Zuerst alle geraden Seiten und dann alle ungeraden. Die Software setzt dann am Ende alles korrekt zusammen.

Gruß
Hans
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