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Thema: Konzept für Ich-AG... ? vom 30.07.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Konzept für Ich-AG... ?
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 31.07.2005 14:36
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so - um mal aus erfahrung zu sprechen: ich hab mich direkt nach der ausbildung selbstständig gemacht. das aber nicht aus der not der arbeitslosigkeit heraus, sondern weil ich es wollte und weil genügend kunden und aufträge da waren um mich das finanzieren. ich war neben der ausbildung schon selbstständig und habe mir nen entsprechenden kundenstamm aufgebaut. somit habe ich wohl den meisten ich aglern die aus der arbeitslosigkeit heraus gründen etwas voraus.

aber wie das so ist - fördermöglichkeiten und geschenktes geld nimmt man mit wo man kann. wenn du aber frisch aus der ausbildung kommst, ist das überbrückungsgeld nix, weil es sich ja am vorher verdienten lohn orientiert, der als azubi entsprechend bescheiden ausfällt - und ähnlich bescheiden würde auch das überbrückungsgeld ausfallen. deshalb war bei der ich ag unterm strich mehr zu holen.

ich hab mich damals von meinem betrieb kündigen lassen um für einen monat ALG I zu beantragen, damit mir die ich ag förderung überhaupt zusteht.

nach dem 2. jahr bin ich mittlerweile über die 25.000 € gewinngrenze gekommen und somit bekomm ich auch nächstes jahr keine förderung mehr - und selbst wenn wäre es egal, weil von den 240 € blieben eh nur 5 nach abzug des rentenversicherungsbeitrages. aus der gesetzlichen RV werde ich wohl austreten und privat vorsorgen. hier wirds aber wohl auch vorher nochmal n paar beratungsgespräche geben...

die ich ag ist nicht das schlechteste, aber unterm strich sollte es wirklich so sein, das man nicht umbedingt angewiesen ist auf das geld. in gewisser weise hat zeithase da nicht unrecht... zumindest sollte das nach 1 jahr so sein! die erste zeit ist denk ich bei jedem schwer. aber nach 1 jahr sollte sich soweit eigentlich alles eingependelt haben, das regelmäßg kohle reinkommt, um alle kosten zu decken und davon leben zu können. ich habe mir damals 3 fristen gesetzt - 1/2 jahr 1 jahr und 2 jahre - und entsprechende umsatz bzw. gewinnvorgaben gemacht und mir gesagt, wenn ich zu den entsprechenden zeiten weit davon entfernt bin diese zahlen zu erreichen mir wieder nen job zu suchen. man sollte bei aller euphorie um die selbstständigkeit auf dem teppich bleiben und einsehen, wenn man damit zu wenig verdient und mit nem angestellenverhältnis besser gestellt wäre...
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Ellie
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Ort: -

Verfasst So 31.07.2005 14:49
Titel

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Hallo cyanamide,

das mit der BG ist so nicht ganz korrekt, ich muß BG zahlen – auch ohne Angestellten. Die RV rechnet sich durch die niedrigeren KK-Beiträge für Ich-Agler auf. Es entstehen also keine erhöhten Kosten durch die RV, weil der Ich-Agler weniger KK zahlt. Und die VG Wort kann eklig sein, ist wohl abhängig vom Mitarbeiter.

Zitat:
Mit dem richtigen Businessplan und einer guten Finanzplanung
ist ein Kredit über die Mittelstandsbank problemlos möglich.


Korrekt, nur ist der Ansprechpartner die Hausbank. Einmal 360 Grad bitte... *zwinker*

Ob Überbrückungsgeld oder Förderung nach der Ich-AG ist eine Matheaufgabe und richtet sich vornehmlich nach den ALG-Ansprüchen des Antragstellers. Und natürlich sind 600,- Euro viel Geld, insgesamt können so bis zu 14.400,- Euro in den ersten drei Jahren stattlich gesponsort werden, verdiene die erst einmal. Manche Leut haben aber bei Überbrückungsgeld, das sind glaube ich derzeit 170 Prozent des ALG-Anspruches, tatsächlich mehr raus.

Eine Ich-AG macht dann Sinn, wenn:

- eh schon nebengewerblich Kunden vorhanden sind und abzusehen ist, daß es sich lohnt hauptberuflich zu starten.
- die Förderhöhe die des Überbrückungsgeldes übersteigt.
- man sich sowieso selbständig machen möchte und einfach Staatsgelder abgreift, weil es gerade so gut passt.

Abraten würde ich, wer eine Ich-AG beantragt:

- weil er keinen Arbeitsplatz findet und Angst vor Hartz IV hat.
- weil er keine Kenntnisse über Betriebswirtschaft, Steuerangelegenheiten, Akquise und ausreichend fachliche Kompetenzen hat.
- weil keinerlei finanzielle Mittel für die Übergangszeit vorhanden sind.

Und klar, ich habe eine 60-Stunden-Woche, das darf man dabei nicht ganz außer Acht lassen. Auch jetzt bin ich nebstbei am drucken und habe deshalb Zeit hier zu posten. Investiert habe ich aus privaten Ersparnissen, weil ich keine Schulden machen wollte und das klappt ganz gut bisher. Mein Sponsor und Mäzen ist mein Männe *fg*, ohne ihn hätte ich mir den Luxus der Selbständigkeit nicht leisten können.

LG,
Ellie
 
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cyanamide
Moderator

Dabei seit: 09.12.2002
Ort: Altkaiserreich Koblenz WW
Alter: 40
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 31.07.2005 15:19
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Ellie hat geschrieben:
das mit der BG ist so nicht ganz korrekt, ich muß BG zahlen – auch ohne Angestellten. Die RV rechnet sich durch die niedrigeren KK-Beiträge für Ich-Agler auf. Es entstehen also keine erhöhten Kosten durch die RV, weil der Ich-Agler weniger KK zahlt. Und die VG Wort kann eklig sein, ist wohl abhängig vom Mitarbeiter.

Keine Ahnung was du da gemacht hast...
Ich muss keine BG zahlen und das trotz jeder Menge
großer Maschinen und hin und wieder Aushilfen...

* Keine Ahnung... *

Und was die RV angeht, so habe ich mich von Anfang
an privat Versichert - was natürlich Beitragsmässig später
Vorteile schafft.

Ellie hat geschrieben:
Zitat:
Mit dem richtigen Businessplan und einer guten Finanzplanung
ist ein Kredit über die Mittelstandsbank problemlos möglich.


Korrekt, nur ist der Ansprechpartner die Hausbank. Einmal 360 Grad bitte... *zwinker*

Klar,
nur hier hat die Hausbank kein Risikoproblem da dieses
von der kfw getragen wird. Ohne kfw würde das heute
keine Hausbank mehr machen.


//btw:
In Ausnahmefällen kann man sich auch direkt an die
kfw wenden - die wenden sich dann an die Hausbank


Zuletzt bearbeitet von cyanamide am So 31.07.2005 15:21, insgesamt 2-mal bearbeitet
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media4you

Dabei seit: 09.07.2005
Ort: ungebunden
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 31.07.2005 23:57
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Sorry, wenn ich nochmal was sagen muss!

Eine Bank arbeitet nachdem wirtschaftlichen Sinn, ist bestimmt nicht zu sehen nachdem lieben Kumpel von neben an, denn wirtschaftlich zu arbeiten heißt im warsten Sinne des Wortes knallhart zu arbeiten.

Frag doch mal die Bank ob Sie Dir einen Kredit für die Anschaffung geben und das ohne Sicherheiten und Bürgen, wenn Sie das machen sind Sie zu 10000% überzeugt von Dir und Deinen Leistungen!

Zum Thema, angagieren für die Existenzgründer, da muss ich sagen "prima", dann wirste sicherlich auch nachvollziehen können, das ich zu 100% Recht habe, denn ich kann locker knapp 20 Existenzgründer vorweisen die ich beraten habe und davon habe ich 5 betreut die eine gute Geschäftsidee hatten und 15 sind froh das ich Ihnen das damals ausgeredet habe und von den 5 Firmen leben übrigens noch 5 Stück! Beraten heißt nämlich auf Schwachstellen hinweisen und nicht die Welt schön zu reden.

Ich kenne etliche Steuerberater die ne Unterschrift unter jedem sogenannten Buisnessplan setzen, zumal die Zahlen durchaus stimmen, aber zuhoch und zu euphorisch angesetzt sind. Ist das Sinn der Sache?

Die IHK, kann man sehen wie man es will, ich persönlich sehe es so, das Sie sich sehr unabhängig verhält, denn zum einen bekommt diese Instituton kein Geld von Dir, so das Sie Dir schon mal keinen Honig ums Maul schmieren müssen und zum anderen haben die wirklich die harten Fakten zu den Zahlen.

Der Spruch mit der "Ich AG" und das sich auf diesem System keine Firma aufbauen lässt, sorry aber auch das ist doch irgendwo unterste Kante! Würde mich mal interessieren, wenn Du arbeitslos bist, ob Du dann immer noch so darüber denkst!, aber wahrscheinlich haste einen super tollen Beruf, aber sorry, wahre Ahnung haste in meinen Augen nicht, weil gerade ne "Ich AG" für einen Arbeitslosen eine Möglichkeit sein kann, wenn man ein schlüssiges Konzept hat!

Ich denke mal, das man genau vor dem posten etwas nachdenken sollte und wenn man keine Ahnung von der Materie hat sollte man das posten doch unterlassen!

Gruß
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 01.08.2005 07:06
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media4you hat geschrieben:

Der Spruch mit der "Ich AG" und das sich auf diesem System keine Firma aufbauen lässt, sorry aber auch das ist doch irgendwo unterste Kante! Würde mich mal interessieren, wenn Du arbeitslos bist, ob Du dann immer noch so darüber denkst!, aber wahrscheinlich haste einen super tollen Beruf, aber sorry, wahre Ahnung haste in meinen Augen nicht, weil gerade ne "Ich AG" für einen Arbeitslosen eine Möglichkeit sein kann, wenn man ein schlüssiges Konzept hat!

Ich denke mal, das man genau vor dem posten etwas nachdenken sollte und wenn man keine Ahnung von der Materie hat sollte man das posten doch unterlassen!


und genau das ist der kasus knacksus... die ich ag kann funktionieren, wenn das vorhaben der selbstständigkeit schlüssig ist und funktioniert. aber das würde es dann aber auch ohne die förderung tun! Aber die meisten Leute die ich so kenne sind mehr oder weniger aus der Not heraus keine Arbeit zu finden selbstständig geworden. Entweder komplett auf eigene Faust oder auf anraten von Unternehmern, die anstatt nen normalen Mitarbeiter mit entsprechenden Sozialleistungen zu beschäftigen lieber nen ich agler mit witzlosen stundensätzen ausbeuten. hier muss man nämlich keine sozialabgaben leisten und kündigungsschutz gibts auch keinen.

Zweites Problem bei den Leuten ist dann die Blauäugigkeit mit denen sie in die Selbstständigkeit gehen. Im Vorfeld findet keine oder kaum Beratung statt. Es wird erstmal probiert. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind bei den meisten zumeist nicht ausgeprägt oder gar nicht vorhanden. Und somit ist das Scheitern des Unterfangens mehr oder weniger vorprogrammiert.

Im Grunde ist das wohl der Grund warum ich noch selbstständig bin und die meisten aus meiner alten Klasse die den selben Schritt gegangen sind, nicht mehr. Bei mir hätte es eben auch ohne die Ich AG-Förderung funktioniert. Bei den anderen waren die 600 € im ersten Jahr fest mit einkalkuliert und verplant. Viele von denen sind dann wieder zu den Eltern zurückgezogen, weil sie sich ihre Wohung nicht mehr leisten konnten. Und sowas kann ja nicht Sinn und Zweck der Selbstständigkeit sein!
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