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Thema: Werbespot Produktion - Austattung und Bedingungen vom 06.06.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Bild und Ton -> Werbespot Produktion - Austattung und Bedingungen
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backes
Threadersteller

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Verfasst Di 06.06.2006 09:58
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Werbespot Produktion - Austattung und Bedingungen

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Hallo zusammen!

Im moment ist unsere kleine Agentur dabei, ein Angebot für einen Kunden auszuarbeiten, welches die Produktion eines 30-45 sekündigen Werbespots beinhaltet. Da dieser Kunde ein gewisses Budget festgelegt hat, wollte ich euch nun fragen, was es alles bedarf um diesen Spot durch zu bringen.

Später soll dieser Spot evtl. in regionalen Kinos und/oder beim WDR. Welche Auflagen muss die Produktion dann erfüllen um dort ausgestrahlt zu werden. Reicht eine Canon XL1 für die Aufnahmen aus, oder ist diese zu "bescheiden"?

Der Spot wird nichts riesieg Spektakuläres, also eher eine Imagewerbung für diese Institution, sodass man von großen Investitionen in Darsteller u.Ä. absehen kann.

Mir würden ein paar Anhaltspunkte bereits ausreichen, sowie die Antwort auf die Frage der technischen Umsetzung für Kino und/oder Fernsehen.

Vielen Dank im voraus

der backes
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eclectic

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Verfasst Mi 07.06.2006 15:08
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gibts schon ein grobes Konzept, Expose?

das wäre mal nicht schlecht zu wissen, denn damit kann man das techn. Equipment
besser planen!
*zwinker*
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arettig

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Verfasst Do 08.06.2006 23:06
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Man kann natürliches jedes Format auch auf 35mm ausbelichten ("FAZen"). Die Qualität eines DV-Bildes ist dabei schon sehr mäßig. Für Fernsehproduktion reicht die Canon allemal.
Das ganze wird immer ein wenig Videomäßig aussehen, was gerade bei Werbung immer recht peinlich ist.
Ihr solltet mit dem Kunden einfach erstmal abstimmen, was ihm wichtig ist: Guter look, gute Darsteller, aufwändige Postproduktion...und dann weitersehen.
Man kann mit gutem Licht und gutem Kameramann auch mit DV wirklich ordentliche TV-Bilder machen. Wirklich schwierig wird es, das ganze sauber auf Film zu bringen und dabei nicht all zu sehr zwischen den echten 35mm-Spots aufzufallen. Oder ihr steht dazu und macht den Video-look halt zum gewünschten Look, inkl. Wackelkamera etc. Lächel
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allmysenses
Gesperrt

Dabei seit: 13.07.2005
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Verfasst Fr 09.06.2006 08:38
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bei einer professionellen produktion mit gutem equipment, darstellern,
beleuchtung, drehort und requisite brauchst du unter 20.000€ budget garnicht
erst mit der kalkulation anfangen.

bei einer eigenproduktion auf dv kommt es auf die beleuchtung und die
postproduktion an. man kann, wie mein vorredner schon anmerkte, auch
mit einer dv und einer guten postproduktion aus komoplett digitalem
material fernsehtaugliche bilder zaubern die nicht nach handkamera aussehen.

wenn der kunde anspruch auf professionelles aussehen erhebt und es wie
die anderen spots im tv aussehen soll nenne ihm oben stehenden betrag
als richtwert für eine professionelle produktion.

was ich nicht verstanden habe ist das oben genannte "auf film bringen"-problem.
die meisten fernsehsender benutzen das format BETACAM-DIGITAL es gibt dienstleister
die kopieren dir jegliches videomaterial ob DV oder unkomprimiertes AVI etc.
ohne probleme für kleines geld auf eine sendefähige BETACAM-DIGITAL kasette.
(senderspezifische angaben beachten: timecode, technischer vorspann etc.)

genauso funktioniert das auch mit belichten auf film. dafür gibt es auch dienstleister.

gruß
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arettig

Dabei seit: 04.07.2005
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Verfasst Fr 09.06.2006 09:41
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Ich stimme allmysenses komplett zu, 20.000 Euro sind sauschnell weg, das glaubt man kaum...

Klar ist FAZen (also auf Film ausbelichten) technisch kein Problem. Es sieht halt nur nicht so dolle aus und man darf nicht erwarten, dadurch einen Filmlook zu erreichen. Der Kontrastumfang, die Auflösung etc. sind bei Video einfach zu schlecht. Die Auflösung wird sogar noch schlechter, weil das Material auf irgendeine Weise gedeinterlaced werden muss (das macht aber der Dienstleister bestimmt für Euch). Dadurch geht auch noch Bildqualität flöten. Probiert mal mit der Kamera auf "Frames" und nicht auf "Movie" zu drehen. In Kombination mit der längsten Belichtungszeit sieht das ganz gut aus und ihr habt quasi Vollbilder, die jedenfalls mit gutem Deinterlacing nicht schlechter werden dürften. Das sollte man aber vorher mal probieren.
Sonst auch wichtig um ein wenig filmischer zu drehen: Gutes Licht, viel offene Blende, viel lange Brennweiten, Stativ, keine Zoomfahrten (nur unveränderte Brennweiten), guter Ton (geangelt)...

EIn guter Kurzfilm, der mit der XL-1 (mit unserer) gedreht ist, ist z.B. Torrero,der lief auf ein paar FIlmfesten, vielleicht bekommst Du den im netz. Da war ein guter Kameramann am Werk und das sind echt prima Bilder und man sieht nur ganz selten den VIdeolook.
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dinic

Dabei seit: 11.05.2006
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Verfasst Fr 09.06.2006 12:16
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arettig hat geschrieben:
Sonst auch wichtig um ein wenig filmischer zu drehen: Gutes Licht, viel offene Blende, viel lange Brennweiten, Stativ, keine Zoomfahrten (nur unveränderte Brennweiten), guter Ton (geangelt)...


Dazu hätte ich mal eine Frage!!
Warum eine lange Brennweite? (bedeutet doch, das die Kamera weit weck steht, aber nah rangezoomt ist?!

Offene Blende
damit dann das ganze bild scharf ist? (oder war es genau andersrum)

Menno!

Gruß
dinic
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arettig

Dabei seit: 04.07.2005
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Verfasst Fr 09.06.2006 12:28
Titel

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Zitat:
Warum eine lange Brennweite? (bedeutet doch, das die Kamera weit weck steht, aber nah rangezoomt ist?!


Genau. Filmlook entsteht u.a. dadurch, dass man wenig Tiefenschärfe hat, der Hintergrund also unscharf ist. Dadurch kann man wunderbar Tiefe im Bild erzeugen.
Das geht bei 35mm Film recht einfach, da Objektive mit normalem Bildwinkel schon recht lange brennweite haben. Das hängt direkt von der Fläche des Aufnahmemediums ab. Bei Video (und besonders bei den kleinen Cams) hat man winizige CCDs. Das bewirkt, dass Deine Brennweiten extrem klein sind (so bei 4-6mm beginnen!) und halt eine sehr hohe Tiefenschärfe haben. Um überhaupt die Tiefenschärfe zu verringern ist es immer gut, mit offener Blende und der maximalen Brennweite zu drehen, die die Räumlichkeiten und Bedingungen erlauben.
Das wird natürlich schwieirg in kleinen Räumen, oder ohne Stativ oder wenn Kameraton genutzt werden soll.

Oft ist es für die Schauspieler sehr ungewohnt, dass man ewig weit weg steht mit der Kamera, aber es funktioniert!

Zitat:
Offene Blende
damit dann das ganze bild scharf ist? (oder war es genau andersrum)

Genau andersrum. Um so offener die Blende, um so weniger Schärfenbereich.
Zur Not mit Graufiltern, Polfilter etc. Licht "wegmachen".
Ich nutze auch gerne die -3dB an der Kamera.

Bei weitwinkligen Totalen kann es natürlich auch sehr schön sein, die Blende mal zu schliessen und genau diese unendliche Tiefenschärfe zu nutzen, um VG und HG knackig zu haben.
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dinic

Dabei seit: 11.05.2006
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Alter: 28
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 09.06.2006 12:55
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super Danke für die antwort arettig!! * Applaus, Applaus * * Ich bin unwürdig *
Ich seh ich muss noch eine meeeeeenge lernen
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