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Thema: Umschulung vom Redakteur zum M-Gestalter: Sinnvoll? vom 06.01.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Umschulung vom Redakteur zum M-Gestalter: Sinnvoll?
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Levare Patria
Threadersteller

Dabei seit: 06.01.2004
Ort: Hamburg
Alter: 42
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 14:24
Titel

Umschulung vom Redakteur zum M-Gestalter: Sinnvoll?

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Moin.

Brauche mal eure Ratschläge.
Heute habe ich vom Arbeitsamt die Genehmigung für eine Umschulung zum Layouter/Mediengestalter bekommen. Etwas verunsichert bin ich aber doch, da ich nicht weiß, ob der Schritt überhaupt notwendig für mich ist. Denn: Ich habe jetzt 9 Jahre als Fach-Redakteur, teilweise als stellv. Chefredakteur gearbeitet, zuletzt beim Axel Springer Verlag in Hamburg. Natürlich konnte ich in der Zeit jede Menge Erfahrungen im Heft-Layout sammeln - so dass ich nicht nur mit etlichen Bildbearbeitungsprogrammen sehr gut umzugehen weiß, sondern auch am MAC mit QuarkXpress Seiten (nach-)gelayoutet habe (Korrekturphase etc.). Selbst ein eigenes Heftprojekt konnte ich mit Indesign beinahe allein layouten. Zumindest was die optische Genauigkeit und das Design betrifft. Mir fehlt es an genauem technischen Verständnis für die Sache und die Wege zwischen Redaktion und dem Druckhaus sind mir auch nie vollkommen klar geworden.

Das Layouten hat mir meistens mehr Spaß gemacht als die Arbeiten als Redakteur. Die Liebäugelei mit der Umorientierung war also immer da.

Eine richtige Ausbildung zum Redakteur habe ich nie gemacht, höchstens ein abgebrochenes Volontariat (rein praxisbezogen), und auch kein Studium. Vielleicht fällt es mir gerade deshalb heute so schwer, wieder einen Job zu bekommen ...

Frage ist nun: Da ich bereits Erfahrungen im Layout habe, lohnt sich eine Umschulung zum Mediengestalter für mich überhaupt? Immerhin hätte ich dann endlich mal eine richtige Ausbildung in der Tasche und das Berufsbild passt eigentlich mehr in meine Vorstellungen. Mit der Grätsche (Redakteur UND Layout) hätte ich mit Sicherheit auch deutlich mehr Erfolge bei den Bewerbungen. Und: Was ist sinnvoller und mehr anerkannt: Die rein schulische zweijährige Ausbildung oder die Ausbildung im Betrieb? Ist die dann mit Tagen in einer Schule verbunden? Ich vertue mich doch da nicht, was früher rein unter der Berufsbezeichnung "Layouter" lief, sind doch heute die "Mediengestalter", richtig? Primär interessiert mich das Layouten von Magazinen. Welche Schulen sind gerade in Hamburg zu empfehlen?

Bin dankbar für jegliche Ratschläge.

Grüße
haujobb
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Sillium

Dabei seit: 25.03.2003
Ort: RHEIN MAIN
Alter: 39
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 14:49
Titel

Allgemein.....

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Mh,

Layouter ist ein weiter Begriff, aber der Beruf des Mediengestalter
ist selber nochmals in unterschiedliche Fachrichtungen aufgeteilt.
(Print - Nonprint: Operating, Technik, Beratung, Gestaltung)
Nicht jeder Gestalter gestaltet auch = Layouter ist nicht gleich Gestalter.

Ich versteh Dich voll und ganz, daß du ausgebildet werden möchtest, aber
das Azubigehalt ist nicht so doll (immer hin noch besser als Metzger).

Aber man kann auch als Quereinsteiger ohne Ausbildung in einer Firma
unterkommen (wenn man dem Chef bei der Vorstellung beweisen kann, daß man es auch bringt).

Apropos Unterkommen: Zur Zeit wird mal wieder an der Werbung gespart.
In Hamburg ist die Situation vielleicht besser, aber hier in Hessen ist an eine
Anstellung als MEDIENGESTALTER kaum noch denkbar.

Und unsere Arbeitsämter schulen alle auf Mediengestalter um, obwohl
die jetzigen Azubis auf die Straße gesetzt werden. Von der Arbeitslosigkeit in die Arbeitslosigkeit
.... toll. Aber darüber muß man sich ja hier nicht auslassen.

Zu der Ausbildung: Ich denke mal, das werder die Schulische noch die Betriebliche Ausbildung unterschiedlich angesehen werden.

Schulische : kaum praktische Erfahrung dank Theorie-idiotie
Betriebliche: Wenn der Betrieb nur immer eine Tätigkeit ausführen läßt
hast du auch keine Ahnung von Tuten und Blasen......

Ich denke mal, daß das Duale System (1-2 Tage Berufsschule in der Woche, rest in Betrieb) probiert beides abzudecken.

Überleg es Dir gut, check Deine Chancen in Betrieben ab.......
Viel Glück.
Sillium -> Mediengestalter für Digital- und Printmedien, FR Medientechnik
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Levare Patria
Threadersteller

Dabei seit: 06.01.2004
Ort: Hamburg
Alter: 42
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 17:44
Titel

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Hm. Also wie der Arbeitsmarkt nach den zwei Jahren Ausbildung aussehen wird, kann eh keiner einschätzen. Überhaupt ist der gesamte Medienbereich eingebrochen - aber wenn ich schon mit 29 Jahren noch eine Ausbildung wage, dann doch eine, die mir Spaß macht und mich interessiert. Nicht zuletzt bringe ich ja aus beruflicher Sicht die idealsten Voraussetzungen dafür mit ... bleibt zu hoffen, dass ich mich die ersten Monate nicht völlig gelangweilt dort abquäle.
Bieten die größeren Verlagshäuser ein duales Ausbildungs-System für Mediengestalter an, d.h. Betrieb UND Schule?

Ergreife ich die schulische Maßnahme, ende ich mit Sicherheit nicht als völliger Theorie-Idiot, denn in den neun Jahren als Redakteur habe ich genug Praxis in der Gestaltung erfahren. Angst macht mir bei der schulischen Ausbildung nur, dass ich dort evtl. alles von Grund auf neu beigebracht bekomme, evtl. mit Programmen, die kein Unternehmen nutzt (ich favorisiere Illustrator und Indesign), und mich das tierisch langweilen wird. Sowieso erscheinen mir zwei Jahre doch heftig lang: 80% von dem Erlernten ist in der Praxis später sowieso nicht anzuwenden, schätze ich. Oder? Jedenfalls habe ich so die "Schule" in Erinnerung ...

Desweiteren interessieren mich nun brennend die Unterscheidungsmerkmale zwischen den Fachrichtungen. Bei mir sollte es auf jeden Fall Print sein (Internet-Design interessiert mich nicht SO sehr). Aber was ist Operating, Beratung und Gestaltung? Welche Aufgabenbereiche decken diese Ausrichtungen ab? Gibt es dafür eine erklärende Verlinkung? Also wie gesagt: Am liebsten wäre mir die Layout-Abteilung in größeren Verlagen, für Magazin-Gestaltung/Satz, oder auch das Design in Werbeagenturen (Plakate etc.). Welche Richtung sollte ich also dafür einschlagen? Video-Clip-Producing (Trailer, Musikvideos, etc.) interessiert mich eigentlich auch, aber das ist ja wieder etwas völlig anderes.... oder? Lächel

Levare
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buff-daddy

Dabei seit: 12.03.2003
Ort: Hamburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 17:49
Titel

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An deiner Stelle würde ich mich als Trainee bei den großen Verlagshäusern bewerben, dort bekommst du eine interne Ausbildung und da du schon Kenntnisse hast und auch mit Quark umgehen kannst räume ich dir gute Chancen ein. Die Motorpresse macht sowas zum Beispiel, ist denn zwar in Stuttgart aber ist ja fast genauso schön wie Hamburg *hehe*
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Levare Patria
Threadersteller

Dabei seit: 06.01.2004
Ort: Hamburg
Alter: 42
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 18:16
Titel

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Gute Idee, nur stehe ich danach wieder ohne fundierte Ausbildung da. Und genau diese fehlende "Sicherheit" (es ist wirklich ein ungutes Gefühl, ohne richtige Ausbildung zu leben) will ich ja endlich in der Tasche haben.
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buff-daddy

Dabei seit: 12.03.2003
Ort: Hamburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 18:20
Titel

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Aber es ist doch eine Ausbildung und du bist danach Grafiker, du solltest dich da genauer infomieren oder wenn du gut Geld hast dann empfehle ich eine Private Designer Schule. In Hamburg gibt es schon ein paar gute Schulen,
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Levare Patria
Threadersteller

Dabei seit: 06.01.2004
Ort: Hamburg
Alter: 42
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 18:24
Titel

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Unter "Trainee" habe ich jetzt eine Art längeres Praktikum verstanden. Also meinst Du ganz einfach auch die betriebliche Ausbildung über zwei Jahre. Mir geht es um einen Abschluss, den ich auf dem Papier stehen habe. Ohne hat man heutzutage ja kaum noch Chancen. Übrigens: NO MONEY! Lächel

Ach ja, das hier hat mich ziemlich demotiviert: http://www.multimedia.de/artikel/244_1.php
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pixcore

Dabei seit: 06.01.2004
Ort: Steinhagen
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.01.2004 19:12
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Tja, der Beruf des Mediendesigners- Fachrichtung Mediendesign. ist ziemlich überlaufen. Laut IHK gab es alleine im letzten Jahr in NRW bis zu 5 mal mehr Anwärter auf Ausbildungsstellen / Umschulungsstellen als Stellen selber. Und ich denke es wird immer schwieriger als Designer Platz zu fassen. Das mag vieleicht auch mit darin liegen, das die meisten Leute heut´ zu tage lieber zu Hause auf Ihrem Schrott C64 ihre Sachen machen
als die Klamotten von uns "Proofies" Lächel gestalten zu lassen. Naja, aber
es gibt zum Glück auch ausnahmen...

Fazit: Mediendesign ist ne geile Angelegenheit, wenn man erstmal drinne
ist und man das groooooooooooooooooooooße Glück hat, vom kleinen
Kuchen des Marktes was abzukriegen. Aber wie heißt es doch so schön:
"Mehr als Schiefgehen kann es nicht..." *zwinker*

PS: Aber ich an deiner Stelle würde es versuchen ! Ich habe es jedenfalls
bis jetzt noch nicht bereut, das ich damals meine Ausbildung in diesem Job gemacht habe.

Mfg
ein ziemlich angespanter jemand Ooops
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