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Thema: Wie geht man ein Projekt richtig an (Flyergestaltung) ? vom 19.02.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Wie geht man ein Projekt richtig an (Flyergestaltung) ?
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Rayne
Threadersteller

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Verfasst So 19.02.2006 10:21
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Wie geht man ein Projekt richtig an (Flyergestaltung) ?

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Hallo!

Kurz zu meiner Person: Ich bin 19 Jahre alt und Schüler an einem Gymnasium (13. Klasse).
In meiner Freizeit beschäftige ich mich mitunter sehr gerne mit Grafik- und Webdesign.

Seit ungefähr 3 Jahren arbeite ich nun hobbymäßig mit Photoshop und kenne mich schon recht gut damit aus (subjektive Meinung *zwinker* ).
Einige meiner bisherigen Arbeiten könnt ihr auf meiner Website betrachten: http://www.christian-pfitzmann.de

Jetzt würde ich mich aber auch sehr gerne mal an die Thematik Plakat-/Flyergestaltung heranwagen.

Mir ist hierbei jedoch nicht ganz klar, wie man an so ein Projekt herangeht.

Beachtet werden muss ja, dass ein Plakat bzw. ein Flyer später in den Druck gehen soll, also müssen die Grundvoraussetzungen stimmen (Dokumenteinstellungen etc.).

Da Photoshop nur pixelorientiert ist, wird man alleine damit wohl nicht sehr weit kommen, oder?
Ich bin gerade dabei, mich mit Illustrator näher zu beschäftigen, was mir aber nicht ganz leicht fällt :-I

Mich würde jetzt interessieren, wie man professionell an die Umsetzung für solch ein Projekt herangeht.
Ich befürchte nämlich, dass man ansonsten nach der Fertigstellung merkt, dass man einen entscheidenden Aspekt vergessen hat und noch mal von vorne beginnen muss.

Wird ausschließlich mit Illustrator gearbeitet?
Was wird hauptsächlich in Illustrator erstellt?
Wie muss ich Objekte in Photoshop entwerfen, damit diese auch ohne Qualitätsverlust übernommen werden können?
Welche Objekte sind überhaupt empfehlenswert, diese in Photoshop zu entwerfen?
Wie sehen die Grundeinstellungen für das Dokument aus (dpi, Maße, Farbprofil etc.)?

Ich kenne es halt so, dass ich ein neues Projekt in Photoshop beginne, die Arbeitsfläche ungefähr nach Augenmaß auf die Maße des Flyers zuschneide und mit der kompletten Gestaltung loslege *zwinker*
Jedoch werde ich so wohl nicht sehr weit kommen, wenn ich ein druckreifes Plakat entwerfen will, was? *zwinker*

Also ihr seht, mich interessieren einfach nur die Grundlagen, die man für die Bearbeitung eines solchen Projektes benötigt Lächel

Würde mich sehr über Aufklärung hierzu freuen!

Rayne
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out

Dabei seit: 14.11.2002
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Verfasst So 19.02.2006 11:36
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es ist gut, dass du dir gedanken machst, aber es ist bei weitem nicht so wild wie es sich vielleicht anhört Lächel

auch photoshop eignet sich für eine flyererstellung, es ist natürlich bei weitem nicht so elegant wie ein vektor- oder layoutprogramm und dazu ressourcenfressend. den unterschied pixel/vektor kennst du offenbar schon.

ich habe mal locker ne checklist verfasst, was von bedeutung ist:


- je nach umsetzung kannst du ausschließlich im illustrator arbeiten oder alle möglichen programme kombinieren
- illustratordokument immer mit ca. 3 mm beschnitt anlegen
- schrift würde ich grundsätzlich im illustrator erstellen, auch alle planen flächen, strichzeichnungen, eben das gesamte layout. leicht editierbare vektoren sind für solche aufgaben natürlich besonders geeignet. je mehr punkte du beim zeichnen verwendest umso rechenlastiger wird deine vektorgrafik. deswegen würde ich z.b. dreck, staub, ausgefranste kanten usw. in photoshop anlegen. pixelgrafiken kannst du jederzeit nachladen, beschneiden und verändern. versuch aber so viel wie möglich in vektoren zu erstellen, da diese in vergleich zu 300-dpi-aufgelösten bilddaten natürlich sehr platzsparend sind, selbst bei einer großen punktzahl.
- ist dein flyerbild grafiklastig (fotos, aufwändige pixelgrafiken) - dann würde ich gewisse sachen von vorne rein in photoshop erstellen. grundsätzlich würde ich alles was transparenzen angeht in die pixelgrafik einrechnen lassen, wenngleich illustratortransparenzen natürlich verlockend sind. psd-dateien lassen sich auch nachträglich aus illu heraus verändern (ebenenzugriff, filter etc.). bilddaten kannst entweder direkt als psd's reinladen oder in TIFF konvertieren. letzteres dürfte je nach ebenenanzahl der psd kleiner ausfallen. finger weg von GIF, PNG und sonstigen webformaten - man hat ja schon alles erlebt Lächel.
- haben alle pixelgrafiken mindestens 300 dpi in originalgröße (für flyer) - nachträgliches vergrößern geschieht immer auf kosten der qualität, deswegen im zweifelsfall lieber etwas größer anlegen.
- als arbeitsfarbraum in photoshop kannst du einen großen rgb-raum verwenden (nicht voreingestellten sRGB!).

ne menge fehlt noch und ich habe keinn bock mehr, bitte ergänzen Grins
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ulmer_hocker
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Ort: -

Verfasst So 19.02.2006 11:57
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Ich empfehle dir folgende Lektüre, für den Einstieg ideal, und nicht teuer:

DTP druckreif




http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499612410

@out: Was spricht denn gegen PNG??? (Wobei ich persönlich im DTP eh nichts anderes als TIFF für Pixelgrafiken nehme)


Zuletzt bearbeitet von am So 19.02.2006 12:07, insgesamt 2-mal bearbeitet
 
Typografit

Dabei seit: 31.01.2006
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Verfasst So 19.02.2006 12:06
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Es stimmt nicht, dass Photoshop ausschließlich pixelorientiert arbeitet. Spätestens ab Version 6 wurden Vektoren eingeführt und bei der Ausgabe als PDF gibt es die Option Vektoren zu erhalten und verwendete Schriften einzubetten. Wenn die PDF-Einstellungen stimmen, kann ein PDF aus Photoshop ohne Probleme zum Belichter gebracht werden. Bei Windows kann die Endung statt PDF auch PDP sein. Das ist aber nebensächlich, wenn der Drucker PDP nicht kennt, dann ändere die Endung auf PDF.

Aber trotzdem ist sicher Photoshop nicht das optimale Programm Flyers zu gestalten. Da halte ich mehr von InDesign. Illustrator hat ähnliche Umständlichkeiten wie Photoshop mit der Handhabung von Mengentext und nur ausschließlich eine Layoutsoftware ist in der Lage Grundlinienraster zu beachten. Der Grundlinieraster ist notwendig, um die vertikale Rasterhaltigkeit von Schriften zu erreichen. Als Nachteil von Illustrator und Photoshop ist, dass Ihnen die Fähigkeit abgeht, mehrseitige Dokumente zu gestalten. Außerdem kann man in beiden Programmen keine technischen Schnittzugaben anlegen, manuell geht es natürlich.

Da ein Flyer, ich nehme an ein Faltblatt, in der Regel 3 unregelmäßige Seiten besitzt (die innere ist etwas kürzer) würde ich so etwas im ungefaltenen Zustand gestalten und manuell Falzmarken außerhalb der Gestaltungsfläche in der Farbe Paß- oder Schnittmarken anlegen. Zudem soll bereits beim Anlegen der InDesign-Datei ein Zuschnittbereich von 3 mm defineirt werden (das geht in Quark nicht), dadurch bekommt der RIP auch diese Information auch mit, ein vergrößern der randabfallenden Elmente um 3 mm nach außen ohne diesen Bereich ist nicht so ideal, weil intern im PDF dann der Schnittrahmen falsch definiert wäre.

Elemente in Photoshop sollten in einer Bildauflösung von 300ppi gestaltet werden. Die Dateien sollen in InDesign direkt als PSD platziert werden. Transparenz wird in InDesign direkt übernommen. Wenn Schriften und Vektoren im Photoshop verwendet wurden, dann soll PDF verwendet werden, weil das die Schriften nicht vorrastert bei der Übertragung nach InDesign.

Grundsätzlich sollen die Bilder ein Farbprofil besitzen und bei InDesign muss das Farbmanagement eingeschaltet sein. Dann dürfen (und sollen) die Bilder in Photoshop in RGB abgespeichert werden. Wenn das Farbmanagement nicht aktiviert ist, dann sollen die Bilder bereits in Photoshop auf CMYK konvertiert werden, das ist jedoch eine veraltete Arbeitsweise, die nur noch bei Quark (und bei Leuten, die nie umgelernt haben) sowie bei Bildern mit speziellem Schwarzaufbau verwendet werden. Bevorzugte Farbräume sind nicht der sRGB, sondern in Europa das ECI-RGB (NICHT DAS IEC ODER ICE, die es auch gibt), außerhalb von Europa das Adobe RGB (1998).

Außerdem dürfen die PSD nicht auf die Hintergrundebene redouziert werden, da das die Transparenz zerstören würde. In InDesign kann man zudem die einzelnen Ebenen von Photoshopdateien ein- und ausblenden und in einem veränderten Überblendungsmodus einbauen, deshalb würde ich grundsätzlich alle Ebenen in Photoshopdateien erhalten. InDesign kann auch in Photoshop erstellte Ebenenkompositionen (siehe Palette Ebenenkomps.) auswählen und verwenden. Noch ein Argument gegen das Flatten von Dateien und ein Argument, das gegen TIF-Dateien spricht, die das nicht kennen.

Von der Verwendung von Beschneidungspfaden ist im Zusammenhang mit InDesign abzuraten, da das Scherenschnittmuster in den Fotos erzeugt, besser ist die natürliche (Alpha) Bildtransparenz. Auch die Verwendung von EPS ist abzuraten, da das die Arbeitsweise in InDesign bremst. Wenn man Vektorgrafiken hat, soll man die in Illustrator erzeugen und in InDesign als AI platzieren oder auch als PDF, beide Formate sind gleichwertig (und lassen sich direkt in Acrobat öffnen). Illustraotdateien sollen im CMYK-Modus sein, da InDesign bei Vektordateien keine Farbraumkonvertierung vornimmt.

Ein Argument spricht bei Illustrator für die Verwendung von PDF-Dateien: In Illustrator können Ebenen erstellt werden. Wenn diese Datei als PDF gespeichert wird, kann man in InDesign die einzelnen Ebenen von PDFs ebenfalls ein- und ausblenden. Bei AI funktioniert das nicht. So hat man ja in Illustraot mehrere Varianten, seiten Illustrator ist das Format AI mit PDF-Voransicht und PDF mit Illustratorbearbeitung identisch, in beiden Fällen wird die Datei zwei Mal in die Datei gespeichert, im einen Fall mit der Endung PDF und der Acrobat-Version als primäre Datei und das andere Mal mit der Endung AI und der Illustrator-Version als primäre Version.


Zuletzt bearbeitet von Typografit am So 19.02.2006 12:21, insgesamt 2-mal bearbeitet
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out

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Verfasst So 19.02.2006 12:21
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ulmer_hocker hat geschrieben:
Ich empfehle dir folgende Lektüre, für den Einstieg ideal, und nicht teuer:
@out: Was spricht denn gegen PNG??? (Wobei ich persönlich im DTP eh nichts anderes als TIFF für Pixelgrafiken nehme)


ulmer: png wurde fürs internet entwickelt und sollte auch dort bleiben. für den druck macht es keinen sinn ein png zu verwenden. mal abgesehen davon dass alphakanal für den druck tödlich sein kann. ich würde im zweifelsfall immer umkonvertieren.
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Typografit

Dabei seit: 31.01.2006
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Verfasst So 19.02.2006 12:25
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out hat geschrieben:
ulmer: png wurde fürs internet entwickelt und sollte auch dort bleiben. für den druck macht es keinen sinn ein png zu verwenden. mal abgesehen davon dass alphakanal für den druck tödlich sein kann. ich würde im zweifelsfall immer umkonvertieren.


Was spricht gegen Alpha-Kanal? Bei der Ausgabe als PDF-X für den Druck und korrekten Einstellungen wird die Transparenz ohnehin flachgerechnet. Auch bei der Ausgabe über den Distiller gibt es keine Transparenz mehr. Man muss nur korrekt arbeiten, aber das ist bei anderen Sachen auch so.

Nebenbei, auch TIF können Alpha-Kanäle und -Transparenz enthalten.

Aber ich stimme zu, dass PNG ungeeignet ist, JPG kann bei hoher Qualität ohne Probleme verwendet werden.


Zuletzt bearbeitet von Typografit am So 19.02.2006 12:39, insgesamt 2-mal bearbeitet
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ulmer_hocker
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Ort: -

Verfasst So 19.02.2006 12:31
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PNG komprimiert im Gegensatz zu JPG verlustfrei, und nun wüsste ich mal gerne was für JPG und was gegen PNG spricht.

Nur mal so interessenhalber, ich bin ja nun auch nicht unfehlbar. Aber eure „Erklärungen“ sind doch recht dürftig...
 
Typografit

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Verfasst So 19.02.2006 12:38
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ulmer_hocker hat geschrieben:
PNG komprimiert im Gegensatz zu JPG verlustfrei, und nun wüsste ich mal gerne was für JPG und was gegen PNG spricht.

Nur mal so interessenhalber, ich bin ja nun auch nicht unfehlbar. Aber eure „Erklärungen“ sind doch recht dürftig...


PNG ist nicht in der Lage ein Farbprofil mit zu speichern, eine absolute Nowtwendigkeit zum Arbeiten mit RGB-Bildern im Druckvorstufenbereich (und PNG kennt auch kein CMYK).

JPG ist meistens das interne Format von Bildern innerhalb von PDF-Daten macht bei hoher Qualität am Ende eines Workflows keine Probleme. Problem mit Qualitätsverluste entstehen innerhalb eines Workflows, wo immer wieder gespeichert werden muss, da soll es nicht verwendet werden, aber ein Bild, das keine Bearbeitung mehr erwartet, das sogar unverändert in ein PDF eingebettet werden kann - ohne Neuberechnung, das macht keine Probleme.


Zuletzt bearbeitet von Typografit am So 19.02.2006 12:39, insgesamt 1-mal bearbeitet
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