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Thema: [Typografie] Hints = Ligaturen? vom 01.12.2003


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Typografie -> [Typografie] Hints = Ligaturen?
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McMaren
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Verfasst Mo 01.12.2003 11:25
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[Typografie] Hints = Ligaturen?

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Hi,

ich hab heute morgen folgendes gelesen:

Zitat:
Hints nennt man spezielle Instruktionen bei Postscript- und TrueType-Schriften, die Wiedergabe von Schriften bei geringer Auflösung und bei kleinem Schriftgrad verbessern können. Sie sorgen z.B. für eine bessere Unterschneidung (Kerning) bei einzelnen Buchstabenpaaren. Hints sind keine automatische Eigenschaft der Rasterizer, sondern müssen von den Schriftenherstellern definiert werden; das ist jedoch zeitaufwendig und teuer. Daher haben billige Schriften oftmals schlechtere Qualität.


Sind Hints dann vergleichbar mit Ligaturen?
Nur das eine ist Bildschirmdarstellung und das andere ist für den Druck?


Zuletzt bearbeitet von McMaren am Mo 01.12.2003 11:44, insgesamt 1-mal bearbeitet
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fictitious

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Verfasst Mo 01.12.2003 12:13
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nrin, Hints sind definitiv keine Ligaturen!!! Ligaturen sind z.B. das ß oder auch Zeichen die die Buschstabenkombination fi oder fl in einem Zeichen zusammenfassen. Hinting dagegen bezeichnet den Prozeß der Bildschirmoptimierung von Schriften, so daß sie am Bildschirm trotz der niedrigen Auflösung von 72 bzw. 100 dpi immer noch qualitativ gut dargestellt werden. Da das Hinting ein äußerst mühseeliger und bislang durch "Automation" recht schlecht umzusetzender Prozeß ist, bleibt nur einigen wenigen (dafür aber umso teureren) Schriften vorbehalten.
Tahoma, Verdana usw. waren mit die ersten Schriften die für eine gute Bildschrimdarstellung konzipiert und deshalb mittels Hinting optimiert wurden.

siehe auch:

http://www.microsoft.com/typography/hinting/what.htm?fname=%20fsize=


Zuletzt bearbeitet von fictitious am Mo 01.12.2003 12:14, insgesamt 1-mal bearbeitet
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McMaren
Threadersteller

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Verfasst Mo 01.12.2003 12:19
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Ah, OK, danke.
Ich hatte nämlich noch eine andere Definition gelesen, und da hörte sich das so an, als ob Hints unter anderem auch Buchstabenkombinationen wie eben "ft" und so enthalten. Und deswegen wäre die Schrift am Bildschirm besser lesbar.

ABC der Mediengestaltung hat geschrieben:
Hints ermöglichen die verbesserte Wiedergabe von TrueType- und PostScript-Schriften bei niedriger Auflösung (so z. B. auf dem Bildschirm) durch bessere Unterschneidung einzelner Buchstabenpaare
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fictitious

Dabei seit: 11.06.2002
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Verfasst Mo 01.12.2003 12:25
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nunja...sooo ganz unrecht hat dieses ABC nicht, nur die formulierung "bessere Unterschneidung" zeigt, daß die Autoren nicht wirklich ahnung haben...
der begriff "für niedrige Auflösung optimierte/angepasste unterschneidung" wäre treffender gewesen, da die unterschneidungen einer schrift i.d.r. ja für den printbereich gemacht werden und da eigentlich schon von haus aus optimal sein sollten.
naja, und hinting geht ja nunmal auch weiter als nur die optimierung der unterschneidungen...eben auch optimierungen der outlines für die niedrige auflösung usw. alles in allem ein recht komplexer prozess, den ich auch noch nicht in allen einzelheiten komplett nachvollziehen konnte...
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McMaren
Threadersteller

Dabei seit: 06.09.2002
Ort: Düsseldorf
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 01.12.2003 12:32
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Vielen Dank, fictitious!
Ich werde mich mal durch deinen Link durcharbeiten. Sooo wichtig ist das vermutlich nicht, aber es hat mich interessiert.
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philyra

Dabei seit: 08.03.2004
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Verfasst Do 18.03.2004 23:06
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fictitious hat geschrieben:
nrin, Hints sind definitiv keine Ligaturen!!! Ligaturen sind z.B. das ß oder auch Zeichen die die Buschstabenkombination fi oder fl in einem Zeichen zusammenfassen. Hinting dagegen bezeichnet den Prozeß der Bildschirmoptimierung von Schriften, so daß sie am Bildschirm trotz der niedrigen Auflösung von 72 bzw. 100 dpi immer noch qualitativ gut dargestellt werden. Da das Hinting ein äußerst mühseeliger und bislang durch "Automation" recht schlecht umzusetzender Prozeß ist, bleibt nur einigen wenigen (dafür aber umso teureren) Schriften vorbehalten.
Tahoma, Verdana usw. waren mit die ersten Schriften die für eine gute Bildschrimdarstellung konzipiert und deshalb mittels Hinting optimiert wurden.

siehe auch:

http://www.microsoft.com/typography/hinting/what.htm?fname=%20fsize=


Das scharfe s ist keine Ligatur in diesem Sinne. Eine Ligatur ist eine Glyphe, die zwei Zeichen ersetzt, die sich optisch nicht gut zusammenfügen. ß ist nur im Sinne der historischen Sprachwissenschaft eine Ligatur. Das hat aber nichts mit Typografie zu tun, sondern mit Paläografie.
Im Deutschen ist es aber ein normaler Buchstabe, der nie durch ss ersetzt werden darf (außer Versalien und Caps).
Wenn das, was Du sagst, richtig wäre, wären auch ä, ö, ü Ligaturen.
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fictitious

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Ort: -
Alter: 42
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Verfasst Sa 20.03.2004 00:17
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philyra hat geschrieben:
fictitious hat geschrieben:
nrin, Hints sind definitiv keine Ligaturen!!! Ligaturen sind z.B. das ß oder auch Zeichen die die Buschstabenkombination fi oder fl in einem Zeichen zusammenfassen. Hinting dagegen bezeichnet den Prozeß der Bildschirmoptimierung von Schriften, so daß sie am Bildschirm trotz der niedrigen Auflösung von 72 bzw. 100 dpi immer noch qualitativ gut dargestellt werden. Da das Hinting ein äußerst mühseeliger und bislang durch "Automation" recht schlecht umzusetzender Prozeß ist, bleibt nur einigen wenigen (dafür aber umso teureren) Schriften vorbehalten.
Tahoma, Verdana usw. waren mit die ersten Schriften die für eine gute Bildschrimdarstellung konzipiert und deshalb mittels Hinting optimiert wurden.

siehe auch:

http://www.microsoft.com/typography/hinting/what.htm?fname=%20fsize=


Das scharfe s ist keine Ligatur in diesem Sinne. Eine Ligatur ist eine Glyphe, die zwei Zeichen ersetzt, die sich optisch nicht gut zusammenfügen. ß ist nur im Sinne der historischen Sprachwissenschaft eine Ligatur. Das hat aber nichts mit Typografie zu tun, sondern mit Paläografie.
Im Deutschen ist es aber ein normaler Buchstabe, der nie durch ss ersetzt werden darf (außer Versalien und Caps).
Wenn das, was Du sagst, richtig wäre, wären auch ä, ö, ü Ligaturen.


das "ß" ergab sich aus den "fraktur"- bzw. gebrochenen schriften und ist eine Ligatur aus dem deutschen Langen-s der gebrochenen Schriften und dem Schluß-s ... ergo doch eine er- bzw. zusammensetzung zweier unterschiedlicher buschstaben die sich nicht gut zusammengefügt haben!

aber danke für den einwand ...
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rpgo

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Verfasst Sa 20.03.2004 00:23
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Und ist obwohl es "sz" heißt eine zusammenführung der buchstaben "fs".
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