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Thema: Hohe und niedrige Auflage vom 05.09.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Hohe und niedrige Auflage
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Illumaus
Threadersteller

Dabei seit: 05.05.2006
Ort: Eus
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 05.09.2006 19:01
Titel

Hohe und niedrige Auflage

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Hallo!

Ich hoffe, meine Frage gehört auch hierher...

Ich habe vor einen Vertrag mit der Autorin für ein Kinderbuch zu schließen und sie will mich am Gewinn beteiligen, wenn die Auflage "hoch" ist. Nun möchte ich das "hoch" gerne in Zahlen definieren und auch einen angemessenen Prozentsatz dafür haben. Weiß da jemand Zahlen?
Ab wann ist eine Auflage für ein Kinderbuch hoch oder niedrig? Sind 1.000 Exemplare wenig, 10.000 viel?

Hat da jemand schon Erfahrungen mit oder kennt sich auf dem Gebiet aus? Oder kann mir eine Quelle für diese Infos nennen?

Danke schönVerschoben von Allgemeines - Nonprint nach Allgemeines - Print


Zuletzt bearbeitet von Nimroy am Mi 06.09.2006 20:07, insgesamt 1-mal bearbeitet
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nighthawk96

Dabei seit: 22.07.2005
Ort: Im Nordosten Deutschlands
Alter: 39
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 06.09.2006 18:48
Titel

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lass mich raten, Du sollst gestalten und dafür gibt es von dem zu erwartenden Gewinn etwas ab ?

wer's glaubt wird seelig. Das ist kein zu empfehlendes Modell.

Völlig richtig. Wer legt die Stückzahlen für HOCH fest?

Das hat wohl in Deinem Fall nichts mit dem allgemeinen Abverkauf, sondern vielmehr mit Deiner Kalkulation zu tun. Wieviele Bücher hat die gute denn vor zu verkaufen, damit Sie Dir was abgibt. In der Regel sollte da ab dem ersten Stück was für Dich in der Kalkulation liegen. Alles andere ist Kinderkram und unrealistisch.

Wenn das keine Gute Freundin von Dir ist... Finger weg.

Wenn Sie kein Geld für die Gestaltung hat, kann Sie halt auch nichts veröffentlichen. Das Ganze über Dich abzuwickeln und Dir alle Kosten und das Risiko zu geben ist wohl nicht die feine Art, oder ?

Ist sie nicht bereit ein Risiko einzugehen, warum solltest Du dann. Du hast Arbeit erbracht und ein Recht auf Geld. Und wenn BEteiligung, dann ab dem ersten Stück und nicht erst ab z.B. 100.

Veröffentlicht und vertreibt sie selbst oder über einen Verlag ?
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c_writer
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Mi 06.09.2006 19:24
Titel

Re: Hohe und niedrige Auflage

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Illumaus hat geschrieben:
Hallo!

Ich hoffe, meine Frage gehört auch hierher...


Ich würde das ja eher in "Print" als in Non Print" vermuten, aber egal ...

Zitat:
Ich habe vor einen Vertrag mit der Autorin für ein Kinderbuch zu schließen und sie will mich am Gewinn beteiligen, wenn die Auflage "hoch" ist. Nun möchte ich das "hoch" gerne in Zahlen definieren und auch einen angemessenen Prozentsatz dafür haben. Weiß da jemand Zahlen?


Absolute Zahlen gibt es da eher nicht, nur Anhaltspunkte. Erscheint das im Eigenverlag, in einem kleinen Verlag oder einem großen, bekannten Kinderbuchverlag? M.a.W. wieviel Werbedruck steht dahinter? Ist die Autorin bekannt oder unbekannt? Ist das ein Erstling oder wurden schon andere Bücher von ihr erfolgreich verkauft?

Zitat:
Ab wann ist eine Auflage für ein Kinderbuch hoch oder niedrig? Sind 1.000 Exemplare wenig, 10.000 viel?


10.000 wären schon ungewöhnlich viel, bereits 1000 würde ich bei einem Kinderbuch aus einem kleinen Verlag für beachtlich hoch halten. Nur mal so als Anhaltspunkt: Die Startauflagen von Romanen liegen bei großen Literaturverlagen wie Diogenes oder Fischer bei nur 3.000 - 4.000 Stück. Quersubventioniert wird der Literaturverlag durch die an zwei Händen abzuzählenden Großschriftsteller vom Schlage eines Grass.

c_Writer
 
Illumaus
Threadersteller

Dabei seit: 05.05.2006
Ort: Eus
Alter: 36
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 07.09.2006 14:41
Titel

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Es wäre so:

Eine freiberufliche Autorin, tätig bei Zeitschriften, Presseverlagen etc. hat vor, ihr erstes Kinderbuch zu veröffentlichen. Sie möchte dafür einen Verlag finden, keinen Selbstverlag gründen. Sie sucht eine Illustratorin (hat mich gefunden), die die Bilder gestaltet.

Es wäre von ihr ein Auftrag an mich, sie bezahlt die Bilder und kümmert sich um alles weitere. Wenn das also alles in die Hose geht, sprich sie keinen Verlag findet, nur Kosten hat oder sonstwas, ist das ihr Problem und nicht meins. Das find ich prinzipiell schon mal gut. Sie hat vor mich ab einer gewissen Auflagenhöhe zu beteiligen, meine Frage also, was ist eine gewisse Auflagenhöhe? Das hab ich euch gefragt aber werde sie das natürlich auch fragen.

Natürlich würd ich es besser finden, wenn ich pro Bild bezahlt werde UND von Anfang an beteiligt werde. Das wäre das Optimum. Wenn das aber nicht geht, weil sie nicht will oder warum auch immer, find ich es immer noch eine gute Chance für mich, mein erstes Buch über sie zu veröfftlichen. Ich bin nämlich auch Neuling auf diesem Gebiet, es wäre mein Erstlingswerk, das dann im Buchladen stehen würde.

Ich finde das besser als nichts, ich hab eine Referenz, kann anderen Verlagen zeigen, dass schon etwas von mir gedruckt wurde und hab wenigstens etwas Geld bekommen.

ich hatte halt gehofft, es gibt hier ungefähre Zahlen, was hoch und niedrig ist und vielleicht auch für die przentzätze, mit denen eine Illustrator beteiligt wird. ich hab was von 3-4% vom Buchpreis gehört.
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RickMKK

Dabei seit: 21.10.2005
Ort: Main-Kinzig-Kreis - Hanau
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 08.09.2006 02:58
Titel

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Im Bereich der Kinderbücher würde ich eine Auflage > 500 Stück schon als hoch ansehen.

Begründung: Schau dir im Modernen Antiquariat die Unmengen an teilweise sehr sehr gut gemachten Kinderbüchern an, die sich selbst zu den niedrigen regulären Preisen von 15 bis 20 Euro nicht verkaufen lassen.
Das wird dann teilweise für 1 bis 3 Euro verramscht (was ich persönlich sehr schade finde... aber so ist nunmal der Buchmarkt !).

An Deiner Stelle würde ich mich fragen:

Ist mir ein Referenzobjekt meine Arbeit + Mühe Wert?
Wenn Du das mit einem guten Gefühl mit JA beantworten kannst, dann mach es - und schaue nicht in erster Linie auf das Geld.

Bedenke bitte, daß von Deinem Werk letzlich nur ein ISBN-Eintrag übrig bleibt und der Rest im Modernen Antiquariat oder im Reisswolf landet - es sei denn, ein Kleinverlag stellt die dauerhafte Lieferung über das VLB sicher.

Mein Tipp: Fahre zur nächsten Mainzer Minipressen-Messe www.minipresse.de ( ist wieder im Mai 2007 ) und halte Ausschau nach Kinderbuch-Unikaten. Vielleicht ist das auch eine Nische/Sparte für Dich als Illustratorin.


Zuletzt bearbeitet von RickMKK am Fr 08.09.2006 03:01, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Esteffan

Dabei seit: 05.01.2006
Ort: -
Alter: 40
Geschlecht: -
Verfasst Fr 08.09.2006 05:08
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Jau, schließe mich dem über mir zum Großteil an.

Aber als Künstler, und da ich selbst Illustrator bin, verstehe ich Dich.
Die Frage die Du Dir stellen musst ist: Wird sich die Mühe lohnen?
Dabei meine ich nicht einen finanziellen Vorteil. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du bei dieser Arbeit
wachsen kannst - dann tue es. Nähre den Künstler in Dir.
Dennoch solltest Du (da auch die hochtrabensten Künstler aus Flreisch und Blut sind), die nötige Anstrengung für Dich abschätzen und notfalls ein ehrliches Wort mit der Verfasserin sprechen. Ich weiß nicht wieviele Illus es sein sollen. Vielleicht kannst Du es an 5 Wochendenden fertig stellen, ohne Deine Finanzen in Konflikt zu bringen.

Entscheide, was Deine Orientierung bei diesem Projekt ist (finanziell oder ideel).
Und dann wirst Du vielleicht den Silberstreifen wieder finden.

*Thumbs up!*

Esteffan
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Illumaus
Threadersteller

Dabei seit: 05.05.2006
Ort: Eus
Alter: 36
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 08.09.2006 08:33
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Ihr bringt mich etwas ins grübeln...

Ich würde wirklich gerne das Buch mchen, weil ich denke, für mich ist das eine große Chance. Ich WERDE diese Buch auch machen, die Frage ist ur, ob ich noch etwas mehr rausschlagen kann. ich weiß, dass ich eine Illu nicht an einem Wochenende fertig machen werde, da brauch ich länger für.

Leben kann ich davon wohl nicht, ich möchte aber für mich die Erfahrung machen und sehe da eine gute Möglichkeit für mich.

Danke trotzdem für die vielen Tipps und Gedankenanstöße. sie werden in meine Überlegungen mit einfließen.
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