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Thema: Neuauflage eines alten Schinken - wie scannen? vom 12.05.2007


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Neuauflage eines alten Schinken - wie scannen?
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jason_hb
Threadersteller

Dabei seit: 12.05.2007
Ort: Bremen
Alter: 48
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 12.05.2007 12:47
Titel

Neuauflage eines alten Schinken - wie scannen?

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Hallo liebe Leute,

ich arbeite als MG in einem Verlag und Chef möchte folgendes:
Ein ca 1000-seitiges Buch aus den fünfzigern mit s/w-Bildern und Illustrationen auf fast jeder Seite über unsere Stadt soll neu aufgelegt werden.
Natürlich existieren von damals keinerlei Fotos mehr und Dateien schon mal gar nicht.

Es muss also gescannt werden.
Mir ist klar, dass die Reproduktionen der Bilder nicht so detailreich wie das "Original" sein kann, weil ich ja von bereits gerasterten Vorlagen scanne.
Frage 1: Was ist der eleganteste Weg, das Raster so gut es geht zu eliminieren? Weichzeichnen wäre eine Lösung - aber da geht ja einiges flöten. Gibt es eine bessere Lösung (oder gar Plug-Ins für PS)? Wir arbeiten jetzt mit Adobe CS3.

Der Text muss natürlich auch irgendwie in ein Datenformat gebracht werden. Ich dachte da an die OCR Software Abby Fineread, mit der ich schon gute Erfahrungen gesammelt habe - wenn auch erst sehr rudimentär. Ich weiss also gar nicht so genau, was so eine Software alles "kann".

Frage 2: Muss ich die 1000 Seiten (Die Seiten werden vor dem Scannen natürlich aus dem Buch herausgetrennt) zweimal scannen - einmal für die Fotos und einmal für den Text? Oder gibt es auch dafür eine elegantere Lösung?
Jedes Foto muss ja einzeln noch nachbearbeitet und wiederaufbereitet werden.

Vielleicht hat ja jemand von euch schon mal so etwas gemacht und kann mir Tipps zu einem guten Workflow geben oder evtl. gibt es ja auch Softwares/Plug-Ins, die so ein Vorhaben erleichtern.

Vielen Dank und viele Grüße,

Jason
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ines

Dabei seit: 19.06.2002
Ort: -
Alter: 41
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 12.05.2007 13:58
Titel

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Zu Frage 1. Jede halbwegs vernünftige Scan-Software hast eine Entrastern-Funktion. Dort gibt man je nach Vorlage die Rasterweite ein und hat dann meistens schon die Großteil der nötigen Retusche erledigt.
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rob

Dabei seit: 11.12.2003
Ort: ~/
Alter: 45
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 12.05.2007 14:05
Titel

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Zitat:
Ich dachte da an die OCR Software Abby Fineread, mit der ich schon gute Erfahrungen gesammelt habe
Abbyy Finereader ist die beste OCR-Software, die es zur Zeit gibt. Kein anderes Programm hat eine so gute Texterkennungsrate.
Aber natürlich mußt du auch hier anschliessend eine Rechtschreibprüfung drüber laufen lassen und alles nachbearbeiten, wenn du gute Ergebnisse haben willst.
Es ist wichtig, daß du mit einer hohen Auflösung scannst. Das dauert dann zwar um einiges länger, verbessert aber deine Ergebnisse um einiges.
Buchstabenkombinationen wie "rn" können beispielsweise leicht mit einem "m" verwechselt werden. Je höher die Scanauflösung ist, desto weniger passiert sowas.

Wenn ich damit Bücher gescannt habe, dann habe ich erst einmal alles komplett gescannt - Texte wie Bilder.
Anschliessend hätte ich zwar die Möglichkeit der Nachbearbeitung direkt mit dem Finereader gehabt, aber diese habe ich nicht genutzt (bis auf die Rechtschreibprüfung).
Ich habe Bilder und Texte einzeln gespeichert.
Die Bilder in Photoshop nachbearbeitet und dann das gesamte Buch mit Indesign neu gesetzt.
Du kannst die Bilder in verschiedenen Formaten speichern. Gleiches gilt auch für die Texte.
Ich habe die Texte aber immer als reine Textdateien gespeichert und dann in Indesign geladen.

Was noch?
Die Rechtschreibprüfung ersetzt nicht das Fehlerlesen.
Wenn du mit der Rechtschreibprüfung fertig bist, gibst du am besten jemandem anders noch mal die Texte, damit er korrekturlesen kann.
Wenn man die Texte selbst mit der Rechtschreibprüfung bearbeitet und diese sozusagen schon kennt, dann übersieht man öfters noch mal was.
Am besten liest jemand Korrektur, der die Texte noch nicht bearbeitet hat...

Ist wirklich viel Arbeit. Gerade bei einem Buch mit 1000 Seiten (und mehr).
Aber wenn man wirklich gute Ergebnisse haben will, dann bleibt einem nicht viel anderes übrig.
Einfaches Scannen mit dem Finereader und dann die Seiten als PDF rauswerfen - das kann man mal machen, wenn man ein paar Seiten aus einer Zeitung für den Privatgebrauch scannt.
Aber wenn man nachher wirklich ein Buch haben will, was professionell gedruckt werden soll, dann würde ich wirklich alles nachbearbeiten und das Buch neu setzen.
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oliver_mahlke
Gesperrt

Dabei seit: 25.12.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Sa 12.05.2007 15:15
Titel

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zum Thema scannen: http://www.publisher.ch/heft/996/scannen.pdf
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