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Thema: [Rasterfrequenz] dt. „60er Raster“ math. sinnvoll/zeitgemäß? vom 25.11.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> [Rasterfrequenz] dt. „60er Raster“ math. sinnvoll/zeitgemäß?
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Achim M.

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Verfasst Sa 27.11.2004 15:44
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[fränK] hat geschrieben:
Wenn man heute von 60er Raster spricht, entspricht das aber technisch gesehen 150lpi
und nicht wie rechnerisch ermittelt 152,4lpi. Der „Umrechnungsfaktor“ liegt bei 2,5 und
nicht wie mathematisch/physikalisch korrekt bei 2,54 (cm > inch).


Ich glaube, man sollte moderne Rasterverfahren nicht auf solche einfachen Umrechnungsfaktoren reduzieren. Je nach Winkelung hat man möglicherweise pro Farbauszug sowieso unterschiedliche Rasterfrequenzen. So dass die reale Anzahl Rasterpunkte über aber auch unter 60 liegen kann. Ein 60er Raster ist im Ergebnis also je nach Rasterverfahren und Hersteller durchaus unterschiedlich.

Entscheidend ist in meinen Augen vielmehr, dass ein 60er Raster eine Gruppe von Rasterfrequenzen beschreibt, bei der gleiche bzw. ähnliche Druckbedingungen auftreten bzw. Druckanforderungen entstehen. Sei es jetzt bezogen auf die notwendige Auflösung von Bildern, die notwendige Ausgabeauflösung, der zu erwartendende Druckzuwachs oder der mögliche Farbumfang. Insofern sehe ich irgendwie nicht, warum dieser Begriff überholt sein sollte.
Die ECI gibt ICC-Profile für das 60er Raster heraus, Heidelberg beschreibt in seinen Broschüren die unterschiedlichen Rasterarten am Beispiel des 60er Rasters und die Fogra gibt ihre Testreihen im 60er Raster an. Ich denke nicht, dass da überall Idioten sitzen, die den Unterschied zwischen Inch und cm nicht kennen.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Sa 27.11.2004 15:45, insgesamt 1-mal bearbeitet
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gleis24

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Verfasst Sa 27.11.2004 19:27
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hochinteressantes thema. Danke! Ich verfolge still mitlesend.
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Verfasst So 28.11.2004 19:13
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Klingt irgendwie sarkastisch... Grins
 
[fränK]
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Verfasst Mo 29.11.2004 00:18
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Achim M. hat geschrieben:
Ich glaube, man sollte moderne Rasterverfahren nicht auf solche einfachen Umrechnungsfaktoren reduzieren. Je nach Winkelung hat man möglicherweise pro Farbauszug sowieso unterschiedliche Rasterfrequenzen. So dass die reale Anzahl Rasterpunkte über aber auch unter 60 liegen kann. Ein 60er Raster ist im Ergebnis also je nach Rasterverfahren und Hersteller durchaus unterschiedlich.

Das wird aber gemacht, täglich, stündlich, ... werden Berechnungen mit Rasterfrequenzen
durchgeführt. Es kann einfach nicht sein, dass Berechnungen, die zwar idealisierte Fälle
betreffen, trotzdem praktisch gesehen kein korrektes Ergebnis erzeugen.

Achim M. hat geschrieben:
Entscheidend ist in meinen Augen vielmehr, dass ein 60er Raster eine Gruppe von Rasterfrequenzen beschreibt, bei der gleiche bzw. ähnliche Druckbedingungen auftreten bzw. Druckanforderungen entstehen. Sei es jetzt bezogen auf die notwendige Auflösung von Bildern, die notwendige Ausgabeauflösung, der zu erwartendende Druckzuwachs oder der mögliche Farbumfang.

Genau, es ist eine Beschreibung, aber kein realer Zustand der mathematisch verarbeitbar
ist, aber so wird dieser Begriff stehts und ständig verwendet.

Achim M. hat geschrieben:
Die ECI gibt ICC-Profile für das 60er Raster heraus, Heidelberg beschreibt in seinen Broschüren die unterschiedlichen Rasterarten am Beispiel des 60er Rasters und die Fogra gibt ihre Testreihen im 60er Raster an.

Auch hier wird der Begriff wieder nur beschreibend für einen „Quasi-Zustand“ verwendet!
Kein Fall wird 60 Rasterpunkte auf einem Zentimeter betreffen, nicht einmal im idealen
Zustand...

Es geht ausschließlich um die Berechnungen!

Warum sind unsere Preise nicht in DM geblieben? Wir könnten doch genauso weiter in DM
einkaufen, aber mit Euro bezahlen. Umrechnungsfaktor wäre einfach mal 2 (praktisch natürlich
1,95583 aber das ignorieren wir). Gleicher Fall, gleiche Situation.
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Achim M.

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Verfasst Mo 29.11.2004 06:22
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[fränK] hat geschrieben:
Achim M. hat geschrieben:
Ich glaube, man sollte moderne Rasterverfahren nicht auf solche einfachen Umrechnungsfaktoren reduzieren. Je nach Winkelung hat man möglicherweise pro Farbauszug sowieso unterschiedliche Rasterfrequenzen. So dass die reale Anzahl Rasterpunkte über aber auch unter 60 liegen kann. Ein 60er Raster ist im Ergebnis also je nach Rasterverfahren und Hersteller durchaus unterschiedlich.

Das wird aber gemacht, täglich, stündlich, ... werden Berechnungen mit Rasterfrequenzen
durchgeführt. Es kann einfach nicht sein, dass Berechnungen, die zwar idealisierte Fälle
betreffen, trotzdem praktisch gesehen kein korrektes Ergebnis erzeugen.


Ich kann beim besten Willen Dein Problem nicht nachvollziehen. Wenn ich einen Schüler die Bildauflösung berechnen lasse, dann will ich sehen, ob er ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Rasterweite und Bildauflösung hat. In der Praxis spielen indes ein paar Pixel mehr oder weniger keine Rolle. Ob ein Bild nun 304 oder 300ppi hat, ist im realen Druck unerheblich. Auch gibt es in der Praxis Fälle, wo die Auflösung eines Bildes mathematisch gesehen zu niedrig ist, optisch aber immer noch ausreicht. Wo ist also das Problem?

Jeder Taschenrechner kürzt die Zahl PI auf ein Paar stellen zusammen. Tagtäglich werden in Betrieben, Schulen und Universitäten auf der ganzen Welt mit einem einem gerundeten PI-Wert Berechnungen angestellt. Ist das jetzt ein Grund sich Sorge zu machen? Bezogen auf die Praxis sind die ermittelten Werte immer noch genau genug.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Mo 29.11.2004 06:27, insgesamt 1-mal bearbeitet
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[fränK]
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Verfasst Mo 29.11.2004 22:35
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Die Umrechnung zwischen Rasterfrequenz und Bildauflösung beruht auf Abtast-/Digitalisierungs-
Theoreme, spielt hier also keine Rolle.
Bei PI sind es x Stellen nach dem Komma, hier die 2. Stelle, was sich in der kleinen
Dimension schon auf Stellen vor dem Komma auswirkt.

Es wird einfach ein falscher Zusammenhang zwischen dem Begriff „60er Raster“
und der eigentlichen praktischen Rasterfrequenz in Inch dargestellt. Die Umrechnung
ist nicht praxisgerecht.

Laut Berechnungen mit dem „60er Raster“ wäre ein Belichter mit 2400dpi Auflösungs-
vermögen nicht in der Lage 256 verschiedene Rasterpunktgrößen darzustellen bzw.
eine Belichtermatrix von 16x16 Pixeln anzusteuern. * Applaus, Applaus *
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Achim M.

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Verfasst Mo 29.11.2004 22:51
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[fränK] hat geschrieben:
Laut Berechnungen mit dem „60er Raster“ wäre ein Belichter mit 2400dpi Auflösungs-
vermögen nicht in der Lage 256 verschiedene Rasterpunktgrößen darzustellen bzw.
eine Belichtermatrix von 16x16 Pixeln anzusteuern. * Applaus, Applaus *


Korrekt wird ja auch mit 2540 dpi beim 60er Raster belichtet. In dem Zusammenhang empfehle ich
http://www.old.heidelberg.com/hq/ger//download.asp?DName=34669RHB.PDF&FilePath=/hq/ger/Images/15_13287.pdf

Heidelberg gibt die Digitalisierungsfeinheit der Ausgabebelichter im 60er Raster ausdrücklich mit 1000 L/cm an.

Gruß

Achim
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[fränK]
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Verfasst Mo 29.11.2004 23:06
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Danke für den Link, werde ich durcharbeiten.
Vielleicht war ich zu vorschnell, habe daher den Titel des Thema geändert.

Trotzdem finde ich folgende Angabe in der PDF:
Zitat:
Rasterweite: 60 l/cm 150 lpi
Belichterauflösung: 1000 l/cm 2540 dpi
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