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Thema: Cropfaktor vom 02.02.2013


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Bild und Ton -> Cropfaktor
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Rareer
Threadersteller

Dabei seit: 22.06.2009
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Alter: 26
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 02.02.2013 11:17
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Cropfaktor

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Hallo liebes Forum,

eine kurze Frage zum Verständnis:
Wenn ich ein Objektiv für eine DSLR habe und dort steht z.B. 18-200mm drauf, dann ist das doch die Angabe bzgl. eines Vollformatsensors, oder? D.h. mit einem kleineren Sensor hätte ich einen Bildausschnitt analog zu einem z.B. 1,6x18mm Objektiv.

MfG,
Rareer
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the-beast

Dabei seit: 08.03.2010
Ort: Rostock
Alter: 24
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 02.02.2013 14:59
Titel

Re: Cropfaktor

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Sender Eriwan:

Im Prinzip schon, aber...


Also i.d.R. sind auf Objektiven die Brennweiten angegeben, die diese Objektive an einem Vollformatsensor ergeben würden - oft sogar dann, wenn das entsprechende Objektiv gar nicht Vollformat-tauglich ist (Beispiel: Canon EF-S Scherben).

Beispiel: Ein Canon EF-S 18-200mm f/3.5-5.6 IS ist mit der Aufschrift 18-200mm versehen. Diese Angabe bezieht sich auf die Brennweite, die dieses Objektiv an einer Vollformatkamera, wie der EOS 5D MK III, ergeben würde. Das "S" in EF-S impliziert jedoch, dass dieses Objektiv überhaupt nicht vollformattauglich ist, sondern für Canon-APS-C Kameras hergestellt wurde. Da Canon APS-C einen Cropfaktor von 1.6 hat, ergibt sich für die Brennweite eine Vollformatentsprechung von ~29-320mm, d.h. ein Objektiv mit 29-320mm an einer Vollformatkamera würde denselben Bildbereich abdecken können, wie das 18-200mm an der Canon-APS-C.

Das gilt deshalb aber nicht immer und überall! Daher im Zweifel nachfragen, worauf sich die Brennweiteangabe bezieht.

Alle Klarheiten beseitigt? *Thumbs up!*
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Rareer
Threadersteller

Dabei seit: 22.06.2009
Ort: -
Alter: 26
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 03.02.2013 19:32
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Ah, danke. Ja das beseitigt einige Unklarheiten *zwinker*
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Der_Morph

Dabei seit: 30.03.2004
Ort: Brandenburg
Alter: 35
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Verfasst So 03.02.2013 20:54
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Das stimmt so nicht. Die Brennweite bleibt immer gleich, egal, was für einen Sensor du hinten dran klemmst. Ein 50 mm ist ein 50 mm, egal welche Kamera dran ist. Was sich unterscheidet, ist der Bildwinkel, welcher bei einem kleinen Sensor eben enger und bei einem großen Sensor weiter ist.

Klemmst du ein Mittelformatobjektiv mit 50 mm, was an einer Mittelformat ein Weitwinkel wäre, an eine Kamera mit APS-C Sensor dran, dann hat es dort trotzdem den selben Bildwinkel, wie ein 50 mm für Kleinbild oder ein 50 mm nur für APS-C.
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JohnnyCage

Dabei seit: 11.12.2012
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Mo 04.02.2013 00:22
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Ja, Brennweite ist Brennweite, die bezieht sich nicht auf irgendwas.
Was aber einen Bezug braucht, das ist der Cropfaktor Und ja, der bezieht auf Vollformat.
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ChrisKam

Dabei seit: 01.07.2009
Ort: Hattingen
Alter: 28
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 04.02.2013 08:00
Titel

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...ein 18-200 mm an einer APS-C Kamera entspricht eben nicht einem 29-320mm am Vollformat. Das ist viel zu einfach gedacht. Größter Unterschied in der Praxis ist z.B. die fehlende Tiefenunschärfe, die entspricht garantiert nicht 300mm im Vollformat. Wie denn auch - 200mm bleiben 200mm, ich mache daraus nur einen Ausschnitt in der Mitte. Genauso wenig ändert sich die Bildwirkung; wer etwa glaubt, ein 50mm am Crop erzeugt die Bildwirkung einer 85mm Portraitlinse, der täuscht sich gewaltig und freut sich bald über die dicken Nasen.
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Der_Morph

Dabei seit: 30.03.2004
Ort: Brandenburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 04.02.2013 11:11
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Ehm, jein. Die dicken Nasen kommen vom Aufnahmeabstand und der Position, höchstens noch von der Verzerrung der Linse, wenn sie schlecht korrigiert ist. Genau da ist die Brennweite und die Sensorgröße völlig egal. Stehst du 2,50 m von der portraitierten Person entfernt, ist es egal, ob du mit einer Kompakten mit 3,5 mm Brennweite, einer DX mit 55 mm oder einer Kleinbild mit 85 mm fotografierst. Die Unterschiede je nach "Cropfaktor" (ich mag den Begriff nicht) machen sich beim Rauschen (i.d.R. kleinere Messzellen), der Bildschärfe (je kleiner der Sensor, desto höhere Anforderungen wird an das Glas gestellt, zudem tritt die Beugungsunschärfe früher ein) und der Tiefenschärfe, bzw. der benötigten Lichtstärke, um aufs selbe Ergebnis zu kommen, aus.
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ChrisKam

Dabei seit: 01.07.2009
Ort: Hattingen
Alter: 28
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 04.02.2013 12:07
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* Wo bin ich? *

Du hast natürlich Recht - da habe ich was durcheinander geworfen. Solange man davon ausgeht, dass das fotografierte Objekt gleich groß erscheint, kommt es nur auf den Abstand Kamera-Objekt an. Ich muss ja entsprechend zurückgehen, wenn der Bildwinkel enger wird.

Die Problematik beim Rauschen entsteht im Übrigen durch den Abstand der Bildpunkte auf dem Sensor zueinander, nicht deren Größe - je enger die zusammen sind, desto schwieriger wird es, Signal und Rauschen zu trennen.

..und ja, grundsätzlich stellen Cropkameras höhere Anforderungen an die Objektive. Bei einigen speziellen Problemen, die gerade im Randbereich auftreten (CAs und bestimmte Verzerrungen) hilft es aber, nur den Ausschnitt zu nehmen. Anders gesagt: Ein Objektiv darf im Randbereich schwächer sein, wenn es nur an Cropkameras Verwendung findet.
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