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Thema: Füllungen in Vektorbildern bündig oder überlappend vom 03.07.2024


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Software - Nonprint -> Füllungen in Vektorbildern bündig oder überlappend
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littbarski
Threadersteller

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Verfasst Mi 03.07.2024 10:27
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Füllungen in Vektorbildern bündig oder überlappend

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Hallo zusammen,

ich erstelle ganz einfache Zeichnungen und Cliparts und bin bisher sogar meistens ohne Füllungen ausgekommen. Nun wird das aber immer mehr relevant, und da ich offensichtlich kein Profi bin, würde ich gerne wissen:
Es gibt ja in Illustrator und auch anderen Programmen die Möglichkeit, Vektorgrafiken mit Klick zu füllen, also entweder einen Pfad mit Füllung versehen oder per "interaktivem Malen".
Wenn ich am Ende die Pfade umwandle in Flächen beim Liefern, dann erhalte ich zwei mögliche Alternativen, wie ich Füllungen liefern kann.
- Füllung ist genau bündig an andere Füllung (interaktiv Malen)
- innere Füllung ist etwas größer als die umgebende Füllung (bei einem Kreis z.B.), wie beim Umwandeln per Konturlinie

Einmal gibt es also eine Überlappung, einmal nicht. Dabei meine ich nicht Optionen zum Überfüllen oder Überdrucken, sondern nur das, was man an Objekten am Bildschirm sieht.

Meistens weiß ich nicht genau, wie und wo das Bild gedruckt wird, ich liefere es zur freien Verwendung. Was würde ein Profi an der Stelle liefern, die genau bündigen Füllungen oder die überlappenden? Ist eines davon eher abzuraten, macht eines Probleme, oder sind beide gleichwertig und es liegt eher daran, wie man vorher arbeitet?
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ceesrad

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Verfasst Mi 03.07.2024 17:25
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Hallo!

Bin auch kein Profi - aber hier meine Meinung dazu:

Solange die Druckerei kein Überdrucken anwendet, dürfte es keinen Unterschied machen. Flächen, die nicht überdrucken, sparen die umgebenden, darunterliegenden Flächen aus. Dadurch geht der überlappende Bereich so oder so "verloren".

Allerdings kann eine Druckerei das reine Schwarz (100% K) auch so interpretieren, dass es immer überdruckt. Unabhängig von einem eventuellen Überdrucken-Attribut in Deiner Datei.
Wenn Du dann eine schwarze Kontur mir roter Fläche hast - und sich beides nicht überlappt - dann kann es beim Druck zu Blitzern kommen. Also dass das weiße Papier zwischen schwarzer Kontur und roter Fläche sichtbar wird.

Abseits dessen hätte ich trotzdem die Frage, warum Du Deine Konturen überhaupt in Flächen umwandelst, bevor Du lieferst...
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littbarski
Threadersteller

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Verfasst Mi 03.07.2024 19:01
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Danke, in jedem Fall interessant. Aber bezüglich des Überdruckens von Schwarz: Wenn es nicht überlappt, also wie in deinem Beispiel dann ggf. Blitzer gibt, dann spielt doch auch Überdrucken keine Rolle? Das wäre doch nur für den überlappenden Fall?

Da ich das nur nebenberuflich "künstlerisch" mache und keine Ausbildung/Studium in Grafik habe, war ich mir einfach unsicher, ob eine der beiden Varianten heutzutage sozusagen "out" oder uncool geworden sind.

Aber klar, wenn nicht überdruckt wird, sollte es egal sein, andererseits kann bei den Aussparungen außer den Blitzern ja nichts passieren mit falschem Überdrucken. Beides hat also Nachteile und Vorteile.

(ich liefere immer gerne Flächen, weil ich dann weiß, wie es ankommt, und weil ich das auch so empfohlen bekommen habe, damit die Originaldaten eher nur bei mir liegen)
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ceesrad

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Verfasst Mi 03.07.2024 19:32
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littbarski hat geschrieben:
Danke, in jedem Fall interessant. Aber bezüglich des Überdruckens von Schwarz: Wenn es nicht überlappt, also wie in deinem Beispiel dann ggf. Blitzer gibt, dann spielt doch auch Überdrucken keine Rolle? Das wäre doch nur für den überlappenden Fall?

Genau deshalb empfehle ich ja, dass es sich immer überlappen sollte. Falls die Druckerei ohne Überdrucken arbeitet, ist es egal. Falls die Druckerei mit Überdrucken (fürs Schwarz) arbeitet, dann bist Du auf der sicheren Seite.

littbarski hat geschrieben:
(ich liefere immer gerne Flächen, weil ich dann weiß, wie es ankommt, und weil ich das auch so empfohlen bekommen habe, damit die Originaldaten eher nur bei mir liegen)

Okay, verstehe ich. Bedenke aber, dass Konturen auf dem Bildschirm mies aussehen können, wenn sie in Flächen gewandelt wurden. Je nach PDF-Viewer erscheinen die Linienstärken dann unterschiedlich, zu dick, zu dünn oder werden je nach Zoomstufe gar nicht gezeigt.


Übrigens habe ich eben keinen Unterschied gemerkt, als ich das Interaktive Malen ausprobiert habe. Sofern Du erst dann die Konturen in Flächen umwandelst, kurz bevor Du Deine PDF speicherst, dann sollte die Kontur die Fläche immer noch überlappen.
Wenn Du aber erst die Kontur in Flächen umwandelst und danach noch interaktiv malst, dann hast Du leider aneinander grenzende Flächen...
Aber für Dich selber solltest Du ja eh die Konturen behalten, würde ich vorschlagen.


Abschließend nochmal: Auch ich habe das nicht studiert und bin nicht cool. Von daher hoffe ich auf Mac und Mialet, die vielleicht auch eine Einschätzung abgeben können, wie fachgerecht und cool welche Lösung ist *zwinker*

Grüße
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littbarski
Threadersteller

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Verfasst Mi 03.07.2024 21:26
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Ja, dies führt aber dann doch wieder zur Ausgangsfrage zurück, was man eigentlich anstreben sollte. Also vom Druck her, ob es wünschenswert ist, nur bündige Flächen zu haben, also ob das das Optimum ist bei einfachen Zeichnungen (es geht hier ja eher um Cliparts, Logos etc. und nicht um komplexe technische Illustrationen bei mir). Oder eben die Überlappung auch bei Lieferung von Flächen am Ende in Ordnung ist oder heute eher Standard.

Es ist eben schlicht beides möglich in Illustrator (oder auch CorelDraw). Aber es gibt z.B. keine Funktion, dass man beim interaktiven Malen die Flächen bewusst überlappen lässt, das wäre ja implementierbar im Illustrator. Das wird aber nicht als ganz dringende Option angesehen. Dagegen werden beim Erstellen von "Konturlinie" (expand strokes) von Illustrator ja die äußere Fläche beibehalten während die innere Fläche sozusagen erweitert wird, damit sie überlappt. Hier ist also das Überlappen gewünscht seitens Illustrator.

Ok, war etwas kompliziert formuliert Lächel. Aber im ersten Absatz und weiter oben stehen ja noch die Hauptfragen...
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Moderator

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Verfasst Fr 05.07.2024 13:59
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Wenn Farbflächen bündig aneinander liegen, entstehen dabei bei der Darstellung auf dem Monitor oftmals feine weiße Linien zwischen den Flächen. Das kommt von der Art wie das Antialiasing berechnet wird.

Betrachten wir einen Pixel, auf dem eine diagonale rote Fläche genau zu 50% überdeckt wird. Der Pixel wird also mit rot bei 50% Deckkraft übermalt.
Grenzt daran bündig eine weitere rote Fläche, wird dieser Pixel erneut mit Rot bei 50% Deckkraft übermalt.
Das ergibt dann aber kein Rot mit 100% Deckkraft, sondern effektiv nur Rot mit 75% Deckkraft.
(Hat man unterhalb der roten Flächen statt Weiß eine dunklere Fläche, sind die störenden Haarlinien entsprechend dunkler statt heller.)

Beim professionellen Druck ist das in der Regel kein Problem, da dort mit einer extrem hohen Auflösung gearbeitet wird, dass da eventuelle minimale Ungenauigkeiten nicht nicht sichtbar sind. (Sollte das doch Probleme geben, würde ich die Professionalität des Druckers in Frage stellen. *zwinker* )
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littbarski
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Verfasst Fr 05.07.2024 15:52
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Vielen Dank! Also die eine Alternative wäre schon mal ok. Und beim (deutlichen) Überlappen: wenn ich nichts bewusst auf Überdrucken stelle, dann sollte ja alles so ausgespart sein, wie am Monitor zu sehen (etwa in einem PDF/X-1a) und dann kommen wir am Ende wieder da raus, wo es eben bündig ist und dann so wie von dir beschrieben.
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Mialet

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Verfasst Mi 17.07.2024 16:54
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Die für, respektive gegen, die Ungenauigkeiten des Drucks notwendige Überfüllung erstellt die Vorstufe der Druckerei per Trapping Software.

Würdest du bereits überlappende Grafiken liefern würden die beiden Aussenkanten deiner Überlappung erneut Überfüllt, was der eigentlichen Intention, eine unsichtbare aber drucktechnisch produktionssichere Übergangszone zu erzeugen ad absurdum führen würde.

Finger weg von Dingen, die man nichtmal ansatzweise versteht.

Für Farbflächen die an Schwarze Outlines grenzen, gelten natürlich wieder komplett andere Regeln.
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