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Thema: Originalfarbe in "Overlay-Textur" beibehalten? vom 31.03.2021


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Software - Print -> Originalfarbe in "Overlay-Textur" beibehalten?
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Haarig
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Verfasst Mi 31.03.2021 16:22
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Originalfarbe in "Overlay-Textur" beibehalten?

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Hallo!

Wisst Ihr, wie man die Originalfarbe einer homogenen Farbfläche in Illustrator bzw. InDesign beibehält, nachdem ich eine Textur /Dust, Scratches) drüberlege? Der Fond ist schwarzweiss und wurde mit dem Ebenenstil "screen" drübergelegt. Meine rote Fläche wird in dem Fall heller und blasser.

Grüße
Haarig
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pixxxelschubser

Dabei seit: 02.10.2011
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Verfasst Mi 31.03.2021 21:19
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Zeig doch bitte etwas. Am Besten mit den involvierten Paletten.
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Haarig
Threadersteller

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Verfasst Do 01.04.2021 09:46
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hier das Beispiel:

http://ibb.co/VSCKT76


Zuletzt bearbeitet von Haarig am Do 01.04.2021 09:53, insgesamt 7-mal bearbeitet
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Dabei seit: 25.11.2003
Ort: Hedwig Holzbein Status:0
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Verfasst Do 01.04.2021 10:46
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Bei den Blending Modes/Füllmethoden werden die einzelnen Farbkanäle getrennt voneinander mit den Farbkanälen der darunter liegenden Ebenen verrechnet.

Wenn dabei unterschiedliche Farbsysteme aufeinandertreffen, funktioniert das natürlich nicht mehr. Daher müssen diese Bereiche erst in ein gemeinsames Farbmodell konvertiert werden, damit diese Ebeneneffekte überhaupt funktionieren können. Die Rückkonvertierung in das aktuelle Farbmodell entspricht dann oftmals nicht dem gewünschten Ergebnis.

Ob sich dieses Problem in der CC mit einem reinen RGB-Workflow vermeiden lässt, kann ich nicht sagen. Zum einem mache zu selten was mit Illu/InDesign - und zum anderen bin hier noch bei der CS6.
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Haarig
Threadersteller

Dabei seit: 02.08.2006
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Verfasst Do 01.04.2021 11:57
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Danke top,

ich sehe schon, dass ist ein komplexeres Thema. Beim Farbmanagement habe ich jedes Mal Unsicherheiten.

Schau mal hier:

https://ibb.co/N7h3hXy

Im RGB Modus sieht die Sache schon viel besser aus. Es trifft die Originalfarbe ganz gut.
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ceesrad

Dabei seit: 09.03.2018
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Verfasst Do 01.04.2021 18:39
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Ich denke auch, es ist wie von top beschrieben.
Du hast eine CMYK-AI und setzt eine Grafik ein. Die wird dann wohl zunächst in CMYK gewandelt, ehe der Effekt "negativ multiplizieren" ("Screen") angewendet wird. Dann wird, wie von top beschrieben, jeder Kanal miteinander (negativ) multipliziert.

  • Wenn Du ein Graustufen-Bild drüberlegst, hat es CMYK: 0-0-0-x. Die 3 farbigen Kanäle werden also immer mit 0 (negativ) multipliziert. Heraus kommt dann immer weiß bzw. der Anteil an K, der im Hintergrund bereits vorhanden war (0-0-0-x).
  • Wenn Du ein CMYK-Bild drüberlegst, hat es CMYK: x-y-z-k. Also das gleiche Problem wie oben, nur dass die Farben mit irgendwelchen x-y-z Werten multipliziert werden. Allerdings bekommst Du damit Dein Problem in Griff, wenn Du im Kratzer-Bild Schwarz mit 100-100-100-100 definierst. Also das allertiefste Schwarz mit theoretisch 400% Farbauftrag. Dann werden Deine CMY-Farben immer mit 100 (negativ) multipliziert, bleiben also exakt erhalten. Das finde ich aber sehr schlampig als Lösung.
  • Wenn Du ein RGB-Bild drüberlegst (wie bisher), dann wird es erstmal in CMYK gewandelt. D.h., Schwarz bleibt nicht erhalten, sondern irgendein "84-64-62-80"-Schwarz kommt heraus. Weil diese Werte alle nicht 100 sind, hellen sie Dein Bild in allen Kanälen etwas auf.
  • Alle Varianten haben den Nachteil, dass die überschüssige schwarze Fläche (wie in Deinem Beispiel) rundum schwarz durchschlägt.


Wenn Du im RGB-Modus arbeitest, wird Dein RGB-Kratzerbild nicht umgerechnet, schwarz bleibt schwarz und funktioniert damit. Genauso funktioniert es auch bei einem Graustufenbild, weil das in exakte RGB 0-0-0-Werte umgerechnet wird.

Mein Tip ist keine der obigen Lösungen, sondern:

  • Die AI in RGB oder CMYK anlegen, jenachdem wie es Dir lieber ist.
  • Das Kratzer-Bild als RGB anlegen
  • Alles was von den Kratzern betroffen sein soll gruppieren (oder auf einer Ebene sammeln).
  • Das Kratzerbild über die Gruppe (oder die Ebene) legen, beides auswählen und im Menü "Deckkraft" eine Deckkraftmaske erstellen.
  • Die Deckkraftmaske auf "umkehren" stellen (schwarz=sichtbar, weiß=unsichtbar), "maskieren" deaktivieren.
  • Bei Bedarf musst Du dann noch eine weiße Fläche dahinterlegen, damit der Untergrund nicht durchscheint.


Beispiel:


Die AI ist CMYK.
Die 2 oberen Bilder sind mit der 400%-Schwarz-Methode eingefügt.
Die 2 unteren mit RGB und Deckkraftmaske.

Hoffe, das war halbwegs verständlich. Ansonsten frage gern zurück.

Frohe Ostern.

PS: Vielen Dank an pixxxelschubser.
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