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Thema: Zusammenhang zwischen Rasterweiste, Ausgabepixel und Tonwert vom 30.05.2007


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Zusammenhang zwischen Rasterweiste, Ausgabepixel und Tonwert
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vio21
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Verfasst Mi 30.05.2007 12:34
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Zusammenhang zwischen Rasterweiste, Ausgabepixel und Tonwert

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Hallo,

kann mir jemand folgenden Frage/ Aufgabe beantworten?

Erläutern Sie an Hand eines Beispiels den Zusammenhang zwischen Rasterweite, Ausgabepixel und mögliche Anzahl der wiedergebbaren Tonwertsufen (Grauwerte)!???????????

Ich komme aus dem Nonprint Bereich und habe mit diesem Bereich sehr selten etwas zu tun...

Vielen Dank und Grüße

Vio
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Verfasst Mi 30.05.2007 21:58
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Ich erkläre es Dir anhand der amplitudengesteuerten Bebilderung im Offsetdruck:

Im Offsetdruck wird ein sogenanntes Rasterverfahren eingesetzt. Gedruckt wird mit einer Druckplatte, die sehr sehr vereinfacht gesagt farbannehmende und nichtannehmende Stellen hat.

Die Druckplatte wird direkt mit einem Laser bebildert. Dieser Laser erzeugt ultra-feine Punkte (ca. 1/10 so fein wie ein menschliches Haar) auf der Platte. Die Größe dieser Punkte liegt im Mikrometerbereich (1/1000mm=1Mikrometer). Das sind noch nicht die Rasterpunkte, diese sind wesentlich größer.

Jeder Rasterpunkt (welchen Du sogar meist mit dem bloßen Auge sehen kannst) besteht auf der Platte aus mehreren kleineren Belichterpunkten. Diese Belichterpunkte sind meist matrixbasiert, d.h. man kann sich das wie ein Schachbrett vorstellen: Jedes "Kästchen" wird entweder mit dem Laser belichtet oder eben nicht. I.d.R. ist der Laser rundfokussierend (man kann keine Eckigen Punkte mit einem Laser erzeugen, dürfte klar sein). Damit keine Lücken entstehen, müssen sich die Punkte etwas überlagern, also größer sein als ein "Matrixrechteck". Die Punkte sind beim einfachen Verfahren kummulierend, sie knubbeln sich also auf einen Haufen in der Mitte, um damit den Rasterpunkt aufzubauen.

Eine Menge dieser Punkte ergibt dann einen Rasterpunkt. Z.B. kann man eine Matrix von 4 x4 verwenden, um einen Rasterpunkt zu erzeugen. Die Rasterpunkte widerum liegen ebenfalls in einer entsprechend größeren (z.B. vierfachbreiten und vierfachlangen) Matrix. Diese Matrix nennt man auch Raster. Die Weite der einzelnen Masche dieses Rasters nennt man Rasterweite.

Die Rasterweite selbst hat zunächst keinen direkten Einfluss auf die Menge der darstellbaren Tonwerte.

Kommen wir zurück zur kleineren Matrix, also dem Aufbau des einzelnen Rasterpunktes:
Eine 4x4-Matritze hat 17 verschiedene Möglichkeiten einen Tonwert darzustellen (16 + Weiß). Man könnte also 0 Pixel färben, 1 Pixel färben, 2 Pixel färben... 16 Pixel färben.
1 x 1= 2 Zustände
2 x2 = 5 Zustände
3 x 3= 9 Zustände
...

Das Auflösungsvermögen des Belichters wird auch in dpi angegeben. Teilt man diese Auflösung (im Prinzip auch eine Rasterweite, wird nur nicht so genannt um nicht durcheinander zu kommen) durch die Rasterweite, so ergibt sich eine Zahl. Haben Belichter und Platte z.B. 2400 dpi Auflösungsvermögen und man druckt im 60er-Raster (60 L/cm * 2,54 = ~152dpi) so ergibt sich: 2400/152= ~16 Damit weiß man, dass theoretisch 16 Punkte in der Breite und 16 Punkte in der Länge pro Rasterpunkt angesprochen werden können, also kann mit einer 16 x 16 Matrix der Punkt aufgebaut werden. Somit kann man 257 Tonwerte darstellen.

Verändert man bei gleicher Belichterauflösung z.B. die Rasterweite auf 120er Raster, so kann man nur noch mit einer 8 x 8-Matrix drucken, also nur 65 Tonwerte darstellen. Eine höhere Rasterweite ist also nicht in jedem Falle besser.

Verändert man für ein 120er Raster die Belichterauflösung z.B. auf 4800 dpi, so kann man wieder eine 8 x8- Matrix darstellen.

Problematisch wird es aber bei einer hohen Auflösung (Rasterweite) im Druck, aber das ist eine andere Geschichte.
Es gibt noch eine Handvoll weitere theoretische Betrachtungen zu diesem Thema, die will ich Dir aber jetzt ersparen.


Zuletzt bearbeitet von am Mi 30.05.2007 22:04, insgesamt 2-mal bearbeitet
 
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ArtSyndikat

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Verfasst Mi 30.05.2007 22:20
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Wow, so verständlich hab ich das noch nicht gelesen. Hut ab und Danke.

Aber hier ist doch was falsch, oder hab ich da ne Denkblockade:

bauchbieber hat geschrieben:
Verändert man für ein 120er Raster die Belichterauflösung z.B. auf 4800 dpi, so kann man wieder eine 8 x8- Matrix darstellen.
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M_a_x

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Verfasst Mi 30.05.2007 23:06
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ArtSyndikat hat geschrieben:


Aber hier ist doch was falsch, oder hab ich da ne Denkblockade:

bauchbieber hat geschrieben:
Verändert man für ein 120er Raster die Belichterauflösung z.B. auf 4800 dpi, so kann man wieder eine 8 x8- Matrix darstellen.


Ja, das war ein Tippfehler, das geht aus seinen richtigen ausführungen hervor.
Offensichtlich ist die 16x16-Matrix mit 256+1 Graustufen gemeint.


Zuletzt bearbeitet von M_a_x am Mi 30.05.2007 23:08, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Verfasst Do 31.05.2007 18:39
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M_a_x hat geschrieben:
ArtSyndikat hat geschrieben:


Aber hier ist doch was falsch, oder hab ich da ne Denkblockade:

bauchbieber hat geschrieben:
Verändert man für ein 120er Raster die Belichterauflösung z.B. auf 4800 dpi, so kann man wieder eine 8 x8- Matrix darstellen.


Ja, das war ein Tippfehler, das geht aus seinen richtigen ausführungen hervor.
Offensichtlich ist die 16x16-Matrix mit 256+1 Graustufen gemeint.


Richtig gesehen. Gemeint ist eine 16x16-Matrix.
 
 
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