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Aktuelles Datum und Uhrzeit: So 11.04.2021 12:37 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Vorteil von CYMK in der Profilierung vom 10.03.2021


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Vorteil von CYMK in der Profilierung
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0815xl
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Verfasst Do 11.03.2021 19:25
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Mit Printfab kann man cmyk einzeln ausgeben. Da ist das K bräunlich, das sieht man aber auch, wenn ich meine Refilltinte auf ein Blatt Papier streiche. Gut zu wissen dass sich das trotzdem zum proofen eignet. Lächel

Unter D50 Licht sieht das profiliert gedruckte Grau auch halbwegs neutral aus. Ist halt kein Proofpapier, sondern erst mal nur Fotopapier mit eher blauem weiß (Sihl Lustre).

Kann ich die Farbverbindlichkeit mit eigenen Farbfeldern testen um nicht gleich 400 € für nen Medienkeil auszugeben?

Muss ich die gemessenen Lab Werte noch irgendwie mit den Papierweiss verrechnen?
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Mialet

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Verfasst Do 11.03.2021 21:27
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0815xl hat geschrieben:
Mit Printfab kann man cmyk einzeln ausgeben. Da ist das K bräunlich, das sieht man aber auch, wenn ich meine Refilltinte auf ein Blatt Papier streiche. Gut zu wissen dass sich das trotzdem zum proofen eignet. Lächel

Nur wenn du dagegen mit Cyan wirklich ankommst, ohne dann an anderen Stellen (z.B. dem oben erwähnten Tiefscharz mit Zumengung von 50% Cyan in den Daten), aus dem was möglich ist, zu laufen.

0815xl hat geschrieben:
Unter D50 Licht sieht das profiliert gedruckte Grau auch halbwegs neutral aus. Ist halt kein Proofpapier, sondern erst mal nur Fotopapier mit eher blauem weiß (Sihl Lustre).
Dann aber bitte einmal mit und einmal ohne UV Filter gegenchecken. Wenn sich Tageslicht und D50 merklich unterscheidet, ist anzunehmen, dass das nicht glimpflich ausgeht.

0815xl hat geschrieben:
Kann ich die Farbverbindlichkeit mit eigenen Farbfeldern testen um nicht gleich 400 € für nen Medienkeil auszugeben?
Natürlich kann dich niemand daran hindern, Farben zu prüfen, die zufälligerweise auch auf einem Medienkeil vorkommen *zwinker*

0815xl hat geschrieben:
Muss ich die gemessenen Lab Werte noch irgendwie mit den Papierweiss verrechnen?

Wenn du passend absolut farbmetrisches aus Profilen herausziehst, respektive gleich mit aus den FOGRAxy.txt Dateien extrahierten Lab- oder XYZ-Werten vergleichst: nein.
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0815xl
Threadersteller

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Verfasst Fr 12.03.2021 20:20
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Vielen Dank für die Erläuterungen! Lächel

Ich muss also in Photoshop ein Isocoated v2 Dokument erstellen ein Farbfeld mit Tiefschwarz erstellen/drucken und nachmessen?

Wenn ich Lab Farbfelder anlege sind das vermutlich die absolut farbmetrischen Werte.
Gedruckt werden muss dann wohl auch a.F. Dabei erhalte ich immer zu starke Kontraste im Gegensatz zu r. F. mit TK. Wo liegt der Fehler? * Ich bin ja schon still... *
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Mialet

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Verfasst Sa 13.03.2021 19:41
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0815xl hat geschrieben:
Ich muss also in Photoshop ein Isocoated v2 Dokument erstellen ein Farbfeld mit Tiefschwarz erstellen/drucken und nachmessen?
Wofür? Du wirst die CMYK-Farbwerte, die bei einer Wandlung aus 0/0/0 RGB in ein ISOcoated V2 Profil entstehen, nicht 1:1 in den Profildaten wiederfinden, obwohl es ein so charakteristischer Wert im Farbraum ist. Das liegt aber daran, dass je nach verwendeter Colorengine und den Prioritäten und den weiteren Reglern, die einem da zur Verfügung stehen, etliche maximale Schwarzwerte begegnen können.

0815xl hat geschrieben:
Wenn ich Lab Farbfelder anlege sind das vermutlich die absolut farbmetrischen Werte.
Gedruckt werden muss dann wohl auch a.F. Dabei erhalte ich immer zu starke Kontraste im Gegensatz zu r. F. mit TK. Wo liegt der Fehler? * Ich bin ja schon still... *
Wenn du von Lab nach CMYK abolut Farbmetrisch wandelst ist das Papierweis des Profils bereits einberechnet. Wenn du proofst, hast du aber in der Regel per perzeptivem oder rel. Farbmetrischer Wandlung erzielte CMYK Werte, also ohne Weißpunktadaption. Das erledigt in der Regel das Prooferprofil.
Wenn du also ein per abs. Farbmetrischem RI erzeugtes CMYK auf den Proofer schickst, hast du das Papierweiss doppelt eingerechnet.

Was hast du denn mit diesen per Lab erstellten Farben eigentlich vor? Sind das Referenzmuster die du jetzt quasi im Druck 1:1 nachstellen willst, also z.B. Farbmuster aus Stoff, oder Kunststoff, oder aus Referenzdrucken herausgemessenes, …?
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0815xl
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Verfasst Di 16.03.2021 02:42
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Zitat:
Was hast du denn mit diesen per Lab erstellten Farben eigentlich vor?


Die Idee war einen eigenen kleinen Medienkeil zu machen. Um abzuschätzen, wie genau der Drucker arbeitet.


Zitat:
Wofür? Du wirst die CMYK-Farbwerte, die bei einer Wandlung aus 0/0/0 RGB in ein ISOcoated V2 Profil entstehen, nicht 1:1 in den Profildaten wiederfinden, obwohl es ein so charakteristischer Wert im Farbraum ist.


Um zu prüfen ob mein Drucker zb Dein beschriebenes Tiefschwarz erreicht.
Gemeint war in einem Isocoated v2 Dokument, ein tiefschwarzes Feld mit zb 50C und 100K anzulegen. Also ohne irgendwelche Konvertierung zu betreiben.


Eigentlich müsste es sogar reichen in Photoshop ein Dokument im Druckerfarbraum anzulegen, um zu prüfen ob er beim Befüllen mit 50C 100K eine Gamutwarnung rausgibt. Tut er dies nicht, sollte das Tiefschwarz ja gehen? * Ich bin ja schon still... *


Um meine Eingangsfragestellung noch mal zu beleuchten:
Ein CMYK Drucker Profil ist nicht genauer als ein RGB Drucker Profil?
Könnte man mit einen RGB Treiber Drucker Isocoated V2 Fotos proofen?


Zuletzt bearbeitet von 0815xl am Di 16.03.2021 02:43, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mialet

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Verfasst Mo 22.03.2021 16:59
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0815xl hat geschrieben:
Ein CMYK Drucker Profil ist nicht genauer als ein RGB Drucker Profil?
Kann, muss aber nicht.

Bei den meisten einfacheren Tintenstrahlern mit großem Gamut ist die Stabilität der Farbausgabe über die Zeit der begrenzende Faktor. Manchmal darf man nach einem Kartuschenwechsel von vorne Anfangen …


0815xl hat geschrieben:
Könnte man mit einen RGB Treiber Drucker Isocoated V2 Fotos proofen?
ja, wenn der Gamut von ISOCoated V2 komplett abgedeckt wird. Die eigentliche Frage ist, ob der Drucker deinem Proof traut. In der Regel wird er das tun, wenn der !mitgedruckte! (kein dazugelegter!) Medienkeil optisch gut aussieht, bzw. einer Nachmessung mit passablen Toleranzen nachkommt. So ein Proofer kann aber Sachen machen, die keine Druckmaschine hinbekommt, wenn z.B. die Graubalance in einem grauen Verlauf in Umfangsrichtung der Druckwalzen mal hierhin und mal dorthin changiert. Sowas ist mit den Daten die ehedem in reinem Schwarz angelegt wurden, nicht möglich, ein schlecht profilierter Proofdrucker schafft sowas sowohl bei CMYK Profilierung und erst recht bei RGB Profilierung, da ja kein 'Reinschwarz' die Farbtransformation in den Druckerfarbraum überlebt.
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0815xl
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Verfasst Mi 24.03.2021 16:59
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Vielen Dank für die Erklärung!

Ach so, ich dachte einen Proof macht man für die eigene Kontrolle. Also um vorab zu sehen, wie die Druckerei das später drucken wird, bzw deren Ergebnis zu überprüfen.

Man kann also den Proof dem Auftrag beilegen und die Druckerei weiß dann, aha, ein kritischer Kunde und linearisiert/profiliert dann vorher noch mal? *ha ha*


Zuletzt bearbeitet von 0815xl am Mi 24.03.2021 17:00, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Mialet

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Verfasst Mi 24.03.2021 20:02
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Drucken innerhalb des PSO bedeutet noch lange nicht, dass das herauskommt, was man sich wünscht.

Einen Proof an der Maschine zu haben, ermöglicht es dem Maschinenführer konkret die vorgegebenen Richtung anzusteuern. Ansonsten ist es halt Blindflug – innerhalb der Toleranzen, aber doch blind.
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