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Thema: Problem beim umwandeln eines Fotos in CMYK vom 30.05.2008


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Problem beim umwandeln eines Fotos in CMYK
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MisterG

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Verfasst Fr 30.05.2008 20:32
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Das grundsätzliche Problem ist ja, daß satte RGB-Farben nicht mit CMYK darstellbar sind. Um zu verhindern, daß Dir Konturen und Glanz verlorengehen, kannst Du einfach helle Farbwerte etwas zurücknehmen: In Photoshop unter Image -> Adjustments -> Curves (Ctrl-M, keine Ahnung, wie das in der deutschen Version heißt) die Steigung der Geraden reduzieren. Dann in CMYK umwandeln. Danach ist das Bild natürlich weniger bunt, aber evtl. ist das ja egal. Im Zweifel findet sich bestimmt der eine oder andere eklige Filter, der das halbwegs kompensiert ...
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Fr 30.05.2008 23:06
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Für solche Bilder richtet man sich die Proofvoransicht ein.
Probiert da die diversen in Frage kommenden Profile des Zielfarbraums (gerade bei sowas unterscheiden sich z.B. ECI ISOcoated V2, Adobe coated Fogra39 und Basiccolor ISOcoatedV2 bei den diversen Prioritäten ganz erheblich).
Dann aktiviert man die Farbumfangswarnung.
Danach geht man an Farbton/Sättigung und schraubt solange an den einzelnen Farben (ich war in dem Fall an Grün, Blau, Magenta und Gelb) an der Sättigung, sodass wieder ein erträgliches Maß an Zeichnung in den hochgesättigten Partien vorhanden ist.

Anschiessend wird in CMYK gewandelt und evtl. global die Sättigung wieder etwas hochgeschraubt.

Das strahlen ist weg, aber die Modulation bleibt erhalten:



Man könnte die Technik 'rel. farbmetrische Wandlung mit partieller Perzeptivität' nennen. (Macht das von mir verwandte Adobe Profil eh schon von Haus aus.)

MfG

Mialet
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Pixelkaiser

Dabei seit: 13.01.2007
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Verfasst Sa 31.05.2008 13:24
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Mialet hat geschrieben:
Für solche Bilder richtet man sich die Proofvoransicht ein.
Probiert da die diversen in Frage kommenden Profile des Zielfarbraums (gerade bei sowas unterscheiden sich z.B. ECI ISOcoated V2, Adobe coated Fogra39 und Basiccolor ISOcoatedV2 bei den diversen Prioritäten ganz erheblich).
Dann aktiviert man die Farbumfangswarnung.
So würde ich auch vorgehen und dann mit Auswahl > Farbbereich auswählen > "Außerhalb des Farbumfangs" die betroffenen Stellen gezielt auswählen und so bearbeiten wie Du das vorschlägst.
(Gerade ein basiccolor-Profil hat mir letztens geholfen, ein AdobeRGB-Rot noch gut in den Druckfarbraum zu bringen, was mit dem ECI-Pendant nur mit einer weit auffälligeren Entsättigung möglich gewesen wäre.)

Alternatives Vorgehen, wenn man nicht so gern im Bild rumdreht:
Eine Art "Vorkompression" durchführen, indem man zuerst in PhotogammutRGB konvertiert, weil das sogar perzeptiv geht, und von da aus in den Druckfarbraum.


Trotzdem ist es von elementarer Wichtigkeit welches Quellprofil das RGB-Ausgangsbild hat. Wenn das sRGB wäre (nicht sehr wahrscheinlich) könnte die Transformation wahrscheinlich mit wenig Zeichnungsverlust durchgeführt werden. Hat der Ersteller allerdings WideGammut oder ähnlichen Dumfug verwendet, muss man zusammen mit der Konvertierung noch gewaltig manipulieren.

Wenn ein guter Kontakt zum Fotografen besteht, könnte man ihn vielleicht davon überzeugenn in einem "druckverträglicheren" Farbraum zu entwickeln....

Pix
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst So 01.06.2008 21:33
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Pixelkaiser hat geschrieben:
So würde ich auch vorgehen und dann mit Auswahl > Farbbereich auswählen > "Außerhalb des Farbumfangs" die betroffenen Stellen gezielt auswählen und so bearbeiten wie Du das vorschlägst.
Nein, so eben nicht!, Das ergibt nämlich an den OoG-Grenzen genau den Effekt, wenn nicht üblere, die eine rel. farbmetrische Wandlung auch verursacht. Man muss schon bis in den kleineren Gamut hereinkorrigieren, um saubere Abstufungen zu erhalten und sich dort keine Abrisse einzuhandeln.

Pixelkaiser hat geschrieben:
(Gerade ein basiccolor-Profil hat mir letztens geholfen, ein AdobeRGB-Rot noch gut in den Druckfarbraum zu bringen, was mit dem ECI-Pendant nur mit einer weit auffälligeren Entsättigung möglich gewesen wäre.)
Vom Farbdrift wahrscheinlich ganz abgesehen.
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Pixelkaiser

Dabei seit: 13.01.2007
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Verfasst Mo 02.06.2008 12:44
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Mialet hat geschrieben:
Pixelkaiser hat geschrieben:
So würde ich auch vorgehen und dann mit Auswahl > Farbbereich auswählen > "Außerhalb des Farbumfangs" die betroffenen Stellen gezielt auswählen und so bearbeiten wie Du das vorschlägst.
Nein, so eben nicht!, Das ergibt nämlich an den OoG-Grenzen genau den Effekt, wenn nicht üblere, die eine rel. farbmetrische Wandlung auch verursacht. Man muss schon bis in den kleineren Gamut hereinkorrigieren, um saubere Abstufungen zu erhalten und sich dort keine Abrisse einzuhandeln.
Und wenn man eine "schön weiche" Auswahlkante einstellt? Obwohl ich gern zugebe, dass eine Farbkorrektur dieser Art nicht zu meinen Lieblingsaufgaben zählt.
Den Tip mit der "Farbbereichsauswahl" habe ich übrigens mal in einem Kommentar von Marius König gelesen (Herausgeber von Photoshop Aktuell).


Mialet hat geschrieben:
Pixelkaiser hat geschrieben:
(Gerade ein basiccolor-Profil hat mir letztens geholfen, ein AdobeRGB-Rot noch gut in den Druckfarbraum zu bringen, was mit dem ECI-Pendant nur mit einer weit auffälligeren Entsättigung möglich gewesen wäre.)
Vom Farbdrift wahrscheinlich ganz abgesehen.
Ja, richtig. _Vermutlich_ kommen in den basICColor-Profilen dieselben Gamutmappingberechnungen zum Einsatz wie im SpoTTuner.


Pix
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Mialet

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Verfasst Mo 02.06.2008 13:16
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Pixelkaiser hat geschrieben:
Und wenn man eine "schön weiche" Auswahlkante einstellt?
Und die auch noch je nach Motiv an allen Randbereichen passend weich macht, so das es wie bei den obigen Legosteinen an den Partien wo eine Farbe aus dem OoG herausragt, weich ist, aber an den 3 anderen Seiten, wo andersfarbifge Steien ohne Probleme oder mit ganz anderen Problemzonen passend hingeweicht werden, kannst du das geren machen.
Ich glaube, ich lass das lieber *zwinker*

Pixelkaiser hat geschrieben:
Obwohl ich gern zugebe, dass eine Farbkorrektur dieser Art nicht zu meinen Lieblingsaufgaben zählt.
Da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Das sind Dreckkorrekturen, wo man sich mühe geben kann, wie man will, es wird eben doch nur ein blässliches CMYK draus... gewinnen kann man da eh nie, das ist nur Schadensbegrenzung, und zwar auf einem Niveua, wo es einem der Kunde etnweder eh nciht glaubt, oder es ihm dann auch egal ist, wenn er seine Farben nicht so bekommt, wie er es gern hätt'.


Pixelkaiser hat geschrieben:
Den Tip mit der "Farbbereichsauswahl" habe ich übrigens mal in einem Kommentar von Marius König gelesen (Herausgeber von Photoshop Aktuell).

No comment!

Mialet hat geschrieben:
Pixelkaiser hat geschrieben:
(Gerade ein basiccolor-Profil hat mir letztens geholfen, ein AdobeRGB-Rot noch gut in den Druckfarbraum zu bringen, was mit dem ECI-Pendant nur mit einer weit auffälligeren Entsättigung möglich gewesen wäre.)
Vom Farbdrift wahrscheinlich ganz abgesehen.
Ja, richtig. _Vermutlich_ kommen in den basICColor-Profilen dieselben Gamutmappingberechnungen zum Einsatz wie im SpoTTuner.[/quote]
Das hat mit Berechnung nicht so viel zu tun. Es geht dabei vielmehr um eine willentliche Entscheidung, wo man den unausweichlichen Fehler hinbugsiert. Verzichtet man lieber auf Helligkeit oder auf Leuchtkraft, Sprich gehe ich eher im Farbkreis nach innen, oder wandere ich den Rand entlang, wenn dort u.U. eine näherliegende Entsprechung liegt.

Kann mal so und kann mal so besser aussehen.
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Pixelkaiser

Dabei seit: 13.01.2007
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Verfasst Mo 02.06.2008 18:30
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Mialet hat geschrieben:
Pixelkaiser hat geschrieben:
Pixelkaiser hat geschrieben:
Den Tip mit der "Farbbereichsauswahl" habe ich übrigens mal in einem Kommentar von Marius König gelesen

(Herausgeber von Photoshop Aktuell).

No comment!

Es hat eben niemand zu jedem Problem die beste Lösung parat



Mialet hat geschrieben:
Mialet hat geschrieben:
Pixelkaiser hat geschrieben:
(Gerade ein basiccolor-Profil hat mir letztens geholfen, ein AdobeRGB-Rot noch gut in

den Druckfarbraum zu bringen, was mit dem ECI-Pendant nur mit einer weit auffälligeren Entsättigung möglich gewesen

wäre.)
Vom Farbdrift wahrscheinlich ganz abgesehen.
Ja, richtig. _Vermutlich_ kommen in den basICColor-Profilen

dieselben Gamutmappingberechnungen zum Einsatz wie im SpoTTuner.

Das hat mit Berechnung nicht so viel zu tun. Es geht dabei vielmehr um eine willentliche Entscheidung, wo man den

unausweichlichen Fehler hinbugsiert. Verzichtet man lieber auf Helligkeit oder auf Leuchtkraft, Sprich gehe ich eher im

Farbkreis nach innen, oder wandere ich den Rand entlang, wenn dort u.U. eine näherliegende Entsprechung liegt.

Kann mal so und kann mal so besser aussehen.

Ja, ist mir klar welche Manipulationsmöglichkeiten man mit dem Tool hat
Für das Berechnen von OOG-Farben -wenn man gezielt den Buntton erhalten möchte habe ich noch nichts besseres gesehen.
Der Hersteller wirbt ja damit, dass Farbtonfehler bei CIELAB-basierten ICC-Systemen häufiger auftreten und durch die CIECAM02-Methode korrigiert werden. Ich vermutete halt, dass diese "Intelligenz" auch bei der basICColor Profilberechnungssoftware zum Einsatz kommt. Wobei das bei einer Profilberechnungssoftware wohl tatsächlich weniger Sinn macht, weil der Focus in der Praxisanwendung bei einer Profilkonvertierung ja selten auf einer Farbe allein liegt.

Pix
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