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Thema: Maximale PPI von alten Photopapier vom 02.11.2015


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Maximale PPI von alten Photopapier
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Alex.H
Threadersteller

Dabei seit: 02.11.2015
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Verfasst Mo 02.11.2015 19:13
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Maximale PPI von alten Photopapier

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Moin, moin,

ich möchte gerne alte Photos scannen und archivieren, die zum Teil nur noch als Abzüge existieren.

Das große Internet rät allgemein zur Scanauflösung von 600dpi beim Flachbettscanner. Allerdings immer im Hinblick weiterführende Arbeitsschritte. Mir gehts allerdings erstmal nur um die Archivierung. Besser werden die alten Abzüge sicher nicht. In Zeiten von Terabyte-Festplatten ist mir die Größe der Bilder total egal. Auch der Zeitaufwand ist hier für mich nicht ausschlaggeben. Ich scan die Bilder ja nur ein einziges mal.

Auf einen 35mm Kleinbildfilm bekommt man unter besten Vorraussetzung eine Informationsdichte, die etwa einem 42 Megapixel-Bild enspricht. Ich muß davon ausgehen, das zu mindestens ein paar dieser Aufnahmen unter diesen optimalen Vorraussetzungen gemacht wurden (beste Ausrüstung, die Geld kaufen konnte, echter Profi am Gerät, beste Materialen, optimale Bedingungen usw.)

Die spannende Frage ist aber: Was sind die maximalen PPI die Photopapier unter den besten Vorraussetzungen hat? Die allermeisten Photos sind sicherlich mit analoger Technik entwickelt und belichtet worden.

Bei einem digitalen Abzug haben die meisten handelsüblichen Belichter sowas um die 300 bis 400 ppi. Das ist aber analoger Kram und da weiß ich nicht, was damals mit dieser Technik im Bereich PPI möglich war.
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liselotteBerlin

Dabei seit: 28.06.2014
Ort: Berlin
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Verfasst Mo 02.11.2015 19:24
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Was hat denn dein Scanner für eine native "Auflösung"?
Interpolieren muss nicht sein. Die Home-Teile haben meist max. 600dpi (gehabt)
MfG
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Alex.H
Threadersteller

Dabei seit: 02.11.2015
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Verfasst Mo 02.11.2015 20:05
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Die Scanner die ich hab, haben in der Tat eine optische Auflösung von 600dpi.

Allerdings hab ich vor einen besseren Flachbett-Scanner zu besorgen. Für die ganzen Negative wird auf jeden Fall ein Reflecta RPS 10M gekauft.

Für die Photos dann etwas entsprechendes. Dafür muß ich nur eine Idee haben, wieviel PPI das zu scannende Material im besten Fall haben kann.

Als Software dachte ich daran, die Archive Suite von Silverfast einzusetzen.
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Anaxagore

Dabei seit: 27.03.2015
Ort: Ilmenau
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Verfasst Mo 02.11.2015 22:20
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im allerbesten Fall hat es die Auflösung die maximal physikalisch möglich ist, was das Objektiv an Information durchlässt...

sprich bei normalen Vollformatbildern ist wohl das Maximum was man herausholen kann ca. 30 Megapixel, je nachdem wie groß dein Träger ist, kannst dann die ppi ausrechnen *zwinker*

bei Mittelformat sind es ca. 72 Megapixel, wie gesagt die Größe des Trägermaterials mit diesen Auflösungen abgleichen, das ist dann mehr, als du am Ende wirklich benötigst.

Falls du dich fragst, wieso der limitierende Faktor im best case das Objektiv ist, schmeiße ich einfach mal den Begriff Beugung hier rein. Es gibt im Netz genügend Berechnungen zu diesem Thema. Da kann das Trägermaterial noch so gut sein, am Ende ist die Information die durch das Objektiv gelassen wird das absolute Limit.
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
Ort: -
Alter: -
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Verfasst Mo 02.11.2015 22:54
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Das der begrenzende Faktor die Optik ist, da stimme ich zu. Aber sicherlich nicht die der seinerzeit aufnehmenden Kamera, sondern eher der der aktuell verfügbaren Scanner.
Wenn man es tatsächlich schafft, einen zu bekommen der die nominell angegebenen 600ppi tatsächlich schafft, dann ist der nächste begrenzende Faktor die Körnung des Photopapiers, auf dem die Abzüge gemacht wurden. Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn man scharfe Photopapierpigmente zu Gesicht bekommt, hat man zu mindestens von der Hardware schon mal mehr als genug. Dann kann man getrost so weit mit der Auflösung des Scans zurückgehen, bis das Papierkorn so grade erkenn bar wird. Meistens ist es mit aktueller Aufsichtsscanhardware aber so, dass man erst gar kein scharfes Korn zu sehen bekommt.
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Alex.H
Threadersteller

Dabei seit: 02.11.2015
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Alter: 45
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 02.11.2015 22:55
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Das "Korn" des alten Photopapiers ist also ausreichend fein?

Bei einem normalen 35mm Film kann man wohl bei ab die 4000 ppi die Struktur des Filmmaterials betrachten, aber mehr bekommt man dann wohl nicht mehr an Informationen aus dem Material.

Wenn das auch das Photopapier von der Feinstruktur hinkommt, dann würde es Sinn machen die Auflösung an die Informationsmenge aus dem Negativ anzupassen.

Als Beispiel ein altes 2:3 Foto mit den Maßen 8,9 x 12,7 cm

Umrechnen auf Inch: 3,5" x 5,0"

Quadrat-Inch: 17,5 (3,5" * 5,0")

Wieviel Pixel pro Inch wenn die 17,5 Quadratinch mit Bildinformationen aus 30 Megapixel belichtet wurde?
1714286 Pixel pro Quadratinch (30 * 1.000.000 / 17,5)

Die 1714286 Pixel beschreiben die Menge der Pixel in einem Quadrat. Was für eine Seitenlänge in Pixeln hat das Quadrat?

1309 Pixel Seitenlänge (Wurzel aus 1714286)


Wenn ich mich nicht irgenwo verrechnet habe, müßten also 1309 DPI oder das nächst höhere Setting als Einstellung beim Scanner bereits optimale Ergebnisse liefern. Werden die Abzüge der Photos größer langt entsprechend auch weniger Auflösung.
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Mac

Dabei seit: 26.08.2005
Ort: Zierikzee
Alter: 56
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 03.11.2015 10:16
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Mehr als das Korn geht nicht.

Dazu muß man verstehen, wie klassisches Fotopapier funktioniert:
Du hattest ein Trägermaterial (früher Baryt, dann Papier, später PE)
darauf eine Gelatine-Emulsion mit Silberhalogenid. Durch die Belichtung des Papiers wurde das Silberhalogenid zu metallischem (schwarzem) Silber reduziert und es bildeten sich - je nach Art der Verarbeitung größere oder kleinere Silber-Klümpchen: das Korn.

Da das schwarze Zeug kein Licht durchläßt, bzw bricht (wie beim Negativ) oder Licht anders reflektiert wie bei einem Papierabzug, kommt der SW-Effekt zustande.

Sollte dein Scanner also das Korn darstellbar machen, haste das Optimum rausgeholt.

Für Kleinbild-Negativmaterial (24x36 mm) lag die Auflösungsgrenze bei 4000, bei bessereem Material bei 8000 ppi.
Größere Formate dürften in ähnlichem Bereich liegen, da das Materail letztendlich fast das gleiche war (zumindest in den Anfängeb bei der Agfa und Kodak). Großformatigere Negative hatten eine etwas andere Emulsion, die auch feineres Korn darstellte.

Noch Fragen?

Nachtrag:
Ah ich eh, du redest von Papierabzügen. Dann das, was der Scanner hergibt - aber nicht interpolieren. Und auch hier gilt: wenn du das Korn siehst, biste am Ende der Stange angelangt. Mehr is nur noch Plattenplatz und bessere Darstellung von Staub und Flusen.


Zuletzt bearbeitet von Mac am Di 03.11.2015 10:19, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Di 03.11.2015 12:45
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'Früher', als das Maß der Dinge tonnenschwere Trommelscanner waren, galt die Regel: Papierabzüge für normalen Leseabstand nie größer als 1:1 reproduzieren. Sprich mit deren Optiken war bei 1:1 Abtastung und 300ppi schon Ende dessen, was das Papier hergab.

Es gab aber ein 'aber'; das waren alte Barytabzüge, weil deren Korn dermassen fein ist, dass man noch locker auf 200% gehen konnte, ohne durch die allfällige Schärfung in erster Linie das Korn und nicht die Bildmodulation zu verstärken.

Einen festen Wert gibt es schlussendlich nicht, weil
a) Bei Farbabzügen die unterscheidlichen Pigmente auch unterschiedliche Korngrößen ausbilden, sprich je nach überwiegender Farbe kann die Körnung mal mehr oder weniger Stark ausgeprägt sein.

b) Die Korngröße in direktem Zusammenhang mit der Empfindlichkeit des Materials steht, sprich je höher die ISO/ASA, je gröber das Korn und somit niedriger die effektiv benötigte Scanabtastung.


Zuletzt bearbeitet von Mialet am Di 03.11.2015 12:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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