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Thema: Leuchtfarben/Sonderfarben im Druck vom 06.07.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Leuchtfarben/Sonderfarben im Druck
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Piffi13
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Verfasst Do 06.07.2006 14:58
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Leuchtfarben/Sonderfarben im Druck

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Hallo zusammen!

Wir haben handgemalte Bilder vorliegen, die wir im Offset drucken lassen wollen. Problem: Die brillianten Farben lassen sich im normalen 4-c Druck nicht erstellen, da es sich um Leuchtfarben handelt. Mit Schmuckfarben ist hier - lt. Druckerei - auch nicht weiter zu kommen - da die Bilder Verläufe und Strukturen in den einzelnen Flächen beeinhalten. Kann mir jemand sagen, warum solche Flächen nicht mit Sonderfarben gedruckt werden können. Können Sonderfarben nicht gerastert werden?

Danke für Eure Hilfe!



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Zuletzt bearbeitet von Cocktailkrabbe am So 09.07.2006 09:08, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Benutzer 27313
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Verfasst Do 06.07.2006 15:17
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Um dir eine genauere Antwort zu geben musst du mir sagen, mit welcher Auflage und in welchem Format gedruckt wird. Zusätzlich wäre ein ungefähres Preisbudget nicht schlecht um mir eine Vorstellung davon zu machen, ob das überhaupt machbar ist.

Grundsätzlich kommen die folgenden Möglichkeiten in Betracht:
- künstlerischer Druck per Hand (extrem teuer und aufwendig, kleine Stückzahlen)
- Siebdruck mit Mehrfarben-Repro
- Offsetdruck mit entweder erweiterter Prozessfarbraum (z.B. Hexachrom, aber richtig leuchtende Farben sind auch nicht möglich), oder eine Reproduktion mit Sonderfarben oder einer Mischung aus Prozess und Sonderfarben (Repro sehr teuer)
- Alternativ bleibt eventuell noch großformatiger Digitaldruck

Ich habe neulich einen Kalender mit 10/0 Farben pro Blatt, Kunstdruck mit Handsignatur auf handgeschöpftem Papier geschenkt bekommen. Insgesamt waren das je zwei zusammengehörende Werke, also 60 Farben. Die Auflage war 400 Exemplare. Den Preis möchtest Du aber glaube ich nicht wissen. So etwas liegt allein in den Materialkosten pro Exemplar jenseits von gut und böse.
 
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Piffi13
Threadersteller

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Verfasst Do 06.07.2006 20:26
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Auflage wäre ca. 5000 Bogen in 70 x 100 cm. Höchstwahrscheinlich auf Bilderdruckkarton 200 g/qm.
Budget (nur Druckkosten, ohne Papier) sollte bei dieser Auflage und beidseitigen Druck EUR 650,-/750,- wahrscheinlich nicht übersteigen.
Kann man Schmuckfarben im Raster drucken? Oder sind nur einheitliche Flächen erzielbar? Wenn ja, warum?

DANKE
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druckschlampe

Dabei seit: 26.07.2005
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Verfasst Do 06.07.2006 22:44
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klar kann man sonderfarben rastern!!
leuchtfarben lassen sich wie "normale" farben verdrucken (für satte effekte eventuell zweiter druckgang).
mit leuchtfarben meinst du diese "augenbeisser"????also diese UV umwandler??
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jamesblond321

Dabei seit: 15.01.2003
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Verfasst Do 06.07.2006 22:51
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Im Prinzip kann man auch Sonderfarben geschickt mit ins Bild "rastern" aber dazu brauchst du eine gute Repro oder einen guten Reinzeichner. Die Druckerei hat evtl. nicht so viel Erfahrung damit und hat deshalb abgeraten. Es kann auch sein, dass zu viele Sonderfarben nötig wären um alle Farben im Bild anständig anzuzeigen.
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Benutzer 27313
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Verfasst Fr 07.07.2006 00:13
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Zitat:
Kann man Schmuckfarben im Raster drucken? Oder sind nur einheitliche Flächen erzielbar? Wenn ja, warum?

Klares jein. Was verstehst du unter "im Raster drucken". Ja man kann Sonderfarbe aufrastern. Ja man kann rein theoretisch sogar mit Sonderfarben den Farbprozess aufbauen (z.B. im Verpackungstiefdruck). Ja man kann eine Sonderfarbe mit "untermischen", z.B. automatisch mit speziellen Algorithmen über Duplex, Triplex, N-plex. Und ja man kann auch gewissen Flächen mit oder durch Sonderfarbe überdrucken. Jede dieser Reproarten ist allerdings nicht unkritisch und kann nur durch absolute Experten durchgeführt werden. Deswegen nein: Erstens nicht "man" sondern nur absolute Profis und zweitens nicht für wenig Geld.

Zitat:
Auflage wäre ca. 5000 Bogen in 70 x 100 cm. Höchstwahrscheinlich auf Bilderdruckkarton 200 g/qm.
Budget (nur Druckkosten, ohne Papier) sollte bei dieser Auflage und beidseitigen Druck EUR 650,-/750,- wahrscheinlich nicht übersteigen.


O.K. Offensichtlich möchtest du im Offset bleiben, für das Budget und die Auflage ist auch alles andere sinnlos. Es gibt quasi zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:

1. Man digitalisiert und bearbeitet die Bilder in einem riesigen Farbraum, der auch noch diese knalligen Farben umfasst. Anschließend separiert man in einem Prozesssystem, das ebenfalls einen riesigen Farbraum hat. Das wäre dann beispielsweise Hexachrom mit eventuell hochpigmentierten oder uv-metameren Farben. Repro ist zwar nicht einfach, aber vergleichsweise unproblematisch. Vorteil: Die Farben kommen im Verhältnis zueinander gut rüber, der Farbraum ist recht groß und die Kosten sind noch mäßig. Nachteil: Die letzten Grenzen des Originalfarbraums werden eventuell nicht erreicht werden. Das heist dann z.B. das man niemals ein Yves-Klein-blau erreichen wird (naja mit Sonderfarbe auch nicht, der Liter kostet glaube ich 3000 EUR).

2. Man digitalisiert die Bilder und belegt diese über entsprechende manuelle Kanalseparation mit speziell angemischten Sonderfarben (oben beschrieben) Das ist sujetabhängig möglich. Wenn deine Bilder z.B. flächige Popart-Bilder sind ist so etwas z.B. sehr gut möglich.
Wenn du allerdings sagen wir einmal eine wilde Blumenwiese mit sehr heftigen Acryl-Farben als Bild hast und das Bild unruhig ist, wirds schwierig. Das ist dann ne Aufgabe für absolute Spezialisten und die Separation wird kriminell schwierig. Hier sind wir aber schon an der Schwelle der Reproduktion zum Kunstdruck.

Ist denn die Repro dafür schon gemacht? Wie sind denn wenn die Bilder digitalisiert worden? Scanner, Kamera, Farbsystem? Wenn schon alles in CMYK separiert ist es fast zu spät. Du weißt schon, dass 5000 Bogen noch nen bisschen Kosten oder? Für 650-750 Euro reine Druckkosten bekommt man so gerade 4c-Prozess, mit Platten, ohne Repro. Lack, hochpigmentierte oder uv-metamere Farben wird dann schon eng. Damit die Farben überhaupt rüber kommen muss das Papier entsprechend gut sein. Mit Bilderdruckpapier meinst du hoffentlich kalandriertes Papier. 320% Farbe und mehr sollte das schon vertrage können, gerade bei Hexachrom-Repro wünschenswert.
 
 
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