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Thema: Hilfe! Profile und rendering intent für offset-Druck vom 14.12.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Hilfe! Profile und rendering intent für offset-Druck
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qua
Threadersteller

Dabei seit: 14.12.2006
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Verfasst Do 14.12.2006 22:18
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Hilfe! Profile und rendering intent für offset-Druck

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Hallo,
ich bin Fotografin und soll für einen (meinen) Bildband die Fotos in CMYK konvertieren und als EPS abspeichern.
Seit Tagen (Wochen) les ich nun schon diverse Anleitungen und habe auch mit der Druckerei gesprochen. Aber ich bin weiterhin ratlos, wie ich das bloß alles korrekt hinkriegen soll.
Vorweg: ich hab einen nagelneuen hardwarekalibrierbaren TFT-Monitor und arbeite mit Photoshop CS 1.

Die Druckerei sagt, ich solle ISO coated (offset-Druck, glänzendes Papier) verwenden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie Europe ISO Coated FOGRA 27 meinen, oder das ISO Coated von ECI. Ihr hier empfehlt ja immer das von ECI. Aber wenn ich das verwende und wie allgemein für Fotos empfohlen perzeptiv als rendering intent, dann sehen die Bilder hernach ziemlich anders aus. Irgendwie heller, bunter und kontrastärmer als vor der Konvertierung. Wenn ich relativ farbmetrisch wähle, sieht es schon besser aus. Am allerbesten aber sieht es mit Europe ISO Coated FOGRA 27 aus. Auch der Schwarzauszug sieht bei FOGRA 27 besser aus als bei dem ECI ISO Coated - soweit ich das überhaupt beurteilen kann. Bei letzteren wird er nämlich irgendwie seltsam körnig, dafür aber umfassender als der bei FOGRA 27. Aber ich muss zugeben, ich habe echt keine Ahnung, wie ein hübscher Schwarzauszug aussieht.

Was soll ich da nur tun? ich fürchte, die Druckerei ist nicht so pedantisch wie ich und wird mir da auch nicht weiterhelfen.

Und dann noch etwas: Die Druckerei meint, ich soll, wenn ich das EPS erstelle, das Profil NICHT einbetten. Aber führt das dann nicht möglicherweise zu Problemen, wenn der Grafiker meine Bilder ins pdf einbaut??

Bitte helft mir! und bitte schnell!
Danke!
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macorama

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Verfasst Sa 16.12.2006 15:29
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Hallo!

Als "Branchenstandard" gilt Euroscale Coated v2. Rendering Intend, grade bei Fotos, empfielt sich fotografisch.

Ob sich alle jedoch an einen "Standard" halten, sei dahingestellt. Kommt immer drauf an, auf welche Profile die Druckerei ihre Drucker abgestimmt hat.

Frage dochmal die Druckerei nochmal genau was Sie für ein Profil verwenden. Klemme dies drauf, schreibe ein TIFF aus jedem Foto und gebe es in die Druckerei. Vorteil ist, dass der RIP in der Druckerei deine Bilder nicht mehr rastern muss (da Tiff schon gerastert ist) und dann sollten, sofern das Profil stimmt, deine Bilder so rauskommen, wie du es gerne hättest.
Aber Softproof und Paperproof lassen sich nicht immer unbedingt vergleichen (Monitor sollte man z.B. einmal Wöchentlich kallibrieren). Dann hast du aber noch nicht andere Lichteinflüsse aus deinem Raum ausgeschlossen (oder verwendest du einen Monitorkasten?). Im Endeffekt geht nichts an einem echten Frabproof vorbei. Lass dir einen Proof erstellen, auf Auflagenpapier. Das kostet Geld, aber wenn du wirklich so feinfühlig bist, ist das am besten.

Gruß,

macorama
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Benutzer 27313
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Verfasst Sa 16.12.2006 16:07
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Mit den meisten Deiner Aussagen hast Du recht, aber ich glaube Du hast da einige Sachen nicht ganz verstanden:
macorama hat geschrieben:
Als "Branchenstandard" gilt Euroscale Coated v2. Rendering Intend, (...)

Ganz klares Nein. Euroscale Coated v2 ist ein Profil, dass Adobe so in den Programmen als Voreinstellungen verwendet. Sinnvoll ist dieses Profil für die meisten Offsetdruckereien, die auf Papierklasse 1 oder 2 drucken sicherlich nicht. Dieses Profil wird natürlich häufig von den Leuten verwendet, die sich noch nie mit den Farbeinstellungen auseinandergesetzt haben. Ich kann nur von der Verwendung dieses Profils abraten, es sei denn die Druckerei möchte dies explizit. Die ISO-Profile, ob von der Fogra oder ECI, sind von der Konzeption schon einmal wesentlich näher an den Druckbedingungen, die in Deutschland in den meisten Druckerein existieren.
Wenn man beim RI überhaupt von einem Standardintent reden kann, so ist das der Relativ Farbmetrische (=0).

Zitat:
(...) schreibe ein TIFF aus jedem Foto und gebe es in die Druckerei. Vorteil ist, dass der RIP in der Druckerei deine Bilder nicht mehr rastern muss (da Tiff schon gerastert ist) (...)

Ein RIP rastert Bilddaten immer. Das ist seine Aufgabe. Die Bilder liegen NICHT gerastert in der PostSrcipt-Datei, in TIFF oder sonstwo vor. Die Rasterisation ist ein Schritt, der im RIP passiert. Wann immer es geht, sollten falls vorhanden auch Vektordaten verwendet werden. Der Name EPS gibt noch keine Auskunft über den Inhalt, außer, dass es sich um PostScript-Daten handelt (Inhalt kann auch ein TIFF sein).
 
macorama

Dabei seit: 12.04.2006
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Verfasst Sa 16.12.2006 16:17
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Danke für die Belehrung *zwinker*

Ich komme aus dem LF Digitaldruck, da ist es Rip-Software abhänging, ich denke genauso wie im Offsetdruck. Logischerweise muss auch ein TIFF gerastert werden, und zwar in die Sprache die dann der Belichter oder Drucker versteht. Dennoch erfolgt nicht die "ganze Rasterung" wie mit einem PostScript, da es ja im TIFF festgelegt wird.
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Benutzer 27313
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Verfasst Sa 16.12.2006 16:27
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macorama hat geschrieben:
Danke für die Belehrung *zwinker*

Oh, ich wollte dich nicht belehren, aber so wie es da oben steht, ist es nicht richtig.

Zitat:
Ich komme aus dem LF Digitaldruck, da ist es Rip-Software abhänging, ich denke genauso wie im Offsetdruck.

Was ist da RIP-Software abhängig?

Zitat:
Logischerweise muss auch ein TIFF gerastert werden, und zwar in die Sprache die dann der Belichter oder Drucker versteht.

Was meinst Du mit "Rastern"? Ein Bild wird in Rasterpunkte zerlegt, der aus einzelnen Belichterpunkten besteht. Ein Pfad wird auf die Matrix abgebildet und in Belichterpunkte umgesetzt. Beides wird manchmal in der Literatur als Rastern bezeichnet.
Aber Du hast insoweit Recht, als dass eine Bilddatei nicht aufwendig gerendert werden muss.

Zitat:
Dennoch erfolgt nicht die "ganze Rasterung" wie mit einem PostScript, da es ja im TIFF festgelegt wird.

Wo erfolgt nicht die "ganze Rasterung"? PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache, der Inhalt ist nicht auf Pfaddaten beschränkt, PostScript kann auch nur ein TIFF enthalten.
Was wird im TIFF festgelegt? Eine TIFF-Datei besteht verkürzt gesagt nus aus einer Menge an Punkten, die sich auf in Matrix befinden, dessen Größe aber im Prinzip projektionsabhängig ist.


Zuletzt bearbeitet von am Sa 16.12.2006 16:30, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst Sa 16.12.2006 17:52
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Wie schon erwähnt, solltest Du Dich für ISO-Coated der ECI entscheiden. Dieses Profil basiert auf Messdaten der Fogra (eigene Fogra-Profile gibt es nicht).

Zum RI: "Perzeptiv" ist ein sicheres Rendering Intent, bei dem der Kontrast erhalten bleibt. Nachteil: Wie ja schon von Dir erkannt, die Bilder werden meistens heller. Bei "relativ farbmetrisch" bleiben die Farben besser erhalten, allerdings verliert man in den Tiefen Zeichnung. Deshalb führt in der Regel die Kombination "relativ farbmetrisch" bei aktivierter Option "Tiefenkompensierung" zum besten Ergebnis.

Gruß

Achim
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qua
Threadersteller

Dabei seit: 14.12.2006
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Verfasst Sa 16.12.2006 23:00
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Danke für Eure bisherigen Antworten.
Mitterweile weiß ich, dass die Druckerei ISO Coated favorisiert. Dann ist es ja gut.

Zwei Fragen hätte ich noch:

Ich habe vor der Konvertierung den Tonwertumfang auf 12 bis 245 beschränkt. Ist das sinnvoll? (Ich dachte zuerst, das geschieht durch die Verwendung eines Profils automatisch, aber wenn ich da reinmesse, sieht es nicht so aus.)

Das Histogramm des Schwarzauszugs drängt sich immer weit über die rechte Grenze hinaus. Ist das ein Problem? Falls ja, was tu ich dagegen?

Ok, und noch eine dritte Frage: Kann das beim Erstellen des pdf (was nicht ich mache) Probleme bereiten, wenn im EPS auf Wunsch der Druckerei kein Profil eingebettet wird?

Und doch noch eine vierte: Muss ein Proof jedenfalls einen Medienkeil aufgedruckt haben, oder ist ein Proof auch ohne Medienkeil ein Proof?

Vielen, vielen Dank!
qua
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Benutzer 27313
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Verfasst So 17.12.2006 05:31
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12 bis 245? Was meinst Du damit? Das ist nicht sinnvoll. Bei Konvertierung in ein Profil sollte das "automatisch" geschehen. Über welche Grenzen drängt sich was hinaus? Verstehe ich nicht. Ab ca. 350% TW-Summe wird es auf jeden Fall zu Deinem Problem.
Ein Proof sollte ein "Beweis" sein und deshalb auch den Medienkeil beeinhalten, ansonsten wäre er ja nicht messtechnisch überprüfbar.
 
 
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