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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 17.10.2018 20:05 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: für was ist colormanagement da? vom 14.06.2018


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> für was ist colormanagement da?
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0perator
Threadersteller

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Verfasst Do 14.06.2018 18:02
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für was ist colormanagement da?

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Hallo zusammen,

ich weiß die Frage ist blöd... aber ich werde hier nicht schlau...

Jeder denkt, colormanagement ist dafür da, um ein Bild/Logo/Farbe, immer gleich aussehen zu lassen.

ich komme gerade von einer Fortbildung, der Kursleiter hat als ersten Satz gesagt:
"colormanagement ist nicht dazuda, um eine Bild/Logo/Farbe auf verschienden Materialien mit verschienden Druckverfahren gleich aussehen zu lassen"

Jetzt frage ich micht, wofür den ganzen mist mit den Farbprofilen?!
Im Prinzip ist es ja egal, ob ich jetzt das Profil Fogra_coated39 oder Euroscale Coatedv2 oder ISO Coated oder PSOCoated verwende, wenn am Ende der Drucker zuviel Cyan fährt, ist das Bild halt zu Blau * Wo bin ich? *

Ich wolte mal eure Meinung dazu hören und wie Ihr mit Colormanagement umgeht.
Danke für Eure Beiträge!
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Do 14.06.2018 18:10
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Re: für was ist colormanagement da?

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0perator hat geschrieben:
ich komme gerade von einer Fortbildung, der Kursleiter hat als ersten Satz gesagt:
"colormanagement ist nicht dazuda, um eine Bild/Logo/Farbe auf verschienden Materialien mit verschienden Druckverfahren gleich aussehen zu lassen“


Geld zurück! * grmbl *


Zuletzt bearbeitet von Mialet am Do 14.06.2018 18:13, insgesamt 1-mal bearbeitet
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0perator
Threadersteller

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Verfasst Do 14.06.2018 18:43
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na dann erklär mir doch mal,
wie ich es schaffe, dass ich auf verschiedene Coated-Papier das gleiche Ergebnis bekomme Glaskugel
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printoo

Dabei seit: 07.04.2010
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Verfasst Fr 15.06.2018 07:58
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0perator hat geschrieben:
na dann erklär mir doch mal,
wie ich es schaffe, dass ich auf verschiedene Coated-Papier das gleiche Ergebnis bekomme Glaskugel


Dafür gibt es ja die ISO-Vorgaben für Volltonfärbung, Tonwertzunahmen, etc. Aber du bewegst dich immer innerhalb eines gewissen Toleranzbereichs. Solange der Drucker innerhalb der Toleranzen druckt und du im Vorfeld die Daten richtig vorbereitet hast sollte auch das Druckergebnis innerhalb der Toleranz wiederholbar sein.
Unterschiedliche Substrate können natürlich die Farben in die eine oder andere Richtung des Toleranzbereichs driften lassen, da das Papierweiß immer Einfluss auf die Farben hat. Wählst du ein Substrat das vom Papierweiß zu weit vom Farbort der Druckbedingung abweicht musst du auch mit größeren Abweichungen rechnen.

Deine Logik mit dem Drucker der zu viel Cyan gibt kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ja, natürlich kann es passieren, dass ein Drucker mal daneben haut. Aber wieso genau meinst du deswegen darauf verzichten zu können deinen Teil der Arbeit zu leisten?
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eugen.schuetz

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Verfasst Fr 15.06.2018 08:57
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Das Ziel von Colormanagement ist die Farben gezielt an unterschiedlichen Ausgabe-Bedingungen anzupassen. Wenn das Colormanagement richtig eingesetzt ist, dann erreicht man, dass mit unterschiedlichen Ausgabemedien und in verschiedenen Farbräumen vergleichbare(!), vorhersagbare Ergebnisse erreicht werden. Es gibt hier unterschiedliche Einsatzgebiete: Konvertierung/Transformation innerhalb eines Farbraumes oder Konvertierung/Transformation zwischen unterschiedlichen Farbräumen.

Das Thema ist sehr umfangreich und aus meider Sicht nicht mit einer Schulung abzudecken. Um Colormanagement zu begreifen, musst du entsprechendes Wissen in anderen Bereiches des Druckes vorweisen. Wenn das Wissen hier nicht ausreicht, bzw. nicht vorhanden ist, dann kann man Colormanagement nur bedingt begreifen, geschweige anwenden.
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
Ort: -
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Verfasst Fr 15.06.2018 10:06
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0perator hat geschrieben:
na dann erklär mir doch mal,
wie ich es schaffe, dass ich auf verschiedene Coated-Papier das gleiche Ergebnis bekomme Glaskugel

Wenn die unterschiedlichen Papiere nicht ob ihrer Papierfärbung oder stark unterschiedlichem Einsatz von optischen Aufhellern das Ergebnis per se verunmöglichen (durch eine Rosa Brille sieht nun mal alles anders aus, als durch eine ungefärbte), ist das doch überhaupt kein Problem. Die Charakteristik von Papier, verwendeten Farben und Druckmaschine (nebst aller Stellgrößen), wird in einem ICC Profil festgeschrieben, und dann können die digital vorliegenden Farben, im Rahmen des möglichen Farbraums der beiden Ziele, optimal für beide Prozesse aufbereitet werden, um zu einem identischen Ergebnis zu gelangen.

Hier kann man jetzt eben noch unterscheiden ob von der einheitlichen Quelle absolut farbmetrisch oder relativ gemappt wird. Im ersten Fall wird quasi der gemeinsam erzielte Farbraum als Ziel vorgegeben, sprich es werden die Quellfarben so gewandelt, dass beide Ziele zu 100% die Farben erzielen. Wenn also das eine Papier leicht bläulich ist, wird sein Maximales Blau nie verwendet, da das auf dem anderen Papier, bei dem im Blau das Papier nicht nachhilft, nicht zu erzielen wäre, dafür wird auf diesem Papier ab dem Papierweiss alles leicht eingebläut um dem anderen nahezukommen, bzw. die Wandlung fürs Bläuliche Papier wird in der Grauachse leicht gelblich gehalten, da dass dann mit dem Papierweiss zusammen ein neutrales Grau ergibt.

Trotz allem: Was bitteschön wurde denn da in der Schulung vermittelt, wenn solche Basics schon in Frage gestellt werden?

Was klar sein sollte: Eine Farbe die ein Zielmedium nicht darstellen kann, kann kein Colormanagement herbeizaubern, aber im Rahmen der Möglichkeiten wird die bestmögliche Übereinstimmung von Quelle und Ziel erreicht.
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Fr 15.06.2018 10:11
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Re: für was ist colormanagement da?

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0perator hat geschrieben:
"colormanagement ist nicht dazuda, um eine Bild/Logo/Farbe auf verschienden Materialien mit verschienden Druckverfahren gleich aussehen zu lassen"
Hat er sich denn bequemt zu erklären wofür es seiner Meinung nach dann da ist?

Also ich würde, mit der oben schon gemachten Einschränkung, dass Farben die ein Medium nicht hergibt, auch mit CM nicht herbeizuzaubern sind, den obigen Satz ohne das 'NICHT', mal als DIE Grundaufgabe von Colormanagement bezeichnen.
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eugen.schuetz

Dabei seit: 21.12.2007
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Verfasst Fr 15.06.2018 10:44
Titel

Re: für was ist colormanagement da?

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Mialet hat geschrieben:
0perator hat geschrieben:
"colormanagement ist nicht dazuda, um eine Bild/Logo/Farbe auf verschienden Materialien mit verschienden Druckverfahren gleich aussehen zu lassen"
Hat er sich denn bequemt zu erklären wofür es seiner Meinung nach dann da ist?

Also ich würde, mit der oben schon gemachten Einschränkung, dass Farben die ein Medium nicht hergibt, auch mit CM nicht herbeizuzaubern sind, den obigen Satz ohne das 'NICHT', mal als DIE Grundaufgabe von Colormanagement bezeichnen.


Kann ich nur unterschreiben.

Ich frage mich, aber was es für eine Weiterbildung war und ob hier einfach nur die Aussagen missverstanden wurden. Die Definition von Colormanagement ist mehr als eindeutig und ich bezweifele, dass hier der dozierende Fachmann so falsch liegen kann....
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