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Thema: Designer & Druckerei = ein ewig währender Kampf! vom 24.10.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Designer & Druckerei = ein ewig währender Kampf!
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aUDIOfREAK

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Verfasst Di 24.10.2006 13:35
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bauchbieber hat geschrieben:
Sehe ich ganz genauso. Ich habe gerade in Osteuropa bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, gerade weil die Druckereien dort i.d.R. auf einem hohen technischen Niveau arbeiten, im Gegensatz zu Deutschland. Das mag einen verwundern, aber viele Druckereien ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus und behandeln die Vorstufe eher stiefmütterlich und arbeiten immernoch wie in den späten 90ern. Da hört man dann oft haarsträubende Statements. Meine bisherige Favorite-List:

- "PDF ist nicht produktionssicher, wir vertrauen auf Quark"
- "ICC-Profile beachten wir nicht, die Farbe wird bei uns vom Drucker eingestellt."
- "Um Trapping brauchen Sie sich nicht kümmern, das ist nur bei Karton wichtig"
- "Wir arbeiten ohne Tonwertzunahme"
- "..."

Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Häufig sind die Mitarbeiter zu schlecht ausgebildet. Gleiches gilt aber auch für Werbeagenturen. Diese arbeiten häufig chaotisch und ohne eine Ahnung zu haben von dem was sie dort machen. Auch in großen z.T. weltweit operierenden Agenturen passieren die wildesten Dinge:

- "Farbabstimmungen haben wir schon im Meeting am Beamer(!) gemacht"
- "Machen sie das bitte noch etwas rötlicher" (bei einem einfarbig gedrucktem Produkt)
- "Das müssen wir reklamieren, ich habe gesagt, sie sollen das richtig itchy (hä?!) machen" (Obwohl Proof freigegeben war und die Farbabweichungen zu vernachlässigen waren)

Und mein Lieblingsspruch:
" Können Sie die Zeitungsbeilagen in den Kofferraum von meinem Jaguar da vorne verladen lassen?" (Auflage: 120.000, halbes Nordisches Format, 8 Seiter, Gewicht 1,8 Tonnen)


gerade in großen agenturen wird der meiste müll produziert. wieder ein beispiel: die firma meiner freundin produziert u.a. auch für einen großen kaffeehersteller, der mittlerweile alles mögliche - nur keinen kaffee mehr verkauft. hier bekomme ich ab und zu mal die dateien zu gesicht, die gestandene und namhaftze agenturen so produzieren. da wird dir wirklich schlecht bei. offene freehand-daten, schriften als mac-fonts dabei (wenn überhaupt), sonderfarben noch und nöcher angelegt, verhunzte stanzkonturen usw. sind da noch die harmloseren dinge. ich habe so manchmal das gefühl, das die großen läden zu 90 % aus praktikanten bestehen.

das geile ist auch, wieviele firmen für ein verpaqckungsdesign gebraucht werden. firma a macht das konzept. firma b macht ein scribble bzw. grobes layout. firma c arbeitet dieses layout aus. firma d zeichnet das ganze rein. firma e liest nochmal korrektur und verschickt die daten. da kostet dann die gestaltung einer einzelnen lumpigen verpackung schon mal schnell 10.000 € - und da ist dann noch kein einziger karton bedruckt worden...
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Scheinwelt

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Verfasst Di 24.10.2006 14:31
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Um nochmal auf den geschilderten Fall mit dem Plott zurückzukommen.

1. Folienplotten und Drucken haben ja nicht viel miteinander zu tun, man muß schon Rücksicht auf den Verwendungszweck nehmen.
2. Unser Partner bei dem wir Folienplotts (hauptsächlich bedruckte und konturgeschnitte Folien) machen lassen verwendet auch nur Corel. Ihm ist es am liebsten, wenn er offene Corel-Daten bekommt. Was auch seinen Grund hat, da er ja die Sachen nicht nur drucken, sondern auch den Plotter ansteuern muß. Und falls Text oder Flächen dann doch noch eine eigene Folie ergeben sollen, dann kann er es da am einfachsten bearbeiten.
3. Wenn wir selbst offene Daten für den Offsetdruck erhalten, bekomm ich auch regelmäßig einen dicken Hals.

Fazit: Vorher überlegen, was mit den Daten gemacht werden soll und dann entscheiden, wie man vorgeht. Und bevor man hinterher über die Blödheit der andern (vielleicht zu Unrecht) lästert, sollte man vielleicht auch einfach mal das Telefon benutzen und mit den Leuten reden!


Zuletzt bearbeitet von Scheinwelt am Di 24.10.2006 14:32, insgesamt 1-mal bearbeitet
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copico
Threadersteller

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Verfasst Mi 25.10.2006 09:44
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Deine Erklärungen finde ich plausibel. Jedoch frage ich mich, wieviele Programme ich mir noch
beibringen muss. Es kann doch nicht sein, dass jemand der tagtäglich z.B. Foliendruck macht sich
hauptsächlich auf Corel-Dateien spezialisiert hat. Klar, Du hast natürlich geschrieben, dass die
Firmen auch andere Formate annehmen, das ist schon klar! Aber, gibt es denn

kein einziges Format über das sich alle freuen???
Mit dem jeder ohne Probleme arbeiten kann?

Oder gibt es so etwas am Ende noch gar nicht?
Ist das eventuell eine Marktlücke?
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Diesel
Gesperrt

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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 25.10.2006 10:01
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copico hat geschrieben:


kein einziges Format über das sich alle freuen???
Mit dem jeder ohne Probleme arbeiten kann?



Die Datenübergabe im AI oder EPS-Format ist in der Regel absolut problemlos, da sie im Corel importiert werden kann. Es spricht aber auch nichts dagegen, wenn du selbst entsprechen konvertierst. Du entdeckst so auch besser Fehler, die du eventuell selbst übersehen hast.

Also, falls du reiner MAC-Anwender bist, dann kauf dir ne billige Dose mit ner alten Corel Version und konvertiere selbst, oder bei einem Bekannten. Mach das Ding Idiotensicher, denn du hast es eben in dieser Branche mit viel unqualifizierten Leuten zu tun.

Gruß Diesel
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Asi Prollowski

Dabei seit: 30.09.2005
Ort: -
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Verfasst Mi 25.10.2006 10:07
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copico hat geschrieben:
Es kann doch nicht sein, dass jemand der tagtäglich z.B. Foliendruck macht sich
hauptsächlich auf Corel-Dateien spezialisiert hat.


Das kann sehr gut sein, da Corel halt sehr verbreitet ist. Mittlerweile hat zwar fast jede Omma den Fotoladen auf dem Rechner, aber gerade im Werbetechnikbereich kommt aus dem Bereich private Kunden und kleine mittelständische Betriebe (zumindest bei mir) 95% Corel.
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 25.10.2006 10:09
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corel is im bereich plots sozusagen der quasi-standard - weil es eben viele funktionen für diesen bereich bietet, die in anderen programmen schlichtweg fehlen oder nur umständlich verfügbar sind.
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cyanamide
Moderator

Dabei seit: 09.12.2002
Ort: Altkaiserreich Koblenz WW
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 25.10.2006 10:21
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Dass Corel das so verbreitet ist liegt einzig und alleine
daran, dass das Billigsegment an Plottersoftware- und
treibern für Corel ausgelegt ist. Beispiel Mimaki: hier
wird eine Version des FineCut-Plugins für Corel und
Illustrator mitgeliefert. Und da die meisten Anfänger
Corel haben... setzt sich das halt durch.

Profisoftware aus dem highend-Bereich wie Flexisign
oder Inspire etc. kostet locker 800 bis hin zu 2000Euro
je nach Version. Da wird kein weiteres Plugin benötigt,
die Geräte werden direkt angesprochen. Eigentlich sind
solche Programme der Standard im prof. Bereich, leider
gibt es zu wenig 'Profis'
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Verbalinjurie

Dabei seit: 29.05.2006
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Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 25.10.2006 11:58
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Re: Designer & Druckerei = ein ewig währender Kampf!

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copico hat geschrieben:
Am besten wäre es, ich würde mal ein Praktikum in einer großen Druckerei
machen um endlich die Menschen dort zu verstehen.


Das könnte man Grundsätzlich jedem Gestalter und Designer empfehlen. Umgekehrt genauso Grins
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