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Thema: Wieso sRGB / eciRGB vom 11.02.2014


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Farbe -> Wieso sRGB / eciRGB
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JohnnyCage
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Verfasst Di 11.02.2014 09:54
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Wieso sRGB / eciRGB

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Wäre es eigentlich nicht möglich als Ausgangsfarbraum für sämtliche -> CMYK-Konvertierungen einen CMYK-Farbraum zu erfinden dessen Gamut die gängigen realen CMYK-Farbräume einschließt.

Ich verstehe Farbräume als Zahlenmengen und CMYK / RGB als Mechanismen sich innerhalb dieser Zahlenräume zu bewegen, unabhängig davon ob und mit welchen realen Parametern der Farbraum definiert wurde.
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Typografit

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Verfasst Di 11.02.2014 10:38
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Nope, Bilddaten kommen immer als RGB rein, egal, ob Du fotografierst oder scannst. Nur künstliche Bilder können einen anderen Farbraum haben.
Irgendwo erfolgt die Konvertierung, wenn gedruckt wird. Früher hat man die Bilder in CMYK auf Halde gelegt und so zum Druck oder was auch immer verwendet.
Diese Konvertierung ist mit EInführung des Farbmanagements (bei Photoshop war das etwa 1999 mit 5.5 und verändert mit 6.0), bei InDesign ab 3.0, also später immer weiter nach hinten gerutscht. Das hat den Vorteil, dass man flexibel auf unterschiedliche Bedingungen reagieren kann.
Jede Konvertierung ist mit einem Informationsverlust verbunden. Deshalb soll man multiple Konvertierungen tunlichst vermeiden. Wenn man zu früh nach CMYK konvertiert und dann in ein anderes CMYK konvertieren muss, dann hat muss man damit leben, dass bei der ersten Konvertierung der Gammuth von RGB nach CMYK beschnitten werden musste und dann nochmals, weil unterschiedliche CMYK auch unterschiedliche Gammut haben.
ECI RGB hat das Ziel ein RGB zu liefern, dessen Gamuth möglichst nahe beim Druck-Gamuth der in Europa verwendeten Druckverfahren ist und dadurch mögichst wenig Reibungsverluste entstehen.
Dumm ist nur, dass Office und alle 0-8-15 Fotoservices nicht damit arbeiten, wenn ich ein Bild im Drugeriemarkt um die Ecke oder bei Elektronik-Discounter im Einkaufszentrum aus den Fotoprintern raushauen möchte, so wissen die nichts von Farbprofilen und was da rauskommt entspricht am ehesten dem sRGB und deshalb konvertiere ich für diesen Zweck meine Bilder dann auch nach sRGB.
Also ein Einheitprofil kann es nicht geben, schon gar nicht CMYK. Was übrigens Dein Bildschirm gar nicht hergeben kann, der kann nur RGB. Und viele Bildschirme sind auch dann, wenn sie calibriert sind, mit jedem anderen Profil außer sRGB überfordert und Notebooks bereits da.
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Mialet

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Verfasst Di 11.02.2014 12:47
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Re: Wieso sRGB / eciRGB

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JohnnyCage hat geschrieben:
Wäre es eigentlich nicht möglich als Ausgangsfarbraum für sämtliche -> CMYK-Konvertierungen einen CMYK-Farbraum zu erfinden dessen Gamut die gängigen realen CMYK-Farbräume einschließt.
Das wurde bereits probiert und ich schreib jetzt nicht wie die dazugehörigen Profile heissen, denn

• Das brachte mehr Nachteile als Vorteile, da man bei gängiger 8Bit/Kanal Verarbeitung einen deutlich zu hohen Wertebereich ungenutzt liegen lässt.

• Damit ein unter noch CMYK Denkenden kein zum bisherigen Umgang mit Prozentwerten sinnvolles Arbeiten möglich war.
Bedeutet, dass mit diesem Gamut nicht in alt hergebrachter Form per Dreisatz eine Farbveränderung berechenbar ist, respektive Farbänderungen um bestimmte Prozentwerte keine vorhersehbaren, ähnlichen Änderungen brachten.

• Dieser Farbraum als CMY+K eben auch einen definierten Schwarzaufbau eingebaut hat, und der ist eben nicht universell optimal festzulegen.
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JohnnyCage
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Verfasst Di 11.02.2014 14:42
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Re: Wieso sRGB / eciRGB

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Mialet hat geschrieben:
• Das brachte mehr Nachteile als Vorteile, da man bei gängiger 8Bit/Kanal Verarbeitung einen deutlich zu hohen Wertebereich ungenutzt liegen lässt.


Aber ist das in (s/eci)RGB denn nicht genauso?

Mialet hat geschrieben:
• Damit ein unter noch CMYK Denkenden kein zum bisherigen Umgang mit Prozentwerten sinnvolles Arbeiten möglich war.
Bedeutet, dass mit diesem Gamut nicht in alt hergebrachter Form per Dreisatz eine Farbveränderung berechenbar ist, respektive Farbänderungen um bestimmte Prozentwerte keine vorhersehbaren, ähnlichen Änderungen brachten.


Mit RGB kommt man in dem Fall aber oft noch weniger zurecht.


Mialet hat geschrieben:
• Dieser Farbraum als CMY+K eben auch einen definierten Schwarzaufbau eingebaut hat, und der ist eben nicht universell optimal festzulegen.


Das ist jetzt der Punkt den ich erwartet hatte. Der erste Grund für late/medium-Binding ist ja der größere (RGB)-Farbraum. Das hat mit dem Farbmodell aber ja erstmal keinen direkten Zusammenhang. Der zweite ist die Zurückhaltung der Schwarzaufbau-Entscheidung. Ist es denn wirklich ein Problem vom einen K-Aufbau in einen anderen zu wechseln? Wenn der Weg von Profil A nach Profil B ohnehin über Lab geht relativiert sich das doch wieder.
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qualidat

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Verfasst Di 11.02.2014 15:02
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Das Problem ist, dass man mit RGB oder CMYK nicht die Farben ansich definiert, sondern nur aufschreibt, mit welcher Mischung (farbiges Licht oder absorbierende Druckfarben) man welchen visuellen Eindruck unter ganz bestimmten Bedingungen erreicht.
Viel sinnvoller und konsequenter wäre es dagegen, man würde endlich zu Bildformaten finden, die direkt auf LAB-Daten fußen, denn dann stehen da auch wirklich Farben drin. Aufgabe der Ausgabegeräte wäre es dann "lediglich", die gewünschten Farben per Licht oder Absorption so gut wie möglich zu realisieren ... ein solcher Ansatz würde m.E. auch das "Denken in Farben" wesentlich erleichtern.


Zuletzt bearbeitet von qualidat am Di 11.02.2014 15:05, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Mialet

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Verfasst Di 11.02.2014 16:48
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qualidat hat geschrieben:
ein solcher Ansatz würde m.E. auch das "Denken in Farben" wesentlich erleichtern.
Rechnen in Lab geht, denken in Lab nicht!
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qualidat

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Verfasst Di 11.02.2014 17:27
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Mialet hat geschrieben:
qualidat hat geschrieben:
ein solcher Ansatz würde m.E. auch das "Denken in Farben" wesentlich erleichtern.
Rechnen in Lab geht, denken in Lab nicht!


Wieso nicht? Ich kann mir sehr wohl die räumliche Lage der Farben entlang der Rot-Grün-, Blau-Gelb- und Helligkeitsachse vorstellen. Warum sollte man das nur mit RGB können?

Nicht mal das Auge arbeitet so. Ja, richtig gelesen. Auf der Netzhaut finden sich zwar die RGB-Zapfen, aber bereits in der Netzhaut erfolgt eine "Umcodierung" in die sog. Differenzkanäle, ganz ähnlich dem LAB-System ...
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JohnnyCage
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Verfasst Di 11.02.2014 17:35
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qualidat hat geschrieben:
... zu Bildformaten finden, die direkt auf LAB-Daten fußen, denn dann stehen da auch wirklich Farben drin ...


RGB / CMYK mit Profil sind doch nichts anderes als Lab-Daten
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