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Thema: Vollton-Farbverlauf rastern - wie geht das? vom 30.10.2017


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Farbe -> Vollton-Farbverlauf rastern - wie geht das?
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Manua
Threadersteller

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Verfasst Mo 30.10.2017 13:54
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Vollton-Farbverlauf rastern - wie geht das?

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Hallo zusammen.

Ich habe eine InDesign-Datei mit einem Vektor-Element, in dem ein Farbverlauf mit Volltonfarbe angelegt ist. Die Druckerei sagt, das gibt Probleme, ich solle den Verlauf "rastern".

Was bedeutet das genau, was soll ich mit dem Verlauf tun?

"Rastern" bedeutet doch eigentlich, in der Druckdatei einen Farbauftrag mit XY % anzulegen, aber das ist nicht gemeint, denn es geht um einen feinen Verlauf von Farbe zu Farbe. Der wird ja normalerweise schon beim 4c-Druck gerastert und fertig.

Aber wegen der Volltonfarbe muss das irgendwie anders ... *Schnief*

Es geht wohl um diese besonderen Rasterpünktchen, die man wohl auch für Siebdruck anlegt (???), da habe ich aber NULL Erfahrung. Habe hier schon tagelang nach dem Thema gesucht, aber komme nicht weiter.

DANKE für gute Tipps!
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Manua
Threadersteller

Dabei seit: 27.10.2017
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Verfasst Mo 30.10.2017 14:32
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(Kann man hier nicht mehr editieren, wenn man was gepostet hat?)

Bei 4c-Farbverläufen habe ich meistens eine Photoshopdatei (Tif) mit dem Verlauf angelegt, weil das bessere Ergebnisse im Druck ergab als Indesign-Farbverläufe. Aber für den o.g. Volltonverlauf habe ich eine Vektorform angelegt und den Farbverlauf in Indesign eingestellt. Er müsste also diese Vektorelement "gerastert" werden. Der Umweg über Photoshop wird noch schwieriger, da wüsste ich gar nicht, was tun. *Schnief*

Wer hatte schon mal die Situation mit einem gerasterten Verlauf?
(ähnlich wie beim Siebdruck?)
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Frank Münschke
Forums-Papa

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Verfasst Mo 30.10.2017 14:44
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1. Die Zeit, während der man seine Beiträge hier editieren kann, ist limitiert ... schon um zu verhindern, dass Threads ihren Sinngehalt verlieren, weil irgendjemand meint, dass seine falschen Antworten besser gelöscht gehören ...

2. Verläufe in InDesign sind rein technische Verläufe, bei denen je nach eingestellten Werten in bestimmten Bereichen Bending-Effekte entstehen (müssen). In Photoshop hast du die Möglichkeit zum Beispiel via "Störungen hinzufügen) diese Regelmäßigkeiten aufzubrechen ... Darum werden diese als besser empfunden ...
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Mialet

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Verfasst Mo 30.10.2017 17:34
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Das Problem auf das die Druckerei wohl hinaus will, ist entweder:

Die Mischung der Sonderfarbe und der 2 Verlaufsfarbe im CMYK ergibt nicht den Farbeindruck der am Bildschirm suggeriert wird, weil die Mishung eben rein subtraktiv stattfindet und die Vorschau am Schirm letztendlich eine additive ist und somit im Übergangsbereich gerne mal ziemlich falsch liegt.

Oder:
Es geht um die Rasterwinkelungen, denn nun kommen im Bereich des Verlaufs zu den evtl. 4 Winkelungen des CMYK noch eine 5. der Sonderfarbe hinzu, die bei ungeschickter Wahl der Winkelungen zu einem Moire führt.

Um hier ein bisschen konkreter helfen zu können, würde ich mal die Sonderfarbe und die CMYK Zusammensetzung der 2. Verlaufsfarbe benötigen.
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Manua
Threadersteller

Dabei seit: 27.10.2017
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Verfasst Mo 30.10.2017 19:10
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Der Verlauf ist ein Vollton-Weiß zu einer Vollton-Goldfarbe.
Das Weiß wird auf beschichtetes Material gedruckt und wurde von der Druckerei vorgegeben, die haben mir gesagt, Weiß ist Druckfarbe, nicht Papierfarbe.

Diese Volltonfarbe kann man vermutlich nicht so sauber und fein aufrastern, denke ich. Das macht es auch schwierig, weil das Weiß wohl nicht ganz decken wird.

Ich habe auf Dosen oder diverse Verpackungen gesehen, dass Verlauf "vorgetäuscht" wurde, entweder mit sich verjüngenden Linien oder dem schon erwähnten Punkteraster, das irgendwie vom Grafiker angelegt wurde. Sowas macht man auch gern bei "vorgetäuschten" Schatten. Dicke Punkte verjüngen sich zu kleinen Punkten, das Ganze im diagonalen Winkel (wie beim Siebdruck.)

Wo kiegt man denn das Punktemuster her, um es in Indesign als Vektorgrafik zu benutzen? Wie wird die Größe der Punkte festgelegt? Muss man sich sowas selbst bauen, also sich mit hundert kleinen Punkten rumschlagen??

Es geht ja darum, dass ich VOR dem Druck *irgendwas* mit dem Verlauf machen soll - nicht die Druckerei. Der Druckmensch sagte mir "Das müssen Sie rastern." OK, und wie?
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liselotteBerlin

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Verfasst Mo 30.10.2017 19:44
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Ich denke mal das Weiß wird als "Grundierung" gedruckt damit das Gold zur Geltung kommt
Das "aufgerasterte" Gold könnte man im Illustrator so anlegen, dass halt die Punkte (Rauten was auch immer) immer kleiner werden dann bleibt das Gold auch 100% Vollton
ala Roy Lichtenstein
so in etwa hätte ich gedacht


Nur eine Idee (denken sollte man den Pferden überlassen, die haben einen größeren Kopf Au weia! )
vielleicht hilft es Dir ja
MfG
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Mialet

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Verfasst Di 31.10.2017 04:52
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Manua hat geschrieben:
Der Verlauf ist ein Vollton-Weiß zu einer Vollton-Goldfarbe.

Mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben wir es aber dann nicht mit einem Zweifarbigen Verlauf zu tun, sondern nur einem goldenen.

2-farbig: Gold geht von Vollfläche zu 0% und in entgegengesetzter Richtung geht Weiß von Vollfläche zu 0%
1-farbig: Weiße Fläche geht durch, weil sonst vom Gold als TEillasiernde Farbe nicht viel übrig bleibt, und gold Wird Von Vollton zu abgeschwächtem Ton (muss ja nicht zwingend bei 0% enden) verlaufend angelegt.


Manua hat geschrieben:
Das Weiß wird auf beschichtetes Material gedruckt und wurde von der Druckerei vorgegeben, die haben mir gesagt, Weiß ist Druckfarbe, nicht Papierfarbe.
Aber haben die auch, s.o. gesagt. dass der Verlaiuf 2farbig ist? Macht m.E. ganz ganz wenig Sinn.

Manua hat geschrieben:
Diese Volltonfarbe kann man vermutlich nicht so sauber und fein aufrastern, denke ich. Das macht es auch schwierig, weil das Weiß wohl nicht ganz decken wird.
Das Weiß kommt in der Regel untendrunter, wird also zuerst, und zwar flächig gedruckt.
Oben drüber dann der Verlauf des Goldes.

Und jetzt: Aber!
Die üblichen Gold und Silberfarben wie Pantone 871 - 877 ergeben aufgerastert keinen Gold respektive Silbereindruck, sondern nur noch gedecktes grau respektive Grünbraun, da durch Aufbrechen der 'Glanz/Metallicfläche', wie sie beim Rastern entsteht, der Effekt dahin ist.


Manua hat geschrieben:
Ich habe auf Dosen oder diverse Verpackungen gesehen, dass Verlauf "vorgetäuscht" wurde, entweder mit sich verjüngenden Linien oder dem schon erwähnten Punkteraster, das irgendwie vom Grafiker angelegt wurde. Sowas macht man auch gern bei "vorgetäuschten" Schatten. Dicke Punkte verjüngen sich zu kleinen Punkten, das Ganze im diagonalen Winkel (wie beim Siebdruck.)
Was heißt denn hier vorgetäuscht? So macht man das bei Druckverfahren die gemeinhin nur Farbe oder keine Farbe können nun mal. Halbtonfähige Druckverfahren kann man mit de rLupe suchen, und wenn dann noch Glanz oder Metallic hinzukommt, und man glaubt man könne damit auch 'halbglänzend' wird sich von der Realität eines besseren Belehren lassen müssen.

Manua hat geschrieben:
Es geht ja darum, dass ich VOR dem Druck *irgendwas* mit dem Verlauf machen soll - nicht die Druckerei. Der Druckmensch sagte mir "Das müssen Sie rastern." OK, und wie?
Nein. Das ist definitiv der Job dessen, der es druckt. Ich vermute mal, dass da nur jemand den Schwarzen Peter los werden will, weil er voraussieht, dass nicht das rauskommen kann, was sich da jemand vorstellt.


Ansonsten: Ein Job für jemanden, der sich damit auskennt. Sorry, nicht bös gemeint, aber du kannst dir da nur Beulen holen.

Nachtrag: Sorry, hab den anderen Thread von dir erst jetzt gelesen. Geht es bei dem Verlauf ebenfalls um die Metalicfolie die Weiß bedruckt wird?
Dann ist das Weiß aufzurastern, ändert aber nichts an der Vorgehensweise, nur das eben in deiner Datei kein Metallicfarbener Verlauf angelegt wird, sondern ein Sonderfarb-Weißer Verlauf. Zur Visualisierung am Rechner kannst du ja unten drunter eine nicht druckende Ebene in einem Goldton anlegen.


Zuletzt bearbeitet von Mialet am Di 31.10.2017 04:59, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Manua
Threadersteller

Dabei seit: 27.10.2017
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Verfasst Di 31.10.2017 10:13
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liselotte Berlin: Ja, genau, der "Lichtenstein-Effekt" ist gemeint. Natürlich sieht jeder Verlauf unterm Fadenzähler so aufgerastert aus, aber genau dieses Punkteraster muss ich schon VOR dem Druck anlegen, denke ich. Also quasi das Siebdruckprinzip, das Lichtenstein ja zitiert hat.

Die aktuelle Farbwahl (Weiß und Gold) jetzt erstmal egal, nehmen wir einfach irgendeine Volltonfarbe mit Verlauf von 100% zu 0%.

(Das Weiß wird NICHT vollflächig untergedruckt. Das Gold wird nicht AUF das Weiß gedruckt, denn sonst könnte man ja weißes Trägerpapier nehmen und das Vollton-Weiß ganz weglassen. Das Weiß wird hier wie ein Schwarz oder HKS xyz eingesetzt und für einzelne Elemente/Text benutzt.)

Vermutlich geht das Siebdruckrastern a la Lichtenstein nur in Photoshop und ich tausche das Vektorelement gegen ein Tif mit Volltonkanal. Oder? Habt ihr einen Tipp für Indesign, eine Option im Programm, die ich nicht kenne?

Zu Mialet:
Klar, man kann natürlich alles an Leute geben, die sich damit auskennen - und dieses Forum schließen. Aber wenn man etwas nicht weiß, kann man es lernen. Lächel
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