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Thema: Unterschied zwischen: Coated FOGRA39 und ISO Coated v2 (ECI) vom 08.06.2011


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Farbe -> Unterschied zwischen: Coated FOGRA39 und ISO Coated v2 (ECI)
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Darkwing
Threadersteller

Dabei seit: 27.01.2006
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Verfasst Mi 08.06.2011 21:31
Titel

Unterschied zwischen: Coated FOGRA39 und ISO Coated v2 (ECI)

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Hält es jemand für möglich, den Unteschied zwischen dem im Photoshop vorhandenen Profil "Coated FOGRA39 (ISO 1267-2:20004)" und dem "ISO Coated v2 (ECI)" zu erläutern?

Was sollte man denn für was benutzen?
Spricht irgend etwas gegen "Coated FOGRA39"?


Warum ist es eigentlich "normal", dass Farbwerte, die mit Absicht mit 100% K angelegt wurden, nach einer Konvertierung zu völligem "CMYK-Matsch" werden? Selbst bei einer Konvertierung von "ISO Coated v2 300% (ECI)" zu "ISO Coated v2 (ECI)". Das ist doch eigentlich extremst nachteilig, oder? Ich in meinem Fall finde das sogar total unbrauchbar.

Ist eine ICC-Konvertierung (die ja über Lab geht) nicht eigentlich unsinnig? Sollte man nicht lieber unbedingt alles daran setzen eine CMYK-zu-CMYK-Konvertierung zu erreichen, wenn es sich tatsächlich um CMYK-Daten handelt, die in einen anderen CMYK-Farbraum geschaufelt werden müssen? Wenn ja, wie würde man an so eine Sache in einem Adobe-Workflow (Arbeit hauptssächlich in PS CS5) rangehen (Stichwort DeviceLink-Profile)?



Ich danke euch für Anregungen! Lächel
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qualidat

Dabei seit: 14.09.2006
Ort: Eichwalde bei Berlin
Alter: 62
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 08.06.2011 23:33
Titel

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Das Problem mit CMYK als Eingangsgröße ist, dass es nicht eindeutig ist. Der selbe Farbreiz kann mit ganz vielen verschiedenen CMYK-Kombinationen erreicht werden. Als Ausgangsgröße ist CMYK unproblemtisch, weil ausser dem Farbreiz noch andere Vorgaben berücksichtigt werden (GCR, UCR, max. Farbauftrag).
Aus diesem Grunde wird ja auch vernünftigerweise propagiert, CMYK nur als Ausgangsgröße zu verwenden und auf der Dokumenten-Seite mit RGB zu arbeiten.
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matchbox

Dabei seit: 15.06.2005
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Alter: 39
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Verfasst Do 09.06.2011 08:29
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Das Coated FOGRA39 Profiel von Adobe ist keine Standartprofil, auch wenn es den Eindruck macht. Die Angabe (ISO 1267-2:20004) beschreibt lediglich das es diesem Standart als Grundlage hat. Aber nicht danach zertifiziert ist. ISO Coated dagegen ist ein Standardisiertes Profil. Zwar wird von der Verwendung des Adobe Profils abgeraten (da es eben nicht Offiziell ist), grundsätzlich basieren sie aber auf den selben Einstellungswerten.
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Darkwing
Threadersteller

Dabei seit: 27.01.2006
Ort: Dresden
Alter: 39
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 09.06.2011 10:04
Titel

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Ok, danke für die Antworten! Lächel

@matchbox:
Was ist denn in diesem Fall "standardisiert" am ECI-Profil? Beide Profile basieren ja auf den FOGRA39-"Messwerten" (oder was immer das ist [erklärts mir] *zwinker*). Was kann denn mit diesen FOGRA39-Werten alles noch geschehen oder nicht geschehen, dass man nachher zwei Profile daraus bekommt, die unterschiedlich "gut" sind?

@qualidat:
Es wird dich da vllt wundern, aber ich habe mir sogar abgewöhnt, in RGB zu arbeiten, wenn ich Druckgrafiken anlege. Denn nur im CMYK-Modus kann ich absichtlich festlegen, dass ein Objekt tatsächlich zB nur aus K gedruckt werden soll. Lege ich das mit RGB 0/0/0 an, kommt nach der Umwandlung in CMYK sowas blödes raus, wie 68/52/76/45, was im Druckbild sche!ße aussieht und etwa 150% mehr Farbe verbraucht. Ich bin auch immer froh, wenn zB Kundendaten schon in CMYK ankommen, den dann haben die schon vorab mal gesehen, dass es eben kein "leuchtendes Dunkelbraun" gibt, was viele sonst denken, wenn sie eine Grafik im RGB anlegen - und dann erwarten, dass das im Druck nachher genauso aussieht. Ihr kennt das Problem sicher alle... *zwinker*


Was gäbe es denn für eine Möglichkeit, im RGB zu arbeiten, am Schluss in CMYK zu konvertieren aber gleichzeitig den "Wunsch zu äußern": ich möchte, dass diese und jene Farbe, ganz genau diesen und jenen CMYK-Wert bekommt? Also eine Art "mapping", eine Zuordnung? (Ich weiß, dass so ein Vorgehen u.U. alle (theoretisch richtigen) Bemühungen mit Farbprofilen zu arbeiten, untergräbt.)
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
Alter: 53
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 09.06.2011 10:20
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Man kann ja auch in cmyk arbeiten, wenn bekannt ist wo/wie/wofür produziert wird. Es geht ja primär "nur" darum, daß doppelte Konvertierungen vermieden werden. Medienneutral ist dann halt nimmer (es sei denn man hat ne Kopie/BackUp der Originaldaten, was ja eh selbstverständlich sein sollte).

Zuletzt bearbeitet von hilson am Do 09.06.2011 10:21, insgesamt 1-mal bearbeitet
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qualidat

Dabei seit: 14.09.2006
Ort: Eichwalde bei Berlin
Alter: 62
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 09.06.2011 10:43
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Die Empfehlung in RGB zu arbeiten, bezog sich primär auf Bilder. Bei nicht schwarzen Flächen, Grafiken und Schriften funktioniert das auch, lediglich rein schwarze Objekte (z.B. Schrift) machen hier Probleme. Eigentlich müsste man die aber auch nicht farbig (RGB oder CMYK) anlegen, sondern in Graustufen - aber das unterstützen m.W. Layoutprogramme nicht (wäre wohl die sauberste Lösung).
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 09.06.2011 10:52
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matchbox hat geschrieben:
Das Coated FOGRA39 Profiel von Adobe ist keine Standartprofil, auch wenn es den Eindruck macht. Die Angabe (ISO 1267-2:20004) beschreibt lediglich das es diesem Standart als Grundlage hat. Aber nicht danach zertifiziert ist. ISO Coated dagegen ist ein Standardisiertes Profil. Zwar wird von der Verwendung des Adobe Profils abgeraten (da es eben nicht Offiziell ist), grundsätzlich basieren sie aber auf den selben Einstellungswerten.

Das ist totaler Quatsch.

Standard ist der "Prozessstandard Offsetdruck" gemäß ISO-Norm ISO 12647-2. Profile wie "Coated FOGRA39" oder "ISO Coated V2" bilden den gemäß "Prozessstandard Offsetdruck" erzielbaren Farbraum ab. Da bei der Farbseparation von RGB zu CMYK unterschiedliche Möglichkeiten bestehen, einen RGB-Farbton in CMYK umzusetzen, unterscheiden sich beide Profile.

Der Schwarzaufbau von "Coated FOGRA39" ist beispielsweise kürzer als bei "ISO Coated V2". Dies kann im Mitteltonbereich zu reineren Farben führen, ist aber auch anfälliger bei Farbschwankungen im Druck. In der Praxis kann man sich bei geeigneter technischer Ausstattung weitere Profile erzeugen, die den "Prozessstandard Offsetdruck" abbilden, aber einen anderen Schwarzaufbau als die besagten Profile aufweisen.

Solche abweichenden Profile findet man z.B. unter http://www.colormanagement.org

Gruß

Achim
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 09.06.2011 10:54
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qualidat hat geschrieben:
Die Empfehlung in RGB zu arbeiten, bezog sich primär auf Bilder.


Was Darkwing glaub ich meint, sind so Sonderfälle wo z.B. Grafiken als Pixeldaten oder in Photos Logos oder dergleichen entahlten sind. Wenn's da mal wirklich drauf ankommt, dann bearbeite ich das direkt in cmyk und beim PDF-Export wird's 1:1 durchgeschleust.
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