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Thema: Farbwerte bei Gestaltung eines Corporate Designs vom 10.07.2019


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Farbe -> Farbwerte bei Gestaltung eines Corporate Designs
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aizcreme
Threadersteller

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Verfasst Mi 10.07.2019 17:33
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Farbwerte bei Gestaltung eines Corporate Designs

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Hallo liebe Community,

ich habe mal eine Frage zum wählen von Farben bei der Erstellung eines Corporate-Designs. Ich habe das Problem, dass ich momentan nicht weiß, welcher des beste Weg ist Farben für ein Corporate Design zu definieren. Wo sollte ich starten? Erstmal Pantone Farben wählen und die CMYK/HEX/Pantone Farbwerte davon benutzen? Oder ganz anders? Ich stehe da echt auf dem Schlauch, wenn es darum geht den schlausten und besten Weg zu finden.

Hat jemand von euch da einen Workflow der professionell ist und die strukturierte und konstante Arbeitsweise mit Farben ermöglicht? Ich wäre sehr dankbar für alle Tipps und Anregungen. Danke!


Zuletzt bearbeitet von aizcreme am Mi 10.07.2019 17:33, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mialet

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Verfasst Do 11.07.2019 15:14
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Der erste Schritt sollte sein, zu überlegen, ob und inwieweit die angestrebten Farben überhaupt medienübergreifend zur Verfügung stehen.

Wenn ja: CIE-Lab definieren und daraus die passenden Farbwerte der diversen Farbmodelle und Farbräume erzeugen.

Wenn nein: mit dem Kunden abstimmen, wie die Strategie aussehen soll, die in einem Medium erzielbaren Farben, in einem anderen Medium anzunähern.

Und die Kür: Die verwendeten Materialien der Medien auf ihre Metameriesicherheit abklopfen um so unerquickliches der Art: Hier und jetzt passt's, an anderem Ort unter anderen Umgebungsbedingungen passt' nicht, zu vermeiden.
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bleisetzer55

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Verfasst Do 11.07.2019 18:39
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Hallo, ich würde zunächst darauf achten, dass sich die gewählten Farben sowohl auf dem Bildschirm (PDFs, Webdesign) als auch im 4-Farbdruck einigermaßen identisch darstellen lassen. So gibt es z.B. gerade im Blaubereich Farbtöne, die auf dem Monitor fast leuchten aber im Druck eher blass-blaugrau aussehen.

Wenn die Priorität bei Druckerzeugnissen liegt würde ich CMYK Farbtöne wählen, die auch bei leichtem Farbabweichungen, die im Druck entstehen können noch akzeptabel aussehen.
Sehr hilfreich ist hierbei ein Farbwerte-Atlas, in dem in 5-10%-Schritten die Ergebnisse im CMYK-Zusammendruck dargestellt sind. Diese Bücher sind im Fachhandel sehr teuer. Zu meiner aktiven Zeit wurden die auch bei einigen Farbenherstellern erschwinglich angeboten.

Sollten Sonderfarben gewünscht werden, würde ich zunächst die HKS-Palette (K) bevorzugen. Das sind ca. 100 standardisierte Farben, die fast jede Druckerei vorrätig hat. Aber Achtung, auch hier lassen sich einige Farbtöne im CMYK-Druck eher schlecht reproduzieren.

Die Pantone-Farben bieten zwar eine sehr viel größere Auswahl an unterschiedlichen Farbtönen, sind aber auch nicht immer im CMYK-Druck akzeptabel zu realisieren.

Zu den Pantone und HKS-Farben sind übrigens in den gängigen Grafik- und Layout-Programmen die Umrechnungswerte zu CMYK und anderen Farbmodellen bereits vorhanden.
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qualidat

Dabei seit: 14.09.2006
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Verfasst Do 11.07.2019 19:18
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Ich fasse mal zusammen:

- Im Zeitalter des Colormanagement sollten Farben prinzipiell medienneutral definiert werden (CIE-LAB oder RGB mit Farbraum).

- es ist zu prüfen, ob die gewählten Farben in den zur Benutzung vorgesehenen Medien (Web, Digitaldruck, Offset-Druck ... etc.) überhaupt bzw. hinreichend genau (vertretbares Delta-E?) darstellbar sind

Merke 1: Die Angabe von einfachen RGB- oder CMYK-Werten OHNE den dazugehörigen Farbraum sind Nonsens und alles andere als professionell.

Merke 2: Ein Logo (Bestandteil eines CI) sollte nicht nur farbig, sondern auch in Grau oder nur S/W funktionieren (z.B. auch als Stempel oder Fax, auch wenn beides von Vorgestern ist, es gibt immer wieder Kunden die das unbedingt wollen). Oder als Prägung bzw. Relieff ...
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
Ort: -
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Verfasst Fr 12.07.2019 12:39
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qualidat hat geschrieben:
Merke 2: Ein Logo (Bestandteil eines CI) sollte nicht nur farbig, sondern auch in Grau oder nur S/W funktionieren (z.B. auch als Stempel oder Fax, auch wenn beides von Vorgestern ist, es gibt immer wieder Kunden die das unbedingt wollen). Oder als Prägung bzw. Relieff ...

Des weiteren sind für reine schwarz-weiß Anwendungen die Darstellungen auf Bon-Druckern oder beim Lasern relevant, auch die Ausgabe auf monochromen Ausgabegeräten wie LED-Panels oder ähnlichem, beruhen letztendlich auf diesen SW Daten, es ist also kein Anachronismus eine vernünftig erkennbare bzw. auf Anhieb mit der vollfarbigen Version zu assoziierende Fassung auszuarbeiten.

Was die Angabe von CMYK Werten im CI/CD angeht: Nach der reinen Lehre gehört natürlich ein Ausgabe Profil dazu, ist aber für den täglichen Einsatz eher suboptimal, da dabei Werte für die 4 Farbauszüge entstehen, die sich kein Mensch merken kann, und vor allem, was sollen 1,78% Gelb in einem Blau ... und für ein anderes Medium sind es dann vielleicht 2,57% - genauso pillepalle.
Hausfarben sind in der Regel hinreichend genau mit fassbaren, 4 ganzzahligen CMYK Werten für das Tagesgeschäft zu definieren, das wäre dann z.B. der Bogenoffsetdruck auf gestrichenem Papier nach FOGRA39 oder 51 (wenn man sich das antuen will). Dazu gehört dann aber die Sensibilisierung der damit arbeitenden, dass es Dinge gibt, wie Tageszeitungen, Verpackungsdruck, LFP-Druck, für die die Werte suboptimal sind, und evtl. eine Lab-Version im Endergebnis verbindlichere Farben liefert.

Des Weiteren muss man sich in dem Moment, wo CI-Farben geräteunabhängig abgelegt werden, davon trennen, das ein Produkt absolut einheitliche CMYK- oder RGB-Farbwerte in der Ausgabe liefert. Je nach Weg und Version der geräteunabhängigen Bestandteile, kommen bei den finalen Transformationen nahezu beliebig viele, allerdings vernachlässigbar geringe Abweichungen zum Vorschein, die eine Kontrolle nicht gerade erleichtern, bzw. in der Druckvorstufe noch mal nicht geringen und vor allem nicht risikolosen Eingriff in die Daten erfordern, sofern man das alles glattgebügelt haben will.
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