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Thema: Drucken mit RIP - Farben verschoben - Preserve CMYK Numbers? vom 13.03.2018


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Farbe -> Drucken mit RIP - Farben verschoben - Preserve CMYK Numbers?
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DrPrint
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Verfasst Di 13.03.2018 13:14
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Drucken mit RIP - Farben verschoben - Preserve CMYK Numbers?

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So, der erste Post hier und Fragen über Fragen. Sorry, werde im Gegenzug auch mein Wissen weitergeben in Sachen Fogotrafie und Druckertechnik Sublimation usw..

Nur mit Farbmanagement hab ich noch zu kämpfen.

Ich habe hier ein AI File in CMYK, beim öffnen kommt die Meldung, dass Profile beim Erstellen des Dokuments ignoriert werden sollen.
Weiterhin kommt dann die Abrfrage ob ich es in den einebetettetn Farbraum (Hier Fogra) oder den bei mir eingestellten konvierterien möchte (ISO Coated etc...)

Soweit so gut.

Ich erstelle daraus ein PDF X3 und schicke es an mein Rip (Wasatch softrip ) dort ist das Substrat richtig eingestellt, bei mir eine Orajet WallArt Digital Folie. Nun sehe ich im Rip aber schon, dass alle Farben verschoben sind und zu dunkel sind.

Also mal in AI das Orajet ICC geladen und "View Proof" aktiviert und siehe da die Farben sind verschoben in der Proofansicht.
Nehme ich bei der Proof Ansicht den Haken bei "Preserve CMYK Numbers" raus, sieht das Dokument wieder "normal" bzw. wie gewünscht aus.

Das heißt für mich, dass das RIP ein "Preserve CMYK Numbers" macht. Nur abstellen kann man das nicht, egal was ich einstelle im Rip (Eingebettetes ICC verwenden oder nicht ) etc... es passt einfach nicht.

Auch macht es keinen Unterschied ob ich die Datei in AI in RGB umwandel, es sieht immer gleich beschissen aus.

Wähle ich ein anderes Orajet ICC (z.b. Orajet 3551) passt es besser. Haben die da das ICC falsch angelegt, kann ich mir fast nicht vorstellen.

Hatte sonst immer auf einem Epson 7880 gedurckt ohne Rip und da einfach die AI Dokumente von CMYK in Adobe RGB gewandelt und in Illustrator für den Druckder das richtige (seblsterstellte) Papierprofil eingestellt.

Für ein Rip kann ich leider nicht selbst profilieren da ich nur einen ColorMunki habe, der kein CMYK unterstützt.

Danke für Eure Hilfe!
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Mialet

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Verfasst Di 13.03.2018 17:39
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Re: Drucken mit RIP - Farben verschoben - Preserve CMYK Numb

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DrPrint hat geschrieben:
Ich habe hier ein AI File in CMYK, beim öffnen kommt die Meldung, dass Profile beim Erstellen des Dokuments ignoriert werden sollen.
Weiterhin kommt dann die Abrfrage ob ich es in den einebetettetn Farbraum (Hier Fogra) oder den bei mir eingestellten konvierterien möchte (ISO Coated etc...)
Also, du hast AI so konfiguriert, dass in AI Dateien eingebettete Profile beim Öffnen verworfen werden sollen?

Wenn die AI Datei in deinem Fall FOGRA39 enthält, du als Arbeitsfarbraum (der wird herangezogen, wenn der in der Datei eingebettete Farbraum verworfen wird), allerdings ISOcoatedV2 voreingestellt hast, wäre das gehupft wie gesprungen, denn beide Profile sind Manifestationen der FOGRA39 Charakterisierungsdaten. Nur eben einmal aus dem Hause der ECI und einmal aus dem Hause Adobe. Bedeutet der Maximale Farbraum und alle darin enthaltenen 4-farbkombinationen sind identisch, nur der Weg von einem RGB Farbraum in diese beiden CMYK Farbräume ist ein anderer, der z.B. zu unterschiedlichem Aufbau von unbunten Farben führt (das eine Profil fängt früher an als das andere, schmuddelige Farben mit Schwarz statt mit der jeweiligen Komplementärfarbe zu erzeugen.

DrPrint hat geschrieben:
Ich erstelle daraus ein PDF X3 und schicke es an mein Rip (Wasatch softrip ) dort ist das Substrat richtig eingestellt, bei mir eine Orajet WallArt Digital Folie. Nun sehe ich im Rip aber schon, dass alle Farben verschoben sind und zu dunkel sind.
Lässt vermuten, dass auch das RIP wie dein Illustrator konfiguriert ist, und eingebettete Profile verwirft.

DrPrint hat geschrieben:
Also mal in AI das Orajet ICC geladen und "View Proof" aktiviert und siehe da die Farben sind verschoben in der Proofansicht.
Nehme ich bei der Proof Ansicht den Haken bei "Preserve CMYK Numbers" raus, sieht das Dokument wieder "normal" bzw. wie gewünscht aus.

Der Haken bei Preserve CMYK Numbers deaktiviert das Colormanagment komplett. Es werden also tumb die CMYK Werte in den Farbraum deines MAterials gehoben. Colormanagement beinhaltet aber, um idenitsches Farbraussehen zu gewährleisten, dass die CMYK Anteile entsprechend dem gewählten Ausgabemedium angepasst werden.
Bedeutet, wenn du FOGRA39-AI Daten hast, und bei der Proofvoransicht dein Medienprofil als Ziel definiertst und das 'preserve CMYK Numbers' deaktivierst, dann geschieht, das, was Colormanagement eigentlich leisten soll: Anhand der Lab Entsprechungen der CMYK Daten im FOGRA39 Profil werden diese ins Medienprofil überführt.
Konkret in etwa so zu beschreiben:
HAllo RIP, ich hab hier ein ISOcoatedv2 100Cyan, das sieht laut Profil aus wie Lab 57/-41/-52. Was bietet denn dein Medienprofil da als passende CMYK Entsprechung an? Dann sagt das "Orajet WallArt Digital Folie-Profil“, für diese Lab-Werte würde ich nur 95%C aber dafür noch 8% Gelb verwenden (weil mein Cyan bläulicher ist, als das der FOGRA39 Druckfarbe).

Und, oh Wunder, die farbliche Anmutung bleibt weitestgehend erhalten (sofern dein Medienprofil alle Farben beinhaltet, die ISOcoatedV2 respektive FOGRA39 für im Offsetdruck druckbar erklärt).

DrPrint hat geschrieben:
Das heißt für mich, dass das RIP ein "Preserve CMYK Numbers" macht. Nur abstellen kann man das nicht, egal was ich einstelle im Rip (Eingebettetes ICC verwenden oder nicht ) etc... es passt einfach nicht.
...anders ausgedrückt: Das RIP kann gar kein Colormanagement mit Quellprofilen.


Somit ergibt sich für dich nur die Methode, das Colormanagement nach AI vorzuverlegen, und dort das, was dir die Proofvoransicht simuliert, konkret umzusetzen.
Erschwerend kommt aber hinzu, dass AI gar keine Farbtransformationen von einem CMYK in ein anderes CMYK Unterstützt. Von daher bleibt nur der Weg, deine CMYK Illustration in ein ausreichend großes RGB zu wandeln (Dokumentfarbmodus - RGB) z.B. ECI-RGB (das enthält alle Farben die ISOcoated V2 darstellen kann), um dann mit dem Befehl 'Dokumentfarbmodus - CMYK', in das zuvor als Default CMYK-Profil eingestellte Medienprofil zu konvertieren.

Allerdings werden dabei alle aus reinem Schwarz angelegten Elemente zu buntschwarzen Elementen, sprich statt 100K gibt dein Drucker sowas als 70C55M60Y95K aus.

Alternative: ordentliches RIP beschaffen *zwinker*
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gjet

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Verfasst Di 13.03.2018 18:25
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Hi,
da hat schon jemand ausführlich geantwortet - danke Mialet...

was ich nicht glaube ist, dass das Wasatch SoftRIP kein Farb-Management kann.. ganz im Gegenteil laut Homepage

Außer es ist eine uralte Version im Einsatz?

lg
markus
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WSHannemann

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Verfasst Di 13.03.2018 21:10
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Vielleicht hilft Dir das weiter.
http://www.wasatch.com/lang/profiling_with_pss_tech_note/profiling_with_pss_tech_note.html#02
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DrPrint
Threadersteller

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Verfasst Di 13.03.2018 21:44
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Hi,

Danke für die Ausführliche Erklärung. Es sieht schon besser aus mit dem Vorgehen.

Was ich noch rausgefunden habe bzw. gemacht habe. Da stäuben sich jetzt wohl die Haare bei Euch.

Ich habe eingestellt dass beim Laden von CMYK Dateien "Preserve Numbers (Ignore linked Profiles)" angewendet wird.

Dann habe ich, das dokument in RGB umgewandelt - Datei -> Farbe -> RGB und dann noch EDIT -> Edit Colors -> Convert to RGB.
Dss dann als PDF gespeichert (X3) und bei Output angegeben: "Convert to Destination (Preserve Numbers) und das "Orajet Wallart Digital ICC" ausgewählt.

Im RIP eingestellt dass das eingebettete ICC verwendet werden soll. Konnte noch nicht drucken, aber jetzt sieht es in der RIP Vorschau annähernd so aus wie in AI.

Lasse ich es als CMYK und mache den PDF export wird es etwas dunkler. Aber nicht ganz so übel wie am Anfang.
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Mialet

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Verfasst Mi 14.03.2018 18:35
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DrPrint hat geschrieben:
Ich habe eingestellt dass beim Laden von CMYK Dateien "Preserve Numbers (Ignore linked Profiles)" angewendet wird.

Das funktioniert solange nahezu einwandfrei, solange du im Programm, welches die Profile der zu öffnenden Dateien verwirfts, ein identisches oder sehr ähnliches Profil verwendest wie in den Darteien.

Also alles was ISOcoated der 1., 2. oder 3. Version ist, ob nun mit Profilen von der ECI, Adobe oder sonstwoher, sprich alles was auf den Charakterisierungsdaten der FOGRA beruht (Euroscale Coated, FOGRA27, FOGRA39 und aktuell FOGRA41), verwendest.

[quote="DrPrint"]Dann habe ich, das dokument in RGB umgewandelt - Datei -> Farbe -> RGB und dann noch EDIT -> Edit Colors -> Convert to RGB.
Dss dann als PDF gespeichert (X3) und bei Output angegeben: "Convert to Destination (Preserve Numbers) und das "Orajet Wallart Digital ICC" ausgewählt.
DrPrint hat geschrieben:


Im RIP eingestellt dass das eingebettete ICC verwendet werden soll. Konnte noch nicht drucken, aber jetzt sieht es in der RIP Vorschau annähernd so aus wie in AI.


Wenn das klappt, dann ist das auch ok. Entspricht im Prinzip meinem Vorschlag in Illustrator erst zu RGB zu konvertieren und dann in dein Medienprofil. Nur eben in meinem Fall alles innerhalb Illustrators, in deinem Fall der Schritt gen CMYK erst im wasatch RIP.

Was bei dir aber immer noch nicht angekommen zu sein scheint: 'preserve Numbers' deaktiviert das Colormanagement komplett. Statt den Beteiligten Programmen die Möglichkeit zu geben, Farben die mittels eines Profils exakt referenziert werden, werden einfach die CMYK Werte durchgereicht, die dann beim Empfänger mit dessen default CMYK Interpretation verarbeitet werden.. Und das geht eben nur in dem einen Fall gut, wo zufällig das zuvor verwendete CMYK Profil, demjenigen des RIPs entspricht.
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DrPrint
Threadersteller

Dabei seit: 13.03.2018
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Verfasst Mi 14.03.2018 23:46
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Sollte ich dann nur "converter to Destination" also ohne das Preserve Numbers machen.

Wenn ich es als EPS exportiere habe ich diese Möglichkeit garnicht.
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Mialet

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Verfasst Do 15.03.2018 11:16
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DrPrint hat geschrieben:
Sollte ich dann nur "converter to Destination" also ohne das Preserve Numbers machen.

Wenn ich es als EPS exportiere habe ich diese Möglichkeit garnicht.


Convert to destination solte eigentlich der richtige Weg sein, vorausgesetzt das in der Datei enthaltene Profil wird auch als Quellprofil für die Wandlung ins Destination-Profil involviert.

Beim EPS Export fehlt das wahrscheinlich, weil EPS kein Colormanagement per ICC Profileinbettung unterstützt.
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