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Thema: Corporate Design CMYK vs. Pantone: Pantone als Basis? vom 24.03.2015


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Farbe -> Corporate Design CMYK vs. Pantone: Pantone als Basis?
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schlauchius
Threadersteller

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Verfasst Di 24.03.2015 18:18
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Corporate Design CMYK vs. Pantone: Pantone als Basis?

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Hallo!

Aktuell plage ich mich mit einer Entscheidung bzgl. der Farbwahlen eines Unternehmens herum. Die Basisfarbe des Logos wurde nicht nach einer Sonderfarbe erstellt. Gedruckt werden Broschüren, Flyer und Plakate mit CMYK. Hingegen Briefbögen, Visitenkarten und Textildruck wird in Zukunft mit PANTONE gedruckt, mal Coated, mal Uncoated.

Soll die in CMYK gedruckte Farbe des Logos die Orientierungshilfe bei den Farbfächern von PANTONE sein oder andersrum? Wie bringe ich Web / CMYK / Sonderfarbe Coated / Sonderfarbe Uncoated logisch zusammen, sodass so wenig Abweichungen wie möglich im Corporate Design entstehen?

Ich habe jetzt die Chance es zu vereinheitlichen, die Herangehensweise ist mir aber nicht klar, mir fehlt schlicht die nötige Erfahrung mit Sonderfarben. Ich vermute, man bleibt bei seiner Basisfarbe und sucht Sonderfarben, die dem sehr nah kommen, sodass nicht jedes Mal 5 Farben gedruckt werden müssen und Kosten gespart werden können?


Herzlichen Dank!
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Frank Münschke
Forums-Papa

Dabei seit: 08.06.2006
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Verfasst Di 24.03.2015 19:08
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Wirklich vereinheitlichen kannst du das via Pantone nicht.
Die unterschiedlichen Pantone-Fächer sind nicht dazu da, für die einzelnen Pantone-Farben gleiche Ergebnisse zu erzielen, sondern lediglich um zu zeigen, wie unterschiedlich die jeweilige Rezeptur auf den unterschiedlichen Bedruckstoffen wirkt. Pantone hat nur eine Rezeptur für alle Bedruckstoffe ...) Da greift auch kein Colormanagement wie bei CMYK.
(Anders verhält es bei HKS. Da gibt es unterschiedliche Rezepturen je Bedruckstoff ...)
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
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Verfasst Di 24.03.2015 19:10
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Ich würde Nägel mit Köpfen machen und in der großen Runde (also im Beisein des Kunden) bei einer Druckerei oder einem Reprostudio einen Termin vereinbaren, wo unter fachkundiger Beratung und kontrollierten Bedingungen (Normlicht und farbverbindliche Bildschirme) bestehende Druckmuster mit cmyk-Farbwertebüchern und verschiedenen Farbsystem-Fächern (Pantone/HKS etc.) abgeglichen werden. Dann sieht man, wo man steht und kann verbindlich eine Strategie entwickeln.

Beim nächsten Job dieser Art hast du dann einiges an Erfahrung mehr und kannst das dann ev. alleine abwickeln.
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qualidat

Dabei seit: 14.09.2006
Ort: Berlin
Alter: 60
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 25.03.2015 09:38
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Optimal wäre es, wenn sich die "Hausfarbe" gut in den gängigen CMYK- und RGB-Farbräumen darstellen lässt und obendrein noch als Pantone oder HKS-Entsprechung existiert.

Dazu sollte man zu allererst mal deren LAB-Werte ermitteln, denn die sind einegtlich "die Farbe", alles andere nur "Rezepte" zu deren Darstellung.
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Mi 25.03.2015 14:16
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Frank Münschke hat geschrieben:
Wirklich vereinheitlichen kannst du das via Pantone nicht.
Die unterschiedlichen Pantone-Fächer sind nicht dazu da, für die einzelnen Pantone-Farben gleiche Ergebnisse zu erzielen, sondern lediglich um zu zeigen, wie unterschiedlich die jeweilige Rezeptur auf den unterschiedlichen Bedruckstoffen wirkt.

Man kann mit dem Pantonesystem da aber trotzdem glücklich werden. Oft sind die Differenzen von Pantone Coated zu Uncoated ein Versatz um eine Farbe in den beiden Fächern – aber man kann es eben nicht vorhersagen. Ich hab mir gerade mal ein paar Hellblaue Farben angeschaut. P 2706C und U passen nahezu perfekt zusammen, Bei P 7451C nimmt man besser für Uncoated die P 7453U dazu.
Die Diskrepanz nimmt im Prinzip auf jedem Fächerblatt von oben nach unten zu, da eben in den dunklen satten Tönen dem Uncoated einfach der Knack der geschlossenen, lackartigen Oberfläche fehlt.

Bei Farben wie 655C kann es dann durchaus sein, das man für die Uncoated-Entsprechung ein paar Seiten weiter muss und z.B. bei 2768U landet – auch nicht perfekt aber deutlich näher dran als 655U.

Wie geschrieben, sollte das vor Ort mit brauchbarem Licht (Keine Neonröhren, keine Energiesparlampen und erst recht keine LED Beleuchtung, am ehesten bei diesigem Wetter/hellgrauem Himmel Südseite sonst eher Nordseite) Anhand vorhandener Druckmuster und Fächern und Farbatlanten ermittelt werden. Dadurch bekommt der Kunde auch ein Gespür für die Problematik ('Kann doch nicht so schwer sein ein schönes Blau auszusuchen!".

Ausserdem sollte man mit dem Kunden Festlegen was primäres Ziel des Sonderfarbeinsatzes sein soll.
Entweder dank der höheren und speziellen Pigmentierung der Sonderfarben so bunt und aufsehenerregend wie möglich zu werden, oder
trotz anderer Medien und Druckfverfahren einen durchgängigen Farbeindruck zu erzielen.

Diese beiden Philosophien Verlaufen diametral und lassen sich von daher nicht unter einen Hut bringen.
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schlauchius
Threadersteller

Dabei seit: 13.07.2013
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Verfasst Mi 25.03.2015 17:09
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Vielen Dank für die klärenden Antworten!

Ich war heute bei der Druckerei vor Ort und habe mich an den Pantone-Fächern ausgetobt, unter Normlicht.
Der Unterschied von Uncoated zu Coated ist wirklich extrem und wie Mialet richtig erwähnt hat, ist es uns nicht möglich gewesen, uns für die 288 U und die 288 C zu entscheiden.

LaB ist beim Logo laut Photoshop 21, 10, -41 und demnach wird die 288 C vorgeschlagen. Diese war aber auf dem Coated-Fächer zu hell, weshalb wir die etwas dunklere 281 C genommen haben. Letztlich würde ich gerne aber alles im 288 U-Farbton haben, der auf dem Uncoated-Fächer genau so aussah, wie das Blau bei einer gedruckten Broschüre mit matt-gestrichenem Papier. Ich habe also den perfekten Ton für Briefpapier & Visitenkarten gefunden, bei allen anderen Druckprodukten weicht es dann aber wieder ab, da ich den Coated-Ton brauche?!

Nun die Frage: kann ich die 288 U auch bei matt-gestrichenem Papier / Textildruck benutzen oder wird mich jede Druckerei mit Kopfschütteln nach Hause schicken, da wieder ein völlig anderes Blau zustande kommt?

Ich würde ja sagen, für ungestrichenes Papier gibts in Zukunft die 288 U und für alles Gestrichene CMYK (99, 81, 6, 28 ) aber heute hat mich schon wieder eine Textildruckfirma nach der Pantone-Farbe gefragt, genauso Kugelschreiberfirmen etc. wollen einen Pantone-Ton – in der Regel halt Coated.


Zuletzt bearbeitet von schlauchius am Mi 25.03.2015 17:10, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Frank Münschke
Forums-Papa

Dabei seit: 08.06.2006
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Verfasst Mi 25.03.2015 19:54
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288c und 288U sind keine zwei unterschiedlichen Farbanmischungen, sondern die gleiche Anmischung auf zwei unterschiedlichen Bedruckstoffen ...
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Mialet

Dabei seit: 11.02.2004
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Verfasst Do 26.03.2015 13:18
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schlauchius hat geschrieben:
LaB ist beim Logo laut Photoshop 21, 10, -41 und demnach wird die 288 C vorgeschlagen. Diese war aber auf dem Coated-Fächer zu hell, weshalb wir die etwas dunklere 281 C genommen haben. Letztlich würde ich gerne aber alles im 288 U-Farbton haben, der auf dem Uncoated-Fächer genau so aussah, wie das Blau bei einer gedruckten Broschüre mit matt-gestrichenem Papier. Ich habe also den perfekten Ton für Briefpapier & Visitenkarten gefunden, bei allen anderen Druckprodukten weicht es dann aber wieder ab, da ich den Coated-Ton brauche?!
Wenn man der aktuellen Pantone Bibliothek (2014er Pantone Plus V2 Solid Uncoated) trauen darf, entspricht P 288U einem Lab von 36/3/-32 (mein gerade gemessener 2012er Pantone Plus Uncoated Fächer gibt etwa 37/1,5/-32 aus). ersteres ergibt in Photoshop eine Umsetzung in ISOcoated V2 von 82/62/11/18 mit einem Tool das speziel auf die Sonderfarbersetzung in CMYK ausgerichtet ist, wird mir ein dreifarbig aufgebautes 77/55/0/30 vorgeschlagen.

Ansonsten, wenn es eben Sonderfarbe sein muss, würde ich optisch nach meinen Fächern für Coated Pantone Plus 7686C als ähnlichsten Kandidaten vorschlagen. Im 2012er Solid Coated Plus ist P 2140C hinzugekommen. Rein von den Lab-Werten der aktuellen Bibliothek (35/1/-31)sollte das auch ganz passable hinkommen.


Zuletzt bearbeitet von Mialet am Do 26.03.2015 13:22, insgesamt 1-mal bearbeitet
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