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Thema: Produktion von Schaufensterfolien - Hilfe! vom 22.12.2011


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Druck - Produktion -> Produktion von Schaufensterfolien - Hilfe!
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Toffi-Fee
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Verfasst Do 22.12.2011 15:54
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Produktion von Schaufensterfolien - Hilfe!

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Hallo,

Ich produziere gerade zum ersten Mal Folien für die Beklebung von Schaufenstern und stosse da auf einige Probleme und wäre sehr dankbar für Hilfe. Ich habe mir schon diverse Threads zu dem Thema reingezogen, aber irgendwie bin ich noch nicht so richtig erleuchtet.

Ich komme aus der Web- und Open-Source-Ecke und habe mir anderes Wissen Stück für Stück angeeignet und mache heute auch viel im Printbereich (Flyer, Broschüren, Geschäftsaustattung). Mein "normaler" Produktionsweg ist so:

1. Ich erstelle ein Bild oder Grafik.
2. Ich wandle das RGB-Bild in GIMP in ein CMYK-Format um.
3. Ich stelle in QUARK Text und Bild zusammen.
4. Ich speichere das als .eps-Seite.
5. Ich wandle mit Acrobat-Distiller die .eps-Seiten in belichtbare PDFs um.

Es gibt sicher noch viele andere Arten das zu machen, aber diese funktioniert jedenfalls.

Die Druckerei sagt, sie brauchen 300 dpi (ok, üblich) und sie können .eps und PDF verarbeiten (ich arbeite hier mit einer ungarischen Druckerei, die ich zum ersten Mal ausprobiere).

Nun habe ich das Problem, dass ich in QUARK keine Datei 1,40 m x 60 cm anlegen kann (wäre ja praktisch). Wenn ich das 1:10 verkleinere und in ein PDF umwandle, dann passt die Auflösung nicht, alles ist gerastert.

Was ich auch schon versucht habe: Ein Bild in GIMP zu skalieren, indem ich 300 dpi beibehalte, aber das Bildformat entsprechend vergrößere. CMYK-Modus und als .eps speichern (Dateigröße: 300 MB) . Als ich das dann aber mit dem Distiller umwandeln wollte: Error, keine genaue Fehlerangabe.

Soda, jetzt weiss ich im Moment nicht weiter und wäre für Hilfe echt dankbar.

Liebe Grüße Toffi-Fee
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Benutzer 62312
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Verfasst Do 22.12.2011 16:53
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hast du vlt ein anderes programm zur hand, wie zb illustrator oder inkscape?

deine herangehensweise ist leider etwas... falsch.

es ist besser direkt aus dem programm (ohne eps und ohne distiller) ein pdf zu schreiben. das eps aus quark ist absolut fehlerhaft. 300 ppi (pixel per inch) ist soweit korrekt. bei so großen sachen reichen auch meist 150ppi oder weniger. das sagt dir aber der entsprechende dienstleister.

der einfachheit halber (aber auch nicht mehr ganz richtig) kannst du bilder im cmyk-modus laden. besser wäre aber die bilder im rgb lassen und erst bei der pdf erstellung in das zielprofil zu konvertieren. das setzt allerdings noch andere skills voraus und auch entsprechende kalibrierte hardware. also eine farbechtheit wirst du sicher nicht erzielen. du kannst aber den farbauftrag kontrollieren...

wenn du das pdf direkt aus beispielsweise illustrator erstellst, wirst du auch keine 300mb datei bekommen.

das nur mal auf die schnelle. Lächel
 
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Toffi-Fee
Threadersteller

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Verfasst Do 22.12.2011 18:18
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Zitat:
hast du vlt ein anderes programm zur hand, wie zb illustrator oder inkscape?


Illustrator: Nein. Inkscape: Ja (ersatzweise verwende ich Photodraw zum Erstellen, einfach, weil ich damit echt gut umgehen kann. Man kann ja aus einem Programm ohnehin immer nur rausholen, was man wirklich "kann").

Zitat:
deine herangehensweise ist leider etwas... falsch.


Lächel) Da hast du vermutlich recht - denn wenn sie richtig wäre, dann wärs ja mit wenigen Klicks geschafft. Sie ist mit Sicherheit auch deshalb "falsch", weil ich teure Programme vermeide, wenns geht und andere Programme dann nicht so gut "zusammenspielen". Ich schaffe es aber zumindest, Farben von meiner CMYK-Farbkarte orignialgetreu für den Druck zu reproduzieren Lächel. Und auch die Fotos oder Bilder, die ich umwandle, sind im Druck einwandfrei.

Ich habe einfach nur Null Erfahrung mit so großen Bildern Mädchen!
Zitat:

es ist besser direkt aus dem programm (ohne eps und ohne distiller) ein pdf zu schreiben.


Kann man aus dem CMYK-Modus in GIMP heraus ein PDF schreiben, das auch belichtbar ist? Wusste ich nicht...

Zitat:
besser wäre aber die bilder im rgb lassen und erst bei der pdf erstellung in das zielprofil zu konvertieren.


Ich lade die Bilder bereits im CMYK-Modus in Quark rein - erscheint mir nun nicht wirklich verkehrt. Wenn ich Bilder im RGB-Modus lasse und dann aus Quark ein .eps mache und das .eps mit Distiller ins PDF wandle, dann sind die Farben falsch (ausprobiert im Druck). Also: Erst CMYK, dann konvertieren.

Danke jedenfalls für deine Tipps!

Ich habe jetzt folgendes geschafft:

.TIF-Datei im CMYK-Modus gespeichert, 300 dpi (horrend groß, sag gar nicht wie... *gg*)
Korrektes PDF aus Quark-.eps mit Distiller erstellt (13 MB, das geht ja noch)

Aber das war jetzt Trial & Error pur, ich wäre gerne bereit, hier mal 100 Euro für 2 Stunden Online-Schulung zu investieren bei einer Fachfrau (Männer sind mitgemeint). Mir hilft es aber nix, wenn jemand weiss, wie man Illustrator oder Photoshop bedient, weil ich das nunmal nicht habe und auch nicht zu kaufen beabsichtige.

Lg Toffi
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qualidat

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Verfasst Do 22.12.2011 18:26
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a) ist m.E. nicht geklärt, ob der TE die Fensterbeklebung wirklich drucken (Fotos, Verläufe) oder nicht evtl. doch schneiden/plotten will. Bei Letzerem kommt er mit Bildbearbeitung garnicht weiter, er muss vektorisieren ...

b) die 300 dpi sind eine Faustformel aus dem Print-Bereich, um nicht rechnen oder nachdenken zu müssen. Guck' mal auf deinen Bildschirm - diese Qualität sollte doch wohl für einen Schaufenster-Aufkleber ausreichen und die Auflösung liegt gerade mal um die 80 ppi ...

c) wenn du das Dokument mit 1/10 der Größe anlegst (um es anschliessend auf das zehnfache zu skalieren), müssen die Bilder natürlich in diesem Dokument zunächst die zehnfache Auflösung haben.

d) wenn du dir den oben beschriebenen Workflow autodidaktisch angeeignet hast und abei wirklich verkaufbare Produkte herauskommen, verdient das zunächst Hochachtung. Leider entspricht er nun ungefähr dem Nivau von vor 5-10 Jahren und ist total überholt. Ein moderner RGB-Workflow mit direkter PDF/X-Ausgabe ist wesentlich kompakter und zuverlässiger.


Zuletzt bearbeitet von qualidat am Do 22.12.2011 18:33, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Benutzer 62312
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Verfasst Do 22.12.2011 18:36
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Grins es hängt immer nur damit zusammen was du wie einstellst. gimp habe ich jetzt mal außen vor gelassen.
da kenne ich mich nicht aus. es gibt auch kostenlose software zu pdf-erstellung.

aber aus quark ein eps zu machen, um es dann im distiller zu laden, der dann ein pdf macht...
oder meinst du ein ps (post script)?

wenn du die bilder im rgb-modus lässt, muss auch dein monitor kalibriert sein, dein programm eine proof-ansicht haben (dabei wird cmyk + farbprofil nur simuliert und nicht ausgeführt) und dein pdf workflow entsprechend eingestellt sein. so wäre es korrekt. dann brauchst du bei der pdf erstellung nur noch in das zielprofil zu konvertieren. hast aber das original immer noch im rgb und es kann für den nächsten job neu angepasst werden. rgb= größerer farbraum, mehr effekte usw anwendbar.

wenn du deine bilder vorab in cmyk wandelst ist das nicht "falsch", es ist nur ein überholter workflow. dabei brauchst du bei der pdf erstellung die bilder eben nicht mehr konvertieren. aber sie sind dann wie sie sind, farbraum reduziert
und nur für eine bestimmte anwendung optimiert.

hier mal was zum lesen, ist nicht einfach, weiß ich schon Lächel :
http://www.adobe.com/de/designcenter/acrobat/articles/acr8ap_pdfx_02.html (wurde gerade noch irdendwo gepostet
http://www.cleverprinting.de/freeloads.html
 
Toffi-Fee
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Verfasst Do 22.12.2011 20:10
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Zitat:
c) wenn du das Dokument mit 1/10 der Größe anlegst (um es anschliessend auf das zehnfache zu skalieren), müssen die Bilder natürlich in diesem Dokument zunächst die zehnfache Auflösung haben.


Aha - heisst das, ich muss die Bilder zunächst mit 3000 dpi anlegen, damit ich sie dann aus 1/10 auf 300 dpi skalieren kann?

Zitat:
d) wenn du dir den oben beschriebenen Workflow autodidaktisch angeeignet hast und abei wirklich verkaufbare Produkte herauskommen, verdient das zunächst Hochachtung.


Sehr gut verkaufbar. Lächel Meine Stärke liegt im Design und im Verständnis für Layout, Form und Farbe. Jemand, der technisch perfekt arbeitet, aber das nicht hat, wird auch nix Gescheites rausbringen... sag ich mal mit einer gesunden Portion selbstbewusstsein.

Zitat:
Leider entspricht er nun ungefähr dem Nivau von vor 5-10 Jahren und ist total überholt.


Das glaube ich unbesehen. Aber ich hatte irgendwann einfach keinen Bock mehr, mir dauernd ein Update nach dem anderen zu holen. Das fing schon damit an, dass meine "alten" Versionen vor 3 Jahren mit Windows Vista nicht mehr kompatibel waren, nachdem ich mir einen neuen Laptop zugelegt hatte, mit Windows 7 sowieso nicht - d.h. ich hätte in einem Rutsch alles komplett updaten müssen.

Lg Toffi
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Toffi-Fee
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Verfasst Do 22.12.2011 20:17
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Zitat:
gimp habe ich jetzt mal außen vor gelassen.
da kenne ich mich nicht aus. es gibt auch kostenlose software zu pdf-erstellung.


GIMP ist ein Bildbearbeitungsprogramm, vergleichbar mit Photoshop, kein PDF-Erstellungsprogramm.

Welches kostenlose Tool gibt es denn, mit dem man CMYK-PDFs machen kann? Ich kenne dazu nur den AdobeDistiller aus dem AdobeProfessional-Paket, mit einem normalen PDF-Programm ist das doch gar nicht möglich...?

Zitat:
aber aus quark ein eps zu machen, um es dann im distiller zu laden, der dann ein pdf macht...
oder meinst du ein ps (post script)?


Macht absolut Sinn, wenn man in Quark einen Flyer oder eine Broschüre macht. Lächel

Zitat:
wenn du die bilder im rgb-modus lässt, muss auch dein monitor kalibriert sein, dein programm eine proof-ansicht haben (dabei wird cmyk + farbprofil nur simuliert und nicht ausgeführt) und dein pdf workflow entsprechend eingestellt sein. so wäre es korrekt. dann brauchst du bei der pdf erstellung nur noch in das zielprofil zu konvertieren. hast aber das original immer noch im rgb und es kann für den nächsten job neu angepasst werden. rgb= größerer farbraum, mehr effekte usw anwendbar.


RGB nutzt mir aber für den Druck nichts, ich muss es ja sowieso immer in CMYK umwandeln. Ein zweiter Monitor wäre oft nicht schlecht, aber ich habe einen echt großen Bildschirm und habe daher die RGB-Version "sichtbar" - mit der CMYK-Ansicht kann ich immer noch nichts anfangen auch nach all der Zeit nicht...

Zitat:
wenn du deine bilder vorab in cmyk wandelst ist das nicht "falsch", es ist nur ein überholter workflow.


Geht aber mit meinen Programmen nun mal nicht anders. Es wäre natürlich "angenehmer", das im Workflow anders zu gestalten, keine Frage: Aber das ist mir im Moment keine paar 1000 Euro wert. Aber danke für den Hinweis, ich werde das als zusätzliches Argument für die Beschaffung neuer Software mit dazunehmen *zwinker*


Zitat:
hier mal was zum lesen, ist nicht einfach, weiß ich schon Lächel :
http://www.adobe.com/de/designcenter/acrobat/articles/acr8ap_pdfx_02.html (wurde gerade noch irdendwo gepostet
http://www.cleverprinting.de/freeloads.html


Ok, da steht was über PDF-X1 bzw. PDF-X3 - so wandle ich standardmäßig meine Dokumente mit dem Distiller um. Und dazu müssen halt - bei meiner Software - vorher schon die Bilder in CMYK vorhanden sein, weil der Distiller beim PDF-X3-Standard meckert, wenn ich ihm ein RGB-Bild unterjubeln will. PDF produzieren ginge schon auch anders, aber dann halt mit RGB-Bildern und das will ja keiner.

Auch wenn ich jetzt eine funktionierende "Lösung" habe, ich bin sehr daran interessiert, mehr zu lernen...

Lg Toffi


Zuletzt bearbeitet von Toffi-Fee am Do 22.12.2011 20:20, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Dabei seit: 19.11.2004
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Alter: 40
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 22.12.2011 20:20
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Toffi-Fee hat geschrieben:
Aber ich hatte irgendwann einfach keinen Bock mehr, mir dauernd ein Update nach dem anderen zu holen.


Das ist aber nach hinten raus ne Milchmädchenrechnung, weil am falschen Ende gespart.
Leg das doch einfach mal auf deine täglichen Arbeitsplatzkosten um. Wenn man das nicht über hat läuft etwas anderes falsch. Oder du machst nur drei Aufträge im Jahr. Dann fänd ich den Gedanken auch legitim.
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