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Thema: Klischee herstellen? Anfängerfragen zu Tampondruck vom 21.02.2009


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Druck - Produktion -> Klischee herstellen? Anfängerfragen zu Tampondruck
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mathias172
Threadersteller

Dabei seit: 21.02.2009
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Verfasst Sa 21.02.2009 04:15
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Klischee herstellen? Anfängerfragen zu Tampondruck

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Hallo liebe Leute,

ich bin neulich in der Bucht über verschiedene Tampondruckmaschinen gestoßen und musste feststellen, dass die Dinger ja fast nix mehr kosten. Da ich aber beruflich(Kleinstauflagen/100 Stück) gern auch Kugelschreiber, Feuerzeuge usw. anfertigen können möchte, wollte ich mich mit dem Thema näher befassen.

Leider habe ich vom Tampondruck gar keine Ahnung. Ich weiss aber mittlerweile, wie das Grundprinzip funktioniert. Nun meine wichtigsten Fragen:

1) Wo kann ich günstig Klischees herstellen lassen?
2) Habe hier leider nicht viel finden können aber selber machen scheint nicht wirtschaftlich, oder wie läuft das mit dem Laserdrucker(habe versch. Modelle hier, Auflösung ist ausreichend)? Welche Folien brauche ich? Wo bekomme ich Klischees her?
3) Welche Farben werden hierfür verwendet und wo gibts die?
4) Auf was sollte ich noch achten?


Ich danke Euch vielmals für die Einsteiger-Tipps.


iop // verschoben nach Druck - Produktion


Zuletzt bearbeitet von iop am Mi 25.02.2009 23:07, insgesamt 1-mal bearbeitet
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beyus

Dabei seit: 04.12.2006
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Verfasst Mo 20.07.2009 22:23
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Hallo!

1. selber machen. Dazu gibts Kunststoffklischees. Diese werden mittels kleinen Belichters gibts bestimmt auch günstig) belichtet, dann mit Wasser ausgewaschen. Dazu gibts Auswaschplüschdinger (keine Ahnung, wie die richtig heißen). Vorsicht: im Offsetbelichter funktionierts meist nicht so gut, weil wohl das Spektrum falsch ist.

2. Mit dem Laserdrucker geht das gut, auf matttransparenter Folie, möglichst mit tonerverdichter nachbehandelt. Unser alter HP 5000 bringt richtig gute Ergebnisse dabei.

3. Farben gibts im Fachhandel, z.B. bei Gröner. Erfahrungen hab ich mir Marabu, Tampoprint, Siebold(?)

4. Erstaunlich viel. Du brauchst einen Rasterfilm zum nachbelichten, sonst sinkt deine Rakel in die Druckform. Unterschätz den Tampon nicht! (Größe, Alter...) .
Anhaltspunkte zu Belichten(ausgehend von unserem Belichter: 90 sek. Hauptbelichtung, 90 sek. Belichtung mit Raster, ca. 3 min. mit der Hand auswaschen, Trocknen mit 120 Grad mit der Heißluftpistole oder so, wer will, kann noch paar Minuten nachbelichten, da ist m.E. aber viel Alchemie im Spiel.
Beim Drucken grundsätzlich die Faustregel: so viel Druck wie nötig, so wenig Druck wie möglich.
Farben nicht aus der Dose, die werden immer verdünnt (ca 10 % als Start).

Maximale Erfolge!
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MarcelS

Dabei seit: 04.03.2002
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Verfasst Di 21.07.2009 12:16
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beyus hat geschrieben:


2. Mit dem Laserdrucker geht das gut, auf matttransparenter Folie, möglichst mit tonerverdichter nachbehandelt. Unser alter HP 5000 bringt richtig gute Ergebnisse dabei.




Hi,

ja, das geht zwar, aber nur in begrenztem Umfang. Wenn feine Raster kommen sollen (wir haben Kunden, die ein 4c-Motiv im 60er Raster im Tampondruck realisieren), dann sind Filme die bessere Wahl.
Auch haben wir die Erfahrung gemacht, dass oftmals Dichteprobleme der Laserfolien auftreten können.
Wie gesagt: Bei einfachen Motiven funktionieren Laserfolien gut, aber meiner Meinung nach sind Fotosatzfilme die bessere Wahl.

MfG, MarcelS
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MissMonroe

Dabei seit: 16.12.2005
Ort: RP
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Verfasst Mi 22.07.2009 11:56
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Das mit den Laserfolien kann ich nur bestätigen - bei feinen Arbeiten gibts da ganz kler Grenzen und ich finde man sieht definitv einen Qualitätsunterschied zu anständigen Filmen.

Klischees und Filme kann man auch bei vielen Händlern machen lassen - also unser Lieferant hat uns das zumindest angeboten, als bei uns mal was kaputt war.
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schucki86

Dabei seit: 15.12.2010
Ort: Gleichen
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 15.12.2010 09:27
Titel

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Hi,
ich habe auch mit dem Gedanken gespielt.

Eigentlich, mal so ganz Dumm ist das klischee ja nur wie "graviert" oder? Ich habe einen Bekannten
der mit das mit nem Gravograph Laser machen könnte. Funktioniert das? Oder ist das Käse?
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
Alter: 49
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 15.12.2010 09:55
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MarcelS hat geschrieben:
Wie gesagt: Bei einfachen Motiven funktionieren Laserfolien gut, aber meiner Meinung nach sind Fotosatzfilme die bessere Wahl.


Ich hab früher ne Menge Kopiervorlagen (Filme) für Sieb- und Tampondruck erstellen müssen. Unser Kunde war da immer sehr speziell u. anspruchsvoll. Deswegen kann ich mir auch nicht vorstellen, daß man mit Laserfolien einen solchen Standard erreichen kann. Klischees mittels Gravur zu fertigen halte ich deswegen ebenfalls für abwegig.

Der Nachteil ist, daß man kaum noch Dienstleister findet, die das machen. Wir hatten zum Schluss auch teilweise ziemliche Probleme bei der Materialbestellung.
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MarcelS

Dabei seit: 04.03.2002
Ort: Marl
Alter: 40
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 16.12.2010 17:45
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Natürlich bekommt man bei weitem nichtd ie Qualität hin.

Ganz ehrlich: Tampon- oder Siebdruck zu machen, und dann diese "Butterbrotpapierfolien" auf nem Laserdrucker zu drucken (nicht belichten!), ist für mich nur eins: Pfusch!

Raster kommen unsauber, ganz feine Linien kommen unsauber oder brechen weg, die Deckung ist besch....., Passgenauigkeit leidet unter dem Verzug des Materials durch die Temperatur bei der Fixierung, und und und.

Und dabei gibt es doch noch Dienstleister, die belichten. Wir zum Beispiel - aber da kann man sich ja immer anhören, dass das vieeel zu teuer wäre.

Als Beispiel: Eine Belichtung 1000mm x 350mm kostet bei uns 24 Euro. Jetzt kann man mal ausrechnen, wie viele Tamponfilme man da draufbekommt, wenn man sammelt. Das durften so mindestens 40 Stück sein, wenn man viel Fleisch ums Motiv braucht. Da kostet also der einzelne Film dann 60 Cent. Aber ich durfte mir bei der Aquise anhören, dass es billiger wäre, für einen kleinen "Film" einen A4-Bogen auf dem Laserdrucker zu drucken und mit Tonerverdichter zu behandeln.

Ich ärgere mich immer. Wir machen ja auch noch andere Sachen, zum Beispiel Reinzeichnungen.
Da gibt man sich richtig Mühe, arbeitet viele Details aus und so weiter... Damit dann im schlimmsten Fall eine Druckvorlage auf dem Tintenstrahldrucker ausgegeben wird (tatsächlich).


Daher mal die Frage an die Runde: Es gibt hier doch so viele Tampon- und Siebdrucker. Warum tut ihr euch das alle an mit den Laserfolien?

Warum werden so wenig echte Fotosatzfilme bezogen?


MfG, MarcelS
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
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Verfasst Do 16.12.2010 18:04
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MarcelS hat geschrieben:

Als Beispiel: Eine Belichtung 1000mm x 350mm kostet bei uns 24 Euro. Jetzt kann man mal ausrechnen, wie viele Tamponfilme man da draufbekommt, wenn man sammelt.


Aber wie oft kann man das? Unsere Belichtungskunden kamen eher sporadisch und dann musste aber immer schnell (da Termin) produziert werden. Da ist mit "Sammeln" meist nix drin. Dann verbraucht man halt für ein Mini-Logo in 5x5 mm für einen Kugelschreiberaufdruck mal gschwind mind. die Breite der Filmrolle + Vor- /Nachlauf durch die Maschine. Also ich dacht als auch oft ... "was ne Matrialschlacht".

Aber naja ... wirkliche Mondpreis-Kosten entstehn trotzdem nicht, vor allem wenn man mal die deutlich höhere Qualität berücksichtigt.

MarcelS hat geschrieben:
Warum werden so wenig echte Fotosatzfilme bezogen?


Ich wüsst bei uns hier vor Ort z.B. grad keinen mehr, der das noch anbietet. Vermutlich wissen's viele gar nicht (mehr) besser. Ist doch wie bei den Druckereien. Da kommen manche auch erst gar nicht mehr auf die Idee, sich mal "vor Ort" umzuschauen. Drucken = Online ... Siebdruckvorlage = Laserfolie aus'm Druckerle *zwinker*

Ist halt so langsam auch ne aussterbende Kunst Menno!
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