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Thema: Format in InDesign vor Verlagsauswahl festelegen - sinnvoll? vom 06.01.2014


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Druck - Produktion -> Format in InDesign vor Verlagsauswahl festelegen - sinnvoll?
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dette23
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Verfasst Mo 06.01.2014 21:16
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Format in InDesign vor Verlagsauswahl festelegen - sinnvoll?

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Hallo,

eine Bekannte möchte ein Buch über Wildkräuter mit vielen Fotos machen. Neben der Wort-Information soll das Buch durch die Fotos und das Design auffallen und zum Kauf animieren.

Da ich mich um die Fotos und das Design kümmern würde, bat ich sie, dass sie mir das genaue Format der Druckerei nennen solle, damit ich die pdf in InDesign gleich richtig anlegen kann (so kenne ich es von Broschüren).

Nun möchte sie aber das Buch über einen Verlag drucken und vertreiben lassen, so dass momentan gar nicht abgesehen werden kann, was die letztendliche Druckgröße ist.

Wenn es auch nur 1-2 cm Formatverschiebung gibt, dann müsste ich im Endeffekt alles neu setzen. Da ich überhaupt keine Erfahrung damit habe, schätze ich, dass ich einen Denkfehler habe. Sind die Formate vllt. sowieso bei allen Verlagen gleich und man wählt ein Format, dass jeder drucken kann? Die Druckanschnittgrenze kann man ja hinterher für alle Seiten ändern, soweit ich das mitbekommen habe und das hat ja sowieso keine Auswirkung auf die Gestaltung.

Vielen Dank für eure Antworten.
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Frank Münschke
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Verfasst Mo 06.01.2014 21:53
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Kannst du eigentlich mit InDesign umgehen? Sonst hole lieber jemanden ins Boot, der das kann ...
--
Wenn der Verlag nicht sowieso eigene Leute für eine konsistente Produktion der Bücher hat.
Warum sollen die riskieren, Daten von jemanden zu drucken, dessen Arbeitsweise und -qualität die nicht kennen.
Ein Fixen solcher Fremddaten kann sehr zeitaufwendig und darum sehr teuer werden.
Ich habe viele Jahre einen Verlag mitbesessen und arbeite seit mehr als 40 Jahren für diverse Verlage.
Darum würde ich mich auf solche Spielchen nicht einlassen ...
Bevor da also irgendwas angefangen wird, sollte erst der Verlag feststehen und dem Produktionsweg zustimmen ...
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dette23
Threadersteller

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Verfasst Mo 06.01.2014 22:15
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Vielen Dank für deine Antwort Frank.

Ich denke, ich kann noch nicht sehr gut mit InDesign umgehen. Ich habe es noch nicht lange und habe es innerhalb einiger Tage mit Buchanleitung ausprobiert. Da ich es selber nicht brauche, habe ich es dann nicht wieder verwendet, was bedeutet, dass ich wieder ganz vorne anfangen würde. Ich kam aber gut zurecht und würde wahrscheinlich einfach nur sehr viel länger brauchen, als ein erfahrender Anwender.

Deine Information zeigt aber, dass ich gar nichts setzen muss, sondern die das evtl. selber machen. Das bedeutet zwar, dass meine Bekannte nicht viel Einfluss auf das Design hat, aber das hätte sie ja auch nicht, wenn ich es machen würde. Da die Fotos von mir kommen, hätte ich sie auch gerne selber beschnitten und gesetzt, aber wahrscheinlich kann man darauf vertrauen, dass alles wunderbar aussieht.

Das bedeutet also, dass meine Bekannte einfach nur die Texte und die ungeschnittenen Fotos beim Verlag einschickt und wenn ein Verlag annimmt, dann müssen wir uns nur grobe Gedanken um Layout und Design machen? Die Texte braucht sie dann einfach nur in word zu schreiben und als pdf versenden?

Ja, da muss ich wohl vollkommen umdenken *zwinker*. Danke für die Infos.
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Frank Münschke
Forums-Papa

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Verfasst Mo 06.01.2014 22:39
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Ob ein Verlag so oder anders mit solchen Sachen umgeht, ob und welchen Einfluss ein Autor und Fotograf Einfluss auf die Gestaltung kann, sowie die Art, wie ein Verlag seine Bücher produzieren lässt, kann sehr unterschiedlich sein. Da gibt es alle Variationen ... Darum erst den Verlag festzurren, dann über die Produktion reden und dann tun ...
--
Ohne InDesign halbwegs zu beherrschen, dauert es - erfahrungsgemäß - nicht nur länger, sondern eine ganze Reihe von Sachen kriegt man einfach nicht hin ...
--
Die Weitergabe von Text- (oder Bild-)Daten als PDF ist völliger Unsinn!
Text wird als Doc-, rtf- oder odt-Datei, Bilder werden möglichst unbearbeitet oder wirklich professionell für einen Printworkflow vorbereitet übergeben ... Alles weitere ist von den Absprachen mit dem Verlag abhängig ...
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dette23
Threadersteller

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Verfasst Mo 06.01.2014 23:50
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o.k. danke für die Infos.

Das heißt, dass der Verlag vom Inhalt überzeugt sein muss. Ich dachte bis heute, sie kann mit einem ausgefallenen Design punkten.

Wieder was dazu gelernt.

Was InDesign anbetrifft, magst du Recht haben, aber ich habe alle Programme immer gut gelernt, wenn ich sie anwenden musste.

Gute Nacht.
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type1

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Verfasst Di 07.01.2014 01:01
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Hi!

Ihr solltet Euch vielleicht auch mal die Option Selbstverlag oder unterstützer Verlegerschaft durch die zahlreichen BOD Anbieter anschauen.
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
Alter: 51
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 07.01.2014 11:39
Titel

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type1 hat geschrieben:
... die zahlreichen BOD Anbieter ...


Vielleicht noch ergänzend für den TE
http://de.wikipedia.org/wiki/Book-on-Demand
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mguenther

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Ort: Hamburg, Germany
Alter: 28
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Verfasst Di 07.01.2014 13:09
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Hallo Dette,

du kannst einen Verlag überzeugen oder es selbst verlegen oder einen Zwischenweg gehen (Verlagsservice).

Wir hatten mit unserem Buch vorab keinen Erfolg, einen Verlag zu überzeugen, zu theoretisch, zu sehr Grundlagenwerk, das Risiko war allen zu groß. Bei meinen letzten Büchen habe ich einen Verlag überzeugen können, der hat dann das Format vorgegeben und wir haben die Gestaltung alleine gemacht. Bei Galileo wurde diese dann danach sogar als Standard-Gestaltung für die ganze Reihe übernommen.

Im derzeitigen Fall hatten wir uns dann überlegt, über amazon Print on Demand zu gehen, also keine Vorabkosten für den Druck und das Buch wird für jeden Käufer/Leser gedruckt und amazon übernimmt den Vertrieb. Leider war uns die Druck- und Papier-Qualität von amazon nicht gut genug, daher haben wir uns dagegen entschieden.

Dennoch sind wir bei einem der amazon Formate geblieben (um die Option zu waren, das irgendwann nochmal auszuprobieren) und haben uns auf die Suche nach einer Druckerei mit Verlagsservice gemacht. Da muss man zwar die Druckkosten vorab übernehmen, sich sonst aber um nichts kümmern, wie ISBN beantragen, Bestellungen verwalten, Buchhandlung/amazon beliefern etc.

Um die Kosten für den Druck, fürs Lektorat etc. zumindest ein wenig vorzufinanzieren, haben wir dann noch ein Crowdfunding gestartet. Ich habe für die MacWelt dazu einen Artikel geschrieben: http://www.macwelt.de/news/Buch-sucht-Schwarm-8255157.html

Alles in allem spannende Zeiten für "Selbstverleger", und jetzt, wo das Buch erfolgreich ist, interessieren sich auch wieder Verlage dafür.

Fazit: Überlege dir zuerst, welchen Weg du gehen willst (muss es Print sein, bist du bereit Risiko und Erfolg auf deine Kappe zu nehmen, wie sehr kannst du andere überzeugen etc.) und mach dann die Planung. Das Layout ist wichtig aber eben nur ein Faktor.

Gruß
Matthias
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