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Thema: Unterschied Studium/Ausbildung vom 30.08.2008


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Studium -> Unterschied Studium/Ausbildung
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Deep Thought
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Verfasst Sa 30.08.2008 18:08
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Unterschied Studium/Ausbildung

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Hallo Mediengestalter,

ich habe dieses Forum vor 3 Tagen entdeckt und seitdem viel neues gelernt, aber es wurden auch neue Fragen aufgeworfen.

Zu erst mal mein Problem.
Ich studiere momentan einigermaßen erfolgreich Maschinenbau im 4. Semester, also kurz vor dem Vordiplom.
Leider ist es so, dass mich die Inhalte dieses Studiums nicht wirklich überzeugen können. Alles mehr oder weniger zusammenhangsloses Rumgerechne. Da hätte ich auch Mathe studieren können.
Ich brauche irgendwas kreatives, wo ich tatsächlich Problemstellungen habe, wo sich der Weg zur Lösung nicht im Finden der richtigen Formel und anwenden dieser erschöpft. (ganz so einfach isses dann leider meistens auch nicht, aber spannend ist es nicht, einfach nur sauschwer)
Selbst im Fach Konstruieren werden einfach nur vorgegebene Prinzipskizzen mithilfe des Tabellenbuches in Normteile übersetzt und gezeichnet, also eher der Aufgabenbereich eines Technischen Zeichners.
Alles Grundlagen, die man ja sicherlich auch können muss, aber ich hab mir sagen lassen, dass das im Hauptstudium dann munter so weitergeht und da hab ich einfach keine Lust mehr drauf.

Also habe ich mich mal drangesetzt und überlegt, was meine anderen Interessen sind, was ich also alternativ zum Maschinenbau machen könnte.
Fotografie, Film, 3d-Animation, Grafik -> der Weg zum Mediendesign war nicht weit.
Bei meiner Recherche im Internet bin ich dann auch auf dieses Forum gestoßen, das wie gesagt schon viele Fragen beantwortet hat, aber auch einige offengelassen.

Zum Beispiel ist mir nicht ganz klar, ob Ausbildung und Studium in diesem Falle zu einem ähnlichen Berufsbild führen, oder nicht. Aus diversen Beiträgen hier entnehme ich, dass die Ausbildung zum Mediengastalter ein Berufsleben nach sich zieht, dass auch nicht stärker von Kreativität geprägt ist, als mein derzeitiges Studium. Sprich: Entwürfe anderer umzusetzen.
Auf der anderen Seite stehen dann reine Design-Studiengänge, für die man aber immer mindestens eine Mappe einreichen muss, die ich nicht habe und die mir mein Studium auch zeitlich nicht gestattet zu machen (Urlaubssemester ist auch schwierig, wegen der Umstellung auf Bachelor/Master, ich mach ja noch auf Dipl. Ing - klingt auch viel cooler Grins ). Medien-Design gibts auch, aber das ist mir wieder zu theoretisch, ständig Mediengeschichte, Medienwissenschaften, Kommunikationstheorien - irgendwie nicht. Und wieder das gleiche Problem mit der Mappe und Eignungstests.
Ich bin jemand, der Projekte gerne ganzheitlich abwickelt, also von der Konzeption bis zur fertigen Abgabe des Ganzen. nach der Konzeptionsphase abzubrechen find ich irgendwie - doof.
Und dann gibt es den Studiengang Medienproduktion, wie er zum Beispiel an der Fachhochschule Owl, der Fh Kiel oder Fh Mainz angeboten wird (ok, in Mainz braucht man auch ne Mappe, egal).
Dies sind sehr Praxisorientiert ausgeprägte Studiengänge, die sich sowohl mit der Konzeption, als auch mit der Umsetzung diverser Projekte befassen. Spezialisierungen sind möglich im Bereich Fotografie, Film, Video, 3d, Print oder Web. Mich würde da vor allem die Richtung Film/Video reizen, oder auch Computerspiele.
Es müssen ja auch nicht gleich Hollywoodblockbuster sein, auch mit einem Platz in der Werbung wäre ich zufrieden.
Aber:
1.: taugt solch ein Studium was, oder ist das nix halbes und nix ganzes?
2.: Sieht der Arbeitsalltag hinterher so viel anders aus, als nach einer Ausbildung?
3.: hat man hinterher überhaupt Chancen auf einen Arbeitsalltag, oder kriegt man eh keinen Job?

Das Studium an sich liest sich vom Ablauf her echt super, viel Auseinandersetzung mit den benötigten Programmen, jedes Semester ein Projekt, bei dem eigenständig eine Aufgabe aus dem jeweligen Bereich bearbeitet werden kann/darf/muss und vor allem wenig Mathe. Aber ich habe halt Angst davor, zwar im Studium viel Spass zu haben, um dann hinterher einen Job zu haben, der mich nicht gefällt.

Kann mir da vielleicht jemand hier aus dem Forum ein paar nützliche Ratschläge geben? (falls es tatsächlich jemand durchgehalten haben sollte, bis hierher zu lesen *Thumbs up!* )

Dank und Gruß,
Christian
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Alexrobozombie
Gesperrt

Dabei seit: 25.02.2008
Ort: FH DO | RE
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Verfasst So 31.08.2008 11:19
Titel

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Zitat:
1.: taugt solch ein Studium was, oder ist das nix halbes und nix ganzes?
2.: Sieht der Arbeitsalltag hinterher so viel anders aus, als nach einer Ausbildung?
3.: hat man hinterher überhaupt Chancen auf einen Arbeitsalltag, oder kriegt man eh keinen Job?


dir fällt nach 4 Semestern auf dass dein Studium doch nix für dich ist? wie dem auch sei

1: Ein Studium taugt IMMER! Ich hab ne Ausbidlung zum Mediengestalter gemacht und studiere jetzt im 3. Semester Kom. Des und kann das nur immer wieder sagen: Das Studium ist das beste was man in diesem BEruf machen kann.
Die Ausbildung legt hohen Wert auf technisches Know How, das Studium auf kreatives Individuelles Wisse... aber zu dieser Diskussion gibt es viele andere Threads die du dir hier ansehen kannst.

2. ralativ, ja: Als BA oder Dipl. steckst du mehr in der Konzeption als in der Produktion. Zu 99% sitzen in wirklich guten Agenturen studiere Kreativ-direktoren (..) und auch nicht ohne Grund (meiner Meinung nach)

3. Das ist sehr Personen abhängig, es gibt auch Menschen die Ihr studium nur mit saufen und Blödsinn verbracht haben und dann auch von vielen Mediengestaltern abgehängt werden. Wenn dich aber das interessiert was du da studierest und dich reinhängst, sind deine Chancen einen guten Arbeitsplatz zu bekommen natürlich höher mit nem akademischen Abschluß (wie meist überall) ausserdem sind die Karrierechancen meist besser.

Das ganze ist aber relativ zu sehen da es auch wirklich gute Leute gibt die kein Studium brauchen und auch mit einer Ausbildung wirklich gut sind! Trotzdem: meiner Meinung nach, wenn man vor hat weit nach Oben zu kommen geht kein Weg an einem Studium vorbei. Übrigens auch untermauert von vielen Professoren sowie Agenturchefs mit denen Ich im Laufe meiner beruflichen/studentischen Laufbahn zutun hatte.
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Deep Thought
Threadersteller

Dabei seit: 29.08.2008
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Verfasst So 31.08.2008 13:34
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Ah, danke schonmal, dass Du dir meinen - zugegebenermaßen etwas sehr langen - Post durchgelesen hast und auch antwortest. * Applaus, Applaus *

Jein, mir ist das nicht erst nach dem 4. Semester aufgefallen, eigentlich quält mich das schon seit dem ersten, ich habe nur nicht die Konsequenzen draus gezogen bzw. ich habe gehofft, dass es sich noch ändert. Eigentlich tue ich das auch immer noch, aber ich wollte mich trotzdem parallel dazu schonmal umhören, was ich alternativ machen könnte.
Aber das gehört ja jetzt auch nur periphär hier hin.

Dass ein Studium generell die besseren Berufschancen bietet als eine Ausbildung ist mir schon klar. Aber mir geht es um diese ganz bestimmten Studiengänge in Lemgo, Kiel und evtl. Mainz.
Ich hab mal das Curriculum aus Lemgo kopiert:

1. Semester

Mathematik
Programmierung 1
Grundl. der Gestaltung
Bewegtbild, Screen/Print
Grundl. der AV-Aufnahme
Grundl. der Bildverarbeitung
Mediengeschichte

2. Semester
Grundl. der AV-Postproduktion
Medienkonzeption
Medientechnik
Programmierung 2
Grundlagen der Betriebswirtschaft

3. Semester
Marketing
Grundl. d. Marketing, Unternehmensplanspiel
Grafikdesign 1
Grafikdesign, Typografie
Computergrafik 1
Audiovisuelles Design 1

4. Semester
Animation
Interaktive Medien
Medienprogrammierung
Medienprojekt A
Wahlpflichtfach 1

5. Semester
Interaktive Medien
Mediendesign, IT-Sicherheit
Medienprojekt B
Medienwirtschaft
Produktion, Medienrecht
Wahlpflichtfach 2

6. Semester
Englisch
Wahlpflichtfach 3
Wahlpflichtfach 4
Bachelorarbeit
Kolloquium

Wohlgemerkt, der Studiengang nennt sich dort Medienproduktion, nicht Mediendesign.
Wie man sieht geht es in den Fächern sehr viel um die Handwerkliche Durchführung eines Projektes, die Medientheoretischen bzw. -wisssenschaftlichen Fächer treten eher in den Hintergrund.
Also eigentlich das, wie ich mir die Ausbildung vorstelle... * Keine Ahnung... *
In Kiel und Mainz sieht das ganz ähnlich aus.
Meine Fragen waren halt hauptsächlich auf dieses spezielle Studium gezielt, vielleicht hatte ich mich da etwas unklar ausgedrückt.
Etwas stutzig macht mich auch, dass man weder in Lemgo, noch in Kiel eine Aufnahmeprüfung in Form einer Mappe machen muss. Alles über den nc geregelt (in Kiel etwa 1,9 - das schaffe ich aber)
Ich habe halt Angst, dass man da quasi zum studierten Mediengestalter wird, also auch nicht viel mehr kann, als nach einer Ausbildung.

Gruß, Christian
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