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Thema: Keinen Vertrag nach Ausbildung? vom 14.10.2010


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Keinen Vertrag nach Ausbildung?
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deliciious

Dabei seit: 15.11.2006
Ort: Essen
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 15.10.2010 17:57
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Zitat:
deliciious hat geschrieben:
Was soll sich denn da sooo einfach finden?



Ein Kündigungsgrund. Aber mach' deine eigenen Erfahrungen.


Welcher Kündigungsgrund das sein soll, und den es keinesfalls zu entkräften gilt, würde mich interessieren. Die, die es nicht sein können, habe ich ja schon genannt.


Ich selbst habe natürlich noch keine Verhandlungen geführt. Im Endeffekt ist es das aber auch: es ist so einfach. Zumindest sollte man mit der Einstellung rangehen, anstatt eine ungerechtfertigte Kündigung einfach hinzunehmen. Mit gleicher Einstellung gehen ja auch die Arbeitgeber ran, die einen nur "kicken wollen" ohne einen wirklichen betriebsbedingten Grund zu haben. Für die ist es doch meist so einfach, weil der Arbeitnehmer eh nix macht.. die Kündigung hinnimmt "naja, hab da eh keine Chance" und nicht einmal versucht wenigstens ne Abfindung mitzunehmen.

Über einen Dozenten (Weiterbildung Medienfachwirt), der selbst Anwalt ist (Arbeitsrecht, Mietrecht, etc.), erfahren wir auch ab und an Neuigkeiten aus seinen (letzten) Fällen. Hier gibt es nicht wenige, die eine weitaus höhere Abfindung bekommen haben, als ohne Gericht vom Arbeitgeber vorgeschlagen (in den meisten Fällen per Einigung vor Gericht) - wobei diese Personen auch nicht weiterbeschäftigt werden wollten, da sie in der zwischenzeit bereits relativ schnell eine neue Arbeitsstelle bekommen haben..
Was "weitaus höhere Abfindung" nun bedeutet, weiss ich in Zahlen nicht - aber rausschlagen konnten se eben noch was.
Genau so gibt es einige Fälle, in denen die Kündigung unwirksam war (aus verschiedensten Gründen, nicht nur bei betriebsbedingten Kündigungen) und die heute noch in der Firma weiterarbeiten. In manchen Fällen ist es natürlich vorher nicht vorherzusehen, wie die Chancen aussehen, was mit den Mandanten dann auch so besprochen wird - eine Einigung vor Gericht erzielt aber oft - selbst in den Fällen - noch ein paar Vorteile.

Zieht man von Anfang an den Schwanz ein und nimmt es hin, dann hat man erst recht keine Chance.
Dass sich sowas über Wochen oder Monate hinziehen kann, ist mir durchaus bewusst. Dass es nichts für jedermann ist, ebenso. Dass sich der Stress bei manchen nicht lohnt, auch. Wenn man eh recht schnell n andren Job bekommt oder dort nicht weiter arbeiten will, was soll's.
Aber letztendlich glaube ich nicht, dass es sooo einfach ist, mich mit einem unbefristeten Vertrag ohne wirklich betriebsbedingten, handfesten Gründen zu kündigen - einfach nur aus der "Laune heraus". Daher ist und bleibt meine Schlussfolgerung:

Ein unbefristeter Vertrag ist mehr Wert und prinzipiell sicher(er) als ein befristeter Vertrag.

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen der befristete Vertrag von Vorteil sein kann: 1 Jahr Befristung bedeutet garantierte, neue Verhandlungen nach einem Jahr, falls der Arbeitgeber dich behalten will. Hast du dich in dem Jahr gut gemacht und für den Betrieb eventuell sogar als unentbehrlich bewiesen, dann hast du die besseren Karten bei der nächsten Verhandlung. Bei einem unbefristeten Vertrag ist es nicht gewiss, dass du nach einem Jahr sofort eine Gehaltserhöhung verdient hast. Alles ist situationsbedingt. Prinzipiell gilt aber obere Schlussfolgerung für mich.
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blindtext

Dabei seit: 22.07.2010
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Fr 15.10.2010 20:09
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deliciious hat geschrieben:

Welcher Kündigungsgrund das sein soll, und den es keinesfalls zu entkräften gilt,


Mh?

Zitat:
würde mich interessieren. Die, die es nicht sein können, habe ich ja schon genannt.


Wieso können es die nicht sein? Noch mal: Wenn ich einen AN loswerden will, dann finde ich als AG auch einen Grund. Und wenn ich sage, deliciious erfüllt die Erwartungen nicht, kann meinen Ansprüchen an meine Mitarbeiter nicht genügen, macht dauernd Fehler. Fehler, die mich als AG Geld kosten. Dann bist du deinen 'wertvollen' unbefristeten Vertrag schneller los, als du gucken kannst.

Zitat:
Daher ist und bleibt meine Schlussfolgerung:

Ein unbefristeter Vertrag ist mehr Wert und prinzipiell sicher(er) als ein befristeter Vertrag.


Ja. ist o.k, war auch ohne Fettung zu erkennen.

Zitat:
Prinzipiell gilt aber obere Schlussfolgerung für mich.[/i]


Ja, für dich. Andere haben Erfahrungen. Eigene. Ist aber o.k. Ich sehe keinen Sinn darin, das mit dir weiter zu diskutieren.

b.
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S.Franke

Dabei seit: 27.03.2007
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Alter: 41
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Verfasst Di 19.10.2010 09:14
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deliciious hat geschrieben:
Zitat:
deliciious hat geschrieben:
Was soll sich denn da sooo einfach finden?

Ein Kündigungsgrund. Aber mach' deine eigenen Erfahrungen.


Welcher Kündigungsgrund das sein soll, und den es keinesfalls zu entkräften gilt, würde mich interessieren. Die, die es nicht sein können, habe ich ja schon genannt.


Hallo,

och, da gibt es einige: Wegfall eines Geschäftsfelders, Schließen einer Abteilung...

Und dann ist es ganz schnell um die Arbeitsstelle geschehen. Als ehm. BR kann ich ein Lied davon singen. ^^

Lg Stefan
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deliciious

Dabei seit: 15.11.2006
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Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 19.10.2010 09:56
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S.Franke hat geschrieben:
deliciious hat geschrieben:
Zitat:
deliciious hat geschrieben:
Was soll sich denn da sooo einfach finden?

Ein Kündigungsgrund. Aber mach' deine eigenen Erfahrungen.


Welcher Kündigungsgrund das sein soll, und den es keinesfalls zu entkräften gilt, würde mich interessieren. Die, die es nicht sein können, habe ich ja schon genannt.


Hallo,

och, da gibt es einige: Wegfall eines Geschäftsfelders, Schließen einer Abteilung...

Und dann ist es ganz schnell um die Arbeitsstelle geschehen. Als ehm. BR kann ich ein Lied davon singen. ^^

Lg Stefan


Das sind aber keine "ausgedachten Gründe, um den Mitarbeiter aus Lust und Laune heraus einfach zu kicken", wie es hier als einfach dargestellt wird. Das sind tatsächlich betriebsbedingte Gründe.. und dass diese nicht unbedingt anzweifelbar sind, habe ich ja bereits gesagt.
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Nimroy
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Verfasst Di 19.10.2010 10:32
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[quote="blindtextWieso können es die nicht sein? Noch mal: Wenn ich einen AN loswerden will, dann finde ich als AG auch einen Grund. Und wenn ich sage, deliciious erfüllt die Erwartungen nicht, kann meinen Ansprüchen an meine Mitarbeiter nicht genügen, macht dauernd Fehler. Fehler, die mich als AG Geld kosten. Dann bist du deinen 'wertvollen' unbefristeten Vertrag schneller los, als du gucken kannst.
[/quote]

Ja, ich gebe dir Recht, dass ein AG einen AN loswird, wenn er das will. Aber die gebracten Beispiele sind für eine schnelle Lösung eher ungenügend. Die Arbeitsgerichte verlangen nämlich in der Regel für iese Fälle Nachweise der Information des Arbeitnehmers über die Kritik und dass der AG ihm Zeit zur "Nachbesserung" gibt. Alos muss vorweg abgemahnt worden sein in einer angemessenen Häufigkeit, in Personalentwicklungsgesprächen Zielvereinbarungen getroffen und dann auch dokumentiert sein, dass diese nicht getroffen wurden.


Aber m das auch mal wieder für den TE in gemäßigtere Bahnen zu bringen: Du willst dich doch im Regelfall eh nicht mit deinem Arbeitgeber streiten, oder? Also ist eine schriftliche Fixierung anzustreben. Und da dich der Arbeitsvertrag nicht shlechter stellen darf als du durch die Gesetzeslage (siehe Kündigungfristen etc.) spricht da doch auch nix gegen. Durch sowas dokumentiert man in meinen Augen auch ein wenig Verantwortungsbewusstsein und - was ich als übernommener Azubi nicht unterschätzen sollte - wird auch eher als ernstzunehmender, erwachsener Arbeitgeber und nicht mehr als "Stift" wahrgenommen.
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S.Franke

Dabei seit: 27.03.2007
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Verfasst Di 19.10.2010 10:44
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deliciious hat geschrieben:
S.Franke hat geschrieben:
deliciious hat geschrieben:
Zitat:
deliciious hat geschrieben:
Was soll sich denn da sooo einfach finden?

Ein Kündigungsgrund. Aber mach' deine eigenen Erfahrungen.


Welcher Kündigungsgrund das sein soll, und den es keinesfalls zu entkräften gilt, würde mich interessieren. Die, die es nicht sein können, habe ich ja schon genannt.


Hallo,

och, da gibt es einige: Wegfall eines Geschäftsfelders, Schließen einer Abteilung...

Und dann ist es ganz schnell um die Arbeitsstelle geschehen. Als ehm. BR kann ich ein Lied davon singen. ^^

Lg Stefan


Das sind aber keine "ausgedachten Gründe, um den Mitarbeiter aus Lust und Laune heraus einfach zu kicken", wie es hier als einfach dargestellt wird. Das sind tatsächlich betriebsbedingte Gründe.. und dass diese nicht unbedingt anzweifelbar sind, habe ich ja bereits gesagt.


Sehe ich anders.

Wer kennt denn im Regellfall das tatsächliche Organigramm? Ich habe schon gesehen, dass Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt worden sind und anschließend die Abteilung geschlossen worden ist. Einfache möglichkeit um sich unliebsamer Mitarbeiter zu entledigen. Ich kann ja die Abteilung auch einfach aus einer Person bestehen lassen.

Arbeitgeber haben da einige "schmutzige" Tricks. Und da in den meisten Firmen im Medienumfeld ein BR nicht unbedingt vorhanden ist, wird es schwer gegen diese anzugehen.

Lg Stefan
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Nimroy
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Verfasst Di 19.10.2010 10:47
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Können wir diese Diskussion über die Kündbarkeit eines Arbeitnehmers beenden und uns auf das Fazit "Wer einen Mitarbeiter loswird, wird das auch - mal schneller und mal langsamer" verständigen?
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S.Franke

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Verfasst Di 19.10.2010 11:28
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Oki doki.

Damit kann ich Leben. *zwinker*
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