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Thema: Karriere: Kann mich nicht entscheiden vom 18.08.2011


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Karriere: Kann mich nicht entscheiden
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pixelCoder
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Verfasst Do 18.08.2011 23:16
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Karriere: Kann mich nicht entscheiden

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Hallo liebes Forum,

ich stehe im Moment an einem Scheideweg. Ich denke die Entscheidung, die ich jetzt treffen muss wird mein weiteres Berufsleben stark beeinflussen und daher will ich nicht die falsche Wahl treffen.

Fakt ist:
- ich haben Medieninformatik studiert
- arbeite seit einem Jahr als Konzepter (mit technischem Schwerpunkt) in einer renommierten Online-Agentur.
- habe nun 2 neue Jobangebote
1. Frontend-Entwickler bei meinem aktuellen Arbeitgeber
2. Information Architect bei einer anderen, kleineren Firma
- Mein aktueller Job macht mir keinen Spaß, da ich eigentlich nur für das Feinkonzept zuständig bin was mir viel zu langweilig ist
- ich arbeite nur für einen Kunden, dieser Kunde ist sehr schwierig, alt und eingefahren

Was mir fehlt:
- im Studium habe ich sehr viele verschiedene Projekte gemacht die sowohl die gestalterische als auch die technische Seite in mir gefördert haben - das fehlt mir
- mir fehlt das technische
- mir fehlt das gestalterische
- ich bin etwas neidisch auf einen Freund von mir, der als Medieninformatiker eine Stelle als Designer für Digital und Printmedien bekommen hat. Er gestaltet dort zwar meist Banner und auch meist nur für einen Kunden, aber er ist auch für Ideen und Kampagnen zuständig. Macht Storyboards für Fernsehspots, Printplakate, Webseiten und ist auch teilweise für die Programmierung zuständig. Er arbeitet also sehr breit gefächert und auch crossmedial, was mir auch sehr gefallen würde.

Was wäre mein Traumjob:
- In einem kreativen Team Ideen für z.B. eine Kampagne entwickeln
- den Kunden beraten, welche Möglichkeiten er im Social-, Mobile- als auch im normalen Web hat
- je nach Auftrag, z.B. eine Microsite, Mobilesite, Facebook-App etc konzipieren (Wireframe), designen (Photoshop) und dann letztendliche auch Umsetzen (HTML/PHP/jQuery)
- auch mal an crossmedialen Projekten teilnehmen.
- Ich bringe für all diese Bereiche sehr gute Kompetenzen mit und würde die auch sehr gerne weiter ausbauen.

aber leider habe ich solch einen Job nicht gefunden. also muss ich mich jetzt für einen dieser beiden Stellen entscheiden:

Job Nr 2 in der kleinen Agentur, käme dem was ich oben beschrieben habe schon recht nahe. Ich würde dort auf Wireframe-Basis Webseiten gestalten und das ganze, wenn die Grafikabteilung mit der Reinzeichnung durch ist, in HTML/PHP etc umsetzen.
Was mir im Grunde jedoch fehlt ist Photoshop. Und in wieweit ich bei einer Kampagne mit planen kann, weiß ich leider auch nicht. Logistisch ist der Job aber etwas doof. Weite anfahrt, Stau garantiert, viele Überstunden garantiert, schränkt mich im Privatleben sehr ein.

Job 1 (der Front-End Entwickler), würde zusätzlich mit einem Consulting-Training begleitet, was später in das IT-Consulting münden würde (als Aufstiegs-Chance). Also hätte ich hier die beratende Funktion und könnte Webseiten umsetzen. Das klingt schon sehr cool und reizvoll. Wäre logistisch für mich im Moment auch sehr gut, da ich kaum Fahrkosten hätte und es würde mich Privat nicht einschränken. Aber das gestalterische fehlt hier völlig und ich glaube nicht, dass ich in meiner späteren Karriere ganz darauf verzichten möchte.

Was ich jetzt gerne wissen würde:
Welchem dieser beiden Jobs gebt ihr mehr Potential für eine spätere Karriere?
Betrachtet das unter den Aspekten Selbstverwirklichung/Praxis/Gehalt/Überstunden/Stress/Freizeit

Welche Aufstiegsmöglichkeiten hätte ich mit diesen beiden Berufsfeldern und wo wäre irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht?

Was würdet ihr tun? Einen der beiden annehmen und es dabei belassen? Weiter suchen?
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deliciious

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Verfasst Fr 19.08.2011 08:40
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Eine andere Frage "Medieninformatik" ist doch ganz bewusst eher technischer Natur oder nicht? Oder lernt ihr in dem Studiengang auch tatsächlich die gestalterischen Komponenten? Ich würde hier ganz ehrlich sagen: vergiss deine gestalterische Selbstverwirklichung und konzentrier dich auf deine Kernkompetenzen! Die technische Umsetzung sollte hier dein Hauptaufgabengebiet sein, würde ich vermuten. Wenn du die Möglichkeit bekommst, auch konzeptionell an Kampagnen oder einzelnen Medien mitzuwirken, umso besser!

Aber warum möchtest du unbedingt alles, was es auf der Welt im Medienbereich gibt, "ein bisschen" können? Spezialisier dich und du wirst es besser haben! Damit käme für mich der Frontend-Entwickler mit den Möglichkeiten zur internen Weiterbildung und Aufstiegschance eher in Frage.
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pixelCoder
Threadersteller

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Verfasst Fr 19.08.2011 09:11
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Zitat:
Eine andere Frage "Medieninformatik" ist doch ganz bewusst eher technischer Natur oder nicht? Oder lernt ihr in dem Studiengang auch tatsächlich die gestalterischen Komponenten?

Ja klar werden auch gestalterische Komponenten gelehrt. Allerdings, neben den generellen Grundlagen, nur digitale Gestaltung wie z.B. Webdesign, 3D-Design, digitale Fotografie inkl. Manipulation/Retusche, etc...

Zur Hälfte besteht das Studium aus Informatik (klassisch aber auch viele spezielle Webkomponenten) und zur anderen Hälfte aus Mediengestaltung. Zumindest war es bei mir so, gibt ja regionale Unterschiede.

Meine Bachelorarbeit befasste sich ebenfalls mit beidem: Webdesign und Webprogrammierung.
Ich hab eine Webseite für einen hier ansässigen Mineralwasserkonzern konzipiert, gestaltet und programmiert.

Und wieso soll ich die gestalterische Selbstverwirklichung vergessen? Gibt es keine Zukunft für Allrounder?
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Benutzer 62312
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Verfasst Fr 19.08.2011 09:13
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das habe ich mich auch gefragt. so werden eierlegenewollmichsäue geboren. Lächel

ich verstehe aber auch nicht, warum diese entscheidung offenbar in stein gemeißelt ist? du kannst dir immer wieder etwas neues suchen oder der der job entwickelt sich. was du jetzt machst, wirst du vlt in 10 jahren gar nicht mehr machen...
 
deliciious

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Verfasst Fr 19.08.2011 13:34
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Nefliete hat geschrieben:
das habe ich mich auch gefragt. so werden eierlegenewollmichsäue geboren. Lächel


Was hast du dir auch gedacht? Ersteres oder Zweiteres:

deliciious hat geschrieben:
Aber warum möchtest du unbedingt alles, was es auf der Welt im Medienbereich gibt, "ein bisschen" können?

pixelCoder hat geschrieben:
Und wieso soll ich die gestalterische Selbstverwirklichung vergessen? Gibt es keine Zukunft für Allrounder?



pixelCoder hat geschrieben:
Und wieso soll ich die gestalterische Selbstverwirklichung vergessen? Gibt es keine Zukunft für Allrounder?


Ich denke einfach es gibt eine bessere Zukunft für Leute, die sich spezialisiert haben und dies auch wirklich berherrschen. Da kommen Allrounder einfach nicht ran. Zumindest nicht in einem Unternehmen. Wenn du dich alleine selbstständig machen willst, dann solltest du bestimmt alles ein wenig können – aber selbst dann wirst du diverse Dinge an freie oder feste Mitarbeiter abgeben müssen, allein schon weil es wirtschaftlich viel, viel sinnvoller ist. Wirkliche Unternehmen verteilen aber meist die benötigten Kompetenzen sinnvoll: Hier wird niemand eine Kampagne vollkommen alleine übernehmen. Da arbeiten verschiedene Personen, verschiedene Kompetenzen dran: Kontakter, Konzepter, Texter, Gestalter, Reinzeichner, anschließend Drucker, Buchbinder, usw. Der Texter beherrscht sein Handwerk. Auch wenn ein Mediengestalter ebenfalls ganz vernünftig texten kann, wird er wohl nie an den Texter rankommen, weil einfach die Routine, die Erfahrung fehlt.

Wenn ich mir diverse Stellenanzeigen durchlese, sucht niemand den Allrounder, außer in kleinen Agenturen, die dann aber auch klein bezahlen. Viel mehr werden Spezialisten gesucht (Typo3, Flash usw.). Und diese Leute können am Markt beinahe fordern was sie wollen. Wer gut ist, wird auch gut bezahlt. Als Allrounder bist du für die meisten Stellen unterqualifiziert, weil man Profis sucht – und für die Stellen, die du bekommst (z.B. Programmierer), bist du wiederrum überqualifiziert, weil du deine Gestaltungs- und Konzeptionskünste nicht anwenden darfst/kannst.

Entscheide dich vorerst, wo die Reise langfristig hingehen soll: bleibst du in Unternehmen oder möchtest du dich selbstständig machen? Wenn du in Unternehmen bleibst, würde ich mich definitiv spezialisieren auf zwei Kernkompetenzen (z.B. Konzepte/Strategie und Programmierung).. In den nächsten 10 Jahren wird sich eh noch einiges ändern können – wie Nefliete schon sagte..
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Benutzer 62312
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Verfasst Fr 19.08.2011 16:11
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ersteres. medieninformatik erlernt man nicht, wenn man lieber gestaltet.
 
pixelCoder
Threadersteller

Dabei seit: 16.04.2011
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Verfasst Fr 19.08.2011 18:22
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Zitat:
Entscheide dich vorerst, wo die Reise langfristig hingehen soll: bleibst du in Unternehmen oder möchtest du dich selbstständig machen?


Tja, genau da stehe ich jetzt... Also mir wäre es am liebsten wenn ich mich selbständig machen könnte. Ich denke auch nicht alleine, eher zu 2. oder zu 3., so dass man die Kompetenzen besser verteilen kann bzw, sich die Kompetenzen besser ergänzen:
Ich bin z.B. gut wenn es um Logos, CD, Microsites oder Mobile geht, aber ich hab z.b. keinen Plan von Flash. Der gute Freund von dem ich oben erzählt habe, spielt ebenfalls mit dem Gedanken sich mal selbstständig zu machen. Er ist super in Flash, Videoschnitt und so weiter - also auf Ebenen die mir eher nicht liegen, dafür hat er von Webdesign oder CD keinen Plan. Man würde sich also hier gut ergänzen. Allerdings kommt die Selbstständigkeit für uns beide erst in frühestens 5 Jahren in Frage, da wir noch mehr Erfahrung und auch Kontakt zu Kunden sammeln wollen.

Ironischerweise, war er immer besser in der Informatik als ich und ich war immer im gestalten besser als er. Und was steht mir jetzt bevor? Eine Informatikerstelle... Und was macht er? Er ist angestellt als Mediendesigner für Digital und Print.
Sowas nennt man glaub ich Ironie des Schicksals...
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chriss

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Verfasst Fr 19.08.2011 22:07
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na, jetzt versink mal nich in selbstmitleid - von wegen schicksal und so. du bist in einer sehr glücklichen lage: du hast einen begehrten abschluss (ich kenne viele abbrecher in der m.informatik) und kannst dich zwischen zwei zwar unterschiedlichen, aber lukrativen stellen entscheiden. glückwunsch. in deiner vermeintlich verfahrenen situation wollen viele stecken.
mach ne pro/contra liste. was ist dir wichtig, die vorteile der einzelnen stellen hast du schon dargelegt, nun wiege das ganze für dich persönlich auf - das können wir nicht für dich tun.
nefliete hat im übrigen recht, wenn er sagt, dass das auch keine entscheidung für immer sein muss. bleib flexibel, horch öfters in dich hinein, worauf du bock hast (du kannst es dir leisten) und gehe die entsprechende abzweigung.
nachdem ich z.b. erkannt habe, dass es im angestellenverhältnis (selbstständig war ich noch nicht) keine selbstverwirklichung im optimalen sinne gibt - schon gar nicht im gestalterischen bereich, habe ich mich von dieser vorstellung verabschiedet. deswegen klingt für mich auch eher der weniger bis gar nicht gestalterische job in der größeren firma, mit dem besseren gehalt und menschlicheren arbeitszeiten weit lukrativer als der andere job, den du beschrieben hast. aber das ist nur mein eindruck von hier aus.

du machst das schon...
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