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Thema: Freiberuflichkeit vom 06.12.2007


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Freiberuflichkeit
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Popkultur
Threadersteller

Dabei seit: 08.05.2006
Ort: bei Stuttgart
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Verfasst Do 06.12.2007 16:27
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Freiberuflichkeit

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Servus,

Sorry, wenn ich das Thema schon wieder durchkaue. Ich suche die aktuelle Richtlinie zu den anerkannten Berufsbildern die für die Freiberuflichkeit in Frage kommen. Diese ist scheinbar sehr schwer zu bekommen. Nein, ich meine nicht den gesetzlichen Paragraphen. In dieser Liste sind wohl auch bestimmte Hochschulabschlüsse etc. detailliert aufgeführt. Letztes Update soll 2007 stattgefunden haben.

Ich brauch da was wasserdichtes, was ich dem Finanzamt unter die Nase reiben kann, denn ich habe keine Lust noch zwei Jahre zu warten bis ich meinen BcS hab. Hat jemand von euch schonmal die Prozedur durchlaufen, als Mediengestalter eine besondere "intellektuelle Schaffenshöhe welche nur durch ein Selbststudium oder einen Hochschulabschluss erreicht werden kann" nachzuweisen, wie da die Vorgehensweise ist würde mich interessieren. * Ich geb auf... *
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.12.2007 17:03
Titel

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erstmal - nein solch eine liste hab ich nich - aber:

was ist denn überhaupt der beweggrund für dich, freiberuflich gemeldet sein zu wollen und kein (klein-)gewerbe zu gründen?
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Popkultur
Threadersteller

Dabei seit: 08.05.2006
Ort: bei Stuttgart
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.12.2007 17:23
Titel

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Keine Anmeldung beim Ordnungsamt
Keine Gewerbesteuer
Keine komplizierte Buchführung
> Unabhängig von der Höhe des Umsatzes Einnahmen-Überschuss-Rechnung.
Bessere Abschreibungsmöglichkeiten unabhängig vom Umsatz
>Unabhängig von Umsatzhöhe schon im Vorfeld Ansparabschreibungen.

unter anderem, außerdem weil es Leute die das Gleiche machen wie ich nur unter anderer Berufsbezeichnung oder besser gesagt mit Brief und Siegel auch sind. Wieso?
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Zeithase

Dabei seit: 09.05.2005
Ort: Erfurt
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.12.2007 17:41
Titel

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Kreativist hat geschrieben:
Keine Anmeldung beim Ordnungsamt


Dauert wenige Minuten; kostet Dich je nach Gemeinde 5 bis 30 Euro.

Kreativist hat geschrieben:
Keine Gewerbesteuer


In den Gewinnbereich musst Du erstmal kommen!

Kreativist hat geschrieben:
Keine komplizierte Buchführung
> Unabhängig von der Höhe des Umsatzes Einnahmen-Überschuss-Rechnung.


Du hast auch so erstmal keine "komplizierte Buchfuehrung". Wer erzaehlt denn immer diese Maerchen?

Kreativist hat geschrieben:
Bessere Abschreibungsmöglichkeiten unabhängig vom Umsatz


Was verstehst Du unter "besser"? Klingt nach gefaehrlichem Halbwissen.
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.12.2007 17:41
Titel

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Kreativist hat geschrieben:

Keine Anmeldung beim Ordnungsamt

Ok die Anmeldung hast du 1 x - bei der Beantragung deines Gewerbescheines. Vom Aufwand macht es keinen Unterschied ob Du Dich nun beim Finanzamt anmeldest oder beim Ordnungsamt und das Finanzamt dir dann nen Bewertungsbogen schickt.

Kreativist hat geschrieben:

Keine Gewerbesteuer

Die hast du als Gewerbetreibender auch erst ab einem Gewinn von über 24.500 €. Und glaub mir in diese Gewinnregionen zu kommen nach Abzug aller Kosten - da musst Du schon ordentlich verdienen! ich mach das nun auch schon seit fast 5 jahren und ich hab bisher keinen cent gewerbesteuer gezahlt. die umsätze dazu wären zwar da - aber man hat ja div. möglichkeiten den gewinn zu mindern.

Kreativist hat geschrieben:

Keine komplizierte Buchführung

Hast Du als Gewerbetreibender auch nicht, sofern du Einzelunternehmer bist. Einnahmen/Überschussrechnung und gut is. Als Kleingewerbetreibender sparst Du dir auch die Umsatzsteuer.


Kreativist hat geschrieben:

> Unabhängig von der Höhe des Umsatzes Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

das hast du als einzelunternehmer auch, sofern du nicht im handelsregister eingetragen bist. d.h. du musst auch hier keine doppelte buchführung und bilanzierung machen.

Kreativist hat geschrieben:

Bessere Abschreibungsmöglichkeiten unabhängig vom Umsatz
>Unabhängig von Umsatzhöhe schon im Vorfeld Ansparabschreibungen.

das ist zwar richtig, aber man ist stark am überlegen, die ansparabschreibung nicht ganz zu kippen:
"Wird das Instrument Ansparabschreibung aus dem Gesetz verbannt, droht ein sprunghafter Anstieg der Steuerlast oder alternativ ein Investitionszwang." - soweit ich weiß wird das nicht mehr allzulange dauern...


Kreativist hat geschrieben:

unter anderem, außerdem weil es Leute die das Gleiche machen wie ich nur unter anderer Berufsbezeichnung oder besser gesagt mit Brief und Siegel auch sind. Wieso?

naja nur weil alle es machen, is das für mich noch lange kein grund...

ein weiterer nachteil des freiberuflers ist, das du dir damit evtl. umsätze verbaust. denn du darfst ja kein gewerbe treiben. sprich du dürftest z.b. keine provision für druckaufträge oder für hostingvermittlung einstreichen. bei mir macht z.b. das hosting mittlerweile doch ein hübsches sümmchen an regelmäßigen einnahmen aus.

ich würd mir das wirklich noch mal durch den kopf gehen lassen und evtl. auch den rat eine steuerberaters mal hinzuziehen.


Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am Do 06.12.2007 17:43, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Popkultur
Threadersteller

Dabei seit: 08.05.2006
Ort: bei Stuttgart
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.12.2007 17:47
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Ich finde das wirklich lieb, wie argumentativ ausführlich Du mir das darlegst. Leider war das auch nicht die Frage in diesem Thread, mit den Vor/Nachteilen hätte auch die Suchfunktion genügt. Ich denke eben nicht nur 3-4 Jahre im vorraus. Und dann erklär mal nach fünf Jahren Gewerbe dem Finanzamt, warum Du im gleichen Bereich plötzlich doch Freiberuflich werden willst. * Ööhm... ja? * Dass es auf kurze Siche keinen großen Unterschied macht, ist mir auch klar, ganz unbefangen bin ich da ja nicht rangegangen. Und der Experte wird sich auch die Tage bei mir melden. Wenn er dann der gleichen Meinung ist wie Du, werde ich in der Tat überlegen das so zu machen, oder eben zwei Firmen auf mich anzumelden.
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Nefliete
Moderator

Dabei seit: 05.07.2007
Ort: Fu**ing Eifel
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.12.2007 18:22
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wäre es denn so verwerflich ein gewerbe anzumelden?

was wären denn deine tätigkeit als freier mediengestalter? Von einer bekannten wurde der "antrag" abgelehnt da es sich nicht um künstlerische tätigkeiten handelte. weiß aber nicht zu welcher stadt es gehörte, das fa. auf jedenfall ruhrgebiet. sie ist gelernte mg mit fr design. sie hat bücher gemacht und stellenweise auch texte geschrieben. allerdings vom layout über reinzeichnung, kein druckservice, keine fremdleistung weiterberechnet.

das hörte sich so an, als läge das in der macht des sachbearbeiters. also gibt es wohl kein "rezept" wie es funktioniert.
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guiseppe mondi

Dabei seit: 07.12.2006
Ort: -
Alter: 53
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.12.2007 18:31
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ich wüßte auch gerne mal, woher der mythos kommt, dass "der freiberufler"-status so erstrebenswert wäre. ich habe seit 10 jahren ein gewerbe und noch keinen einzigen cent gewerbesteuer bezahlt. wenn ich mal so viel verdienen würde, dass ich ein paar euros zahlen müßte, dann würde mich das doch auch nicht jucken. ich mache neben den gestalterischen sachen eben auch viele andere dinge, verkaufe cds, t-shirts, organisiere konzerte, biete hosting an...usw...alles unter einem einzigen gewerbe. als freiberufler würde das alles so gar nicht gehen.

guiseppe
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