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Thema: Existenzgründung direkt nach dem Studium? vom 31.12.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Existenzgründung direkt nach dem Studium?
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nanu

Dabei seit: 31.03.2006
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Verfasst Mo 01.01.2007 22:19
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aUDIOfREAK hat geschrieben:
was nützt dir das schönste konzept, wenn du keine zahlende kundschaft hast? ne kinders - geht das ganze ma echt nich so blauäugig an. so nen spruch kann nur jemand vom stapel lassen, der nich selbständig is und davon leben muss! wenn du keine kohle auffer seite hast, kriegste da ganz schnell gewaltige probleme und hockst buchstäblich schneller auf der straße als du schauen kannst. zuerst kannste deine miete nich mehr zahlen. dann deinen strom und dein wasser. als nächstes wirft dich deine krankenkasse raus, weil du die beiträge nich mehr zahlen kannst. neuversichert wirst du dann nur noch zu horrenden beitragssätzen. dann krichste n blinddarmdurchbruch und darfst die 30.000 € behandlungskosten selbst bezahlen. und dann hättest du dir gewünscht, nicht so blauäugig gehandelt zu haben.


Ich verstehe schon die Bedenken einerseits,nur andereseits sollte man auch nicht immer gleich die Risiken (die eigentlich ja auch jeder kennt) im Vordergrund stellen..

Ein gutes Konzept ist nun mal ein Teil der Basis...

Bei Hartz 4 kann auch jeder landen, der jetzt noch fest ansgestellt ist.

Wenn jemand trotz Pleite (ist es ja, wenn Strom, KV etc nicht gezahlt werden können), sich weiterhin nur auf seine Selbststänigkeit verlässt, der ist halt realitätsfremd oder auch blauäugig.

Sicher gibt es genügend solcher negativen Beispiele, aber es sollte doch noch was anderen geben, sonst hätten wir hier längst Rezession.
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 01.01.2007 22:29
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aber man muss die risiken so gut wie möglich minimieren. (und das jeder die risiken kennt, halte ich für ein ziemliches gerücht. da musste dich nur mal mit ein paar existenzgründern unterhalten. die sind oft noch unaufgeklärter als grundschulkinder!) das tut man aber nicht, wenn man sich blauäugig in die selbständigkeit stürzt, ohne kontakte, kunden und erfahrung. deswegen ja mein rat, erstmal ne angestelltenstelle annehmen und das gewerbe nebenbei aufbauen. dann sieht man ja schon mal, ob man kunden bekommt oder nicht, hat aber nicht das risiko gleich pleite zu gehen, weil man nicht davon leben muss.

wenn kunden kommen, und sich abzeichnet, dass das volumen ausreicht um als eigenes unternehmen überlebensfähig zu sein, kann man den schritt ja immer noch gehen. dabei is dann erstmal egal ob das in 1/2 jahr in einem oder in fünf jahren ist...

ich möchte sicherlich niemandem die selbständigkeit ausreden (im gegenteil - deutschland braucht leute, die was eigenes auf die füße stellen wollen). aber ich habe in meiner zeit in der ich jetzt in der branche arbeite viele leute kommen und gehen sehen. und der hauptgrund für pleiten und insolvenzen waren eben all zu oft blauäugigkeit und das unterschätzen von situationen.

klar kann auch bei "alteingesessenen" unternehmen was schief gehen und z.b. kunden ausbleiben. aber tendenziell isses halt einfach so, das die meisten pleiten schon eher bei den gründern zu suchen sind. und da sollte man halt vorbeugen wo es geht!


Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am Mo 01.01.2007 22:31, insgesamt 1-mal bearbeitet
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charon

Dabei seit: 23.01.2006
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Alter: -
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Verfasst Mo 01.01.2007 22:44
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audio: Würde mich hier gar nicht auf eine grössere Diskussion einlassen. Muss letztendlich jeder für sich entscheiden welchen Rat er sich zu Herzen nimmt... *zwinker*
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vince-1
Threadersteller

Dabei seit: 18.09.2006
Ort: Stuttgart
Alter: 39
Geschlecht: -
Verfasst Di 02.01.2007 17:22
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Viele gute Antworten!

Ich habe die Diskussion hier mal bewusst nicht unterbrochen. Es waren wichtige Tipps dabei, die bei einer Existenzgründung sicher unumgänglich sein werden. Die allgemeine Auffassung, dass man nicht zu blauäugig an die Sache herangehen sollte teile ich.

Was ich besonders hilfreich finde sind eure Erfahrungen aus der Praxis. Die Formalitäten wie Gesellschaftsformen, Versicherungen, Vertragsgestaltung und Steuern habe ich nicht nur hier im Forum, sondern auch auf Info-Seiten für Existenzgründer gefunden. Einschätzungen wie

Zitat:
seit über 3 jahren selbständig und in meiner laufbahn gab es genau 4 kunden, die ich per kaltaquise bekommen habe

sind dort eher selten anzutreffen aber extrem wichtig. Was denkt ihr, welche persönlichen Eigenschaften man für eine Existenzgründung mitbringen sollte?

Ich möchte eine möglichst genaue Einschätzung dessen, auf was ich mich mit einer eigenen Existenz einlasse. Was könnte sich als Problem herausstellen, was als größeres Problem und was kann ich von vornherein dagegen tun? Ich möchte die vermeidbaren Dinge vermeiden und die Dinge, die ihr rückblickend anders machen würdet, gleich anders machen.

Das fehlende kaufmännische Wissen gleiche ich durch eine Industriekaufmann-Ausbildung und ein Jahr im Controlling eines größeren Betriebs aus; das war vor der Entscheidung für Medien.

Zitat:
aber tendenziell isses halt einfach so, das die meisten pleiten schon eher bei den gründern zu suchen sind. und da sollte man halt vorbeugen wo es geht!


Startkapital ist ein wenig vorhanden und das Gesamtkonzept wächst gerade mit den Problemen, die sich hier herauszustellen.

Vielleicht findet sich ein Weg, das wohl wichtigste Problem, nämlich das der fehlenden Kunden, einzuschränken. Klar kommen die anfangs nicht von alleine. Frage ist, wie komme ich zum Kunden und warum soll der Kunde sich dann gerade für mich entscheiden?

Was ist dem Kunden wichtig, was ist ihm am wichtigsten? Was sind eurer Meinung nach dessen Haupt-Entscheidungskriterien?

Danke für Eure Erfahrungen und Meinungen!

vince
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Mischpult

Dabei seit: 19.11.2003
Ort: Bochum
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 02.01.2007 17:27
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Schoen waere es wenn Du mal die Fragen nach der Erfahrung in der Praxis beantwortest... *zwinker*
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 37
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Verfasst Di 02.01.2007 17:38
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wie komme ich an kunden... ja da scheiden sich die geister. ich kann nur aus persönlicher erfahrung berichten - über kontakte und empfehlungen.

ich habe, wie schon mal beschrieben, damals angefangen nebenbei für eine agentur hier am ort zu arbeiten. daraus haben sich recht viele kontakte ergeben von denen einige später auch zu kundschaft geführt haben. ich habe noch nie eine anzeige geschaltet. wie schon erwähnt kaltaqukise über mailings oder telefonkontakt war zumeist nicht wirklich erfolgreich, bzw. der aufwand war größer als der nutzen.

aus diesem grund auch mein vorschlag erstmal "agenturluft" zu schnuppern. denn da bekommt man eben die nötigen kontakte, die einen später viel weiter helfen. versetz dich mal in die lage des kunden. da hocken dann ein paar befreundete geschäftsführer beinand. der eine meint dann so "du sog a mol - dei webseitn und dein produktkatalog - wo hostn den mochn lossn?" und schwupps wechseln die kontaktdaten des grafikers oder der agentur den besitzer. eine empfehlung von einem freund vertraut man eben doch um einiges mehr, als einem mailing, einem telefonanruf oder einer anzeige.
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vince-1
Threadersteller

Dabei seit: 18.09.2006
Ort: Stuttgart
Alter: 39
Geschlecht: -
Verfasst Di 02.01.2007 17:53
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Unsere Erfahrung in der Praxis…

So ein Studium ist viel weniger theoretisch als man denkt. Bis auf Geschichten wie Algorithmen und Datenstrukturen, Mathematik, technische Informatik oder ähnliches zieht man da überwiegend Projekte durch. Natürlich ist das nicht wirklich mit dem freien Markt vergleichbar, aber man bekommt Praxis in der Durchführung.

Wir haben schon neben dem Studium verschiedene Aufträge abgewickelt und dabei einige Erfahrungen sammeln können. Wir stecken gerade mitten in unserer Masterarbeit zum Thema Existenzgründung in der Multimediabranche direkt nach dem Studium.

Die Masterarbeit wird für uns eine Art Handbuch der Existenzgründung. Die Themen Businessplan, persönliche Eignung, Corporate Design, Formalitäten, Vertragsgestaltung sollen da alle abgehandelt werden. Ich habe das bisher bewusst hier raus gehalten, weil ich unvoreingenommene Meinungen wollte; Meinungen aus der Praxis.
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Mischpult

Dabei seit: 19.11.2003
Ort: Bochum
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 02.01.2007 17:56
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vince-1 hat geschrieben:
Unsere Erfahrung in der Praxis…

So ein Studium ist viel weniger theoretisch als man denkt. Bis auf Geschichten wie Algorithmen und Datenstrukturen, Mathematik, technische Informatik oder ähnliches zieht man da überwiegend Projekte durch. Natürlich ist das nicht wirklich mit dem freien Markt vergleichbar, aber man bekommt Praxis in der Durchführung.

Wir haben schon neben dem Studium verschiedene Aufträge abgewickelt und dabei einige Erfahrungen sammeln können. Wir stecken gerade mitten in unserer Masterarbeit zum Thema Existenzgründung in der Multimediabranche direkt nach dem Studium.

Die Masterarbeit wird für uns eine Art Handbuch der Existenzgründung. Die Themen Businessplan, persönliche Eignung, Corporate Design, Formalitäten, Vertragsgestaltung sollen da alle abgehandelt werden. Ich habe das bisher bewusst hier raus gehalten, weil ich unvoreingenommene Meinungen wollte; Meinungen aus der Praxis.


Sorry aber ich muss mich hier gerade mal echt zusammen reissen:

Ihr schreibt eine Masterarbeit ueber ein Thema von dem Ihr keine Ahnung habt und in einem Forum nachfragen muesst.

Eure Praxiserfahrungen tendieren gegen 0

und dann wollt Ihr diese "Masterarbeit" als Handbuch für eure eigene Selbststaendigkeit nehmen

Herr Ober zweimal mal * Mal bisschen die Nase pudern... *
und schon mal gerade ziehen bitte


Zuletzt bearbeitet von Mischpult am Di 02.01.2007 17:57, insgesamt 1-mal bearbeitet
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