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Thema: Das Hobby zum Beruf oder Nebenberuf machen... vom 01.05.2013


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Das Hobby zum Beruf oder Nebenberuf machen...
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Yukay
Threadersteller

Dabei seit: 30.04.2013
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Verfasst Mi 01.05.2013 23:52
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Das Hobby zum Beruf oder Nebenberuf machen...

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Hi Leute!
Ich vermute mal, diese Frage habt ihr schon sehr oft gehört, aber bitte verzeiht mir.
Mir brennt es auf der Zunge und ich muss das jetzt mal loswerden:

2007 habe ich meine Ausbildungsprüfung zum Verpackungsmittelmechaniker erfolgreich vorgezogen und abgeschlossen.
Mir machte der Beruf als Azubi sehr viel Spaß, da unser Unternehmen die Azubis auch echt gut fördert.

Nach der Ausbildung bekam ich sofort eine Stelle in der Kleberei als Maschinenführer.
Das machte auch anfangs sehr viel Spaß und jedes Mal, wenn ich die Lust langsam verlor, reagierten die Abteilungsleiter und lernten mich immer an neuen Maschinen an, sodass meine grauen Zellen immer in Bewegung blieben und ich ständig neue Herausforderungen hatte.

Heute bin ich nun 27 und seit 3-4 Jahren kann ich alle Maschinen fahren, sodass ich im Job sehr gelangweilt bin und auch wirklich nicht mehr gerne Arbeiten gehe.


Da ist aber noch was anderes:
Mein Hobby...
Seit dem ich 12 bin mache ich leidenschaftlich gerne alles was mit Grafikdesign zu tun hat.
Als erstes fing ich an Webseiten zu basteln, lernte damals HTML auswendig, weil die Software noch nicht so weit war, wie heute. Später auch ein bisschen Java und PHP und damals war eben auch Flash noch sehr in.
Seit ca. 10 Jahren mache ich sehr viel mit dem Photoshop und hatte dieses Webseiten-Ding erstmal auf dem Abstellgleis geparkt.
Zwischendurch auch viel Gestaltungs-theorie. Ich machte zahlreiche Videoworkshops über Photoshop, Fotografie, Typografie, digitales publishing usw.
6 Jahre lang übernahm ich die komplette Promotion eines kleinen technoparty-Veranstalters. In dieser Zeit habe ich unheimlich viel gelernt. Kümmerte mich um alle Flyer und Merchandising usw.
Als ich dann auch langsam lernte, dass es uncool ist die rohen Grafiken im Netz zu klauen, fing ich auch noch mit der Fotografie an und befasste mich auch immer intensiver mit dem Photoshop. Ich wurde immer stolzer auf meine Werke, denn nun waren sie komplett MEINS.
Mittlerweile verfüge ich auch über professionelles Fotoequipment.

Den Photoshop bediene ich mittlerweile im Schlaf, ich liebe dieses Programm einfach!


Bevor ich die Ausbildung zum Verpackungsmittelmechaniker begann, bewarb ich mich natürlich auch überall als Mediengestalter, denn das war ja schon damals meine große Leidenschaft.
Leider kam damals auch schon die Konkurrenz mindestens vom Gymnasium und somit gab man mir mit der mittleren Reife nichtmal die Chance eines Vorstellungsgespräches.

Ich war einer der Jugendlichen, die keinen BOCK mehr auf Schule hatte....ich wollte einfach nur arbeiten und somit begann ich dann diese Ausbildung.

Heute, Nach fast 9 Jahren bin ich auf jeden Fall der Ansicht, dass es ein großer Fehler war.

Nun habe ich aber mittlerweile meine eigene Wohnung und einfach auch laufende kosten, die es mir fast unmöglich machen, erneut eine Ausbildung anzufangen.


Zur Zeit kommt die ganze Verwandtschaft, deren Freunde und von denen wiederum Freunde und lassen bei mir irgendwelche Einladungen, Danksagungen, Magazine etc. gestalten und ich bin so blöd und habe bis jetzt noch nie etwas dafür genommen. Ich sehe es immer als Übung und es gibt mir einfach was, wenn die Sachen fertig sind und die Leute sich über meine Arbeit freuen.
Ständig bekommt man von denen gesagt: "Na, hast du deinen Beruf verfehlt?"
Und dass lässt mich doch sehr an meinem Beruf zweifeln und macht mich einfach immer unglücklicher.


Die Grafik-Geschichte ist wirklich meine absolute Leidenschaft und ich bin gerade etwas hin und her gerissen.
Ich muss darauf einfach irgendwie aufbauen, nur weiß ich nicht wirklich wie.


Als erstes hab ich mir vorgenommen nichts mehr kostenlos zu machen. Auch nicht für die engsten (abgesehen von meiner Frau).
Bin sogar bereit mir dafür ein Gewerbe anzumelden. Nur weiß ich nicht, was man so als Grafiker nimmt? Meistens sind es Einladungskarten, die meisten davon aber wirklich sehr originell und individuell. Ich mach mir da schon immer viele Gedanken, die meiste Arbeit passiert im Kopf.

Dann würde ich trotzdem noch irgendwas in diese Richtung machen.
Am liebsten wäre mir natürlich, das ganze alles noch neben meinem Beruf zu machen, aber ich merke ja jetzt schon, wie mein Hobby die Zeit nur so verschlingt. Viele können nicht abschalten und nehmen die Arbeit mit nach hause, bei mir ist es gerade umgekehrt, ich nehme mein Hobby mit an die Arbeit Lächel.....Ich lebe mein Hobby!

Ich schaute mich schon bei der ILS und SGD nach so einem Fernkurs um. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich da wirklich viel Neues lerne und im Endeffekt weiß ich auch nicht, ob es mir weiterhilft das Hobby zum Beruf oder Nebenberuf zu machen.

Was könnte man denn noch so machen? irgendwelche weiteren Fernkurse, die noch in irgendeiner Form anerkannt sind?

Oder doch direkt selbstständig?
Entschuldigt mir diese Fragen, kommt ziemlich unprofessionell rüber, aber wie gesagt habe ich das die letzten Jahre einfach aus Leidenschaft gemacht, habe immer gemacht, wonach mir war und mir niemals um irgendwelche Geschäftsphilosophien Gedanken gemacht.

Ich hoffe ihr könnt mich in die richtige Spur lenken Lächel

Gruss

Erik
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pantonine

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Verfasst Do 02.05.2013 01:13
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Zunächst mal sind Lob und Begeisterung der Verwandtschaft keine professionelle Meinung und nicht viel wert, um sein eigenes Können kritisch einzuschätzen. Du solltest vielleicht erst mal wen vom Fach fragen, was Deine Arbeit taugt. Die nächste Frage ist, wie schnell Du arbeitest (um einen tauglichen Stundensatz zu erreichen) und wie es um die Fachlichkeit der Arbeit steht. Es reicht eben nicht, irgendwas in Photoshop zu basteln, Wissen um Drucktechnik etc. ist auch notwendig. Das Thema Webentwicklung ist noch mal eine komplett eigene Baustelle.
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type1

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Verfasst Do 02.05.2013 01:24
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Benutzer 116623
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Do 02.05.2013 04:46
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Re: Das Hobby zum Beruf oder Nebenberuf machen...

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Yukay hat geschrieben:

Zur Zeit kommt die ganze Verwandtschaft, deren Freunde und von denen wiederum Freunde (...)
Ständig bekommt man von denen gesagt: "Na, hast du deinen Beruf verfehlt?"


Und ist auch nur ein einziger von denen selbst Grafiker oder sonst jemand, der das wirklich beurteilen kann? Vermutlich nicht.

Zitat:
Als erstes hab ich mir vorgenommen nichts mehr kostenlos zu machen. Auch nicht für die engsten (abgesehen von meiner Frau). Bin sogar bereit mir dafür ein Gewerbe anzumelden.


"Sogar bereit", gut ... alles andere wäre auch Schwarzarbeit.

Zitat:
Nur weiß ich nicht, was man so als Grafiker nimmt?


Spielt keine Rolle, weil du kein Grafiker bist. Mach's weiter für den Spaß oder für 'ne Kiste Bier. Und wenn du anfängst von deinen Verwandten und Freunden Geld zu nehmen, lassen die ihre Einladungskarten sowieso nicht mehr von dir machen ...

Zitat:
Ich schaute mich schon bei der ILS und SGD nach so einem Fernkurs um.


Das ist beides so viel wert wie die dort angebotenen Kurse in Feng-Shui oder "Kreatives Schreiben".

Zitat:
Oder doch direkt selbstständig?


Ganz ehrlich? Behalte dein Hobby als Hobby. Wenn du davon leben wollen würdest, müsstest du mit Massen anderer Hobbyisten von deinem Schlag konkurrieren, die das eben für ihre Freunde umsonst oder halbschwarz machen und noch dazu mit Massen an Leuten, die das im Gegensatz zu dir gelernt haben, sich aber mangels Erfahrung und echten Kunden und Kontakten auf dem selben Level rumplagen, wie du. Mit Leuten, deren Stundensätze ihnen ein Einkommen bringt, das irgendwo zwischen Hartz IV und Regale einräumen bei Real liegt.

Sieh zu, dass du in deinem erlernten Beruf weiterkommst, mach 'nen Meister oder geh' noch studieren.
 
Romeryo

Dabei seit: 26.02.2012
Ort: Dresden
Alter: 33
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Verfasst Mo 06.05.2013 17:25
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Du musst nichtmal zwangsläufig den Job schmeißen und selbstständig werden um nebenher mit dem Hobby Geld zu verdienen. Es gibt online jede Menge Plattformen, auf denen du Grafiken und Fotos zum Verkauf anbieten kannst, für geringe Lizenzgebühren oder etwas mehr für mehr als nur Nutzungsrechte. Da wird man zwar erstmal nicht reich von, kann sich aber umschauen was gefragt ist, was andere so abliefern und letztlich vielleicht doch das ein oder andere abtreten. Da geht's primär auch über die Masse, aber wenn nur 100 Leute ein Bild von dir für so 1€ erwerben ist das schonmal was. Mit der Zeit wird man bekannter und lädt auch mehr hoch.
Das einzige Problem könnte eben der Qualitätsstandard sein, welchen man erfüllen sollte. Aber darüber kann man sich informieren und es letztlich auch einfach durch Erfahrung spitzkriegen.
Beispiele wären istockphoto, shutterstock und andere Anbieter, da gibts unzählige für alle möglichen grafischen Erzeugnisse.
Deklariere dann diese Einnahmen steuerlich und gewerblich und es dürfte keine Probleme geben. Nebenher haste eben deinen normalen Job mit festem Einkommen. Und wenn was bei rumspringt kannste immer noch Umschulung machen oder vll sogar ein Grafikdesign-Studium wagen.
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